CHchristian1060ThemenstarterGast04. Nov. 2005 · #1Hi zusammen,
wie sind denn eure aktuellen Erfahrungen mit den Camps im Kaudom NP?
Was mich interessiert:
a) Gibt es die Camps überhaupt noch oder kann ich übernachten wo ich will?
b) Wenn es die Camps noch gibt, muss ich dann reservieren, oder geht es immer mal so?
c) Wo bekomme ich das Permit für den Kaudom, nur vor Ort, oder auch von Deutschland aus?
Vielen Dank vorab an dieser Stelle.
Christian
CMCarsten MöhleThemenstarterGast05. Nov. 2005 · #2Sehr geehrter Christian 1060,
die beiden Camps im Khaudom Nationalpark sind nicht vorausbuchbar, da sie wegen schlechten Erhaltungszustand nicht von Namibia Wildlife Resorts übernommen wurden. Sie unterstehen immer noch dem Umwelt-und Tourismusministerium, das eine Übernachtung nur auf eigene Gefahr zuläßt.
Man zahlt die Tagesgebühren beim Parkranger in Sigaretti. Die elefantensicheren Wasserhähne an den Campingplätzen funktionieren. Die Duschen im Campingbereich werden betrieben. Die Hütten stehen noch, sind aber unzumutbar und ohne Betten und Bettwäsche.
Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
CHchristian1060ThemenstarterGast05. Nov. 2005 · #3Vielen Dank für die Info. Deckt sich mit meinen Erwartungen und spricht für wenig Betrieb. Sehr schön...
PIPitThemenstarterGast06. Nov. 2005 · #4Hallo Christian 1060,
wir waren Ende September im Kaudom N.P. und sind von Norden zuerst das Kaudom Camp angefahren(Hört sich leicht an, es ist jedoch nicht - Gschwindigkeiten zwischen 5 - max 20 km/h durch tiefen Sand)
Im ersten Camp gibt es kein Wasser, die Wasserstellen sind nach wie vor zerstört(Du hast allerdings die Möglichkeit, beim Ranger nachzufragen)
Dafür gibt es dort eine relativ hohe Elefantendichte. Wir konnten über längeren Zeitraum unser Dachzelt nicht verlassen, weil wir von Elefanten eingekreist waren. Die folgende Nacht war ebenfalls "sehr unruhig".
Die Fahrt am nächsten Tag blieb weiterhin strapaziös. Überwiegend war der Wald verbrannt oder brannte noch. Trotz aller erforderlichen Maßnahmen (Luft aus den Reifen gelassen / Allrad - Stufe II) sind wir um das Freischaufeln des Wagens nicht herumgekommen. Das Auto war soweit eingesackt, daß es auflag.Zwischen den Camps fährst Du nicht mehr als max. 10 km/h. Am Abend erreichten wir dann doch noch Sikereti
Es war Sonntagabend, der Oberranger sehr unangenehm, weil ziemlich besoffen. Aber in diesem Camp gibt es fließend Wasser. Frage nicht nach hygienischen Verhältnissen oder sonstiger Beschaffenheit der Waschgelegenheiten. In einem Schuppen hangt eine funktionsfähige Dusche und die hast nach der Tour sehr nötig.
Ich möchte auch noch einmal bestätigen, daß Du die Permits bei den Rangern erhälst. Ansonsten haben wir beschlossen nicht mehr in den Kaudum N.P. zu fahren. Selbst wenn man die Abgeschiedenheit und ein wenig mehr Abenteuer sucht, gibt es meines Erachtens in Namibia interessantere Alternativen. Wir haben hier auch die gewohnte Tiervielfalt
vermisst(hat vielleicht auch an den massiven Buschbränden gelegen). Elefanten hatten wir jedoch mehr als genug. L.G., Pit
CHchristian1060ThemenstarterGast07. Nov. 2005 · #5Danke für den Erfahrungsbericht... Hört sich ja nett an... 😄
Kaudom bietet sich für uns halt an, da wir auf dem Weg nach Botswana sein werden und der Park reizt mich schon seit meinem letzten Namibia-Besuch. Leider hatten wir damals keine Zeit mehr dafür....
GAGastThemenstarterGast08. Nov. 2005 · #6Pit, würdest Du eher davon abraten, den Kaudom zu besuchen ?
PIPitThemenstarterGast08. Nov. 2005 · #7Hallo Gast,
der "Abstecher" in den Kaudom entsprach überhaupt nicht unseren Erwartungen.
Abgesehen von einer Reizüberflutung durch fast zu viele Elefanten und
intensivstes 4wd empfanden wir den Park als trist. Begeistert waren wir von anderen Parks im Caprivizip.(z.B. Mudumu N.P. - sehr wild,viele Tiere)
Ich würde zur Zeit(insbesondere nach den vielen Buschbränden)von einem Besuch des Kaudom N.P. abraten.
L.G. Pit
TJTom JonesThemenstarterGast10. Nov. 2005 · #8Hallo Pit. Wann warst du denn im Khaudom.....zu welcher Jahreszeit
Sind am überlegen, auch dorthin zu fahren im August nexten Jahres.
Sollte man da im Konvoi fahren, so wie man immerwieder hört?
Und fahrerisch, wie schauts da aus? Habe Erfahrungen im 4wd fahren (2x Australien u. 2x Nambia/Südafrika) - jedoch nicht soviel im tiefen Sand.
PIPitThemenstarterGast10. Nov. 2005 · #9Hallo Tom J.,
wir haben uns recht spontan entschieden und sind dann allein gefahren.
Ich möchte jedoch davon abraten. Es ist sehr riskant.Wenn Du scharf aufs 4W fahren bist, kommst Du dort voll auf Deine Kosten. Wenn Du von Norden reinfährst, solltest Du sofort den Reifendruck minimieren und Allrad zuschalten.Wenn Du von Süden kommst, sind die Wege anfänglich noch ein wenig fester. Ich denke, besondere Erfahrungen braucht man nicht.Weiteres hatte ich bereits im vorangegangenen Beitrag erläutert.
L.G.,Pit
GAGastThemenstarterGast24. Nov. 2005 · #10Hi,
wir sind jetzt schon das 3. Mal durchgekommen, was durchaus nicht immer einfach ist.
Sicherheitshalber sollte man auch mit 2 Wagen durchfahren, da dort über längere Zeit manchmal niemand anzutrffen ist.
Die Allradler sollten auch nicht zu vollgepackt sein um eine ausreichende Bodenfreiheit zu haben. Wir mussten schon Leute rausziehen die einfach wegen der tiefen Spurrillen in der Mitte aufsetzten und nichts ging mehr.
Für uns ist Camp Khaudum auf jeden Fall das reizvollere.
Liegt auf einer Sanddüne und nicht weit davon gibts eine Wasserstelle.
Immer aufpassen, die Camps sind nicht eingezäunt, und was an der Wasserstelle rumläuft, macht evtl. auch einen Besuch im Camp. ( Löwen Hyänen Elefanten...
Die Wilddichte ist bestimmt nicht so hoch wie in Etosha, man hat die Tiere dafür hautnah und ist garantiert mitten im Busch.
Von den Camps selbst ist nur ein Minimum zu erwarten, aber ist halt Afrika pur.
Genug Wasser, Sprit und Begeisterung für Natur mitnehmen dann wird das Bestimmt ein unvergessliches Erlebnis. ( Vorsicht, keine Bar, kein Pool ).
Grüße,
Fleumel.
AXAxelThemenstarterGast25. Nov. 2005 · #11Hi aus München,
für die o.a. Fälle des Aufsetzens empfielt sich, vorher das Reserverad unter dem Auto abzubauen. Das hilft in den meisten Fällen, weil dann die über 20cm tiefe und knapp 1m breite "Sandschaufel" wegfällt.
Axel
ASAchim der SpäteThemenstarterGast25. Nov. 2005 · #12Beitrag auf Verlangen des Users gelöscht
GAGastThemenstarterGast25. Nov. 2005 · #13Hi Achim,
ist dort nach Aha Hills überhaupt ein Grenzposten, oder fährt man da vor den Zaun?
Würde mich brennend interssieren, da ich Montag runterfliege und das dann auch mal fahren würde.
Grüße,
Fleumel.
AXAxelThemenstarterGast25. Nov. 2005 · #14Hi Achim,
der normale Tank liegt ja tiefer als der Zusatztank. Ich kann mich jetzt nur an den vom letzten Jahr erinnern, weil ich da den Tank abdichten mußte und da ist der Tank noch durch ein Blech geschützt. Zum anderen ist bei den Geschwindigkeiten im Tiefsand die Gefahr m.E. geringer als das Problem mit dem "Sandtransport". Speziell das Ausgraben fällt deutlich einfacher aus. Und nicht imer ist das Rückwärtsrausfahren möglich. Meistens ist die "Mittelspur" in den Gegenden eh die Spur des Getriebes.
Axel
ASAchim der SpäteThemenstarterGast25. Nov. 2005 · #15Beitrag auf Verlangen des Users gelöscht
GAGastThemenstarterGast26. Nov. 2005 · #16Hi Achim,
danke für die Info, werde da wohl mal langcruisen.
Kaudum bei Nässe geht wohl gar nicht, der Sand ist da wohl nicht so das Problem, aber es gibt dort auch Gegenden die haben so´ne schwarze Erde.Das Zeug kann man wenn es nass ist bestimmt zum Hausbau verwenden aber steckenbleiben möchte ich darin bestimmt nicht.
Warst du bei Tsumkwe schon bei den Baobabs. Ist auch ein sehr schöner Stopover.
Grüße,
Fleumel.
ELelerThemenstarterGast14. Dez. 2005 · #17hallo zusammen
Wir wollen im September 06 mit 2 4x4 Fahrzeugen durch den Kaudom Park fahren. Heute teilte mir mein Reisebüro mit dass die Camps geschlossen seien und die Wege in sehr schlechtem Zustand und teilweise nicht mehr befahrbar. Stimmt das wirklich? Weiss jemand etwas genaueres?
Vielen Dank
Elisabeth
WAwanetabaThemenstarterGast15. Dez. 2005 · #18Nach dem schmerzlichen Verlust des unteren Reserverades im Jahre 2000 in der Khwoarib-Schlucht, haben wir uns dieses Jahr entschieden das untere Rad auf den 4x4 Strecken abzumontieren und mit einem Spanngurt am Bullbar zu befestigen. Klar ist das eine potenzielle Gefahr für den Zusatztank. Doch läßt es sich besser freischaufeln, wenn kein Rad drunter hängt und man hat ein kleines Stück mehr Bodenfreiheit.
Ich denke im Sand ist das alles kein Problem, kritischer wirds bei felsigen Terrain, doch da ohnehin die Geschwindigkeit Schrittgeschwindigkeit ist, kann man sich auch die Mühe machen, vor Hindernissen anzuhalten und zu schauen. Und, warum hat man Beifahrer? Die sind nicht nur zum Reisefüher studieren... 😉
Letztendlich hatten wir beide Reifen an der vorderen Hälfte des Wagens befestigt, was vielleicht auch nochmal etwas Gewicht auf die Vorderachse bringt und so event. etwas die Traktion begünstigt, da wir zwei Dachzelte geladen hatten.