CKGR im September!!

10 Antworten · 2'454 Aufrufe · gestartet 30. Apr. 2009 von taipan
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Themenstarter72 Beiträge · seit 200930. Apr. 2009 · #1
hallo liebe leute!

ich habe in einigen führen gelesen, daß CKGR und makgadikgadi-pans im september aufgrund der fehlenden tiere und der trockenheit entäuschend sein soll.

hat jemand erfahrung mit so ausgeprägten regenzeiten wie heuer???

könnte es sei, daß die großen herden länger dort verweilen, und sich ein besuch somit lohnt???

vielen dank für eure meinungen,

christof
45 Beiträge · seit 200730. Apr. 2009 · #2
Hallo Christof

Bin auch auf eine Antwort gespannt, da wir vom 30.8. bis 5.9. in den CKGR fahren.

Tsumela
387 Beiträge · seit 200930. Apr. 2009 · #3
Es ist eine Frage der Erwartungshaltung. Im Norden ist immer Wild. Die Dichte nimmt zum Süden hin ab.
An den Wasserlöchern sind immer Tiere zu beobachten. Nach meinen Beobachtungen haben sich die Giraffen stark vermehrt.
Trupps von 10 bis 15 Tieren sind nicht ungewöhnlich.

Die Kalahari hat in der "Grünen Phase" sicherlich ihren besonderen Reiz.

Die Makgadikgadi-Pans in den Trockenmonaten sind meist öd und leer und teilweise, wenn das Gras verbrannt ist, schwarz von Horizont zu Horizont.

Vom Besuch Xai-Pan rate ich ab. Es ist ein sehr großes neues Wasserloch angelegt worden. Die Begrenzungssteine um den kleinen See liegen viel zu weit vom Wasser weg. Selbst mit einem 450 mm Tele kann ein Springbock nicht formatfüllend aufgenommen werden. Im Park herumfahren bringt kaum etwas.
Beim alten Wasserloch lagen die Begenzungssteine ca. 10 - 15 Meter um das Wasser herum. Wenn man drei Tage dort verbracht hat, konnte man alle Tiere der Xai-Pan sehen und fotografieren.



Der Chef des Südrudels, das die Wassestelle besetzt hält. Das Nordrudel besteht im Regelfall aus 6 bis 10 Löwinnen und zieht bis weit in die Makgadikgadi-Pans.
Konflikte zwischen den beiden Rudeln passieren immer wieder.

Siggi
Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de
Gast01. Mai 2009 · #4
Hallo Christof, hallo Tsumela,

das große Problem im CKGR ist, dass es kaum Wasserlöcher gibt
und dass an diesen die Pumpen oft ausfallen und es dann Wochen
oder Monate dauert bis sie repariert werden.

Durch die komplette Umzäunung des CKGR können die Tiere nicht mehr
den alten Wanderwegen folgen. Es können nicht mehr Tiere hinein, als drin sind. Hunderttausende Gnus, Zebras und Antilopen starben am Zaun nach der Errichtung.
Zebras gibt es so gut wie keine mehr. Man sieht vor allem Oryxe und ab und zu Giraffen.

Sicher gibt es aufgrund des guten Regens mehr Nachwuchs als normal,
es ist nur die Frage, ob ihr darum mehr Tiere sehen werdet.

Wir waren z.B. 2008 dort und die Pumpe an der Sunday Pan war defekt.
Man sah, dass das schon länger so sein musste. Es gab in der Gegend also auch
nicht mehr Tiere, als an der Piper Pan oder im Passarge Valley.

Enttäuschend ist es, wenn man ein Tieraufkommen wie im Etoscha erwartest,
das ist nicht der Fall. Wenn man einfach nur die totale Einsamkeit genießen will,
mit der Gewissheit, auf 52.000 km² nur ein paar Dutzend Menschen zu finden,
und Kilometer vom nächsten Camp entfernt zu sein, bist man da richtig.



Die Tiersichtung ist quasi eine Beigabe, wenn du viel Glück hast.
Die Tiere sind viel viel scheuer als woanders,
da sie nicht viel Verkehr kennen.

So kennst man die Oryxe aus dem Kgalagadi:



Und so siehst man sie im CKGR:



Auch wenn die derzeit grüne Kalahari durchaus ihren Reiz hat,
ist es im September wesentlich einfacher, die Tiere zu sehen.

Viele Grüße,

Bee Tee

http://southerndreams.de/html/10_kalahari_ckgr.html
Gast01. Mai 2009 · #6
Man kann auch Haare spalten ...

Schaut man bei einer Auflösung von 10 km auf die T4A Karte von Botswana,
so erkennt man einen Vet Fence von Lephepe Village an der B 112,
er zieht sich entlang am CKGR nach Norden bis zur Kuke Corner,
wo er in den Kuke Vet Fence übergeht, dieser führt entlang des CKGR nach Westen,
bis zur Kuke Village.

Der Weg ins Okavango Delta und in die Makgadigadi Pans ist dem Wild dadurch abgeschnitten.

Die Auswirkungen auf das Wild wurde international seit Ende der 90er Jahre
umfassend diskutiert. Dazu muss man nichts mehr hinzufügen.

Kopfschüttelnd,

BeeTee
Gast01. Mai 2009 · #7
Southerndreams schrieb:
Man kann auch Haare spalten ...

Schaut man bei einer Auflösung von 10 km auf die T4A Karte von Botswana,
so erkennt man einen Vet Fence von Lephepe Village an der B 112,
er zieht sich entlang am CKGR nach Norden bis zur Kuke Corner,
wo er in den Kuke Vet Fence übergeht, dieser führt entlang des CKGR nach Westen,
bis zur Kuke Village.

Der Weg ins Okavango Delta und in die Makgadigadi Pans ist dem Wild dadurch abgeschnitten.

Die Auswirkungen auf das Wild wurde international seit Ende der 90er Jahre
umfassend diskutiert. Dazu muss man nichts mehr hinzufügen.

Kopfschüttelnd,

BeeTee
moin,

jeder, der sich in den letzten zwanzig Jahren mit Botswana befasst hat, jeder, der das Buch von Marc und Delia Owen "Cry of the Khalahari" gelesen hat, w e i s s
d a s !
zuletzt bearbeitet 01. Mai 2009
Gast01. Mai 2009 · #8
Jo, du sagst es .....
387 Beiträge · seit 200901. Mai 2009 · #9
Das Wort „umzäunt“ ist begrifflich nicht auslegungsfähig.
Umzäunt: Allseitig von einem Zaun umgeben.
Das trifft auf das Central Kalahari Game Reservat nicht zu.
Im Süden gibt es keinen „Büffelzaun“ die Tiere des Reservates könnten theoretisch bis zum Kap wandern.
Im Westen gibt es keinen Zaun. Die Tiere könnten theoretisch bis zum Atlantik in Namibia wandern.

Im Norden verhindert die Kuke Fence, im Osten ebenfalls ein Vetenerary Cordon Fence das Ab,- oder Zuwandern von Tieren.

Es gibt keine Migration von Wild im Westen und Süden des Reservates.

In der Central Kalahari soll es seit der Errichtung der Zäune im Norden und Osten keine Zebras geben. Die waren ohnehin immer nur für begrenzte Zeit dort.
Das war mal jahreszeitlich anders, wenn große Zebraherden vom Linyanti zum frischen Gras in den Süden wanderten.
Ich habe noch viele Dias aus der zaunlosen Zeit, als hunderte von Zebras am Pistenrand standen um in den Süden zu gelangen.

Wenn fünfzig Prozent einer Information falsch sind, dass als „Haarspalterei“ zu bezeichnen – OK.

Besonders empfehlenswert, zwar nicht unmittelbar zum CKGR gehörend ist „Khutse“. Sehr tierreich. Nach unseren Beobachtungen hatten die Wasserstellen immer Wasser.
Keine Löwen zu sehen fast unmöglich. Viele Leoparden. Durch ein Forschungsprojekt einer Schweizer Universität leider sehr scheu.
Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de
Gast02. Mai 2009 · #10
@siggi
Man kann sich eine Schweinerei auch schön reden.
Brit
Gast02. Mai 2009 · #11
Hallo Brit,
ja, als wir letztes Jahr im Central Kalahari Game Reserve waren,
habe ich mir geschworen, nie wieder, was für ein Drama.
Du sagst schon richtig, Sauerei....

Im Nachhinein habe ich mir dann überlegt, es war eine wundervolle Erfahrung,
trotzdem, man darf eben nur nicht so viele "zahme" Tiere erwarten.
und ich denke, es steht uns nicht zu, darüber zu urteilen.
Wir sind nur Gast in diesem Land.

Wegen der Buschfeuer konnten wir nicht in den Khutse,
das werden wir nun dieses Jahr nachholen und von Süd nach Nord fahren.

Viele Grüße,

BeeTee