kann mir jemand sagen, wie das mit einem Bodenzelt ist. Kommen da ab und zu mal ein paar Löwen oder Hyänen nachts vorbei und schnuppern mal? Hat schon einmal jemand so eine Erfahrung gemacht?
Mäckentosch
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200605. Feb. 2009 · #2
Hallo Mäckentosch
Ja, das kann sein. Wobei das mangels Gelegenheiten in Namibia eher seltener ist. Du musst schon mit einem Zelt in einer Gegend sein in der Löwen oder Hyänen einfach so zum Zelt kommen. Das ist vielerorts nicht gegeben. In den offenen Camps in den Nationalparks in Botswana kommt es häufig vor.
Herzliche Grüsse Chrigu
[bild: 82102] ober auch mal ein Elefant 🙂
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an anderer Stelle hatte ich dieses Erlebnis schon einmal geschrieben.
Ich war mit ca. 1 Dtzd. Leute auf Chief's Island mit Zelten unterwegs. Dabei war auch mein älterer Bruder, der immer mal 'raus musste, um zu pi... Vorher hatte ich -wie immer- allen eingeschärft, auf garkeinen Fall nachts das Zelt zu verlassen. Daran hielt sich auch mein Bruder. Nur kam ihm die Sache komisch vor, es war nicht so wie gewöhnlich. Als seine Augen sich etwas mehr an das wenige Licht gewöhnt hatten, sah er, dass vor seinem Zelt eine Löwin pennte. Er hatte sie nass gemacht, und sie trollte sich😄
stobi_de325 Beiträge · seit 200605. Feb. 2009 · #5
Wer mit dem Zelt unterwegs ist, kocht auch gerne selbst. Die Viecher werden vor allem durch Essensgeruch angelockt. Daher: rel. weit vom Zelt entfernt spühlen und die Pötte danach wegräumen. Im Amboseli NP in Kenia haben mir 2 Hyänen nachts die Tuppertöpfe aufgefressen, die ich zum Trocknen hatte rumstehen lassen.😳
Gruß Frank
Die Welt ist zu groß, um immer nur auf Straßen zu fahren
In den Arm oder ins Bein gebissen zu werden, ist schon hart, aber ins Gesicht?! Aua.
Als wir im Oktober 2007 bei den Epupa Fällen waren, hat da auch ein Pärchen 5 Meter vom Ufer des Kunene ohne Zelt unter freiem Himmel geschlafen. Das fand ich recht "mutig". Das Ufer ist flach, im Fluss gibt es schöne große Krokodile und angeblich spaziert ab und an auch mal eins nachts durch's Camp.
leider finde ich die Geschichte von Andreas Cierpka über seine "nächtliche Löwenbegegnung " nicht mehr, vielleicht ließt er es und schildert er sie nochmal. LG Cécile
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Sie oder sich? 😊 - Fuer letzteres haette ich vollstes Verstaendnis.
Wir hatten schon mehrfach Loewengegebnungen.
ZAMBIA - KAFUE - McBride Camp Haben dort mit Chris den Lion Walk gemacht. War keine 10 Meter von uns entfernt und wir genauso erschrocken wir er. Lief dann gleich weg aber weiche Knie hatte ich schon.
BOTSWANA - MOREMI - North Gate Gemuetlich am Lagerfeuer, als ein Rudel Loewen keine 5 Meter von uns entfernt in aller Seelenruhe vorbeiging. Die haben uns ueberhaupt nicht beachtet - wir aber sie. War dann ganz schnell Bettgehzeit!
Aber alle Camps waren nicht eingezaeunt. Im Bodenzelt bist du ebenfalls sicher. Du musst halt immer darauf achten, dass das Zelt geschlossen ist. Sonst kann es schon unangenehme Begegnungen geben.
1999 wurde ein deutscher Touri in Okakuejo von Löwen getötet, 2003 rannten Löwen durch Halali an Touris vorbei, diverse Male wurde dort vor Löwen im Camp gewarnt, einmal mußte ein Löwe getötet werden, weil Touris am beleuchteten Wasserloch unbedingt ein gutes Foto schießen wolten und sich über die Absperrung in nächster Nähe des Löwen beugten, dann hätten wir noch einen Leopardenangriff auf einen Touri während der Rast bei einer Bootsfahrt, diverse verschwundene Touris entlang des Kunene bei Nacht. Die Fotos des Löwenangriffs im Hoanib waren erst vor einigen Tagen wieder in aller Munde. 🙂 Ich liebe diese Geschichten, ist schon ein Unterschied zu HodenhagenB)
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
c.porosus140 Beiträge · seit 200605. Feb. 2009 · #10
Hallo Mäckentosch,
es könnte natürlich auch mal passieren, und ich spreche da aus Erfahrung, dass ein völlig "verpeiltes" Zebra in der Nacht versucht eine Abkürzung zu nehmen, und Dein Zelt steht gerade im Weg. Das gibt dann einen gewaltigen Hieb und erhöhter Blutdruck ist vorprogrammiert😃
Matthias
ccccccccccccc
Topobär5'479 Beiträge · seit 200905. Feb. 2009 · #11
Wir haben bei unseren Campingreisen in Afrika immer im Bodenzelt geschlafen. Hatten dabei schon viele spannende Erlebnisse. Am spannensten war es, als ein Elefant in Savuti unser Zelt mit dem Rüssel abgetastet hat, wärend wir drinnen lagen.
Jetzt mal zum eigentlichen Thema. Vor afrikanischen Raubtieren ist man im Zelt sicher, egal ob Boden- oder Dachzelt. Der Grund hierfür ist, dass die Raubtiere alle visuell ihr Beute erfassen, so gilt im Zelt: "aus den Augen, aus dem Sinn."
Die Größte Gefahr bei Bodenzelten droht durch vermeindlich ungefährliche Tiere, in erster Linie den größeren Weidetieren. Beim Aufstellen des Zelten muss der Ort mit viel Bedacht werden, dass er nicht eventuell auf einem Wildwechsel oder einem Durchgang zwischen Büschen steht. Da kann es ansonsten passieren, dass einem eine Herde Büffel durchs Zelt läuft.
Am besten ist es, sich eine Ecke zu suchen, die schon in zwei Richtungen durch natürliche Hinternissen (z.B. Dornenbüsche oder Felsen) abgeschottet ist. Mit dem Fahrzeug versperrt man die Dritte Seite, so dass man sein Zelt quasi in einer Sachgasse aufbauen kann, in die kein Tier laufen wird.
In der Nähe von Flüssen und Tümpel mit Flusspferden, sollte man sich einen Zeltplatz mit sandigem Boden suchen. Ansonsten kann es passieren, dass man auf einer Weidefläche steht, die die Tiere nachts aufsuchen.
Bei Elefanten ist es wiederum egal, ob Boden- oder Dachzelt. Elefanten sind extrem sensible und behutsame Tiere, die laufen nicht einfach durch ein Zelt. Sollte es aus dem Zelt allerdings lecker riechen (Elefanten stehen vor allem auf Obst) ist es auch egal, ob Boden- oder Dachzelt. Dann sich die Tiere mit beiden Zeltarten intensiver beschäftigen.
Unterm Strich muss man aber sagen, dass man in Afrika erheblichg sicherer im Bodenzelt schläft, als z.B. in Kanada oder Alaska.
Noch ein paar Einlassungen zu einigen Punkten dieses Threads. In Afrika ohne Zelt im Freien zu schlafen ist sträflicher Leichtsinn. Für mich sind die Betroffenen selbst Schuld und nicht irgendwelche staatliche Instanzen, die nicht davor gewahrnt haben. Wollen wir in Afrika Verhältnisse wie in Europa, wo alles geregelt ist und es immer einen Schuldigen geben muss.
Um Nachts das Zelt nicht zum pinkeln verlassen zu müssen, empfehle ich eine Weithalsflasche.;)
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200605. Feb. 2009 · #13
Da als nächstes sicher das Klo-Problem zur Sprache kommt, hier der Link:Klo-Problem
Herzliche Grüsse Chrigu
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Hallo, hier mal ein kleiner Ausschnitt aus meinem Reisebericht von unserer Sambia-Tour.............
Unsere letzte Wildübernachtung starten wir mit einem etwas unguten Gefühl. Dabei sollte diese Vollmondnacht eigentlich ein schöner Abschluss sein. Doch da müssen wir durch. Erst fummelte K.-H., dann fummelte ich, dann fummelten wir alle zwei. Und was hat uns das ganze Gefummel eingebracht? Wir sind total geschafft, liegen triefend nass auf unserer Matte und können nicht einschlafen. Selbst im Teamwork bekamen wir unseren Reißverschluss nur noch ganz provisorisch zu. Inzwischen ist er an mehreren Stellen ausgehakt. Und durch diese Lücken scheint nun der Vollmond zu uns herein.
Jetzt hilft nur noch Daumen drücken, dass nicht irgendwelche ungebetenen Gäste an diesen Stellen ihren Weg zu uns ins Zelt finden. Wobei die Ameisen sicher noch das kleinste, wenn auch ziemlich kribbeliges Übel wären. Schlimmer wär’s, wenn durch die offenen Stellen eine Löwentatze oder eine Schlange käm. Löwen soll es hier ja wohl nicht geben, aber ob das auch die Löwen wissen? Was soll’s, wir lassen uns durch so ein paar kleinen Schlitze im Reißverschluss doch nicht in unserer Nachtruhe stören? Ich kuschle mich gemütlich in meinen Schlafsack und kehre dahin zurück, wo heute morgen alles begann.
Wassergeplätscher und Grunzen bringen mich aber ganz schnell in die Wirklichkeit zurück. Ich ordere meine Lauscher, doch es ist wieder still. Spielt mir meine Phantasie einen Streich oder war das eben Hippo-Gegrunz? Was soll’s, von ein paar Hippo-Rufen lasse ich mich doch nicht um meinen Schlaf bringen. Die Hippos sind unten am Fluss und kommen sicher nicht das Steilufer hinauf. Oder doch? Womöglich steht unser Camp ja direkt auf ihrem Weideplatz! Beim Aufbau sah es aber gar nicht danach aus.
Am nächsten Morgen....
Nun gehört auch unsere letzte Wildübernachtung unwiderruflich der Vergangenheit an. Und sie war tatsächlich ein wenig wild. Mitten in der Nacht wurden wir von knackenden und schleifenden Geräuschen geweckt. Dann hörten wir es ganz nah an unserem Zelt kauen und schmatzen. Einmal hatte sich was ziemlich Großes direkt an der Zeltplane entlang bewegt. Ich blieb ganz ruhig und vermied jeden Atemzug um ja keine Aufmerksamkeit zu erwecken. Ein paar bange Herzschläge später entfernte sich das schmatzende Etwas und es wurde wieder still. Später dann noch mal das gleiche Geräusch. Doch da nahm ich’s schon viel gelassener, drehte mich auf die andere Seite und schlief sofort wieder ein.
Vor dem Frühstück machen wir eine kurze Standortbegehung. Niedergetretenes Gestrüpp, zerbrochene Zweige, kahle Stellen zwischen den Gräsern und frische Ködel, ein ziemlicher sicherer Beweis, dass wir diese Nacht ziemlich schwergewichtigten Besuch hatten. Nur gut, dass die bis zu 4 Tonnen schweren Hippopotamus amphibius nur Fressen wollten. Wären wir hier unvermittelt in irgendwelche Revierkämpfe geraten hätte es für uns sicher ziemlich schlecht ausgesehen. Da hätte uns auch ein heiler Reißverschluss nichts genützt.........................
Aus praktischen Gründen sind wir inzwischen Dachcampern geworden. Aber von der „Naturnähe“ her finde ich Bodenzelte eigentlich schöner. Und wir haben uns darin auch immer sicher gefühlt.
Im August 2007 waren wir mit einer französischen Reisegruppe unterwegs im Norden. Nur Übernachtungen im Bodenzelt bis auf Swakopmund und Windhoek- 😎 Genial waren die Elefantenbesuche -in Purros (kleiner Streit nachts zwischen dem Hund und dem Eli, mit lautem trompeten und Einschüchterungsversuchen, mitten auf unserem Campsite) -und in Palmwag, wo sich ein Elefant wieder nachts zwischen zwei von unseren Zelten und dem SalvadoraPersica Strauch und den Duschen zwängte und eine halbe Stunde genüßlich direkt neben unseren Köpfen knabberte Es war ein unvergessliches Erlebnis😳 🤪
😎 und der Sandsturm in der Namib als unser Zeltreißverschluß sich nicht mehr zumachen lies. Am nächsten morgen waren mindestens 15cm Sand im Zelt😄
Die Zelte lassen sich sehr schnell aufbauen, sind sehr stabil, es passen sogar drei Leute rein mit Gepäck, und ...wir hoffen es irgendwann einmal zu wiederholen.
Auch ich will kurz Tiererfahrungen aus Botswana beisteuern:
Elefantentritte direkt bei den Zeltleinen, zwischen den Zelten und frische Losung am morgen, aber alles sehr leise und vorsichtig. Wir hatten 6 Zelte, keines hat gewackelt. Man sollte sie aber besser nicht erschrecken.
Kratzen am Zelt mitten in der Nacht - Bitte niemals öffnen. Eine der mitreisenden Damen hielt sich nicht dran und blickte der Hyäne in Augenhöhe ins Maul. Der nachfolgende Schrei vertrieb die Hyäne sofort und weckte leider das ganze Camp. Schakale und Hyänen, teilweise auch Mangusten, Stachelschweine oder ein Honigdachs können auf der Suche nach Fressbarem vorbei schauen.
Löwen sollen angeblich das Zelt und den Menschen darin nicht in Zusammenhang bringen sondern als Einheit wahrnehmen. Sagen jedenfalls meine Bekannten. Löwen am Bodenzelt habe ich selbst aber noch nicht ausprobiert.
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
persönlich habe ich Bodenzelte viel lieber als Dachzelte. Besonders an Orten, wo ich mehr als eine Nacht verbringe kann ich am frühen Morgen alles stehen und liegen lassen und auf Game Drive gehen, ohne erst noch das Zelt einklappen zu müssen.
Beste Grüsse
Patrick
PS: Falls aber jemand interessiert ist: Habe kürzlich Auszüge eines Autopsieberichts über die Leiche eines 21-jährigen Brasilianers gelesen, welcher durch einen Jaguar aus seinem geschlossenen Zelt geholt worden ist.
Merkstwas312 Beiträge · seit 200705. Feb. 2009 · #19
Hallo Zusammen,
auch von mir ein kurzer Erfahrungsbericht von unserer ersten Campingsafari in Botswana.
In der ersten Nacht in Chobe sind wir Nachts wach geworden weil ca. 1 Meter neben dem Zelt ein paar Elefanten die Stäucher abgeerntet haben, es war ein unglaubliches Erlebnis.
In Moremi hatten wir jede Nacht mindestens 1 Hyäne im Camp. Man konnte die Augen schon im Busch leuchten sehen und sobald wir im Zelt waren hat sie das Camp nach Essensresten abgesucht.
1 Nacht waren die Termiten auf Hochzeitsflug und sind aufgrund eines Scheinwerfers direkt neben dem Fahrzeug zu Boden gegangen und die Hyäne kam direkt ins Camp.
Einen Honigdachs hatten wir auch mal im Camp, er ist auf den Trailer geklettert und hat versucht an die Vorräte zu kommen.
Ich finde das macht Camping im Bush aus und ich finde Bodenzelte Klasse.
Viele Grüsse,
Thorsten
Bereiste Länder:
Südafrika, Swaziland, Namibia, Botswana, Sambia, Zimbabwe, Madagaskar, Tanzania, Uganda, Liberia, Australien, Neuseeland, Borneo, Kambodscha, Indonesien, USA, Island