GUGunillaThemenstarter4 Beiträge · seit 200904. Jan. 2009 · #1Hallo Ihr erfahrenen Namibia-Urlauber,
seit Wochen versuche ich, für meine Familie (2 Erwachsene, 1 Kind (10 Jahre)) unsere Reiseroute zu planen. Inzwischen bin ich aber völlig am Verzweifeln, weil die Angaben in Bezug auf die Entfernungen zwar in km angegeben sind, die Zeit jedoch wohl eine weitaus wichtigere Rolle spielt.
Wir fliegen vom 26.03. bis zum 13.04.09 nach Namibia. Bereits gebucht sind 1 Übernachtung in Windhoek, 1 im Waterberg Plateau und 2 im Etosha NP, Okaukuejo Camp.
Wielange braucht man von Kamanjab bis Epupa? Ist diese Strecke an einem Tag zu fahren?
Wielange braucht man von Swakopmund bis Sesriem?
Wielange von Sesriem/Sossusvlei bis Windhoek?
Lohnt sich eine Zwischenübernachtung in der Kalahari-Wüste?
Vielen Dank schon mal...
Liebe Grüße
Gunilla
Duma273 Beiträge · seit 200604. Jan. 2009 · #2Hallo Gunilla,
da mußt du nicht verzweifeln.
Deine Strecken sind alle an einem Tag zu schaffen.
Kamanjab – Epupa: ca. 450km 5-6 Std.
Swakopmund – Sesriem: ca. 350km 4-5 Std.
Sesriem – Windhoek: ca. 330km 4-5 Std.
Schöne Grüße
Jürgen
GUGunillaThemenstarter4 Beiträge · seit 200904. Jan. 2009 · #3Hallo Jürgen,
herzlichen Dank für Deine Hilfe.
Laut Michelin (der einzige Routenplaner, den ich für Namibia bisher finden konnte) waren die Zeitangaben extrem hoch (z. B. Kamanjab-Opuwo 7,5 h zuzüglich 3-4 h Opuwo-Epupa), so dass ich vorhin eigentlich beschlossen hatte, die Epupa-Fälle wegfallen zu lassen und die Route generell abzuändern.
Liebe Grüße
Gunilla
KLklausandgabi90 Beiträge · seit 200704. Jan. 2009 · #4Hallo Gunilla!
Du musst tatsächlich nicht verzweifeln, Jürgen hat recht mit den Zeitangaben!
Nur noch einige Tipps seien gestattet:
1. Immer zeitig losfahren, um ein Zeitpolster zu haben ( Reifenpanne..event. Straßenprobleme nach Regen,z.B. abgehende ( fliessende ) Riviere, besonders im Norden
2. Sorge immer für ausreichenden Benzin-Dieselvorrat
3. Gilt nat. auch für Trinkwaser!
4. Bitte auf Gravelroads nicht mehr als 80km/h! Ihr habt Urlaub! Überschläge von touristischen Selbstfahrern sind leider an der Tagesordnung, selbst in der Etosha-Pfanne!!
5. Teerstrasse max. 100-110km/h, lasst die Anderen rasen!
6. Nach längerer Fahrt auf Gravelroads biegen Touristen häufig an Einmündungen auf die falsche ( rechte) Strassenseite ein. Immer innerlich sagen: Links, Links..
7. Bitte führe einen Internationalen Führerschein mit, auch wenn es zu dieser Thematik andere Aussagen gibt. Der geringe Beschaffungsaufwand in Deutschland lohnt sich unbedingt!
Die Problematik stellte sich gerade wieder für ein Ehepaar am 2. Weihnachtstag, Roadblock B1 Wdhk-Rehoboth, denen ich weiterhelfen konnte, da bekannt beim Personal.
Schliesslich wünsche ich Euch einen wunderschönen Aufenthalt in Namibia!
Halt, noch zur Frage Zwischenstopp Sesriem-Wdhk: Wenn Zeit vorhanden, Übernachtung Rostock-Ritz Lodge, toller Blick in die Namib-Wüste. Wenn Ihr mit Dachzelt fahrt: Farm Namibgrens bei Nauchas hinter dem Spreetshoogte-Pass Richtung Wdhk. Tolle Felsen-Campsite!!
Herzliche Grüsse!
Klaus
joli3'491 Beiträge · seit 200604. Jan. 2009 · #5Hallo Gunilla,
für Deine weitere Planung mal so ein paar Parameter:
- auf Teerstraßen kannst Du von einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 100 km/h ausgehen, vielleicht sogar ein bisschen mehr. Die Teerstraßen sind zumeist in einem ordentlichen Zustand ( Ausnahme die B2 von Okahandja bis Swakopmund; dort wird großräumig an der Straße repariert );da es nur sehr wenige Ortsdurchfahrten gibt, kann man die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h schon fast der Durchschnittsgeschwindigkeit gleichsetzen.
- auf Sandpad solltest Du mit ca. 70 km/h rechnen.Aber das ist wirklich ein grober Anhaltswert - manchmal geht es auch schneller ( und gefährlicher !!) und manchmal wird man so durchgerüttelt, dass einem 40 km/h schon zu schnell erscheinen.Es hängt eben sehr davon ab, wann der Straßenhobel das letzte Mal dort war.
- Im März/April ist noch Regenzeit, d.h. es kann sein, dass Straßen für ein paar Stunden unpassierbar sind, weil dort Wasser steht oder tiefe Rinnen gegraben hat.Deshalb immer vor der Weiterfahrt bei den Gastgebern erkundigen, wie die Pad zum nächsten Ziel beschaffen ist.
- Richte Deine Fahrten so ein, dass Du niemals in die Dunkelheit hineinkommst.Fast überall musst Du dann mit Wildwechsel rechnen. Hinzu kommt, dass die Straße bei Dunkelheit sehr schwer zu erkennen ist, weil es zwischen Straße und Umgebung kaum einen Farbunterschied gibt.Und die Dunkelheit kommt sehr schnell - ca. eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang.
- Du solltest Dir pro Tag nicht mehr als 400 km Sandpad bzw. 500 km Teerstraße vornehmen.Dann bleibt auch genügend Zeit für ein paar Fotostops, einen Apfelstrudel ( Solitär !) oder einen Reifenwechsel.
Gruß Joli
Bloke1'920 Beiträge · seit 200804. Jan. 2009 · #6Gunilla schrieb:Hallo Jürgen,
herzlichen Dank für Deine Hilfe.
Laut Michelin (der einzige Routenplaner, den ich für Namibia bisher finden konnte) waren die Zeitangaben extrem hoch (z. B. Kamanjab-Opuwo 7,5 h zuzüglich 3-4 h Opuwo-Epupa), so dass ich vorhin eigentlich beschlossen hatte, die Epupa-Fälle wegfallen zu lassen und die Route generell abzuändern.
Liebe Grüße
Gunilla
Hallo Gunilla
wenn du die Epupa Falls weglasst, so wirst du um ein highlight kommen;)
Wir sind im Sep 08 die Strecke Opuwo-Epupa unter 3 h gefahren
Von Kamanjab nach Opuwo weiss ich leider nimmer so genau,
😐 wobei die Strasse bis Opuwo geteert ist
Den Rest hat ja Duma schon gesagt
LG Bloke
GUGunillaThemenstarter4 Beiträge · seit 200904. Jan. 2009 · #7Lieben Dank an alle Mitwirkenden:)
Ich habe mir die Planung wirklich einfacher vorgestellt und beneide Euch "Wissenden".
Herzliche Grüße
Gunilla
GUGunillaThemenstarter4 Beiträge · seit 200904. Jan. 2009 · #8Ich danke ganz herzlich für diese ausführliche Schilderunge.
Liebe Grüße
Gunilla