Mit den Adventurecars durch Boliviens Weiten 2019

Reisebericht 181 Antworten · 15,1k Aufrufe · gestartet 13. Apr. 2021 von Katma1722
Themenstarter560 Beiträge · seit 202117. Apr. 2021 ·
Westernflair in Samaipata und die uralte Kultstätten in El Fuerte, 80km

Auch heute morgen machen wir wieder einen schönen Spaziergang – die Täler sind heute frei von Nebel, dafür leuchten die rosa Bäume im Morgenlicht. 🙂

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Das Frühstücksbuffet fällt heute eine Nummer kleiner aus, wir sind die einzigen Gäste, bietet aber trotzdem keinen Grund zur Klage.
Am späten Vormittag packen wir unsere Siebensachen in die ausgeruhten „Oldies“ und verlassen das Refugio in Richtung Samaipata.

Fazit: Refugio Laguna Volcanes
Die Lage der Lodge ist wunderschön, der Ort eignet sich zum Ausspannen und für kleinere Spaziergänge. Die Zimmer sind geräumig und sauber, das Frühstück und das Abendessen lecker und reichhaltig.
Die Beschreibung der Lodge im „Reiseknow-How Bolivien“ stimmt allerdings nur bedingt. Wir hatten gehofft, von hier aus geführte Exkursionen in den Nationalpark machen zu können, das ist uns außer mit dem „Mirador – Walk“ leider nicht gelungen, trotz mehrfacher Nachfragen. Kritik gibt es an der Freundlichkeit der Rezeptionsmitarbeiter – auf uns wirkten sie etwas muffig und wenig bemüht. Vielleicht lag es aber auch an den Verständigungsschwierigkeiten. Trotzdem kann ich die Lodge – eben aufgrund der wunderschönen Lage empfehlen


Auf der Fahrt in Richtung Samaipata halten wir an einer steilen Felswand mit blühenden Bromelien
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– gegenüber in einer Schlucht werden wir durch lautstarkes Gezänke aufmerksam auf einen haarfeinen Wasserschleier, wo sich hunderte grüne Sittiche an der Felswand die Mineralien holen – leider sind die Vögel elend weit weg. Keine Chance für unsere alte Nikon. Mit dem Fernglas können wir die Tiere aber gut beobachten.

Mit ein paar Schwierigkeiten arbeiten wir uns zu Hilverts „Quinta Conciencia“ vor. Hilvert, ein Niederländer und seine bolivianische Frau Carina betreiben hier eine Art spirituelles Yogazentrum und vermieten via Airbnb auch Betten zum Übernachten. Der kleine Ort liegt einige Kilometer vor Samaipata am Fuße der schon zum Amboro Nationalpark gehörenden Berge. Es ist absolut idyllisch, für die Anfahrt über die holprige Piste sind wir froh, dass unsere Jeeps über ausreichend Bodenfreiheit verfügen.

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Durch diese Furt schafft es sogar "Uralt" 😎

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Wir werden von mehreren Hunden und Katzen, dem Duft von Räucherstäbchen, dem Klang von Windspielen und Hilvert empfangen, der uns erstmal einen Kräutertee ausschenkt. 🙂
Wir ratschen ein bisschen, dann zeigt er uns unsere Hütte für heute Nacht. Zwei Zimmer mit jeweils 4 Betten – naja geht schon mal, das Badezimmer ist über einen schmalen Pfad zu erreichen. Wir bringen unser Gepäck an Ort und Stelle – damit sind die Zimmer schon ziemlich voll…

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Bei Hilvert und Carina

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Blick in die Küche - wer ist hier der Boss??? 😗

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Zimmer für das Jungvolk
Themenstarter560 Beiträge · seit 202117. Apr. 2021 ·
Wir holen uns von Hilvert noch einen Restaurant-Tipp für Samaipata und machen uns auf den Weg. Mario und Anna wollen zu Fuß zur Ausgrabungsstätte von El Fuerte wandern, sie packen ein paar Semmeln ein und wir lassen die beiden an der Abzweigung nach El Fuerte aussteigen. Am Nachmittag wollen wir uns dort alle treffen.
Der Rest von uns steuert Samaipata an. Das Städtchen hat rund 1500 Einwohner und liegt auf gut 1600 m Höhe. Es gilt als Hauptort für die Organisation von mehrtägigen Touren in den Amboro. Leider fehlt uns dazu die Zeit.
Samaipata verströmt ein bisschen Westernstadtflair, hier leben viele Auswanderer und die Stimmung ist entspannt und freundlich.

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Hier herrscht schon ein bisschen Wohnungsnot! 😗

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Wir steuern das spanische Restaurant „Tierra Libre“ an, das einen gemütlichen Innenhof hat. Wir bestellen ein paar Tapas und stellen fest, dass die Portionen riesig sind! 😕 Alles schmeckt total lecker 😛 , aber wir haben keine Chance alles aufzuessen… Waren die Augen mal wieder größer als der Magen!
Themenstarter560 Beiträge · seit 202117. Apr. 2021 ·
Nach ein paar Einkäufen und fahren wir hinauf in die Berge zu einer der bedeutendsten bolivianischen Ausgrabungsstätten, El Fuerte de Samaipata. Die Stätte liegt auf rund 2000 m Höhe an den östlichen Ausläufer der Cordillera Oriental.

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Die Anlage ist ca. 40 ha groß und war einst ein bedeutendes religiöses Zentrum. Man vermutet, das es um 300 von den Mojocoyas gegründet wurde. Im 14. Jhdt. bauten die Inka die Anlage aus und versahen sie mit Befestigungen. Highlight der Anlage ist ein gut 60m breiter und 220m langer Monolith – der heilige Felsen, der nicht betreten werden darf. Um eine Besichtigung möglich zu machen wurden hier Stege in luftiger Höhe gebaut, von denen man einen tollen Blick auf den Felsen hat.

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Der Monolith auf dem Gipfel des windgepeitschten Berges ist absolut beeindruckend.

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Es klingt ein bisschen pathetisch, aber für mich atmet hier Geschichte!

Die Aussicht reicht in alle vier Himmelsrichtungen.
Neben den Wegen wachsen zahlreiche Blumen, die Anlage ist gut gepflegt.

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Kakteen

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Die Zeit vergeht wie im Flug, so viel gibt es zu entdecken. Außer uns gibt es nur sehr wenige andere Besucher.

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Guira-Kuckuck

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Priester"häuser", Templo Panoramico

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Befestigungsmauern aus der Inkazeit

Die Spätnachmittagssonne taucht alles in ein warmes Licht, was ein bisschen darüber hinwegtäuscht, dass es ganz schön frisch ist. Ich bin froh, eine extra Jacke dabeizuhaben, die ich Mario leihe, der in seinem T-Shirt und der kurzen Hose ein bisschen verfroren aussieht…. 😗
Irgendwann machen wir uns auf den Rückweg zum Parkplatz, wo einige Truthangeier kreisen und ein sehr heller Falke dekorativ in einer der zahlreichen, vermutlich angepflanzten Weymouthskiefern sitzt.

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Truthahngeier

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Grey-headed Kite (vielleicht... 😕 )

Der Weg zurück zu Hilvert ist nicht weit (deshalb haben wir die Unterkunft gewählt) und wir genießen unseren Sundowner in Gesellschaft zweier aufdringlicher Hunde und einer Katze vor unserer Hütte. 😎
Abends packen wir unsere Brotzeit aus und decken den Tisch – Hilvert leiht uns netterweise Teller und Besteck – neben Hilverts Küche. Als extra Spezial öffnen wir heute unser in Santa Cruz erstandenes saures Gemüse- aber was schwimmt den da Weißes??? 🙄 So ein Gemüse haben wir noch nie gesehen. Schließlich die Erleuchtung – das vermeintliche „Gemüse“ entpuppt sich als labbriges Stück Schweineschwarte! 🤢 Oh nein! Fleisch ist bei Hilvert streng verboten! 😮 Schnell stecken wir das Corpus delicti – keiner hat Lust DAS zu Essen!! - in eine kleine Mülltüte und ab damit in den Mülleimer – Deckel zu – fertig! 😗 Hilverts Katzen sind äußerst interessiert! 😗 😗
Viel später sitzen wir noch vor der Hütte – am Himmel ist, ganz wie in Afrika – das Kreuz des Südens zu sehen, ab und zu bellt ein Hund und die Grillen zirpen wunderschön!

Fortsetzung folgt...
1'394 Beiträge · seit 200917. Apr. 2021 ·
Liebe Kathrin,

ich bin's wieder 😗

Prima und wie immer lieben Dank für die Fotos, besonders jetzt von Samaipata und speziell von El Fuerte. Auch darüber findet man nicht so viel, so kann ich mir das alles noch besser vorstellen.
Der Kuckuck ist klasse, und über die Schweinsschwarte hätte sich der Hund auch sicher gefreut 🤩

Ich hatte mich schon einmal damit befasst, die Strecke von Santa Cruz nach Sucre zu fahren, evtl. mit Abstecher nach La Higuera, um Ches Spuren zu "folgen". Leider wurde ich aber über die Qualität des Streckenabschnitts ab Samaipata nicht schlau und da das für uns leider sehr wichtig ist, wurde es dann verworfen. Daher würde ich mich sehr freuen, wenn Du in Deinen nächsten Berichten noch etwas dazu schreiben könntest, wie die Strecke von hier zum Torotoro und dann weiter bis Sucre ist. Gerade der Streckenabschnitt entlang südlich des Amboros soll ja, glaube ich, nicht mehr so gepflegt sein, seit es die nördliche (asphaltierte?) Verbindung gibt. Prima wäre es auch, wenn Du die Fahrzeiten für diesen Abschnitt nennen könntest.

Jetzt bin ich gespannt, ob Ihr Dinosaurierspuren findet und natürlich auf die Bilder davon 🤩 .

Vielen lieben Dank, dass Du mich mitnimmst auf eine Reise durch eher unbekanntes Bolivien.

Viele Grüße
Sabine
Themenstarter560 Beiträge · seit 202117. Apr. 2021 ·
Sabine26 schrieb:Liebe Kathrin,

ich bin's wieder 😗

Prima und wie immer lieben Dank für die Fotos, besonders jetzt von Samaipata und speziell von El Fuerte. Auch darüber findet man nicht so viel, so kann ich mir das alles noch besser vorstellen.
Der Kuckuck ist klasse, und über die Schweinsschwarte hätte sich der Hund auch sicher gefreut 🤩

Ich hatte mich schon einmal damit befasst, die Strecke von Santa Cruz nach Sucre zu fahren, evtl. mit Abstecher nach La Higuera, um Ches Spuren zu "folgen". Leider wurde ich aber über die Qualität des Streckenabschnitts ab Samaipata nicht schlau und da das für uns leider sehr wichtig ist, wurde es dann verworfen. Daher würde ich mich sehr freuen, wenn Du in Deinen nächsten Berichten noch etwas dazu schreiben könntest, wie die Strecke von hier zum Torotoro und dann weiter bis Sucre ist. Gerade der Streckenabschnitt entlang südlich des Amboros soll ja, glaube ich, nicht mehr so gepflegt sein, seit es die nördliche (asphaltierte?) Verbindung gibt. Prima wäre es auch, wenn Du die Fahrzeiten für diesen Abschnitt nennen könntest.

Jetzt bin ich gespannt, ob Ihr Dinosaurierspuren findet und natürlich auf die Bilder davon 🤩 .

Vielen lieben Dank, dass Du mich mitnimmst auf eine Reise durch eher unbekanntes Bolivien.

Viele Grüße
Sabine
Hi Sabine!
Also die Strecke bis Samaipata war ziemlich gut, bzw. Teerstraße. Was dann kommen sollte, war schon Hardcore - wir haben uns übelst verschätzt und sind sowohl bei der Fahrt von Samaipata in den ToroToro als auch vom Toro Toro nach Sucre in die Dunkelheit gekommen und das ist in einem fremden Land mit schlechter Beschilderung und grottigen Straßen tatsächlich unerfreulich! 🙁 Mit genügend Zwischenstopps kann man die Straßen aber durchaus fahren. Zum ToroToro wurde 2019 gerade eine ziemlich große neue Straße gebaut. Keine Ahnung wann die fertig ist. Auf alle Fälle dürfte das die Fahrt deutlich schneller werden lassen. Näheres zu den Fahrzeiten gibts in den nächsten Teilen des RB!
ToroToro war einer unserer Lieblingsparks und es war sehr schade, dass wir nur einen Tag hatten.
Die Che Guevara Route fand ich auch spannend, ebenso die Idee von Santa Cruz die Jesuitenroute zu fahre oder mit dem Zug zur Brasilianischen Grenze zu gondeln und von dort aus das Pantanal zu erkunden.... Mal sehen, was die Zukunft hoffentlich noch so bringt! 🙂
1'394 Beiträge · seit 200917. Apr. 2021 ·
Liebe Kathrin,

ja, das Land hat wirklich so viel zu bieten. Die Jesuitenroute klingt auch sehr interessant und die Bilder der dortigen Kirchen, die ich gesehen habe, schauen super aus.

Aber ihr habt Euch eine tolle Route zusammengestellt, jetzt bin ich echt gespannt, was Du zum Toro Toro zu berichten hast und zu den Straßenverhältnissen.

Schon irgendwie witzig, dass die Hauptstadt dieses Landes nur über eine einzige vernünftige Straße zu erreichen ist. Da hast Du dann auch ganz schnell mit einer Straßenblockade Sucre vom Rest abgeschnitten und musst auf die Versorgung aus der Luft umstellen.

Viele Grüße
Sabine
Themenstarter560 Beiträge · seit 202118. Apr. 2021 ·
Zu den Helechos Gigantes und über Desvios nach Toro Toro, 440 km

Seit wir gestern Abend noch ein bisschen mit Hilvert und Carina gequatscht haben, freue ich mich auf heute morgen! Ich werde doch noch die berühmten Baumfarne sehen! 🤩
Das war mein großer Wunsch, als wir zu dieser Reise aufgebrochen sind – bei unserem vorgestrigen Walk konnten wir ein einziges Exemplar entdecken… meine Hoffnung war schon auf Null, bis Hilvert meinte, da bräuchten wir keine Tour buchen, wir sollten einfach hinter seiner Quinta weiter den Berg hinauffahren, da würden sie wachsen und da würden auch die Guides mit ihren Touris hinfahren!
„Was tut man nicht alles, um ein paar Farne zu sehen?“, fragt sich wohl der Rest der Gruppe, trotzdem sind alle an Bord als wir um halb sieben Uhr morgens hinauf in die Ausläufer der Cordillera Oriental fahren.

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Die Sonne schiebt sich gerade über die Wolken

Wir folgen Hilverts Beschreibung und finden sie. Wie aus der Zeit gefallene Urzeitrelikte stehen die bis zu 12 Meter hohen Helechos gigantes hier in rauen Mengen!

Vorsicht - Baumfarnfotoalarm! 😗
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Na, schon genug Farne gesehen??? 😗
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Von wegen... 😄 ein paar gehen immer!
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Geschafft!
zuletzt bearbeitet 18. Apr. 2021
Themenstarter560 Beiträge · seit 202118. Apr. 2021 ·
Und nicht nur das.
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Blumen und Sträucher blühen...

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uralte, komplett mit Flechten und Tillandsien behangene Solitärbäume ragen weit über alle anderen hinaus.

Kolibris flitzen wie farbige Blitze durch den Wald – ich bin wie verzaubert.

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Leider, leider haben wir wieder viel zu wenig Zeit und müssen uns gegen 8 Uhr auf den Rückweg machen. 🙁
Zum Glück ist es nicht weit und Hilvert und Carina erwarten uns mit einem tollen Frühstück mit selbst gebackenem Brot, frischem Fruchtsaft, Tomaten, Käse und hausgemachter Marmelade. 😛 😛 Um kurz nach neun sind wir unterwegs. Vor uns liegen rund 440km. Wir ahnen noch nicht, was uns erwartet. 😈
zuletzt bearbeitet 18. Apr. 2021
Themenstarter560 Beiträge · seit 202118. Apr. 2021 ·
In Samaipata kaufen wir noch ein bisschen Obst und Gemüse bei einer Marktfrau, während die Männer die Autos betanken und auch die Kanister auf dem Dach befüllen.
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Mit Tankstellen sieht es laut Karte auf dieser Strecke nicht so gut aus und wir wissen noch nicht genau, wie viel die Oldies saufen.
Die Landschaften, die wir durchfahren werden nicht langweilig, immer wieder wechselt die Szenerie.

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Wir sehen Truthahngeier, Sittiche, dazu Esel, Rinder, Ziegen, Schafe und Schweine.
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Zunächst kommen wir zügig vorwärts, es ist nicht viel Verkehr und die Straße ist gut.

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Davon sehen wir leider nix...

Wir sind optimistisch, dass 7 Stunden für 440km eigentlich reichen müssten und hoffen, so gegen 18 Uhr Rumi Kipu, unsere nächste Unterkunft zu erreichen…. Von wegen… es sollte anders kommen….. 😈
Mittags wird uns klar, dass wir nicht wirklich viel Strecke gemacht haben, obwohl die Straße eigentlich recht ordentlich ist. 😕 Wir stoppen nur ganz kurz für ein paar Keks aus der Hand und eine Pinkelpause, dann geht es auch schon weiter.

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Die beiden offiziellen Staatsflaggen Boliviens, die bunte ist die Indigene

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Zahlstelle entlang der Strecke

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Wir fahren und fahren und fahren… Wir lassen Mizque hinter uns. 😕

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Die Straßen werden schlechter und zahlreiche teils abenteuerliche Baustellen mit noch zahlreicheren „Desvios“, den bolivianischen Umleitungen halten uns auf. 😈
Spätnachmittags stoppen wir für eine schnelle Semmel, einen Kaffee und ein paar Chips. Wir fahren und fahren und fahren… Als es zu dämmern beginnt, haben wir Punata erreicht…. Endlich, jetzt ist es nicht mehr weit! 😗
Leider wird die Straße jetzt noch schlechter. 😈 Im Licht der Scheinwerfer huscht ein Andenfuchs vorbei. Bei einem kleinen Dorf steht ein junger Mann an der Straße und streckt den Arm aus. Stefan, der gerade voraus fährt hält an und der Bolivianer quetscht sich zu den vieren ins Auto. Hier ist es gang und gäbe, Leute mitzunehmen, wenn man in der privilegierten Lage ist, ein Auto zu haben… Viel Platz brauchen die Anhalter meistens auch nicht… 😗 Der junge Mann entpuppt sich als große Hilfe. Er kennt sich hier gut aus und lotst Stefan schließlich aus dem Flussbett (ehrlich!!!) durch das wir in Schlangenlinien auf der Dauerumleitung unterwegs sind hinauf Richtung neue Straße – das Stück ist schon fertig, behauptet er. An der Straße angekommen, ist die Zufahrt durch ein paar wackelige Absperrpfosten versperrt. Stefan macht kurzen Prozess mit einer und fährt einfach drüber – O.K. so geht es auch…. Für uns ist der Weg frei und wir folgen. 😗 😗
Jetzt kommen wir tatsächlich ein bisschen flotter voran. Die neue Straße ist sehr breit und natürlich ist hier gar niemand unterwegs… Viel Verkehr ist zum Glück ohnehin nicht!
Heute lernen wir auch erstmals eine von Uralts Macken kennen. Der Boden unter Lenas Füßen mutiert zur Fußbodenheizung. Es wird so heiß, dass es manchmal richtig nach verschmurgeltem Gummi riecht!!! 😈 🤢
Lena streckt ihre Füße zwischen Fahrer um Beifahrersitz!
Ich rufe zwischenzeitlich bei Annemarie in Rumi Kipu an um ihr zu sagen, dass es leider sehr spät werden wird. Sie bemitleidet uns ein bisschen und ermahnt uns vorsichtig zu fahren. Irgendwann haben wir es geschafft. Ich bewundere Stefan und M. Für ihre eisernen Nerven. Trotz mehrfacher Angebote haben sie sich geweigert, einem von uns anderen das Steuer für eine Weile zu überlassen. Um 21.30 Uhr erreichen wir Rumi Kipu, das außerhalb der Ortschaft Toro Toro im gleichnamigen Nationalpark, auf rund 2800 m Höhe liegt! Wir haben 12 Stunden gebraucht!!! Da haben wir uns bei der Planung grob verschätzt. Außerdem steht für mich fest – Desvio ist mein Unwort des Urlaubs! 😈
Aber, es ist alles gut gegangen und wir werden von Annemarie und ihrem Mann Alfonso, den Besitzern von Rumi Kipu wunderbar herzlich empfangen. Jonas hat noch Hunger und bekommt ein Quesadilla, wir anderen einen leckeren heißen Tee. 😘 Die Zimmer sind wunderschön eingerichtet und gemütlich warm! Wir sind hundemüde und fallen wie Steine ins Bett.
1'394 Beiträge · seit 200918. Apr. 2021 ·
Liebe Kathrin,

bei der Überschrift habe ich mich gefragt, ob es tatsächlich auf der Strecke einen Ort mit dem Namen „Desvio“ gibt, hab‘ noch gedacht, das ist doch eine Umleitung. Nachdem ich den Text gelesen habe, hat es sich aufgelöst :=)

Die Baumfarne sind ja wirklich sehr imposant, die gefallen mir richtig gut, da fehlen jetzt nur noch die Dinos in solch einer Umgebung.

Puh, das war ja ein anstrengender Tag und jetzt müssen wir uns erstmal an die Höhe gewöhnen. Das Rumi Kipu hab‘ ich mir gerade schon mal angeschaut, das scheint eine tolle Lage zu haben. Ist Annemarie eine Deutsche?

Mal sehen, was Du uns morgen im Park zeigen wirst. Freue mich schon!

Viele Grüße
Sabine
Themenstarter560 Beiträge · seit 202118. Apr. 2021 ·
Liebe Sabine!
So schnell wie du liest kann ich gar nicht schreiben!
Rumi Kipu ist absolut traumhaft. Annemarie ist Schweizerin ihr Mann Alfonso ist Bolivianer. Die beiden sind Rentner und haben sich mit Rumi Kipu einen Traum erfüllt! Die Zimmer sind tiptop, das Frühstück lässt keine Wünsche offen und wenn du Abendessen bestellst kocht Annemarie selbst! Traumhaft! Bolivianische Wein gibt es auch dazu!
Mehr im nächsten Teil 🙂
Liebe Grüße und einen schönen Abend,
Kathrin
Themenstarter560 Beiträge · seit 202120. Apr. 2021 ·
Dinosaurierspuren, skurrile Berge und der König der Anden

Morgens um 6 werden wir davon geweckt, dass ein Sturm ums Haus fegt… da kuscheln wir uns lieber noch ein bisschen tiefer in die bisher besten Betten des Urlaubs. Als wir schließlich aufstehen beleuchtet die Morgensonne die faszinierende Bergkette des Toro Toro Nationalparks.

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Die Zimmer auf Rumi Kipu sind äußerst gemütlich 🙂

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Gestern war es ja schon dunkel, so sieht Rumi Kipu aus

Exkurs:
Viel zu finden ist nicht, wenn man sich über den Toto Toro Nationalpark informieren möchte. Mit nur 165 qkm Größe ist er der kleinste NP Boliviens. Der Park ist reich an Fossilien und Dinosaurierspuren, und damit für paläontologische Studien und Untersuchungen äußerst interessant. 138 km von der Stadt Cochabamba entfernt, ist der kleine Ort Toro Toro Ausgangspunkt für Touren in den Park. Eingerahmt von zwei sehr ungewöhnlich aufgefalteten und geformten Gebirgszügen, die mit ihren erodierten Gebirgszacken spitzt aufeinander zulaufen, ähnelt das Tal um Toro Toro einem geöffneten Krokodilmaul. Der Toro Toro Nationalpark beherbergt mehr als 1000 Planzenarten, und eine Vielfalt an Fauna. Ebenso biete der Park eine unerschöpflich reiche Palette an natürlichen Attraktionen, darunter spektakuläre Canyons, Felskathedralen, Wasserfälle, und diverse Höhlen.


Bevor wir uns aufmachen, um den Park zu erkunden, verwöhnen uns Annemarie und Alfonso mit einem ausgesprochen leckeren Frühstück! Es gibt Obstsalat, hausgemachten Joghurt, selbstgebackenes Brot, Rührei und vieles mehr. 😛 😛 Annemarie ist Schweizerin, Alfonso Bolivianer. Die beiden haben sich über ihren Job bei der UNO kennen gelernt und sich nach der Rente ihren Traum erfüllt und dieses wunderschöne Ecohotel errichtet. Es sollte die beste Unterkunft unserer Reise werden! 🙂 😘
Sehr praktisch, dass Annemarie Deutsch kann, so erfahren wir einiges über Toro Toro und sie empfiehlt uns den Besuch der Felsenstadt „Ciudad de Itas“. Ein Führer ist Pflicht, wenn man den Park besuchen will und so machen wir uns gut gestärkt auf ins gleichnamige Dorf um einen solchen zu buchen und den Parkeintritt zu bezahlen.

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Am Nationalparkbüro zahlen wir die Gebühr und begeben uns dann ins benachbarte Büro für die Vermittlung von Guides. Englischsprachige sind nicht verfügbar, wir bekommen Abraham und Gabriel zugeteilt (2 Autos, 2 Guides).
Während Stefan und M. Versuchen Benzin zu organisieren, welches es hier nur auf dem Schwarzmarkt gibt, sitzen wir auf einer Mauer vor dem Büro und genießen das Treiben auf der Dorfstraße.

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Esel, Ziegen, Frauen mit Tragetüchern, knatternde Mopeds und die unvermeidlichen Straßenhunde, von denen es in Bolivien zahlreiche gibt.

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Bisher waren alle sehr freundlich, einer kommt zu uns und legt sich direkt neben uns… treuherzig schaut er uns an, aber wir haben leider nichts für ihn da. An einem Stand kaufen wir noch ein paar Schokoriegel. Es ist unglaublich authentisch und wir sind (leider für die vielen Guides die auf Arbeit hoffen) mal wieder die einzigen Touris. O.K. Toro Toro ist wirklich sehr schlecht erreichbar, Annemarie meint aber, das es besser wird, wenn die Straße erst fertig ist.
zuletzt bearbeitet 20. Apr. 2021
Themenstarter560 Beiträge · seit 202120. Apr. 2021 ·
Die Männer kehren mit Benzin zurück und wir machen uns auf den Weg hinauf in die Berge.

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Straßensperre in Toro Toro 😗

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Abraham fährt bei uns mit und erweist sich als sehr gesprächig. Wir tun unser bestes, alles zu verstehen, Abraham hilft mit beredten Gesten nach. Das Spanisch in Bolivien ist deutlich leichter zu verstehen als in Spanien selbst, da die Bolivianer langsamer und vor allem viel deutlicher sprechen.
Die Bergwelt des Toro Toro gefällt uns sehr gut! Die aufgefalteten Ketten sind faszinierend, hier und da ducken sich kleine grasgedeckte Hütten an die Hänge, in den Bäumen trocknet Mais als Viehfutter, Kühe und Schafe grasen in der Nähe.

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Schließlich erreichen wir auf 3600m Höhe den Parkplatz, wo unsere Tour in die Felsenstadt beginnt. Abraham ist sehr rücksichtsvoll und geht sehr langsam, wir sind auf dieser ungewöhnten Höhe schon etwas kurzatmig.

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Immer wieder zeigt uns Abraham bizzare Felsen - hier der Elefant ...

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... steinernes Untier...

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zuletzt bearbeitet 20. Apr. 2021
Themenstarter560 Beiträge · seit 202120. Apr. 2021 ·
Es gibt auch interessante Pflanzen:

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Enzian

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Die Aussicht von hier oben ist wunderschön:

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Der Weg durch die Felsenstadt ein wahres Labyrinth, der zum Teil durch große Höhlen, enge Durchlässe und unter Bögen hindurch führt.

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zuletzt bearbeitet 20. Apr. 2021
Themenstarter560 Beiträge · seit 202120. Apr. 2021 ·
Es wird nicht langweilig...

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Einmal müssen wir eine Leiter erklimmen.

Abraham entdeckt in einiger Entfernung ein paar Viscachas, die wir total putzig finden, vor allem den langen „Besenschwanz“.
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Unser persönlicher Höhepunkt sind aber 3 Kondore, die hoch über uns am Himmel kreisen! Eine echte Erstsichtung!

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Wir brauchen für die Tour gut 2 h. Es hat sich wirklich gelohnt.

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Mittags machen wir bei ein paar tollen Felsen Picknick. Abraham und Gabriel freuen sich sehr, dass wir unser Essen mit ihnen teilen und greifen kräftig zu. Die Fahrt zurück ins Tal gefällt uns fast noch besser als die Hinfahrt. Die Ausblicke sind spektakulär und die Landschaft leuchtet in allen Farben – leider können Fotos das nur unzureichend wiedergeben.

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Hinten im Bild das Dorf Toro Toro
Themenstarter560 Beiträge · seit 202120. Apr. 2021 ·
Im Dorf am Büro der Guides ist gerade eine Herde Ziegen und ein Esel dabei, die Blumen vor dem Büro abzufressen. Es kümmert aber niemand und auch wir wollen ihnen den Spaß nicht verderben!

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Wer hier der Chef ist, ist klar! 😎

Wir zahlen nochmal nach und machen uns mit Abraham und Gabriel auf den Weg zum Canyon von Toro Toro, der gleich in der Nähe liegt. Mario, Anna und Lena wollen mit Abraham noch hinunter in den Canyon steigen, der Rest von uns ist faul und spaziert mit Gabriel zu einer Aussichtsplattform, wo man einen schönen Blick hat. 😎 Truthahngeier und Rabengeier fliegen vorbei und wir beneiden die 3 Wanderer nicht. Ganz schön weit da runter!

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Blick hinüber nach Rimu Kipu

Wir lassen Uralt für die anderen am Parkplatz zurück und fahren zurück nach Toro Toro um noch ein paar Saurierspuren zu sehen. Mehr als 2500 soll es im Park geben, ein paar davon direkt beim Dorf.

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Große Löcher führen in gerader Linie einen Hang hinauf… Aha….

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🤩
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Gabriel stellt einen kleinen Plastiksaurier dazu… die sind also von einem Stegosaurus und rund 75 Millionen Jahre alt.
Ganz ehrlich – ich bin nicht traurig, dass diese Giganten ausgestorben sind! 😗

So langsam bekommen wir Lust auf ein schönes Bier. Wir bedanken uns bei Gabriel, geben ihm noch ein Trinkgeld und lassen ihn an der Kirche aussteigen.

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Kirche von Toro Toro

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Saurierhotel???

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Was will das Kind von der Kuh? Nach Hause treiben?? 😄

Zurück in Rumi Kipu versorgt uns Annemarie mit Bier und wir genießen die Abendsonne auf der Terrasse. Die Sonne geht unter, trotzdem sind die Temperaturen angenehm lau. Hier ist ein wunderbarer Ort, um die Seele baumeln zu lassen.

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Blick von Rumi Kipu aus

Um 19 Uhr gibt es ein liebevoll zubereitetes Abendessen: Kürbissuppe, Schweinelende mit Kartoffeln und Ratatouille und als Nachtisch Creme brulée. 😛 Dazu reichen uns Annemarie und Alfonso hausgemachten Malvensaft, Zitronenlimo und leckeren bolivianischen Weißwein. Was will man mehr! 😘
Morgen müssen wir leider sehr früh los und so fallen wir nach ein bisschen Quatschen und ein paar Runden Schafkopfen hundemüde in unsere bequemen Betten.

Fortsetzung folgt...
zuletzt bearbeitet 20. Apr. 2021
1'394 Beiträge · seit 200920. Apr. 2021 ·
Liebe Kathrin,

der Toro Toro könnte mir auch gefallen.

Ich musste zweimal hinschauen bei Deiner Aufnahme des Ortes mit dem dahinter liegenden vielfarbigen Berg.
Genau diese Berge, mit diesen Farben, gibt es immer wieder im Nordwesten Argentiniens.

Bin gespannt, wie Euch die für mich schönste Stadt in Südamerika (von denen, die ich bisher gesehen habe) gefallen hat.

Viele Grüße
Sabine
Themenstarter560 Beiträge · seit 202121. Apr. 2021 ·
On the road again… 400km in die Hauptstadt Boliviens

Wir haben aus unserem Fehler von vorgestern gelernt und stehen heute früh auf. Knapp 400 km liegen bis in Boliviens Hauptstadt Sucre vor uns. 🙁
Annemarie rät uns dringend davon ab, den direkten Weg nach Süden zu nehmen, auch wenn der nicht mal halb so lang wäre… wir folgen ihrem Rat und fahren auf der grottenschlechten Piste auf der wir gekommen sind zurück in Richtung Cochabamba. Wer weiß, wie schlecht die andere Straße wohl ist…
Das Frühstück ist wieder extrem lecker 😛 und nachdem uns Annemarie noch mit Lunchpaketen versorgt hat, verabschieden wir uns von den beiden.

Fazit: Rumi Kipu war die beste Unterkunft unserer Reise. Annemarie und Alfonso sind unglaublich herzlich und der Nationalpark bietet einzigartige Landschaften. Hier würden wir alle gerne noch bleiben bzw. wieder kommen!

Um 7.30 Uhr sind wir unterwegs und kämpfen uns erneut durch das staubige Flussbett.

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Die Sicht ist mitunter "unter Null"! 😣

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Diesmal sehen wir zumindest etwas von der Umgebung … trotzdem ….

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Desvio bleibt mein Unwort des Urlaubs!

Die erste Pause machen wir irgendwo (habe vergessen wo) zum Tanken, ein weiteres mal stoppen wir an einem Straßenstand, wo ein kleines Mädchen Keramik verkauft. 2 Erinnerungstassen (die gleichen hatte Annemarie) für den Kaffee zu Hause 😛 wandern in unser Auto – es sind nach einer Woche die ersten „Souvenirs“, die es gibt! 😄
In einem Hochtal machen wir Picknick und lassen uns Annemaries Lunchpakete schmecken! Die sind so reichhaltig, dass wir uns noch was davon für die Kaffeepause aufsparen!
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Unter uns liegt ein See, in dem wir die ersten Flamingos, Ibisse und Enten entdecken.

Nachmittags haben wir Mizque erreicht, wo wir Kaffee trinken und uns ein bisschen die Beine vertreten.
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Kleiner Park in Mizque

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Kirche von Mizque
zuletzt bearbeitet 21. Apr. 2021
Themenstarter560 Beiträge · seit 202121. Apr. 2021 ·
Ab hier wird die Straße zum Glück wieder besser!
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Auch heute fahren wir durch abwechslungsreiche Landschaften.

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Es gibt Berge in allen Formen und Farben, Hochebenen und Flusstäler...

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...glückliche freilaufende Schweine 😎 ...

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... gemischte Tierherden...

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... Lehmziegelhäuser, staubige Dörfer ...

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... kleine Kirchen ...

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... lustige Hunde, die an den Straße sitzen (wir haben bisher noch kein einziges totgefahrenes Tier gesehen!!!), und, und , und...

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Man muss sich nur zu helfen wissen! 😗

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Ein Kaktus ist schon mal einen Stopp wert!
zuletzt bearbeitet 21. Apr. 2021
Themenstarter560 Beiträge · seit 202121. Apr. 2021 ·
Obwohl es nicht langweilig wird, sind wir doch froh, als wir uns endlich Sucre nähern. Leider wird es schon wieder dunkel und wir kämpfen uns durch den recht lebhaften abendlichen Stadtverkehr. 🙁 Dank Maps.me erreichen wir ohne Zwischenfälle unsere Unterkunft, das Hostal Casarte Takubamba, das nur 4 Blocks vom Zentrum entfernt liegt.
Es ist ein verschachteltes Stadthaus mit einem kleinen Café – sie wollen eines unserer Autos dort parken…. 🙄 Das wollen wir definitiv nicht – wäre schade um das Ambiente, wenn unsere Dreckskiste da stehen würde. 🤢
Wir fahren die Autos also in einen nahegelegenen Hinterhof, wo sie gegen eine kleine Gebühr bis übermorgen bleiben können.
Wir bekommen zur Begrüßung noch einen Gutschein fürs Café 🙂 , dann bummeln wir noch durch das abendlich beleuchtete Sucre.
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Der erste Eindruck ist sehr positiv! Wunderschöne Kolonialbauten, Kirchen, Parks, Cafés und Restaurants.
Wir kehren in ein kleines Café am „Plaza 25 de Mayo“, dem Hauptplatz ein. Das Essen ist großartig, ich habe eine Tomatensuppe mit Avocado. 😛 Auch die anderen sind sehr zufrieden. Hier schmeckt auch ein gepflegter Drink! 😎
Später bummeln wir satt und zufrieden zurück in unser Hostal.

Fortsetzung folgt...