ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200815. Feb. 2009 · #1Um 7Uhr verlassen wir die Uris Safari Lodge und machen uns auf den Weg nach Tsintsabis. Von Tsumeb nimmt man die M75 (D3006) Richtung Norden. Sie ist gut befahrbar. Um 8Uhr30 kommen wir im Dorf an. Es leben heute ungefähr 1800 Bushmen "HEI//omns" die früher die Etosha Region bewohnten. Als Etosha zum National Park wurde, sind die Bushmen von Ihrem Land verdrängt worden. Die "HEI//omns" waren Jäger. Sie waren von den Löwen gefährdet so dass sie die Gewohnheit hatten in den Bäumen zu schlafen. Heute haben sie es schwer Ihre Traditionen weiter zu führen. Die Arbeitslosigkeit ist hoch und man vertreibt sich die Zeit beim Alkohol. Wir folgen den Schildern TREESLEEPER CAMP. Es liegt ein bisschen ausserhalb vom Dorf. Innerhalb 5 Minuten erreichen wir das Ziel. Treesleeper ist nicht nur ein Camp. Es ist eine Gemeinschaft die sich für die Erhaltung der Bushmen Kultur einsetzt. Für mehr Infos könnt Ihr auf www.treesleeper.org surfen. Der Empfang ist sehr nett. Man zeigt uns die ganze Anlage mit den verschiedenen Campingmöglichkeiten. Es muss schon ein Unikum sein dort auf einem Baum zu zelten. Danach starten wir zu fuss unsere Bush Walk Tour. Ein HEI//omn" Guide erklärt uns zuerst die besondere "Click" Sprache. Es hört sich schon sehr komisch an. Unterwegs zeigt er uns giftige und Heilpflanzen. Er demonstriert uns wie man giftige Pflanzen zum Jagen gebraucht. Er lehrt uns wie man Fallen anfertigt und einsetzt. Er zeigt uns wie man aus praktisch nichts ein Feuer erzeugt. Die Tour ist wirklich interessant. Bei meiner nächsten Namibia Reise muss ich schon 2 Nächte hier einplanen. Man kann im Camp vom aufgeschlagenen Zelt bis zum Kochzeug alles mieten. Zum Abschied übergebe ich dem Guide eine Tasche mit sämtlichen Klamotten. Bei der Reservierung sagte man uns kein Tipp zu geben sondern Kleider. Er öffnet sofort die Tasche. Ich glaube ich habe Ihm Gold geschenkt. Seine Augen funkeln und er bedankt sich mehrmals. Um 12Uhr30 fahren wir nach Tsumeb zum Makalani Hotel um Mittag zu essen. Dieses Mal bestellen wir Kudu Carpaccio und einen Salatteller. Die Portionen sind riesig und es schmeckt. Danach entscheiden wir uns nach Hobas zu fahren, zum Meteoriten. Ich muss sagen, dass ich von diesem Besuch ein wenig enttäuscht war. Habe mir etwas viel Grösseres vorgestellt. Anschliessend fahren wir nach Tsumeb zurück um Grosseinkäufe für die nächsten Tage in Etosha zu machen. Wir finden schöne Kudu Steaks, Schweinekotellets, angefertigte Salate, Obst, Wein... Um 18Uhr30 sind wir in der Lodge zurück. Wir können unsere ganzen Einkäufe in einem Kühlschrank unterbringen. Um 19Uhr30 bestellen wir im Restaurant ein Chickensalat. Dieser schmeckte gar nicht gut. Die Pouletstreifen waren durchgekocht....Ich kann nicht verstehen wie so eine Lodge nicht mehr auf die Küche achtet. Wirklich Schade. Wir trinken noch etwas an der Bar und unterhalten uns mit einem südafrikanisches Paar. Um 22Uhr gehen wir schlafen. Morgen fahren wir weiter nach Etosha.
Lea135 Beiträge · seit 200915. Feb. 2009 · #2Hallo Annick
Danke für den ausführlichen Bericht - tönt spannend. Wir würden dann dort übernachten. Hat es auch Kinder dort? Habt ihr eure Klamotten verschenkt oder extra welche mitgenommen?
Sonnigen Sonntagsgruss
Lea
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200815. Feb. 2009 · #3Hallo Lea,
Vielen Dank für dein Interesse an meine Beiträge. Es gab ein englisches Ehepaar mit 2 Kleinkinder die dort Camping gemacht haben. Habe mich kurz mit Ihnen unterhalten. Sie sagten die kinder hätten da Ihren Plausch. Ich kann mir das schon vorstellen den das ganze Ambiente dort ist familiär. Man fühlt sich irgendwie wohl. Und die Kinder sind ja neugierig. Die Klamotten habe ich aus Zuhause mitgebracht statt es dem roten Kreuz zu geben. Es waren da TShirts, Sweatshirts, jeans für Mann und Frau.
Annick
Lea135 Beiträge · seit 200915. Feb. 2009 · #4Hallo Annick
Bei den Einheimischen hatte es auch Kinder? Wegen den Klamotten, weil wir haben oft noch sehr schöne Kleider von unseren Kids, die ihnen zu klein sind und die wir ev. mitnehmen könnten.
Merci und Gruss
Lea
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200815. Feb. 2009 · #5Hallo Lea,
Im Camp selber leben keine Einheimische Kinder. Aber bei der Village Tour wirst du ohne Problem deine Kinderkleidung los werden. Da gibt es viele Kinder.
Annick
LandRobert351 Beiträge · seit 200815. Feb. 2009 · #6Hallo Annick,
ist für diesen Besuch eine vorausgehende Buchung erforderlich oder kann diese Führung auch unangemeldet erfolgen.
Schöne Grüße aus Bayern
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200815. Feb. 2009 · #7Hallo Landrobert,
Man muss jede Tour im voraus buchen. Du kannst nicht einfach hereinmarschieren.
Annick
URUrlauber218 Beiträge · seit 200717. Feb. 2009 · #8Hallo, das Treesleeper Camp würde mir auch gefallen, vorallem liegt es auf der Route von Rundu nach Etoscha. Wir haben eigentlich einen Besuch bei den Bushleuten bei Grashoek geplant. Ist das ähnlich, bzw. welche Pluspunkte sprechen für das eine und welche für das andere?
danke Jutta
CLClara230120 Beiträge · seit 200917. Juli 2009 · #9Hallo Annick,
vielen Dank für den Tipp. Dein Bericht hat mich bestärkt dieses Camp wirklich zu besuchen. Nur eine Frage: Muss ich das Camp von zu Hause aus buchen oder wird es reichen ein paar Tage direkt von Namibia aus zu buchen? Wir fahren Ende Februar / Anfang März und ich möchte die Reise so flexibel wie möglich gestalten, sollte es auf Grund der möglichen Witterung zu irgendwelchen Verzögerungen oder Planänderungen kommen.
Liebe Grüße aus Österreich
Claudia
Doro3131'003 Beiträge · seit 200817. Juli 2009 · #10Hallo Claudia,
ich wollte deine Frage zum Anlass nehmen und auch über unsere Erfahrungen im Treesleeper Camp berichten. Wir waren dort im Mai eine Nacht auf dem Campingplatz und haben den bushmans walk ,die village tour und auch den dance mitgemacht. Wir waren schlichtweg begeistert! Der Campingplatz ist wunderschön, jeder hat seinen eigenen Stellplatz, und wenn Du entsprechend buchst auch ein eigenes Badhäuschen und einer Empore auf der man sein Zelt aufstellen kann (wenn man nicht ein Dachzelt hat). Man kann dort übrigens für umgerechnet 5 Euro auch ein Zelt, Matrazen und Schlafsäcke leihen. Alles ist sehr sauber und top in Schuss. Es gibt sogar einen 2 Flamengasgrill und Abspülmöglichkeiten an jedem Platz.
Die Führungen waren sehr, sehr interessant, vorallem diese Village tour.
Es war überhaupt nicht touristisch, sondern sehr autentisch, man besucht 2 Familien in dem Dorf nebenan, und sieht wie diese leben. Dies ist kein extra für Touristen erbautes Dorf, sondern sehr natürlich. Die Führung hat mit uns (wir waren nur zu 3.) eine Mitarbeiterin vom Camp gemacht, die sehr gut Englisch sprach und uns alle Fragen beantwortet hat und wir haben Ihr ein Loch in den Bauch gefragt...Alles dauert an die 3 Stunden und finde ich wirklich preisgünstig.
Wir hatten sowohl den Campingplatz wie auch die village tour vorgebucht. Als wir gegen 12 Uhr ankamen (sehr gute Gravel-Strasse vom Namutoni Camp 1,5 Stunden) waren wir die einzigen und konnten spontan den bushmans walk machen.
Auch der dauert an die 2 Stunden. Normalerweise machen die den walk aber nur morgens um 10 oder 11 Uhr und die village tour Nachmittags um 14 oder 15 Uhr.
Aber sie waren da sehr flexibel.
Den dance konnten wir dann auch noch spontan für den Abend buchen, da plötzlich viele Leute noch angekommen sind und für den Dance brauchen sie mind 4 Leute. Am Abend war der Campingplatz dann wirklich ausgebucht, und das war in der absoluten Nebensaison.
Ich würde Dir also doch raten, wenn Du dort übernachten willst, vorzubuchen. Denn man fährt 1 Stunde, bis man zu einer anderen Übernachtungsöglichkeit kommt.
Vorbuchen geht per email problemlos ohne Anzahlung.
Die Tour kannst Du sicherlich auch spontan buchen, wenn Du ca um 10 Uhr im Camp bist.
Falls Du noch Fragen hast, melde Dich einfach!
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200817. Juli 2009 · #11Hallo Claudia,
Ich muss Doro313 schon Recht geben. Ich würde Dir auch empfehlen im voraus zu buchen. Viele Campsites gibt es ja nicht.
Doro hat Dir das Wichtigste geschildert.
Viel Spass
Annick
LandRobert351 Beiträge · seit 200818. Juli 2009 · #12Hallo,
wir können uns der Schilderung von Doro313 nur anschließen. Wir waren diesen Mai für 2 Nächte in Tsintsabis und hatten keinen Campingplatz vorgebucht aber glücklicherweise noch den letzten freien Platz bekommen können. Da an diesem Camp und seinen geschilderten Aktivitäten großes Interesse besteht würde ich ein Vorbuchen des Camps empfehlen. Für die geschilderten Aktivitäten kann man sich dann vorort anmelden.
Schöne Grüße aus Bayern
CLClara230120 Beiträge · seit 200918. Juli 2009 · #13Danke euch allen! Wir werden auf alle Fälle dieses Camp besuchen und nun auch vorreservieren.
Und danke für die angebotene Hilfe. Ich werde es bestimmt noch einige Male in Anspruch nehmen müssen;)
Liebe Grüße
Claudia