Komme gerade aus meiner Mongolei Tour zurück. Ich muss gestehen, es ist das erste Mal dass ich kaputt aus den Ferien zurückkomme.....
Die Mongolei empfinde ich als "a Terrible Beauty". Die Landschaften sind einfach grandios aber nicht für Jeden geeignet. Für Flitterwochen noch weniger.
Die 23 tägige Tour mit Fahrer hatte ich durch: www.snowleopardtours.mn gebucht.
Hier die Route:
Oulaan Bataar
Mandalgobi
Tsagaan Suvarga
Yoliin Am
Khongor Dunes
Bayanzag
Ongi Monastery
Hustai NP
Ulaan Bataar
Palla's Cats Research Centre
Ulaan Bataar
Khovd Altai Mountains (Snow Leopard tracking)
Ulaan Bataar
Beiliegend einige Bilder. Der Bericht kommt später.
Es grüsst
Annick
Teil 219. Okt. 2026
Die Mongolei war schon sehr lange auf meiner Wunschliste. Und letztes Jahr gaben mir dann Bekannte die grosse Lust endlich das Land zu besuchen. Sie sprachen begeistert von den Palla's Kätzchen und von den Snow Leopards. Es gäbe nur einen Anbieter der Beides in einer Tour anbieten würde.
Und so schrieb ich www.snowleopardtours.mn an. Da hiess es es gäbe noch einen freien Platz für die Tour vom 26. September bis 9. Oktober 2026. Sie ist nur für 6 Leute programmiert. Ohne zu zögern buchte ich gleich die Tour. Ich wollte aber noch eine Woche Gobi Desert dranhängen. Kein Problem für Snow Leopard Tours diese Woche vor der geplanten Tour einzuschliessen.
Mittwoch, den 16. September 2026
Um 10.30 hebt die Türkish Airlines Maschine in Genf ab. 3 Stunden später lande ich in Istanbul. Für den Weiterflug konnte ich einen günstigen Upgrade in der Business Class ergattern. Und so marschiere ich Richtung Transit und Business Lounge. Der Flughafen hat einen wahnsinnigen Betrieb und man läuft eine Ewigkeit bis man sein Ziel erreicht. In der Lounge gibt es Schliessfächer wo man sein Gepäck verstauen kann.
Ich werde aber sehr schnell auf das nette Restaurant aufmerksam.
Da kann man sich Velibah (türkische Fladenbrote) oder Gözleme (türkische Teigtaschen) zubereiten lassen. Miam Miam es schmeckt!
3 Stunden später geht es dann weiter nach Ulaan Bataar. Die Business Class haut mich nicht besonders vom Hocker.
Das Essen ist OK
aber der Service finde ich nicht optimal. Als Apéritif, bestelle ich mir "Champagne". Normalerweise bekommt man immer ein kleines Fläschchen oder es wird direkt von einer grossen Flasche in ein Glas eingeschenkt. Da schaue ich dem Steward zu wie er mit einem kleinen Fläschchen 4 Gläser einschenkt. Ihr könnt euch vorstellen wie viel Champagner in jedem Glas war......🤕
Donnerstag, den 17. September 2026
Punkt um 07.20 landet die Maschine auf Chinggis Khaan International Airport. Dieser befindet sich 52 Kilometer von Ulaan Bataar Stadtmitte, inmitten von "Nowhere".
Dieser Flughafen wurde im Juli 2021 nach achtjähriger Bauzeit und vielen Verschiebungen eröffnet. Die Immigration verläuft zügig. Man braucht kein Visum und muss kein Formular ausfüllen. Mein Koffer erscheint auch sehr schnell. Und so laufe ich nach 20 Minuten Richtung Ausgang. Da tausche ich 300 Euros in Tugriks Mongols. 1 Euro = 4'032 Tugriks
Die grösste Note ist 20'000 Tugriks. Ich komme mir auf einmal sehr reich vor!🤗
Anschliessend besorge ich mir noch eine MOBICOM Tourist Sim Karte. Wurde mir von Snow Leopard Tours empfohlen. Für einen Monat kostet sie 60'000 Tugriks. Heute kann ich sie bestens empfehlen.
Jetzt eile ich zur Ausgangstür. Auf einmal erblicke ich ein Namenschild mit Annick darauf. Es ist mein Driver. Er heisst Galaa und fährt einen Toyota Prado.
Für mich geht es gleich weiter Richtung Mandalgobi wo ich heute übernachten werde.
Ich hatte mir vor längere Zeit überlegt ob ich mir nicht lieber einen Wagen mieten würde. Heute weiss ich dass es klug war es nicht zu tun. Die Mongolei hat Spritprobleme. 50% der Tankstellen im Land sind geschlossen und bei den Anderen stehen Kilometerschlangen.
Galaa sagt mir er hätte die Nacht gebraucht um den Tank voll zu bekommen. Der Sprit wird von Russland geliefert. Erster Stop wird Baga Gazarin Chuluu, auf Deutsch kleiner Erdmutterstein. Es handelt sich um eine malerische Granitfelslandschaft. Das Gebiet liegt auf 1768 Metern, rund 37 Kilometer nordwestlich von Delgertsogt.
In der Sedetiin Am Schlucht findet man auch die Ruinen von dem Lovonchambyn Kloster, ein Ort voller Spiritualität. Hier lebten seit dem 17. Jahrhundert buddhistische Mönche.
Nach der Gründung der Mongolischen Volksrepublik im Jahr 1924 steuerte die Sowjetunion massiv die Politik des Landes. In einem Land mit damals nur rund 800'000 Einwohnern wurden ab den 1930er-Jahren 10'000 Menschen (darunter tausende buddhistische Lamas, Intellektuelle, Stammesführer und Politiker) verhaftet, deportiert oder hingerichtet. Viele Klöster wurden zerstört und ein Grossteil der traditionellen und religiöse Elite ausgelöscht.
Fortsetzung folgt
Teil 323. Okt. 2026
@Elde: danke für den Link
Fortsetzung
Gegen 12 Uhr erreichen wir die Unterkunft GOBI CARAVANSERAI
Eine Dame auf dem Parkplatz nimmt gleich mein Gepäck entgegen und führt mich zu meinem Zimmer.
Da gibt es kein Bad/WC.
Ich packe schon einmal meine Sachen aus und ziehe mich um. Hier in der Wüste bei 24 Grad wird es echt angenehm. Danach schaue ich mir die Anlage an.
Es gibt sehr saubere Gemeinschaftsduschen. Damen und separat Herren.
Im vornehmen Shop kann man mongolische Souvenirs kaufen.
Die Terrasse mit dem Super Ausblick finde ich sehr einladend.
Auf dem Weg zum Restaurant kommt man an einige ausgestopfte Vögel vorbei.
Da es Nachsaisdon ist, hat man das Restaurant praktisch für sich allein.
Das Mittagessen erweist sich als sehr gut. Western Küche! Es gibt einen gemischten Salat, Hähnchen mit Gemüse und Kartoffeln und Fruchtsalat. Heute kann ich behaupten es war mein bestes Essen während des ganzen Aufenthaltes.
Um 14 Uhr geht es dann schon weiter Richtung Ulaan Suvarga. Auf dem Weg entdecken wir ein Ovoo "AWA" ausgesprochen. Man findet sie überall in der Mongolei, vor allem in höher gelegenen Gebieten.
Es handelt sich um heilige Stätten, die ihren Ursprung im Schamanismus haben, aber heute auch von Buddhisten genutzt werden. Manche sind einfache Steinhaufen, andere aufwendigere Holzkonstruktionen. Viele sind mit farbenfrohe Khatas, buddhistische Gebetsschals geschmückt. Wenn man auf der Strasse an einem Ovoo vorbeikommt, sollte man immer links daran vorbeigehen.
Galaa erklärt mir dass man idealerweise anhält und umrundet es dreimal. Man kann drei Kieselsteine darauflegen oder eine Opfergabe darbringen (Kekse, Geld....usw)
Bald erreichen wir unser Ziel
und machen uns auf der Suche nach Petroglyphen. Wir werden schnell fündig.
Fortsetzung folgt
Teil 425. Okt. 2026
Fortsetzung
Diese unschätzbare historischen Zeugnisse stammen aus dem Neolithikum und der Bronzezeit und zeigen hauptsächlich Tiere, Jäger und Hirten bei ihren Arbeiten.
Nach einer Stunde laufen wir zum Wagen zurück und bemerken diese Pferde.
Sie schauen zu uns rüber.
Wir nähern uns und bemerken das kein Trinkwasser für sie vorhanden ist.
Galaa leert seine 5 Liter Wasserflasche in die Tränke. Die führende Pferde bedienen sich.
Sie scheinen sehr durstig zu sein. Galaa erzählt der Besitzer würde nur alle 2 Tage vorbeikommen und die Tränke nachfüllen. Im kleinen Steinhäuschen sei ein Brunnen und mit dem Generator würde das Wasser nach oben geschafft.
Mit schwerem Herzen fahren wir weiter nach Tsagaan Suvarga, auch die weisse Stupa genannt.
Diese vom Wind erodierten Felsformationen sehen aus einer bestimmten Entfernung wie eine zerstörte Stadt aus.
Sie sind etwa 60 Meter hoch und erstrecken sich über 400 Meter in die Länge.
Sie bestehen aus verschiedenen Mineralien, die, wenn sie der Luft angesetzt sind, unterschiedliche Farbtöne annehmen. Einige Felsen sind rosa, andere rot oder orange.
Galaa fährt so nah wie möglich ran. Dann laufen wir auf die bunten Felsen hoch.
Tsagaan Suvarga kann man kostenlos und ohne Guide besuchen. Eine französische Gruppe ist schon beim Apéro unter einem Zelt.
Die Natur finde ich einfach grandios!
Ein Geschenk für die Augen.
Natürlich sind wir nicht ganz allein. Im Juli und August, behauptet Galaa, sei es unmöglich gescheite Bilder zu schiessen da überall Leute. Heute kann man echt nicht klagen.
Nach einer Stunde geht es dann zurück zum Wagen. Ich unterhalte mich noch ein wenig mit den Franzosen.
Fortsetzung folgt
Teil 527. Okt. 2026
Fortsetzung
Jetzt fahren wir Richtung Felsformationen. Wir wollen direkt am oberen Rand die Klippen entlanglaufen. Unterwegs erblicken wir einige Kamele.
Am Rande der Klippen, wenn man hinunter blickt, eröffnet sich einem ein atemberaubendes Farbspiel.
Das Gestein der Klippen ist sedimentgestein, das sich vor Millionen von Jahren, als die heutige Gobi Wüste noch von einem Meer bedeckt war, abgelagert hat.
Tsagaan Suvarga wirkt ein bisschen wie eine riesige Stufe inmitten einer ansonsten recht flachen und kargen Region.
Gegen 18.20 kehren wir zum Camp zurück und geniessen bei einem Bier den Sonnenuntergang auf der Terrasse.
Danach wird geduscht. Wenn die Sonne weg ist wird es hier sehr schnell kalt. Zum Glück hat die Sonne den ganzen Tag in meinem Zimmer Ihre Wärme hinterlassen. Gegen 19 Uhr gibt es dann das Abendessen. Es besteht aus einem netten Buffet. Ausser uns gibt es nur eine koreanische Gruppe. Gegen 21.30 geht es in die Heia. Auf der Restaurant Terrasse sieht es romantisch aus aber es windet wahnsinnig.
Samstag, den 19. September 2026
Habe sehr gut geschlafen. Um 8 Uhr laufe ich zum Restaurant.
Da erwartet uns ein Frühstücksbuffet.
Ich tanke ordentlich auf, wer weiss was es zum Mittagessen gibt..... Punkt um 08.40 verlassen wir Gobi Caravanserai. Das Ger Camp kann ich in der Nachsaison bestens empfehlen. Wir fahren noch einmal nach Tsagaan Suvarga. Ich möchte mir nämlich die Felsformationen ganz in der Sonne anschauen.
Fortsetzung folgt
Teil 6gestern 08:19
Fortsetzung
Das Spektakel ist einfach klasse!
Ich könnte bestimmt es hier noch eine gute Stunde aushalten.
Galaa möchte aber sein Programm fortsetzen. Er will zuerst nach Dalanzadgad um zu tanken. Hier die Karte von der Umgebung.
Die roten Farben unterwegs sind schon wahnsinnig.
Auf dem Weg erblicken wir viele Kamele.
Gestern gab es in der Nacht Regenfälle und man findet immer wieder kleine Wasserstellen. Die Kamele überleben Temperaturen von -50 im Winter bis +40 im Sommer, sowie Schneestürme und wochenlangen Wassermangel.
Die 2 Höcker speichern Fett als Energiequelle, und die breiten, gepolsterten Füsse verhindern das Versinken im Sand.
Sie können täglich rund 50 Km zurücklegen und Lasten von 250 bis 280 Kg transportieren.
In Dalanzadgad findet jedes Jahr, im Winter, das Festival der 1000 Kamele statt. Das Nächste vom 30. bis 31. Januar 2027.
Gegen 11.45 erreichen wir die Stadt.
Die meisten Tankstellen sind geschlossen und bei den 2 Offenen gibt es jeweils eine kilomertlange Schlange.
Galaa scheint es aber nicht besonders zu stören. Auf einmal hält er bei einer bestimmten Tankstelle an. Er erklärt mir er hätte vor 2 Jahren eine Membershipkarte für bestimmte Tankstellen gekauft. Galaa bekommt tatsächlich hier einen vollen Tank. 1 Liter Diesel = 5300 Tugrik.
Anschliessend halten wir in der Stadt in diesem Restaurant an um Mittag zu essen.
Wir sind die einzigen Gäste.
Da ich keinen grossen Hunger habe, bestelle ich mir nur einen Salat. Um 13 Uhr geht es dann weiter Richtung Yolym Am, auch Geierschlucht genannt. Es ist eine tiefe, schmale Schlucht im Gobi-Gurvansaikhan Nationalpark, 60 Kilometer südwestlich von Dalanzadgad.