Namibia-Reise kurzfristig

9 Antworten · 3'438 Aufrufe · gestartet 01. Jan. 2009 von udalriche
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Themenstarter24 Beiträge · seit 200801. Jan. 2009 · #1
Hallo,
als Alternative zu einer anderen (wegen politischer Verhältnisse aber unsicheren) Reise steht ein 14 Tages-Trip vom 28.3.- 11.4.09 nach Namibia zur Debatte. Geplant wäre eine Tour zu zweit im geländegängigen Fahrzeug und überwiegendem Schlaf in Dachzelten (habe hier gelesen, dass es dafür gute Möglichkeiten in Namibia gibt); gelegentliche Übernachtungen in Lodges könnten eingestreut werden, wenn das empfehlenswert ist. Da es sich um eine Erstreise dorthin handeln würde, stehen folgende Fragen an:
1. Mit welchen Mindest-Kosten ist zu rechnen (Flug, Fahrzeug, Campingplatzgebühren, Eintrittsgebühren, Kraftstoff, Verpflegung - fehlt noch etwas wichtiges)?
2. Ist der genannte Zeitraum für die Reise überhaupt empfehlenswert?
3. Hat man die Chance, auch kurzfristig noch einen Flug und ein Fahrzeug zu bekommen, wenn sich z.B. Anfang März herausstellen würde, dass diese Reise in Frage kommt (weil die ursprünglich geplante gestrichen werden muss)?
Für entsprechende Informationen wäre ich sehr dankbar.
mfg Ulrich
zuletzt bearbeitet 01. Jan. 2009
107 Beiträge · seit 200801. Jan. 2009 · #2
Hallo Ulrich,

unseren ersten Trip letztes Jahr haben wir ca. 3-4 Wochen vorher geplant, also auch eher spontan. 🙂 Wir waren allerdings flexibel, was Flüge angeht - wenn Du auf Deinen angegebenen Zeitraum eingeschränkt bist, solltest Du vielleicht demnächst buchen. Außerdem werden die Flüge meiner Erfahrung nach eher teurer als billiger, je näher der Termin rückt.

Wir waren auch Ende März / Anfang April unterwegs, das, was wir von hier aus gebucht hatten, waren der Flug, der Mietwagen und die ersten ein oder zwei Nächte in Windhoek. Wir haben unsere Strecke von Tag zu Tag geplant, hatten allerdings ein Treffen in Swakop zu einem bestimmten Zeitpunkt und ich wollte gern Etosha sehen. Das waren die einzigen Fixpunkte, alles andere hat sich spontan ergeben.
Zu der Zeit hatten wir ab und zu Regen, aber nicht so viel, dass wir mit unserem Corolla (!!!) nicht durchgekommen wären. Ich fand die Reisezeit sehr gut, Etosha beispielsweise war grün und blühend - der Nachteil: die Tiere sind überall und nicht nur an den Wasserstellen.

Und: wir sind in den 14 Tagen 4.500 km gefahren. Wir hatten nichtmal eine Reifenpanne. Hat alles prima geklappt.

Falls Du noch gar keine Unterlagen von Namibia hast: zur ersten groben Planung hilft das kostenlose Infopaket mit Karte, Unterkünften etc. Ich such gleich mal den Link...

Viele Grüße
Melka

Verrätst Du uns noch, wo es ursprünglich hingehen sollte? 😊
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zuletzt bearbeitet 01. Jan. 2009
3'491 Beiträge · seit 200602. Jan. 2009 · #4
Hallo Ulrich,
ich meine, dass sich Namibia für Spontanreisen eher weniger eignet - zumindest, wenn man erstmals in dieses Land reist.Das beginnt bereits mit den Flügen - wenn man da auf bestimmte Termine festgelegt ist, sollte man schon ein Jahr im Voraus buchen. Mietwagen dürften im März/April weniger ein Problem sein. Unterkünfte eigentlich auch nicht, zumal Ihr zur Not ja immer noch auf das Dachzelt ausweichen könntet.Es wird aber sehr viel davon abhängen, wo Ihr hinwollt - Etosha muss man eigentlich immer und alles vorbuchen - ähnlich in Sossusvlei.Aber auch sonst empfiehlt es sich, zumindest einen Tag vorher genau zu wissen, wo man die nächste Nacht verbringt. Sonst kann eine Namibiareise zu einer Quartiersuchfahrt werden.
Kosten: Flug ca. 800-900 € pP, Mietwagen ca. 60 - 120 € pT, Campingplätze ab ca. 10 € pT, Lodges ab 80 € pP mit großem Spielraum nach oben, Benzin um die 0,80 € und Essen ca. 25-30% günstiger als in Deutschland - das mal nur so zum Durchrechnen.Lasst Euch aber Spielraum nach oben, weil 2009 - im Vorgriff auf die FußballWM - mit deutlichen Preissteigerungen zu rechnen ist.
Gruß Joli
Themenstarter24 Beiträge · seit 200802. Jan. 2009 · #5
Hallo Melka und Joli,
besten Dank für Eure hilfreichen Tipps. Mit dem Flug muss man sehen, ob es kurzfristig noch etwas gibt (falls es mit der Ägyptenreise nicht klappt). Bezüglich der Quartiere bin ich nicht so pessimistisch: In der Umgebung von Sossusvlei und Etoscha gibt es viele zusätzliche Unterkunftsmöglichkeiten, sollte drinnen alles belegt sein; dann muss man halt abends wieder hinaus.
mfg Ulrich
454 Beiträge · seit 200602. Jan. 2009 · #6
ich muss da joli recht geben, vor allem ist um diese zeit osterferien !!! air namibia hat beispielsweise um den 27.03. herum KEINE fluege mehr direkt, d. h. da muss man sehen, ob ein groesserer veranstalter noch etwas im kontingent hat. ebenfalls mit den unterkuenften wird es ein problem werden. aber wenn man kein thema damit hat hin und her zu fahren bzw. zu schauen wo man etwas noch kurzfritig bekommt, dann denke ich wird es irgendwie gehen !!?? die frage ist, ob dies dann noch urlaub ist...
3'491 Beiträge · seit 200602. Jan. 2009 · #7
Hallo Ulrich,
nichts gegen Euren Optimismus - aber es kann sehr unangenehm werden, wenn man am Nachmittag irgendwo ankommt und keinen Platz mehr findet.Wer sich im Land ein bisschen auskennt, für den ist das sicher kein unlösbares Problem, aber ein Erstbesucher begibt sich da u.U. schon in Schwierigkeiten. Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit sind extrem riskant und sooo viele Alternativen gibt es nun auch nicht.
Gruß Joli
413 Beiträge · seit 200603. Jan. 2009 · #8
Hallo Ulrich,

also, wir sind im Noveber 2008 ganz spontan durch Namibia und Botswana gereist und alles hat gut geklappt. Es war sogar von Vorteil so spontan zu reisen, da wir uns so den Wetterbedingungen, (Botswana extrem trocken, Caprivi schon viel Regen), anpassen konnten. Wir haben allerdings beinah immer 1/2 Naechte vorgeplant und per Handy eine Unterkunft geregelt. Etosha war auch gar kein Problem. Namutoni haben wir nicht probiert. Halali hatte etwas frei und als wir ankamen gab es 35% Rabatt fuer Spaetbucher, konnten uns ein Chalet aussuchen. Aehnlich in Okauk., Anruf am Sonnabend ob fuer Montag etwas frei sei, Antwort nur Camping. Anruf Sonntag- ja , Chalets frei. Ankunft Montag- wir konnten uns ein Chalet aussuchen. Und in allen Camps sahen wir viele freie Unterkuenfte. Auch wir hatten ein Dachzelt dabei, welches wir aber niemels als "Notunterkunft" nutzen mussten. Auch wenn es unsere 5. Namibiareise war, ich kann die spontane Art zu reisen nur empfehlen.

Viele Gruesse
Kitty
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107 Beiträge · seit 200803. Jan. 2009 · #9
Genau so wie Kitty haben wir es auch gemacht: Prepaid-Karte in Windhoek gekauft (allerdings erst bei der zweiten Reise letztes Jahr, beim ersten Mal mit der deutschen Verbindung war es entsprechend teurer 😊 ) und dann -je nachdem, wo wir gerade unterwegs waren und was das Ziel sein sollte- Unterkünfte antelefoniert. Hat immer prima geklappt, allerdings hatten wir im Herbst in Swakop ein echtes Problem, was zu finden, da dort gerade 2 oder 3 Filmteams untergebracht waren. Da wir aber nur wegen unserer dort lebenden Freunde nach Swakop fahren und uns selbst diese Stadt gar nicht reizt, sind wir zwischendurch nach Henties Bay ausgewichen. Für uns überhaupt kein Thema.

Im Gegensatz zu Euch hatten wir übrigens niemals ein Dachzelt dabei und mussten trotzdem nie im Auto schlafen. 🙂

Auch wir würden immer wieder so spontan reisen! Klar haben wir mittlerweile unsere bevorzugten Unterkünfte gefunden, aber wenn man -so wie wir- einfach nur was zum schlafen und frühstücken sucht und ansonsten unterwegs ist, ist es m. E. kein Problem, was zu finden.

Außerdem haben wir durch diese Spontaneität lange Gespräche mit Leuten führen können, die wir sonst vielleicht nicht getroffen hätten - by the way: wo steckt eigentlich Ralf? Lange nicht gelesen!

Gruß
Melka
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7'296 Beiträge · seit 200603. Jan. 2009 · #10
... da es um Übernachtungen im Zelt geht, sehe ich überhaupt kein Problem, ungeplant und spontan in Namibia unterwegs zu sein.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...