HEHenningBThemenstarter15 Beiträge · seit 200902. Jan. 2009 · #1Hallo zusammen,
zunächst einmal wünsche ich allen, die hier mitlesen, ein frohes neues Jahr!
Wir (5 Erwachsene + 1 Kind) werden im April endlich auch Namibia kennen lernen und erfüllen uns damit einen lang gehegten Traum.
Unsere Selbstfahrer-Reiseroute verläuft so:
06.04.: Ankunft in Windhoek, Etango-Ranch (1 Übernachtung)
07.04.: Windhoek, Pension Handke (1 Übernachtung)
08.04.: Sossusvlei, Weltevrede Gästefarm (2 Übernachtungen)
10.04.: Fahrt zur Rostock Ritz Desert Lodge (55 km nördlich von Solitaire; direkte Durchfahrt nach Swakopmund erschien uns zu lang, 1 Übernachtung)
11.04.: Swakopmund, Prinzessin Rupprecht Residenz (2 Übernachtungen)
13.04.: Brandberg, White Lady Lodge (1 Übernachtung)
14.04.: Vingerklippe, Vingerklip Lodge (1 Übernachtung)
15.04.: Etosha, Okaukuejo (2 Übernachtungen)
17.04.: Waterberg, Waterberg Restcamp
18.04.: Windhoek, Ondekaremba Gästefarm
Meine Fragen nun:
1.) Wir haben unsere Route so gelegt, dass wir nur einmal 300 km am Tag unterwegs sind. Ansonsten bewegen sich unsere Streckenlängen zwischen 100 und 250 km. Damit dürfte das doch alles einigermaßen problemlos zu schaffen sein, oder?
2.)Wir überlegen, von Windhoek nach Sossusvlei über den Gamsberg-Pass (und nicht über Rehoboth, C 24) zu fahren. Allerdings betragen dort die Steigungen zum Teil 9 %. Schafft man das mit einem Bulli auf einer Schotterpiste? Hat da jemand Erfahrungen?
3.)Wer war schon auf den benannten Gästefarmen, Pensionen, Lodges und Restcamps und kann mir seine Erfahrungen und Eindrücke vermitteln? Die Vingerklip-Lodge soll ja eine Sahneschnitte sein… 🙂
4.)Wie sind die Straßenverhältnisse allgemein im April? Müssen wir irgendwo mit Schwierigkeiten rechnen (z.B. überspülte Straßen)?
5.)Hat sonst noch jemand Tipps und Ratschläge, die ihm beim Lesen unserer Route einfallen?
Vielen Dank für eure Hilfe!
Viele Grüße, Henning
joli3'491 Beiträge · seit 200602. Jan. 2009 · #2Hallo Henning,
erstmal herzlich willkommen im neuen Jahr - und bei den Namibiaverrückten.😁 Es spricht für Euch, dass Ihr Euch bei den Tages-Kilometern so zurückhalten wollt. Ich halte das für sehr gut. Ja - im April könnte es noch mal regnen.Es ist aber schwer vorhersagbar, wo, wann und wenn überhaupt, wieviel.Auch wenn solche Regentage ja nicht bedeuten, dass es den ganzen Tag über schüttet, so kann doch ein kräftiger lokaler Guss an den Straßen viel Schaden anrichten - zumindest ist es dann u.U. für Stunden nicht möglich, weiterzufahren. Aber bei Euren Tagesetappen dürfte das wohl kein Problem werden.
Warum 2 unterschiedliche Unterkünfte in/um Windhoek zu Beginn? - Da Ihr das erste Mal in Namibia seid, ist auch Windhoek durchaus ein erlebenswertes Ziel, d.h. man kann sehr gut 2 Nächte direkt in Windhoek verbringen. Natur und Landschaft habt Ihr dann ja auf Eurer weiteren Tour.
Der Gamsbergpass ist sehr schön und auch mit Eurem Auto kein Problem.
Die Strecke Sossusvlei-Swakopmund kann man wirklich, ohne sich zu hetzen, an einem Tag schaffen. Eine Zwischenübernachtung in Rostock Ritz ist also nicht erforderlich. Nach meiner Meinung auch nicht lohnend, denn die optisch recht originelle Anlage vermittelt doch sehr stark ein Bunkergefühl. Es ist sehr eng und dunkel in den Unterkünften - und sehr hallig. Letzteres auch im Restaurant. Wir zumindest waren recht enttäuscht.Diese damit gewonnene eine Nacht lässt sich - mit Gewinn - irgendwo anders dranhängen - in Swakopmund oder Vingerklip oder Etosha.
Ich bin immer wieder überrascht, wieviele Erstbesucher den Waterberg auf ihrem Wunschzettel haben.Damit keine Zweifel aufkommen - es ist schon eine sehr schöne Landschaft und die Gegend hat ja auch sehr viel Geschichte zu bieten.Bei einem so knapp bemessenen Aufenthalt aber würde ich vemutlich den Waterberg auslassen und diesen Tag noch in Etosha investieren. Solltet Ihr Angst vor einer allzulangen Etappe haben: Etosha-Windhoek sind zwar 500 km, aber alles gute Teerstraße, d.h. bequem in 5 Std. zu schaffen.Eigentlich bin ich ja immer derjenige, der vor zu langen Fahrstrecken warnt, aber Etosha-Windhoek geht wirklich gut in einem Rutsch.
Gruß Joli
peter 081'927 Beiträge · seit 200802. Jan. 2009 · #3Hallo Henning,
mit dem Quartierwechsel in Windhoek möchte ich mich Joli anschließen. Allerdings würde ich WHK nach einer Nacht verlassen.
Auch auf den Waterberg würde ich verzichten, hier zugunsten einer zweiten Nacht auf Vingerklip, wirklich sehr empfehlenswert.
Gruß
Peter
HEHenningBThemenstarter15 Beiträge · seit 200902. Jan. 2009 · #4Hallo Joli, hallo Peter,
vielen Dank für eure prompten Antworten.
Die Etango-Ranch liegt nur 4 km vom Flughafen entfernt. Da wir zwei ältere Personen und ein 8-jähriges Kind dabei haben, dachten wir, dass das der ideale Ort ist, um sich vom Flug zu erholen.
Nach Windhoek sind es dann ja auch noch 40 km. Außerdem sparen wir uns für einen Tag den Mietwagen.
Beim Waterberg bin ich mittlerweile auch skeptisch. Es bleibt einfach nicht genügend Zeit, ihn richtig zu erkunden. Und wenn die Strecke Etosha-Windhoek tatsächlich in einem Rutsch zu bewältigen ist, sollten wir uns das wirklich noch einmal überlegen...
Ist die Rostock Ritz Lodge tatsächlich nicht zu empfehlen? Ich dachte eigentlich, dass sie zu den schönsten Lodges gehört, die wir gebucht haben.
Und ist die Strecke Sossusvlei - Swakopmund ohne Stress zu schaffen? Schließlich wären das ja ca. 350 km.
Viele Grüße, Henning
joli3'491 Beiträge · seit 200603. Jan. 2009 · #5Hallo Henning,
ich tue mich immer etwas schwer, von einer bestimmten Unterkunft abzuraten, weil ich damit ja unter Umständen Schaden anrichte.Vielleicht findet sich ein anderes FoMi, dass eine bessere Meinung über Rostock Ritz hat. Aber Deine Erwartung, dass dies die schönste Lodge Deiner Reise sein könnte, ist sicher deutlich überzogen. Wir waren zumindest froh, dass wir dort nur eine Nacht gebucht hatten.
Die Strecke Sossusvlei - Swakopmund ist wirklich kein Problem für einen Tag; selbst wenn Du es ruhig angehen lässt, kannst Du dafür ca. 5 Std. reine Fahrzeit ansetzen. Dazu kommen noch ein Tankstop in Solitär ( auch wenn Du gar nicht tanken willst - dann lass Dich dort mit einem Apfelstrudel verwöhnen) und ein paar Fotostops am Gaub-Pass und am Kuiseb-Pass.Selbst einen Reifenwechsel mit eingerechnet, wirst Du wohl kaum länger als 6-7 Std. unterwegs sein.
Gruß Joli
mirabilis85 Beiträge · seit 200803. Jan. 2009 · #6Hallo, Henning,
ein paar kritische Anmerkungen zur White Lady Lodge am Brandberg.
Ich war 2005 dort; da ging es noch.
Im letzten Jahr (2008) war ich mit meinem Sohn und einem Bekannten dort.
Mein Eindruck: man hat dort auf die schnelle einige Reihenbungalows einfachster Bauart hingestellt, teilweise noch im Rohbau. Strom funktionierte nur in jedem 3. Bungalow.
Das Personal im Restaurant war meiner Meinung nach hoffnungslos überfordert.
Abends an der Bar waren die Kellner dann die besten Kunden.
Mit freundlichen Grüßen
mirabilis alias Hans Joachim Wallek
Liebe Grüsse von mirabilis
alias Hans Joachim Wallek
Die Europaeer haben die Uhr;
die Afrikaner haben die Zeit.
Bernd1'182 Beiträge · seit 200603. Jan. 2009 · #7Hallo Henning,
hinsichtlich Rostock Ritz teile ich die Meinung von Joli. Die Lage ist sehr schön, der Pool ist gut und die Küche auch, aber ansonsten ist das eher eine Ansammlung von dunklen Bunkern.
Vingerklip liegt auch in einer traumhaften Landschaft. Die Lodge selbst ist sehr ordentlich, aber es treiben sich dort oft Busladungen herum. Und obwohl die Küche hier im Forum oft gelobt wird, bin ich da anderer Meinung. Wenn Ihr etwas Besonderes in der Gegend haben wollt, dann schaut Euch doch mal das Mowani Mountain Camp an - einfach traumhaft!
Gruß,
Bernd
HEHenningBThemenstarter15 Beiträge · seit 200903. Jan. 2009 · #8Hallo zusammen,
wenn man die Strecke vom Sossusvlei bis nach Swakopmund tatsächlich in 5 Stunden schaffen kann, ist eine Änderung wohl anzuraten.
Man gewinnt in Swakopmund einen Tag und kann einen Tagesausflug mehr machen.
Danke Joli!
Zur Brandberg White Lady Lodge habe ich trotz hartnäckiger Suche im WWW bisher nicht viel finden können. Hier im Forum haben sich zwei, drei User recht positiv geäußert. Da wir dort nur eine Übernachtung haben werden, kann man mit einfachen Blockhütten und temporärem Strom leben, denke ich. Aber Mirabilis, trotzdem vielen Dank für deinen Hinweis. Dann weiß man schon einmal, auf was man sich einstellen kann. 🙂
Bernd, vielen Dank auch für deinen Hinweis. Ich werde mir einmal das Mowani Mountain Camp näher anschauen.
Die Vingerklip Lodge ist anscheinend so beliebt, dass sie vom Massentourismus vereinnahmt wurde. So ähnlich hat mir das auch schon ein Arbeitskollege erzählt.
Grüße, Henning
peter 081'927 Beiträge · seit 200803. Jan. 2009 · #9Hallo Henning,
Sorry, die Vingerklip besteht aus einzelnen Bungalows. Wenn am Abend 10-12 Gäste einer Busladung ankommen, die dann 5-6 Häuser belegen ist das für mich kein "Massentourismus".
Mowani ist halt eine andere Preisklasse...
Gruß
Peter
SOSoutherndreamsGast03. Jan. 2009 · #10Hallo und ein frohes neues Jahr von mir,
ich würde Vingerklip nur wenn nötig eine Übernachtung machen, denn hier gibt es nur den einen Fels, sonst nichts...
Wenn es nicht so luxoriös sein soll, nimm das Kamanjab Rest Camp, super Essen und schöne Atmosphäre.
Lieber mehr Nächte in etosha als in der Nobel Lodge zwei Tage rumhängen.
Viele Grüße,
BeeTee
HEHenningBThemenstarter15 Beiträge · seit 200904. Jan. 2009 · #11Hallo zusammen,
wie sieht es denn eigentlich mit den staatlichen Restcamps aus? Ich habe mir auf der Seite des Namibia Wildlife Resorts (
http://www.nwr.com.na) die Unterkünfte in dem dort angebotenen "virtuellen Rundgang" angeschaut.
Ich bin der Meinung, dass es dort gar nicht so schlecht aussieht, wie es oft gemacht wird.
Ich habe auch gehört, dass Okaukuejo und Bernabé de la Bat in 2007 oder 2008 renoviert wurden. Stimmt das?
War jemand in 2008 dort? Kann er meine "Internet-Eindrücke" bestätigen?
Grüße, Henning