GLglastanzThemenstarterGast05. Dez. 2008 · #1also ich plane eine reise mit meinem sohn 2009- ich habe noch überhaupt keinerlei erfahrungen und wäre für tips jederzeit dankbar
habe bereits einen sehr netten kontakt hier im forum und die empfehlung einer begleiteten tour durch einen guide.
mir graust es vor den langen touren allein-mein sohn ist 14 und kann halt noch nicht das steuer übernehmen- ich glaube namibia ist schon recht sicher, auch als frau, aber die langen strecken zu fahren und dann noch mit allrad /sheep- ev, reifenpannen usw. - nun ja anfangs war ich doch recht unbedarft, aber .......
also reiebegleitung erwünscht????- oder anderweiteige empfehlungen
ihr seht ich stehe ziemlich am anfang meiner planungen und bin noch für alles offen-ich will mir auf jeden fall 3 wochen zeit nehmen und entspannt afrika entdecken-- eure fotos hier treiben einen ja förmlich nach afrika danke für eure antworten/tips schon jetzt
joli3'491 Beiträge · seit 200606. Dez. 2008 · #2Hallo Glastanz,
es ist schon gut, dass Du schon jetzt an die Planung gehst, zumal Du ja wohl noch keine gefestigten Vorstellungen über den Reiseablauf hast. Wenn Du eine Selbstfahrer-Tour machen möchtest - was in Namibia immer eine Empfehlung ist - dann stellt so etwas keine allzu großen Anforderungen an Dich als Fahrerin: Du brauchst kein Allrad, Du brauchst auch keine Angst vor allzugroßen Strecken haben - Du hast es doch in der Hand, Dir kürzere auszusuchen. Eine Reifenpanne - ja, damit muss man rechnen und damit muss man auch selbst klarkommen können.Ich meine aber, dass zumindest in diesem Punkt auch ein 14-jähriger eine gute Hilfe sein kann. Weil Du so neu hier bist und noch keine Namibia-Erfahrung hast, wage ich es, Dir nochmals meine Planungsmaxime ans Herz zu legen:fahre nie mehr als 400 km am Tag und bleibe nie weniger als 2 Tage an einem Ziel ( die "alten Hasen" mögen es mir verzeihen).Wenn Du mit diesem Maßstab an die Planung gehst und Dir dann auch noch darüber klar wirst, was Dir bei dieser Reise am Wichtigsten ist ( Tiere, Landschaft, Wüste, Ruhe, Einsamkeit....), dann kommst Du vermutlich recht schnell zu einer guten Route.Reiseführer oder auch Reisekataloge können dabei recht hilfreich sein - nur ist deren Zeitkorsett m.E. in aller Regel zu eng. Reisezeit Oktober ist hervorragend. Aber lass Dir nicht zuviel Zeit mit der Planung - wenn Du bereits jetzt anfängst zu buchen, dann kannst Du ziemlich sicher sein, dass Du das, was Du Dir vorgestellt hast, auch bekommst.
Gruß Joli
GLglastanzThemenstarterGast07. Dez. 2008 · #3hallo joli, danke du machst mir ja wieder mut- ich habe auch nicht die absicht,mehr als 400 km am tag zu fahren ( wie schnell kann man die hinter sich bringen?- wie schnell kann man fahren km/H?)- gruppe geht für mich garnicht
tourvorstellungen festigen sich immer mehr- düne 7 / Wüste auf jeden fall- verweilen je 2 tage finde ich eine gute empfehlung, dann küste- skelettküste( wenn du dazu nähere informationen hättest- kommt man da ran oder ist fliegen nur zu empfehlen??)- dann hoch zum etoshapark.... so in etwa- eigentlich wollte ich zuvor- bez. Aklimatisierung- 5-7 Tasge auf eine Farm nur erholen-----
also anfänge sind gemacht lg glastanz
joli3'491 Beiträge · seit 200607. Dez. 2008 · #4Hallo Glastanz,
sich zum Anfang etwas Zeit zu nehmen, um sich zu akklimatisieren, ist sicher gut. Es bietet sich an, dies auf einer Gästefarm in der Umgebung von Windhoek zu machen. Sehr gut aber wäre auch ein Aufenthalt am Oanob- Damm / Rehoboth - ca. 100 km südlich von Windhoek. Eine wundervolle, hüglige Seelandschaft mit einigen versteckten Privathäusern, die man allerings tageweise mieten kann. Ein Restaurant gibt es ebenfalls, dazu Bootsausflüge auf dem Stausee, Tierbeobachtungen, Wandern, Relaxen...Alternativ dazu ein Aufenthalt in der Erongo-Region - ca. 150 km nördlich von Windhoek. Das Erongo-Gebirge ist landschaftlich außerordentlich reizvoll und vielseitig - zentraler Ort ist Omaruru. Urig und dennoch ein bisschen luxuriös die Erongo Wilderness Lodge ( Wandern, Gamedrives, Felszeichnungen, gutes Essen...) oder Omaruru Game Lodge ( Gamedrives, seeehr nahe Begegnungen mit Nashörnern, Elefanten uvam, hübsche Lodgeanlage, gutes Essen) oder Farm Eileen - echtes Farmleben mit sehr persönlicher Betreuung, einfach und gut.
Die Verkehrsdichte in Namibia ist sehr gering.Die Straßen (Pads genannt)sind im Großen und Ganzen ok - die großen Transitstrecken Nord-Süd und Ost-West sind geteert ( gut für 100 km/h Durchschnitt), die übrigen Pads sind mehr oder weniger gut gepflegte Sandstraßen, auf denen man im Schnitt 70-80 km/h fahren kann.
Wüste hat Namibia nun wahrlich reichlich: im Süden um Sossusvlei herum die wundervolle Dünen-Wüste, im Westen um Swakopmund herum Ähnliches, aber dann doch wieder anders, im Norden die Skelettküste ( ist aber im Wesentlichen Konzessionsgebiet, d.h. man kommt nur mit bestimmten Veranstaltern hinein; und das ist seeeehr teuer )und im Osten die Kalahari z.B. um Marienthal herum, z.B. Bagatelle Safari Ranch.
Etosha ist wirklich ein Muss, zumindest zu Deiner Reisezeit.Es gibt im Prinzip 3 Camps, wovon Okaukuejo und Halali sehr zu empfehlen sind. Leider sind die Camps inzwischen recht teuer geworden - beginnend so ab ca. 600 N$ pP.Sehr wichtig: unbedingt vorbuchen, da erfahrungsgemäß sehr früh ausgebucht.
Wenn ich mir das so richtig zusammenreime, wird es wohl auf die "klassische" Namibia-Rundreise hinauslaufen -mit den Eckpunkten Windhoek, Sossusvlei, Swakopmund, Etosha und Windhoek. Dafür braucht man auf jeden Fall 3 Wochen - mehr wäre gut.
Gruß Joli