Elefantenbegegnung der "Anderen Art" - Hwange

28 Antworten · 11,3k Aufrufe · gestartet 23. März 2009 von siggi
Bilder klein
Antworten
Themenstarter387 Beiträge · seit 200923. März 2009 · #1


Wir fahren ungefähr zehn Minuten, da entdecken wir rechts und links der Piste Elefanten im Trockenbusch. Wenn sie sich nicht bewegen kann man sie trotz ihrer Größe im grauen Busch leicht übersehen.
Die Herde ist sehr unruhig, ständig die Rüssel hebend in unsere Richtung witternd. Mit dieser Herde stimmt etwas nicht. Wir bleiben stehen und warten ab. Der Motor wird abgestellt um die Tiere nicht weiter zu beunruhigen.




Die Kuh mit ihrem Kalb ist schräg von hinten auf die Piste gekommen. Auch wenn der Adrelalinspiegel auf Sturmflut steht, Ruhe bewahren keine Panik. Die Situation ist ernst aber nicht brenzlig. Die Kuh droht nicht ernsthaft.
In diesen Situationen muß vorher genau überlegt werden, was tun wenn? Wir haben drei Möglichkeiten, vorausgesetzt der Motor springt sofort an. Mit Vollgas voraus fliehen, nicht ungefährlich da wir nicht sehen können wie nah die anderen Elefanten der Piste sind. Rückwärts müsste gehen, bevor die Kuh angreift könnten wir zwanzig bis dreißig Meter gewonnen haben.
Wenn eine Elefantenherde die Piste überquert ist Geduld angesagt. Das kann durchaus dreißig Minuten oder länger dauern. Ich rate dringend davor ab, auch wenn keine Elefanten auf der Piste sind, mit Geschwindigkeit durch zufahren. Besser und sicherer, sich langsam der Stelle nähern, immer aufmerksam den Busch rechts und links beobachten. Häufig kommen noch Nachzügler. Sollten noch Elefanten dasein, nicht mit Karacho weiterfahren. Lieber warten bis tatsächlich alle auf der anderen Seite im Busch verschwunden sind.


Das Erfolgsrezept mit Elefanten im südlichen Afrika ist Geduld und nochmals Geduld. Die gutmütigen “Streichelelefanten” wie in Kenya und Tanzania die gibt es hier nicht.



Ohne Hast läuft sie mit dem Kalb auf der dem Risikoobjekt (unserem Fahrzeug) abgewandten Seite in den Busch. Elefanten sind hochintelligente Tiere. Die Kuh würde alles tun um ihr Kalb zu schützen. Außer den Menschen haben die Elefanten kaum natürliche Feinde. Nur im Luangwas South National Park in Zambia haben sich Löwenrudel darauf spezialisiert junge Elefanten zu reißen.
Darüber einen Bericht ein anderes Mal.




Nachdem das Kalb in Sicherheit ist, kommt sie noch eimal und droht.



Plötzlich stürmt von rechts, aus dem Trockenbusch, alles niederreißend ein Elefant auf uns zu. Ich hatte mit Olaf genau besprochen wie mir in kritischen Situationen vorgehen. Wenn er fährt gebe ich die Anweisungen, an die er sich konkret halten muß.
Motor an! Zurück! Olaf reagiert schnell, aber nicht hektisch, das kann nur dazu führen den Motor abzuwürgen.
Nachdem die Distanz zum Elefanten und uns ungefähr dreißg Meter beträgt stoppt der Elefant.




Nachdem wir gehalten haben, stürmt der Elefant wieder auf uns los, wir weichen zurück. Sobald wir fahren stoppt der Elefant, also halten wir auch an, doch das veranlasst ihn uns erneut zu attackieren. Der Bursche gibt keine Ruhe. das geht so drei Mal, dann fahren wieder soweit zurück, dass er nicht mehr angreift.
Mit diesem Elefanten stimmt etwas nicht. Natürlich können wir nur vermuten, doch ich bin sicher es ist der Elefant der den Ranger getötet hat. Vielleicht hat der Ranger ihn verletzt? Warum er allerdings auf das stehende Fahrzeug so agressiv reagiert ist mir nicht verständlich.
Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de
zuletzt bearbeitet 23. März 2009
8'054 Beiträge · seit 200823. März 2009 · #2
Hallo Siggi,

Super Begegnung.... Ich glaube nicht das ich in diesem Fall in der Lage gewesen wäre so schöne Fotos zu schiessen.

Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
25 Beiträge · seit 200923. März 2009 · #3
sehr geil - super Bilder! ich hoffe und freue mich darauf die Dickhäuter auch so vor die Linse zu bekommen ...

(edit: allerdings in namibia)
0
zuletzt bearbeitet 23. März 2009
Themenstarter387 Beiträge · seit 200923. März 2009 · #4
Hallo,
nix wie hin. Und viel Erfolg.
Gruß
Siggi
Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de
7 Beiträge · seit 200823. März 2009 · #5
Das ist nicht euer Ernst, oder?
Ich glaube, es wäre besser solche Begennungen hier nicht zu veröffentlichen. Es führt leider nicht dazu, den Respekt vor den großen und gefährlichen Tieren zu fördern, sondern zur Lust auf Abenteuer und "geile Fotos".
Im November des letzten Jahres wurde wenige Kilometer von uns entfernt eine italienische Gruppe angegriffen. Ob die sofort alarmierte Flugrettung das Leben des Betroffenen retten konnte bleibt nur zu hoffen.
Themenstarter387 Beiträge · seit 200923. März 2009 · #6
Hallo,
wenn man über vierzig jahre in Afrika herumreist, dann relativiert sich das.
Ich will an dieser Stelle ausdrücklich zur Vorsicht mit Elefanten im südlichen Afrika warnen. Allein im Krügerpark passieren jährlich schwere Unfälle mit Elefanten.
- Lieber fünf Minuten ein Feigling, als ein Leben lang tot.-



Samburu National Reserve Kenya. Wir stehen quer auf dem Weg der Elefantenherde. Die freundlichen grauen Riesen weichen geduldig aus. Abstand der Leitkuh knapp 2 Meter. Sie geht so dicht am Auto vorbei, das man sie mit der Hand berühren kann.
So friedfertig sind nur Samburus Elefanten.
(Aufnahme aus dem Geländewagen nach außen)
Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de
zuletzt bearbeitet 23. März 2009
Themenstarter387 Beiträge · seit 200923. März 2009 · #7
Hallo Herr Bert,
ich glaube Du hast die entscheidenen Sätze übesehen.

Zum besseren Verständnis:
Ich wollte damit dokumentieren, das es weitaus friedfertigere Elefanten gibt.
Ich bin als Tierschützer, unser Anliegen sind die wunderschönen vom Aussterben bedrohten Gevyzebras, jedes Jahr längere Zeit in den Reservaten Samburu, Buffalo Springs und Shaba. Da besuche ich nicht nur meinen Freund den Senior Game Warden sondern meinen Freund Chui den Leoparden sowie die Grevys und Elefanten die wir fotografiert und katalogisiert haben.
Das hat mit Abenteuer und geilen Fotos nichts zu tun. Das ist ein Job den wir dort machen und da fallen sicherlich einige besondere Fotos an.



Mein Freund Chui - Katzenkenner sehen es sofort -nun will er schmusen.
Geht leider nicht, wäre das letzte Mal.



Samburu - Freiheit die ich meine. Die Aufnahme hat John unser langjähriger Scout und Fahrer gemacht.
Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de
zuletzt bearbeitet 23. März 2009
25 Beiträge · seit 200923. März 2009 · #8
Ich denke das man bei Wildtieren mit äußerster Vorsicht und Respekt vorgehen sollte, versteht sich von selbst. Ganz unabhängig von Art, Größe und Kraft ...

Andererseits konnte ich letztes Jahr auch beobachten, wie eine Familie ihre Kinder (mit Camcorder bewaffnet) hinter einem Schwarzbären herlaufen lies. Hielt ich bis dato auch für undenkbar ... 🙄
0
216 Beiträge · seit 200823. März 2009 · #9
Ich muß ehrlich sagen - die Fotos sind schon toll! Aber eine derartige Begegnung möchte ich nicht so unbedingt erleben! Wir nehmen ein großes Tele mit und können damit hoffentlich ähnlich schöne Fotos machen, ohne uns in Gefahr zu begeben, wobei Du, Sigi, das sicherlich auch nicht so vorhersehen konntest.
Liebe Grüße, Sylvia Fotos Namibia/Botswana 2009
378 Beiträge · seit 200723. März 2009 · #10
Das sind immer wieder schöne Bilder wenn man Elefanten so nahe kommt. Ich möchte jetzt nicht auf den Putz hauen, aber solch hautnahe Erlebnisse haben wir bisher jedes mal auf Safaris gehabt. Nicht das die Situation immer so bedrohlich war wie du es hier erlebt hast, ich denke da wäre mir wohl auch etwas komisch geworden.

Im Etosha hätte ein großer Bulle fast unseren Außenspiegel vom Auto abgerissen als er friedlich an unserem Wagen vorbeistrich. In Tansania schaute einer der Dickhäuter direkt neben uns durch das Seitenfenster ins Auto und im Krüger Park überquerte 5 Meter vor uns eine etwa 40 Tiere große Herde den Fahrweg.

Hautnahe Begegnungen mit den Dickhäutern kommen wohl immer wieder vor und das macht es ja so spannend,

Gruß Bernd
zuletzt bearbeitet 23. März 2009
1'287 Beiträge · seit 200623. März 2009 · #11
Sehr geehrter Sigi,

der Grund für die Nervosität des Elefanten kann nach Betrachten der Photos drei Ursachen haben:
der trivialere: Er hat stark abgebrochene Stoßzähne und damit ggf Zahnschmerzen.
So schlechte sind im Hwange eher selten, in Etosha dafür wegen des Mineralienmangels völlig natürlich.

der wahrscheinlichere und auch schönere: Die Elefantenkuh ist in "musth" ( "Verrückt" in der indischen Urdu Sprache ), bzw man sieht Drüsensekrete rechts über ihrem Auge herauslaufen und Urin am rechten Hinterbein herunterlaufen. Damit signalisiert sie unter anderem brünftig zu sein. ( dient allerdings auch der Kommunikation innerhalb der Herde). Das weckt natürlich Besschützerinstinkte, falls ihr ihm die Dame ausspannen wolltet.

ein anderer möglicher Grund: Hierzu ein Wort zum "Kalb": Es ist bereits 4-5 Jahre alt. Erkennbar an: Höher als Armbeuge der Mutter, fast gleiche Höhe wie Analausgang, Stoßzähnchen zwischen 7 und 15 cm lang. Mit 4 Jahren hört für gewöhnlich das Säugen auf. Die geschwollenen Brüste der Elefantendame können auf ein weiteres maximal 2 Jahre altes Kalb hindeuten, was in der Nähe mitlief oder kurz zuvor nicht mehr am Ende der Nahrungskette stand.

Mit elefantösen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
1'287 Beiträge · seit 200623. März 2009 · #12
Siggi hat sich richtig Verhalten.
Er ist mit Geduld stehen geblieben, hat den Motor abgestellt und hat abgewartet was mit dieser sichtbar erregten Herde passiert.
Wenn man stehen bleibt wird man nicht als aufdringlich wahrgenommen, weil der Elefant ja alles unter Kontrolle hat. Wenn er sich nähert, dann aufgrund eigener Entscheidung.
Hilfreich, um Nervösität auf Elefantenseite zu vermeiden, ist die Fensterscheiben hochzukurbeln und sehr, sehr still zu sein. Das klappt natürlich nicht bei Italienern.


Bei den an die Wüste angepaßten Elefanten in den namibischen Trockenflußbetten auf keinen Fall näher als 120 m heranfahren. Dann kann man auch den Motor laufen lassen, so dass man bei Notwendigkeit aus dem Tiefsand rechtzeitig herauskommt.
Wichtigste Beobachtung ist auf den Rüssel ( des Elefanten ) gerichtet . Sobald er stark an den Körper angezogen wird, nur weg sein. Das ist das echte Angriffsignal und der Sturm bricht ansatzlos los. Bei 120 m hat man eine Chance weg zu sein und stört auch sonst in der Regel nicht.

In Etosha machen viele Selbstfahrer den Fehler die wirklich gut sichtbaren Elefantenpfade zu und von den Wasserstellen zu blockieren. Hier immer eine Lücke lassen. Gute Tourguides lassen die Lücke schräg link oder schräge rechts vor ihrem Fahrzeug, so dass die Elefanten direkt vor der Frontscheibe vorbei laufen und dem Gast gefährdungslos tolle Aufnahmen gelingen.

Nah-Elefantenbegegnungen kann und wird es immer wieder geben. Besser unbeabsichtigt als beabsichtigt. Man muss dann nur richtig reagieren oder es von einem guten Guide gelernt haben.

Mit sonnigen Grüßen vom Elefanten auf zwei Beinen
25 Beiträge · seit 200923. März 2009 · #13
Na das nenne ich mal elefantös, wertvolle Infos - klasse!
0
1'247 Beiträge · seit 200923. März 2009 · #14
salt schrieb:
Andererseits konnte ich letztes Jahr auch beobachten, wie eine Familie ihre Kinder (mit Camcorder bewaffnet) hinter einem Schwarzbären herlaufen lies. Hielt ich bis dato auch für undenkbar ... 🙄
kann man in Kanada immer wieder beobachten - am liebsten einem jungen Bären nach und nicht darauf achten, wo die Alte ist😃

Zu den Elefanten: Im Krüger stand ich 2002 mitten in einer Kolonne von ca. 10 Autos, als von links eine Herde Elefanten durchmarschiert ist (Bilder habe ich im Moment leider keine dabei). Abwarten und schnell wegfahren ist in diesem Fall nicht mehr; hier hilft wohl nur noch (stumm) beten😊

Aber ich freue mich trotzdem auf Namibia und Botswana und mit den guten Tipps des Elefanten auf zwei Beinen wird's wohl schiefgehen;) 😎
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
Themenstarter387 Beiträge · seit 200923. März 2009 · #15
Ich will versuchen auf die einzelnen Einträge zu antworten.

Salt
Den ersten Absatz kann jeder unterschreiben der Tiere liebt.
Zum zweiten Absatz: Es gibt immer solche und solche. Ich jedenfalls habe kein Verständnis dafür.

Eggitom
Es gibt im südlichen Afrika noch einen Platz wo Elefanten äußerst friedfertig sind. Die großen Bullen in Savute. Auf der Campsite laufen sie zwischen den Zelten und Autos herum. Passiert ist angeblich noch nichts.
Wenn etwas mit Elefanten passiert ist es im Regelfall die Unvernunft der Besucher.

Carsten Möhle
Unsere Begegnung hat eine Vorgeschichte. Diese Herde hatte offensichtlich zwei Tage vorher das Pumpenhaus in den Shumba Pans zerstört und einen Ranger getötet. Den Bericht mit Fotos werde ich in Kürze einstellen.
Fast alle/sehr viele Elefanten im Hwange haben abgebrochene, oder nur einen Stoßzahn.
Hwange gehört im Wesentlich noch zur Kalahari.
Mit dem "musth" das mag sein. Aus eigenen und den Beobachtungen von Experten kann ich nicht bestätigen, dass in dieser Phase Elefanten besonders aggressiv wären. Aber da scheiden sich sicherlich die Meinungen. Vielleicht ist es das „Gleiche“ wie mit den Elefantenfriedhöfen?

Angriffe von Elefanten laufen situativ immer/fast nach einem bestimmten Verhaltensmuster ab.
Erstes Warn,- Unruhesignal: Heben des Rüssels und aufgeregtes wittern in die Richtung des störenden Objektes.
Zweites Warnsignal: Abspreizen der Ohren (wedeln) der Elefant will größer bedrohlicher erscheinen. Adrenalinspiegel senken, Blut intensiver kühlen.
Drittes Warnsignal: Aufgeregtes schütteln des Kopfes und hin und her schlagen mit dem Rüssel, trompeten. Jetzt muß entschieden werden was machen wir wenn.
In über 98 Prozent der Fälle passiert weiter nichts.
Der Rest ist Risiko.
Sollte der Elefant angreifen je nach Situation rückwärts (wenns geht) fahren. Situationen das noch andere Fahrzeuge in der Nähe sind kenne ich eigentlich nicht. In 99% der Fälle bricht der Elefant die Attacke ab, denn er hat sein Ziel erreicht den Störer verscheucht.

Syvia235
Ich sagte es schon diese Begegnung hat eine Vorgeschichte.
Ein 400 Tele ist ideal. Reicht im Regelfall aus. Immer mit höchstmöglicher Auflösung fotografieren. Nicht unter 1/250 sek. Die Kamera sollte einen optischen Bildstabilisator haben.
Da wir viel zu Fuß machen kann ich kein großes Equipment herumschleppen. Ich verwende die Panasonic FX 50. Nach meinen Erfahrungen die ideale Safarikamera. Tele bis ca. 450 mm (umgerechnet auf das Kleinbildformat). Aber auch dazu gibt es sicherlich sehr unterschiedliche Meinungen.

Geopard
Der wesentliche regionale Unterschied mit den Elefanten ergibt sich daraus, sind Autos für sie etwas „Normales“. Das können auch Menschen zu Fuß sein. Wichtig ist, wird in der Region gewildert!



Meine Freundin "Mama Simba". Die Alphalöwin aus dem Voi Rudel. Tsavo-East - Kenya

Siggi
Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de
zuletzt bearbeitet 23. März 2009
2'612 Beiträge · seit 200723. März 2009 · #16
siggi schrieb:
...Es gibt im südlichen Afrika noch einen Platz wo Elefanten äußerst friedfertig sind. Die großen Bullen in Savute. Auf der Campsite laufen sie zwischen den Zelten und Autos herum. Passiert ist angeblich noch nichts.
Wenn etwas mit Elefanten passiert ist es im Regelfall die Unvernunft der Besucher...
Hallo Siggi,

vielen Dank für die sehr hilfreichen Infos. Savuti können wir bestätigen, wir hatten sogar abends am Lagerfeuer friedlichen Besuch eines Elefanten - aufgrund der Dunkelheit konnten wir das Geschlecht nicht eindeutig bestimmen - der sich allerdings vorrangig für die Abwaschwasserpfütze unter dem Zapfhahn interessierte. Die Savanna-Flaschen auf dem Campingtisch waren Gott sei Dank schon leer 😉 Manchmal könnte man meinen, dass man für die Fotos statt Tele einen Weitwinkel benötigt, an einen Blitz sollte man erst gar nicht denken!!!

Ich warte gespannt auf Deine weiteren Schilderungen.

Volker
Bye bye Forum
378 Beiträge · seit 200723. März 2009 · #17
siggi schrieb:
Angriffe von Elefanten laufen situativ immer/fast nach einem bestimmten Verhaltensmuster ab.
Erstes Warn,- Unruhesignal: Heben des Rüssels und aufgeregtes wittern in die Richtung des störenden Objektes.
Zweites Warnsignal: Abspreizen der Ohren (wedeln) der Elefant will größer bedrohlicher erscheinen. Adrenalinspiegel senken, Blut intensiver kühlen.
Drittes Warnsignal: Aufgeregtes schütteln des Kopfes und hin und her schlagen mit dem Rüssel, trompeten. Jetzt muß entschieden werden was machen wir wenn.
In über 98 Prozent der Fälle passiert weiter nichts.
Der Rest ist Risiko.
Sollte der Elefant angreifen je nach Situation rückwärts (wenns geht) fahren.
Meinst du so wie bei diesem Jumbo im Video, den ich im Krügerpark aufgenommen hatte. Hier sind die Ranger, bei denen wir im Wagen saßen allerdings stockend auf den Jungen zugefahren um ihn vom Weg wegzuscheuchen. Was dann ja auch funktioniert hat.Etwas mulmig war uns in den offenen Jeeps schon dabei.

http://www.myvideo.de/watch/6167163/Elefant_will_Aerger

Gruß Bernd
zuletzt bearbeitet 23. März 2009
Themenstarter387 Beiträge · seit 200923. März 2009 · #18
Hallo Bernd,
habe mir das Video angesehen. Der Elefant läuft und hat das Fahrzeug erkannt fixiert.
Ich glaube nicht das er angreifen wollte. Die zweite Warnphase ist zwar kurz aber deutlich zu erkennen (schütteln des Kopfes).
Ich halte die von Dir geschilderte Aktion der Ranger zwar nicht für besonders gefährlich.
Sie hat aber einen großen Nachteil der Elefant speichert das und irgendwann weicht er nicht mehr aus.
Elefanten benutzen teilweise gern die Pisten und Strassen. In so einer Situation hätte ich den Motor abgestellt und gewartet bzw. wäre rückwärts an die andere Strassenseite gefahren. Der Elefant geht dann in einem Abstand von wenigen Metern an dem Fahrzeug vorbei. Ist er auf der Höhe des Fahrzeuges wird er im Regelfall noch einmal seinen Unwillen zeigen und drohen. In 98 Prozent der Fälle passiert nichts.
Und wenn gerade nicht die 98 Prozent sind, kann es kritisch werden.
Ein Restrisiko bleibt immer.
Das euch mulmig wurde kann ich durchaus verstehen und ist auch völlig normal.

Gruß
Siggi
Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de
7 Beiträge · seit 200824. März 2009 · #19
siggi schrieb:
Hallo Herr Bert,
ich glaube Du hast die entscheidenen Sätze übesehen.



Nein, ich habe die entscheidenden Sätze nicht übersehen. Deine Geschichte spricht für sich. Interessant und mit tollen Fotos versehen. Das ist in Ordnung.
Nur, die nachfolgenden Reaktionen gingen in die Richtung: Toll, will ich auch...
Das fand ich befremdlich, so dass ich die Frage gestellt habe, ob man solche Geschichten vielleicht besser nicht hier veröffentlicht, da sie offenbar nicht zum Respekt sondern zur Nachahmung dienen.
zuletzt bearbeitet 24. März 2009
25 Beiträge · seit 200924. März 2009 · #20
Herr Bert schrieb:
siggi schrieb:
Hallo Herr Bert,
ich glaube Du hast die entscheidenen Sätze übesehen.



Nein, ich habe die entscheidenden Sätze nicht übersehen. Deine Geschichte spricht für sich. Interessant und mit tollen Fotos versehen. Das ist in Ordnung.
Nur, die nachfolgenden Reaktionen gingen in die Richtung: Toll, will ich auch...
Das fand ich befremdlich, so dass ich die Frage gestellt habe, ob man solche Geschichten vielleicht besser nicht hier veröffentlicht, da sie offenbar nicht zum Respekt sondern zur Nachahmung dienen.
Ich weiss zwar was Du damit sagen willst, aber nicht jeder der hofft gute Bilder zu machen und dies (hier) äußert, bringt sich deswegen automatisch in fragwürdige Situationen (für sich oder die Tiere)...

Ansonsten dürfte es auch keine Dokus und Bildbände mehr geben, die ohne groß Texte und Kommentare die Schönheit der mitunter gefährlichen Natur darstellen.
0
zuletzt bearbeitet 24. März 2009