Überfall Omarunga Camp

8 Antworten · 5'802 Aufrufe · gestartet 26. Feb. 2009 von Imbali
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Themenstarter23 Beiträge · seit 200726. Feb. 2009 · #1
Hallo liebe Fomis,

wir waren im Jan./ Feb. 5 Wochen in Namibia unterwegs und haben sehr viele sehr schöne Erlebnisse gehabt! Aber nicht nur gute, wobei das natürlich in jedem Urlaubsland der Welt vorkommen kann.

Wir waren am 27.01. im Omarunga Camp (Epupa am Kunene) campen, außer uns war nur noch ein dänisches Paar auf der Campsite. Leider sind sie in dieser Nacht gg. 4:30 Uhr im Dachzelt überfallen worden, Hose mit Autoschlüssel, Rucksack mit Geld, Tickets und Pässen war weg. Sie haben die Diebe noch bemerkt, aber da war es schon zu spät. Sie haben uns geweckt, aber außer den Spuren im Sand war nichts mehr von den Dieben zu sehen. Die beiden Typen vom Management waren leider nicht sehr hilfsbereit und haben nur halbherzig die Suche im Dorf (Epupa ist nicht groß!) begonnen, natürlich ohne Erfolg. Das große Problem war natürlich, dass die beiden nicht wegfahren konnten, aber auch weder ins Auto noch das Auto alleinlassen.

Vermutlich sind die Diebe über den Zaun vom benachbarten Community Camp gekommen (lt. Spuren), allerdings war auch das Tor die ganze Nacht offen, wo ich schon so meine Bedenken hatte als übervorsichtiger Mensch:-) Am Nachmittag vorher kamen ständig Leute auf´s Camp, die sich als Guide oder Autowäscher oder sonst was hartnäckig angeboten haben, was uns nach einiger Zeit schon genervt hat. Zwei Teenager wollten von den Dänen irgendeinen asiatischen Geldschein in Dollar gewechselt haben, vielleicht haben diese sie dabei ausspioniert.

Also, seid achtsam, wie ihr es anderswo auch wärt!

Enttäuscht war ich eigentlich vom Management, dass sie auch auf Anfrage, ob die beiden Wasser zur Verfügung gestellt bekommen, gezögert haben. Schade!
Wir haben dabei sehr nette Menschen kennen gelernt, mit denen wir jetzt noch in Kontakt stehen. Da muss man nach Namibia fahren, um Dänen kennen zu lernen, na so was!

Im Übrigen wurden die Schlüssel, Tickets und Pässe am vormittag "gefunden" vom "Dorfsheriff".

Viele Grüße

Imbali
5'479 Beiträge · seit 200926. Feb. 2009 · #2
Ich will mich hier jetzt nicht unbedingt der Haarspalterei schuldig machen, sehe aber einen nicht unerheblichen Unterschied zwischen Überfall und Diebstahl.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
2'048 Beiträge · seit 200726. Feb. 2009 · #3
Hallo Imbali,

es ist manchmal sehr erstaunlich, aber üblicherweise sind die Gangster in ländlichen Gebieten von Namibia erstaunlich fair. Die wollen nur das Geld und evtl. Wertsachen, die sie leicht zu Geld machen können. Da gehört eine Digitalkamera oder ein Laptop schon nicht mehr ins Beuteschema.
Im Übrigen wurden die Schlüssel, Tickets und Pässe am vormittag "gefunden" vom "Dorfsheriff".
klingt mir zu verächtlich. Du kannst in solchen Fällen immer wieder hören, dass solche Dinge sogar in einer gut sichtbaren Steinpyramide auf dem Fluchtweg deponiert werden. Also kann es sehr gut sein, dass Finder, die damit nichts anfangen können ("ehrlich wollte ich lieber nicht schreiben😜 ) die bei Dorfältesten o.ä. als Fundache abgeben.

Ich meine schon, dass der Verlust von etwas Geld leichter ertragen werden kann, wenn ich wenigsten Papiere, Flugtickets und Schlüssel wieder bekomme.

Viele Grüße

jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Gast26. Feb. 2009 · #4
Hallo Imbali,
wurden sie gezwungen, die Sachen herauszugeben
oder hatten sie die Sachen im Auto unter sich?

Das wäre nämlich bodenloser Leichtsinn gewesen.


Viele Grüße,

Bee Tee
139 Beiträge · seit 200826. Feb. 2009 · #5
jaw schrieb:
Hallo Imbali,



Ich meine schon, dass der Verlust von etwas Geld leichter ertragen werden kann, wenn ich wenigsten Papiere, Flugtickets und Schlüssel wieder bekomme.

Viele Grüße

jaw
Es macht keinen Unterschied, was einem genommen wird, Geld, Papiere, Flugtickets oder das Leben. Unrecht bleibt Unrecht!
nambo
zuletzt bearbeitet 26. Feb. 2009
Gast26. Feb. 2009 · #6
Hallo,

Ich verbinde aus dem Jahre 2007 nur gute Erinnerungen mit dem Omarunga-Camp. Aber die Diebstähle scheinen sich dort zu häufen. Auch Chrigu und andere wurden da letztes Jahr beklaut. Wenn das dem Management vor Ort egal ist, dann kann man das Camp wohl vorerst nicht mehr empfehlen.

Beste Grüße

Guido
5'479 Beiträge · seit 200926. Feb. 2009 · #7
NAMBO schrieb:
Es macht keinen Unterschied, was einem genommen wird, Geld, Papiere, Flugtickets oder das Leben. Unrecht bleibt Unrecht!
nambo
Mein Beileid für diese materielle Weltsicht.

Ich sehe da riesige Unterschiede. Es ist zwar alles Unrecht, deshalb aber noch lange nicht gleichzusetzen. Glücklicherweise sehen es die meisten Rechtssysteme geanuso und unterscheiden bei den Urteilen zwischen Personen- und Sachschäden.

Genau aus diesem Grund halte ich es auch für wichtig zwischen Diebstahl und Überfall zu differieren. Gegen Diebstahl kann man sich im gewissen Rahmen schützen und es besteht keine Gefahr für Leib und Leben; bei einem Überfall besteht diese Gefahr dagegen sehr wohl.

Abgesehen davon besteht eine latente Gefahr für Diebstähle in allen Gegenden Afrikas. Jeder Tourist ist für die Einheimischen unermässlich Reich und "protzt" mit Wertgegenständen, deren Anschaffung vor Ort mehrere Lebensgehälter verschlingen würden. Da besteht dann oftmals kein Unrechtsverständnis, da davon ausgegangen wird, dass die Touristen den Verlust problemlos verschmerzen können. Aus diesem Grunde auch die Herausgabe nicht benötigten Diebesgutes.
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Themenstarter23 Beiträge · seit 200726. Feb. 2009 · #8
Hallo,

um gleich mal auf alle Fragen zu antworten:
Sie hatten die Sachen im Dachzelt (wir haben immer alles bis auf den Autoschlüssel im Auto gelassen). Das ist zwar etwas leichtsinnig, aber man kann ja genauso um den Autoschlüssel beraubt werden, dann kommen die Diebe auch an die Sachen ran. Ob es nun ein Diebstahl oder Überfall ja, nun ja, keine Ahnung ob sie bedroht worden wären, wenn sie eher wach gewesen wären. man kann vielleicht auch Diebstahl dazu sagen. Aber im Schlaf überrascht zu werden, ist für mich eher einem Überfall gleich. Kann man sich wohl drüber streiten. Ach übrigens war auch eine Digicam im Rucksack, die die Diebe nicht wieder herausgegeben haben. Schade, denn sie selbst können wohl kaum was damit anfangen, geschweige denn sie essen.

Interessant finde ich, dass es schon mehrmals dort zu Überfällen kam, denn genau das war mein Eindruck. Das Management schien mir sehr gelassen und überhaupt nicht überrascht. Ich habe mir auch überlegt, was ich in dem Moment als Managerin gemacht hätte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das nicht im Dorf rumgesprochen hat und dass man nicht gewusst haben will, wer der Übeltäter gewesen sein könnte. Denn komischerweise haben wir vorher auch gesucht, und da war noch kein "säuberliches Häufchen" mit dem Diebesgut gemacht worden.

Na ja, ist ja alles gut ausgegangen, mein Hauptanliegen war auch die Aufklärung, nicht zu leichtsinnig zu sein.

Liebe Grüße

Imbali
Themenstarter23 Beiträge · seit 200726. Feb. 2009 · #9
Hallo jaw,

wenn ich etwas stehle und dann was ich nicht brauche zurückgebe, macht das die Sache deshalb ja nicht besser. Natürlich ist der Verlust von Geld einfacher hinzunehmen, aber wenn man lange auf einen Urlaub spart, tut es einem auch weh.

Gruß

Imbali