BRBrittaThemenstarterGast19. Nov. 2005 · #1Hallo,
zu diesem Thema wurde zwar schon einiges geschrieben, aber uns beschäftigt das PKW Thema ziemlich stark:
Wir planen im April für ca. 3 Wochen die klassische Namiba-Tour..
Haben von Freunden gehört, dass ein 4x4 in jedem Fall zu empfehlen sei.
Wir sind zwar schon in Südafrika gewesen, die dortigen Strassenverhältnisse soll man jedoch nicht vergleichen können. Haben erstmal "geschluckt" als wir von den Pads gehört haben - sind nicht wirkliche Fans von Schotterstrassen 🙄
- aber Namibia fasziniert uns schon länger.
Wenn wir mit einem herkömmlichen PKW im Urlaub mal abseits der geteerten Strassen gefahren sind, war die Schlaglochanhäufung extrem nervig. Mal ein paar KM geht ja noch, nur die Vorstellung von "Schlagloch an Schlagloch" und das ohne Allrad über Hunderte von KM ? ! ? !
Wir häufig musstet ihr ein oder zwei Ersatzräder in Anspruch nehmen?
Gingen Windschutzscheiben durch Steinflug schnell kaputt?
April ist Ende der Regenzeit ? Wer hat Erfahrungen mit der Reisezeit und PKW ?
Herzlichen Dank für die Beantwortung unserer Fragen 8)
GAGastThemenstarterGast19. Nov. 2005 · #2Wenn Ihr nicht allzusehr auf den Pfennig schauen müsst, dann empfehle ich einen 4x4: Mehr Platz, mehr Komfort, mehr SPaß = Weniger Sorgen = Schönerer Urlaub, um es mal mathematisch auszudrücken. 😄
BRBrittaThemenstarterGast19. Nov. 2005 · #3Die Geldfrage ist es nicht alleine, auch die vermeintliche Sicherheit...
nur ca. 1000,-- EUR für einen 4x4 mehr ausgegeben zu haben, den man im nachhin gar nicht gebraucht hätte, würden wir etwas schade finden... 😉
JÜJürgenThemenstarterGast19. Nov. 2005 · #4Hallo Britta,
über die Vor- und Nachteile dieser oder jener Fahrzeuggruppe ist hier ja schon jede Menge geschrieben worden. Es muß jeder selbst entscheiden, ob die Kosten erste Priorität haben oder andere Aspekte wichtiger sind. Wir sind im diesjährigen Urlaub etwa 5 TKM in Namibia unterwegs gewesen und möchten uns für uns nicht vorstellen, auch einige Straßen (Pads), die zur "Klassischen Namibiaroute" gehören, mit einem PKW zu befahren, obwohl die zweifelsohne möglich wäre.
Zur Frage von Reifenpannen: Wir hatten zweimal eine Panne, allerdings beide abseits der normalen Pads auf sehr steinigem Gelände.
Darüberhinaus hatten wir keine Steinschläge auf der Frontscheibe und zumindest keine Sichtbaren an der Karosserie.
Um derartige Schäden möglichst zu vermeiden, sind wir auf den Schotterpisten bei Gegenverkehr soweit es ging, links gefahren und haben die Geschwindigkeit reduziert. Bei der geringen Anzahl der entgegenkommenden Fahrzeuge ist dies problemlos möglich.
Jürgen
WWwww.dt800.deThemenstarterGast19. Nov. 2005 · #5Hallo,
also zu den Fragen, wir waren im April schon öfters in Namibia, geregnet hat es selten.
Für die erste Tour reicht sicher eine normaler Pkw. Etwas geräumig vielleicht. Erst wenn die Wünsche exteremer werden, würde ich einen Allrad empfehlen.
(Die Tour passt man dem Auto an.)
Reifenschäden kommen schon mal vor, aber 2 Erstatzräder haben wir bei einer solchen Tour noch nie gebraucht. Allerdings ist da schon der richtige Umgang mir dem Luftdruck von enormer Wichtigkeit.
Gruss
www.dt800.de
REReimerThemenstarterGast20. Nov. 2005 · #6Hallo Britta,
für die erste Namibia Tour die Ihr vorhabt ist sicherlich ein Pkw ausreichend. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten sind auch ohne 4x4 zu erreichen. Es sei denn Ihr wollt campen, dann ist sicherlich ein Hilux oder ähnliches angebracht. Es muss kein 4x4 sein aber den Platz (für Zelt, Ausrüstung etc.) werdet Ihr nötig haben.
Das Auto sollte sich der Route, bzw. dem was Ihr sehen und erleben wollt anpassen.
Beste Grüße,
Reimer
JOjoliThemenstarterGast20. Nov. 2005 · #7Hallo Britta,
ich bin ja richtig erstaunt, wie viele Dir zu einem normalen PKW raten - eigentlich ist die 4x4-Fraktion hier in Überzahl. Wir reisen seit über 20 Jahren regelmäßig nach Namibia - zu allen Jahreszeiten - und das stets mit Normal-Antrieb; ich muss "Normalantrieb" schreiben, weil es zu Normal-PKW noch eine Alternative gibt: nämlich Kombis nach Art des VW-Busses oder des Toyota Condor. Wir finden diese Art von Fahrzeug für Namibia ideal - man hat eine höhere Sitzposition ( wegen der besseren Übersicht - besonders in Etosha - nicht unwichtig ), etwas mehr Bodenfreiheit ( bei Sandpads sehr angenehm, weil die Steine nicht so gegen den Unterboden prasseln) und im Wageninneren viel Raum um Dich ( nicht nur wegen des mitgeführten Gepäcks, sondern auch wegen der Wärme sehr angenehm: wenn man z.B. stundenlang am Wasserloch sitzt und dort natürlich auch keine Klimaanlage nutzen kann, dann kann es in einem kleinen PKW sehr ungemütlich werden). Dazu kommt, dass diese Art von Fahrzeugen iaR längst nicht so teuer sind wie die 4x4-Autos. Natürlich sind die 4x4-Fahrzeuge gut für Namibia - wenn man damit umzugehen weiß; wir hatten mal einen Landy für einen Tag Sossusvlei - und sind prompt steckengeblieben - ein erfahrener Tourguide hat uns dann mitleidig lächelnd in Nullkommanichts aus der Patsche geholfen.
Die Pads in Namibia sind iaR gut - bestimmt nicht Schlagloch an Schlagloch, gelegentlich nur ein "bisschen" Wellblech - und auch dafür ist ein Kombi auf Grund seines meist größeren Radstandes besser geeignet. Das Risiko der Sandpads liegt meist darin, dass sie so gut erscheinen, dass man meint, da auch mit mehr als 100 km/h drüberbrettern zu können - und das rächt sich mitunter. Reifenschäden ? - Ja, damit muss man rechnen; wir hatten in diesem Jahr bei 11.000 km einen Platten, aber auch schon an einem Tag auf wenigen km 2 davon. Fazit für uns: nie ohne 2 Ersatzräder. ( auch die nehmen Platz weg, was wieder für ein etwas größeres Fahrzeug spricht ). Zu den Steinschlag- und Glasschäden kann ich mich Jürgen nur anschließen.
Gruß Joli
ASAchim der SpäteThemenstarterGast24. Nov. 2005 · #8Beitrag auf Verlangen des Users gelöscht
KAkatajutaThemenstarterGast12. Dez. 2005 · #9Hallo
Wir waren heuer im April in Namibia. Wir haben in SA das Auto gemietet, und haben einen Toyota Tazz gehabt (Kleinwagenn ohne Allrad).
Grundsätzlich sind wir auf allen Straßen, außer richtigen 4WD Strecken gefahren. Wegen der noch anhaltenden Regenzeit haben wir die Route jedoch verändern müssen (wir wollten über die Tiras Berge zum Sossousvlei) sind aber über Maltahöhe gefahren. Am nächten Tag war wieder Sonnenschein und wir hatten richtig Herzklopfen, denn die Pfützen sind immer größer und tiefer geworden. Auf dieser Strecke sind wir dann auch noch bei einem Steckengebliebenen Bus vorbeigekommen (wurde gerade von 2 Jeeps herausgezogen). Und später sind wir 2 mal in einem sandigem Flußbett steckengeblieben, aber das war kein großes Problem, weil wir nur den Sand wegschaufeln mussten. Wenn man aber aufpasst, kann man es ohne weiteres schaffen. siehe Fotos
http://www.manuela-und-peter.at.tf Aufgrund deiner Unsicherheit würde ich allerdings einen Allrad empfehlen. Im nachhinein hätten wir uns auch einigen erhöhten Blutdruck erspart, und ich muss sagen ich würde das nächste mal einen Allrad nehmen.
gruß Peter
GAGastThemenstarterGast09. Jan. 2006 · #10Hallo zusammen,
jetzt habe ich mir Alles in dieser Rubrik durchgelesen und stelle mal eine hoffentlich nicht zu naive Frage:
Wenn man in Namibia einen Platten hat, kann man diesen problemlos an jeder Tankstelle flicken lassen? Mit was für Kosten muß ich zusätzlich rechnen?
Diese Fragen sind wirklich ernst gemeint 😄
Gruß
ARArminThemenstarterGast09. Jan. 2006 · #11Hallo "Druce",
ich hatte bisher das Glück, nur einmal einen Reifen flicken lassen zu müssen und zwar im vergangenen April an einer Tankstelle nahe Palmwag Lodge. Ich nehme aber mal an, dass man landesweit auf solche "Standardfälle" eingerichtet ist. Habe damals für eine sehr gründliche Reparatur mit Material 45 N$ bezahlt. Kann man nichts zu sagen, oder?
Was du aber wissen solltest: In der Regel akzeptieren die Autovermieter keine geflickten Reifen, sondern bestehen auf einen neuen. Ist im Zweifel nur eine zusätzliche Sicherheit, den geflickten Reifen in funktionsfähigem Zustand dabei zu haben.
Gruß
Armin
ALAlibabaThemenstarterGast10. Jan. 2006 · #12Was du aber wissen solltest: In der Regel akzeptieren die Autovermieter keine geflickten Reifen, sondern bestehen auf einen neuen. Ist im Zweifel nur eine zusätzliche Sicherheit, den geflickten Reifen in funktionsfähigem Zustand dabei zu haben.
Gruß
Armin
Das kann ich so nicht bestätigen, mein Vermieter ( Bushveld ) hatte bei der Rückgabe kein Problem mit einem geflickten Reifen.
Das Flicken hat glaube ich 80 $ gekostet und war in Halali im Etosha.
AXAxelThemenstarterGast10. Jan. 2006 · #13Das Flicken der Reifen ist abhängig vom Schaden. Die üblichen kleinen Löcher durch Dornen usw. werden durch Einschießen(Drücken) von Propfen geschlossen, bei den in NAM üblich "niedrigen" Fahrgeschwindigkeiten kein Problem. Oft erkennt man die "Werkstätten" an alten Reifen am Wegrand mit Kennzeichnungen. Diese Art von Rep. wurde auch bei mir bisher von allen 4x4 Vermietern akzeptiert. Anders ist es bei geschlitzten Reifen (Steine), da braucht es einen neuen.
Bei den Vermietern von nicht 4x4 soll es aber öfters Probleme mit der An/Abrechnung in diesen Fällen gegeben haben.
JOjoliThemenstarterGast10. Jan. 2006 · #14Hallo Druce,
ich bin selbst immer wieder überrascht, mit welcher Selbstverständlichkeit und Schnelligkeit nahezu jede Werkstatt ( und nicht nur die - vielfach auch Farmbetriebe) Reifenschäden repariert. Und zwar nicht nur die schon beschriebenen "Propfen-Schäden", sondern auch die Fälle, wo der Reifen von der Felge muss - ohne die bei uns üblichen pneumatischen Hilfsmittel - nur mit Hammer und Eisen-Stange. Ich habe das mal auf Büllsport miterlebt - das ist eine fürchterliche Quälerei. Und dafür werden dann ca. 50 - 100 N$ verlangt. ( Ich hätte das Doppelte auch noch für preiswert gehalten).
Gruß Joli
GRG. RufThemenstarterGast10. Jan. 2006 · #15@Joli
Mach uns nicht die Preise kaputt 🙂 hi hi hi mit Grübchen
Ich musste leider einen neuen aufziehen lassen in Swakopmund nach der Tour von Sossusvlei. Preisgünstig, aber besser den Reifen bezahlt als im Graben gelandet. Die Schotterstrassen sind echt Reifenfresser.
Grüsse Georg
GAGastThemenstarterGast11. Jan. 2006 · #16Hallo,
wir kommen gerade von 4 Wochen NAM, BOT und ZIM zurück und fragen uns ehrlich, wer noch mit 2x4 unterwegs sein will. Ich halte die Empfehlung für geradezu gefährlich.
Seit Dezember heftige Regenfälle im ganzen Norden bis runter nach Windhoek. Die Riviere laufen. Selbst Gästefarmen waren nur noch mit 4x4 anfahrbar. Die Gäste wurden dann durch die Riviere gezogen oder mussten das Auto stehen lassen /gutes Gefühl an der B1 zu parken.
Wer nur Windhoek, Waterberg, Etosha, Swakop und Sesriem fahren will, kann in der Trockenheit gerne sich martern und gefährden.
Für einen 4x4 sprechen mehr als nur einige Gründe:
1. Auf Schotter und Sand ist grundsätzlich mit Allrad eine deutlich bessere Bodenhaftung gegeben, da die Antriebskräfte gleichmässig verteilt werden, und nicht die Vorderachse permanent geschoben wird. Daher 4H mit "locked" Freilaufnaben.
2. Die Federung eines Hilux, Landcruisers oder Hardbodys ist auf Piste eingestellt; man fährt auch mit schlechter Piste immer noch komfortabel. Gerade zur Zeit, wo jeder Wasserlauf Rillen in die Piste gefräst hat.
3. Watfähigkeit: beim 4x4 immmer bis ca. 70 cm, im laufenden Rivier 50 cm. Bei jedem anderen vielleicht noch 20 cm.
4. Zuladung: mit Verpflegung, Campingausrüstung, Zusatzsprit, Wasser, Dachzelt usw. ist ein 4x4 selten überladen.
5. Bullbar: sollte dabei sein - wenn das Warzenschwein oder der Springbock in die Quere kommt.
6. Reichweite: 140 l Tank (Doublesystem) reichen für rund 1000 km. Gerade bei der augenblicklichen Krise in Südafrika (Umstellung auf Bleifrei) nicht die schlechteste Reichweite, die mit Kanistern noch höher ausfällt.
7. Diebstahlschutz: Pickup mit Canopy (Ladeflächenabdeckung) ist relativ sicher im Gegensatz zum normalen PKW der Golfklasse.
8. Reifen: 4x4 Reifen gehen bei normaler Fahrt selten kaputt, solange man den Luftfruck prüft und nicht nach Sandfahrten längere Zeit auf 1,2 bar rumdüst.
9. Freiheit: Kaokoveld, Botswana und die Namib bleiben mit dem 2x4 verschlossen.
Preis: es gibt schon ab 75,- € pro Tag vollausgestattete 4x4 - Camper mit Dachzelt.
Gruss, Bruno
STsteinbeisserThemenstarterGast12. Jan. 2006 · #17Hallo Bruno,
das ist ja mal wieder eine sehr engagierte Zusammenfassung fast aller 4x4 Vorzüge. Den Punkten stimme ich zu sagen wir mal 75% zu (oder doch nur 60?). Fahre ja selbst immer mit 4x4, aber Du übertreibst ein wenig. Zudem: Britta fährt im April (laufende Riviere eigentlich kein Thema mehr), hat wahrscheinlich jetzt schon längst gebucht und ist im übrigen auf der klassischen Namibiastrecke unterwegs: also kein Botswana, kein Zimbabwe, sehr wahrscheinlich kein Kaokoveld. Und ich denke, Sie fährt so umsichtig, daß sie auch keine Wutz und kein Kudu auf den Kühler bugsiert. Sie kommt bestimmt gut mit der Jolivariante zurecht...