Wasserbedarf bei 10 Tagen Busch

10 Antworten · 3'413 Aufrufe · gestartet 24. Nov. 2008 von andreas78
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Themenstarter44 Beiträge · seit 200824. Nov. 2008 · #1
Hallo,

unsere Botswana-Reise Mai / Juni 2009 führt uns zwischenzeitlich 10 Tage in den Busch - ohne Möglichkeit, einzukaufen, zu tanken, etc.

Wer hat Erfahrung, wie viel Trinkwasser 3 Erwaschsene Männer in dieser Zeit benötigen? ... Bier wird noch separat berechnet ...

Wenn ich das mal so überschlage und ca. 4 Liter pro Tag und Person kalkuliere, macht das in Summe 120 Liter Wasser.

Meine Frage richtet sich v.a. in folgende Richtung: Wenn ich mit der Menge richtig liege, wie bringe ich das in einem Mitsubishi Pajero neben dem ganzen anderen Gerödel (Camping-Equipment, etc.) unter? Hat hier jemand einen Tipp?

Oder ist es sinnvoll/praktikabel/möglich, Leitungs- /Okavangowasser abzukochen (evtl. zu filtern?) und zusätzlich Mikropur zu verwenden?

Vielen Dank für eure Antworten!

Gruß
Andreas
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343 Beiträge · seit 200624. Nov. 2008 · #2
hi

was heißt "busch" genau? denn zumeist bekommt man doch irgendwo wasser o.ä. nachgebunkert.

wir haben im kaokoveld pro person 2,5 ltr wasser pro tag verbraucht plus bier und wein.

bis dann ... fair winds
1'715 Beiträge · seit 200624. Nov. 2008 · #3
Hallo Andreas

Von Katadyn gibt es auch noch Tablleten. Damit kannst Du zweifelhaftes Wasser behandlen. Die Filter sind auch nicht schlecht, aber nicht sehr ergiebig. Wenn Du dann beim betätigen der Pumpe mehr schwitzt es da raus kommt hast Du eine negativ Bilanz;)

Gruss
Emanuel,
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Themenstarter44 Beiträge · seit 200824. Nov. 2008 · #4
Hallo,

10 Tage Busch heißt in unserem Fall:

Kaziikini - Third Bridge - Khwai - Savuti - Linyanti

Gibt es hier auch (gesicherte) Möglichkeiten, Wasser nachzufüllen und evtl. auch eine Chance auf eine Steckdose?

Gruß
Andreas

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667 Beiträge · seit 200624. Nov. 2008 · #6
Kaziikini, North Gate (Khwai) und Savuti haben Wasser, kannst Du trinken. Nur wenn Du empfindlich bist: abkochen. Third Bridge: Hatte bisher (aber s. unten) keine sauberen Anschlüsse, Linyanti ist bekannt für den Brackwassergeschmack.

Im Moremi wird aber kräftig an der Infrastruktur aufgerüstet: Doppelbungalows, neue, piekfeine Toiletten/Duschen, sogar mit einer Badewanne! Also kein Mangel an Hygiene oder Wasser, wird vermutlich unter neuem Betreiber mit neuen Preisen zum 1.1.2009 eröffnet. Über den Kwhai am North Gate wird gerade eine stabile Brücke statt des Knüppeldamms gebaut, das Rangerhaus ist bereits auf der Südseite neu gebaut.
Ich gehe fest davon aus, dass Du bei diesen piekfeinen Neubauten auch Deine 220V Apparate im Mai 2009 laden kannst. Kaziikini hat nur einen Generator abends laufen.
Bin in Kaziikini, North Gate Moremi und Chobe-Savuti vor einigen Tagen gewesen. Ganz Moremi war eine Schlammschlacht wegen unerwartet früher Regen. Strecken North Gate-Xakanaxa sowie Xakanaxa-South Gate wurden da unpassierbar geschlossen. Auch die direkte STrecke vom Chobe Mababe Gate nach Maun war gesperrt, Umleitung über Moremi, dort war nur die direkte STrecke (service road) passierbar mit tiefen Schlammlöchern.
Gruß aus Windhoek,
Helmar
2'732 Beiträge · seit 200624. Nov. 2008 · #7
Alle Camps im Moremi und Chobe haben eine Wasserversorgung. Ihr werdet nicht zur heissesten Jahreszeit unterwegs sein und deshalb sind 4l pp etwas hoch angesetzt. Ich wuerde einmal mit 2 - 3 Litern hoechstens rechnen. Ihr habt ja auch einen Wassertank im Auto und koennt im Falle eines Falles das Wasser abkochen.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
343 Beiträge · seit 200624. Nov. 2008 · #8
ihr seht also (was ich mir schon dachte), so schlimm ist es garnicht . und am Khwai gibts auch einen kleinen laden, wo man zumindest einige grundnahrungsmittel und auch wassser ergänzend kaufen kann. (stand anfang januar 2008).

also dann ... fair winds und viel spaß
7'296 Beiträge · seit 200624. Nov. 2008 · #9
Hallo zusammen,

auch wenns für das ursprüngliche Problem nicht mehr sonderlich wichtig zu sein scheint, dennoch der Vollständigkeit halber ...

andreas78 schrieb:
Oder ist es sinnvoll/praktikabel/möglich, Leitungs- /Okavangowasser abzukochen (evtl. zu filtern?) und zusätzlich Mikropur zu verwenden?
Wenn man das Wasser mit einem geeigneten Filter filtert, benötigt man kein Micropur o.ä. mehr. Das ist sofort trinkbar, ohne wie bei Tabletten eine Einwirkdauer abzuwarten oder beim Abkochen zu warten, bis man sich nicht mehr den Mund verbrennt.
Wenn man Angst vorm Wiederverkeimen hat und es erst nach mehreren Tagen trinken will, füllt man es in PET-Flaschen und legt es nochmal einige Zeit in die Sonne. Die UV-Strahlung in Verbindung mit der Hitze tötet das bißchen, was an Bakterien neu entstanden ist.
Oder man nimmt das Wasser in "Schmutzwasserkanistern" mit und filtert erst vor Gebrauch.

swisschees schrieb:
Von Katadyn gibt es auch noch Tablleten. Damit kannst Du zweifelhaftes Wasser behandlen.
Bei den Tabletten muss man unterscheiden zwischen Tabletten zur Gewinnung von Trinkwasser oder zum Schutz vor Wiederverkeimung. Es gibt Tabletten auf Basis von Chlor, Silberionen oder Jod. Nicht alle Tabletten helfen gegen alle Erreger, es dauert oft recht lange, bis sie wirken, das Wasser muss evtl. vorgefiltert werden (die Wirkstoffe helfen sonst bei trübem Wasser nicht unbedingt) und das Wasser schmeckt anschließend oft richtig besch*****.
Die Filter sind auch nicht schlecht, aber nicht sehr ergiebig. Wenn Du dann beim betätigen der Pumpe mehr schwitzt es da raus kommt hast Du eine negativ Bilanz;)
Ich pumpe mit meinem Filter einen Liter in 60-90sec durch. In der Zeit habe ich noch nie einen Liter ausgeschwitzt ... 😉

Unter folgender URL gibt es noch eine Infobroschüre zum Thema "Trinkwasser auf Reisen". Ist bestimmt für Einige interessant ...
http://www.katadyn.de/fileadmin/sites/Katadyn/centraldata/pdf/Brochures/Wasserfibel_DE.pdf

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Gast25. Nov. 2008 · #10
moin,

ja, was waren das noch für Zeiten, als wir unseren gesamten Wasserbedarf (12 Leute) immer für die ganze Tour an der Third Bridge aus dem Fluss holten und das nur, weil das Wasser dort viel besser war als das in Maun. Leider verkam die Stelle zur Badeanstalt und zu einer Wäscherei, was der Wasserqualität leider nicht gut bekommen ist:(
104 Beiträge · seit 200725. Nov. 2008 · #11
Also ich finde 2 bis 3 Liter pro Person pro Tag ist zu tief angesetzt.
Auch während der Regenzeit ist die Temperatur nicht zu unterschätzen, so sollten auch dann etwa 4 Liter pro Person getrunken werden pro Tag.
Dazu kommt ein entsprechender Anteil für's kochen und die persönliche Hygiene sollte man auch nicht vernachlässigen.

Und ein bisschen Reserve kann auch nicht schaden, ein Kannister könnte ja auch mal ein Leck haben.

Deshalb kalkulieren wir auf unseren Touren immer mit ungefähr 10 Litern pro Person pro Tag.
Überflüssiges Wasser wegzuschütten ist wesentlich einfacher als es irgendwo aufzutreiben wenn es ausgeht 😉
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