Reisebericht 4 Wochen Südafrika - Namibia

14 Antworten · 7'439 Aufrufe · gestartet 03. Nov. 2008 von Rothk
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Themenstarter181 Beiträge · seit 200803. Nov. 2008 · #1
Hallo Leute,

Wir sind nun 3 Wochen von unserem Südafrika-Namibia Trip zurück. Es war eine tolle Reise nicht zuletzt dank der vielen Tips, die ich hier im Vorfeld von euch erhalten habe. Deshalb möchte ich euch auch den Reisebericht nicht länger vorenthalten.

Unser Trip startete am 13. September und endete am 14. Oktober 2008. Wir sind insgesamt 7800 km gefahren. Unsere Reise führte uns von Kapstadt bis in den Norden Namibia zu den Epupa Falls und dann zurück nach Windhoek.
Wir waren mit einen Nissan Double Cap mit Dachzelt und Camping Ausrüstung von KEA (vermittelt durch Peter Weber) unterwegs.

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Tag 1:
Unser Flug mit der South African Airways von Frankfurt nach Kapstadt ist wie immer sehr angenehm und landet pünktlich um 5:00 Uhr morgens. Wir holen unser Mietauto für den ersten Tag, einen VW Polo, bei Imperial am Flughafen ab. Dann geht es auf nach Kapstadt. Erstmal wieder an das Linksfahren und Linksschalten gewöhnen. Um 10:00 Uhr steht eine Township Tour auf dem Programm. Wir haben eine individuelle Tour gebucht, nicht in der Gruppe, sondern nur zu zweit, was sich wirklich als Glücksgriff erweist. Unsere beiden weiblichen Guides haben selbst früher im Township gelebt, bis ihre Mutter es geschafft hat, eine Firma aufzubauen, die Touren in und um Kapstadt organisiert. Wir sehen und erfahren eine Menge über das Leben der Menschen in den Townships und auf dem Rückweg erzählen die beiden uns noch ein paar lustige Geschichten aus ihrer Kindheit. Am Nachmittag machen wir noch einen kleinen Ausflug nach Camps Bay. Der Tafelberg hüllte sich in dichte Wolken. Gut, daß wir ihn vor 2 Jahren schon einmal bei strahlendem Sonnenschein gesehen haben. Abends gibt es dann natürlich ein lecker Essen im Africa Café.

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Tag 2:
Heute holen wir unseren Nissan Double Cab am Flughafen ab. Nach einer ausführlichen Einweisung und dem Papierkram geht es auf nach Norden. Unser erster Stop ist Table View. Das Meer ist sehr stürmisch, trotzdem ist der Blick auf Kapstadt genial.

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Hier kaufen wir auch das erste Mal etwas Verpflegung ein. Weiter gehts auf der Küstenstraße nach Langebaan. Dann über den Pikeniers Kloof Paß nach Citrusdal. Hier entschließen wir uns von der N7 auf unsere erste Offroad Strecke nach Clanwilliam abzubiegen. Wir planen auf halber Strecke dorthin über den Olifant River zurück auf die N7 zu fahren, aber die Brücke steht aufgrund der heftigen Regenfälle in den letzten Tagen vollkommen unter Wasser. Also weiter auf der Offroad Strecke. Es ist schon dunkel als wir endlich Clanwilliam erreichen. Wir steuern unser vorgebuchtes B&B The Longhouse an und gönnen uns noch ein ausgiebgies Abendessen im Olifanthuis.

Tag 3:
Heute geht es in die Cedarberg Wilderness Area, Richtung Wupperthal.

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Wir wollen den Sevilla Trail wandern. Die Straßen sind noch etwas schlammig, aber die Sonne kommt hervor und trocknet sie sehr schnell. Wir holen uns ein Permit für den Trail auf der Travellers Rest Farm und los gehts. Der Trail führt durch eine traumhafte Landschaft. Überall blüht es, viele Klippenschliefer zwischen den Felsen und wunderschöne Felszeichnungen der San, was will man mehr?

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Am späten Nachmittag kehren wir nach Clanwilliam zurück und schauen uns noch ein bißchen in der Stadt um. Ein leckeres Abendessen im Olifanthuis beschließt den Tag.

Tag 4:
Nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Supermarkt. Wir kaufen ausreichend Wasser, Holz und Verpflegung für die nächsten Tage und laden alles in unseren Double Cab. Dann geht es natürlich zum Tanken. Hier machen wir unsere erste echte Afrika Erfahrung. Wir steuern eine Tankstelle an, an der schon ein LKW Diesel tankt, aber es gibt noch eine zweite Diesel Zapfsäule. Nachdem wir unsere Reservekanister aus dem Auto gewuchtet haben, erklärt uns der Tankwart, daß die 2. Säule defekt ist. O.K., also haben wir nun die Wahl alles wieder einzuladen und zur nächsten Tankstelle zu fahren oder zu warten bis der LKW fertig ist. Wir entschließen uns zu warten. Als wir dann endlich an der Reihe sind ist natürlich die Zapfsäule leer. Also doch alles wieder einladen und zur nächsten Tankstelle. Alles in allem hat uns das eine gute halbe Stunde gekostet, aber so ist eben Afrika.
Wir machen uns auf den Weg zum Richtersveld Nationalpark. Die N7 führt uns durch blühende Landschaften immer weiter nach Norden. In Springbok und dem nahegelegenen Goegab Nationalpark legen wir einen Stop ein. Dann geht es weiter über Steinkopf nach Port Nolloth. Es dämmert schon langsam und wir entschließen uns, in Port Nolloth zu bleiben. Wir finden ein kleines Appartment am Meer. Mit einem kleinen Drink in Ritas Tavern und einem selbstgekochten Abendessen geht ein langer Tag zuende.

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Tag 5:
Heute geht es über Alexander Bay zum Richtersveld NP. Gegen Mittag erreichen wir das Camp Sendelingsdrift. Wir melden uns an und zahlen die Parkgebühr. Wir haben die nächste Nacht im Tatasberg Camp gebucht. Das Camp Sendelingsdrift liegt direkt am Oranje River und von der Terrasse des Restaurants kann man die Fähre nach Namibia beobachten. Wir machen dort eine kleine Pause und stürzen uns dann ins Offroad Abenteuer Richterveld.
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Die rund 70 km bewältigen wir in 5 Stunden. Die Strecke ist sehr anspruchsvoll und der Akkedis Pass ist eine echte Herausforderung. Hier heißt es für den Beifahrer aussteigen, dirigieren und ab und zu auch mal Steine schichten. Danach geht es durch ein sandiges Flußbett weiter Richtung Tatasberg Camp. Das letzte Stück wieder hinunter zum Oranje River hat es noch mal in sich. Ist der Oranje erreicht, geht es nochmal 3 km am Fluß entlang, teilweise durch Tiefsand. Bei einem kurzen Stop begegnet uns unser erster Skorpion. Das Camp liegt malerisch direkt am Oranje, umgeben von Bergen und besteht nur aus 4 Hütten. Am anderen Flußufer ist Namibia. Einfach traumhaft schön. Wir erkunden noch ein bißchen zu Fuß die Umgebung bevor es dunkel wird und beobachten den Camp Assistant wie er sich sein Abendessen aus dem Oranje River angelt. Am Abend gibt es Boerewors vom Grill. In der Nacht ist es empfindlich kalt und wir sind sehr froh über die warmen Decken.

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Gruß Karin Tourists bring back souvenirs ... travellers bring back stories
zuletzt bearbeitet 20. Jan. 2009
173 Beiträge · seit 200703. Nov. 2008 · #2
tönt spannend...wann geht es weiter? Bin auch am überlegen den Richtervield in unsre nächste Planung zu nehmen.....B)
Themenstarter181 Beiträge · seit 200803. Nov. 2008 · #3
Hallo Guagu,

ich schreibe fleißig weiter und poste den nächsten Teil sobald er fertig ist.

Gruß
Karin
Gruß Karin Tourists bring back souvenirs ... travellers bring back stories
Themenstarter181 Beiträge · seit 200803. Nov. 2008 · #4
Tag 6:
Am Morgen erkunden wir noch etwas die Umgebung und genießen den Anblick des Oranje Rivers bei einem ausgiebigen Frühstück auf unsere Terrasse mit Oranje Blick, bevor es wieder zurück in die Berge geht. Wir fahren heute auf einer alternativen Strecke über Hellskloof zurück zum Sendelingsdrift Camp. Die Fahrt ist wieder abenteuerlich und die Landschaft atemberaubend. Wir machen einige Pausen an den schönsten Stellen und kommen am späten Nachmittag wieder in Sendelingsdrift an. Hier beziehen wir unseren vorgebuchten Bungalow und genießen die Annehmlichkeiten einer zur Heizung umfunktionierten Klimaanlage. Auch heute Nacht ist es noch empfindlich kalt.

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Tag 7:
Heute morgen geht es über den Oranje nach Namibia.

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Nach sehr kurzen Formalitäten auf der südafrikanischen Seite fahren wir unseren Double Cap auf die kleine Fähre und setzen nach Namibia über. Jetzt noch die namibischen Einreiseformalitäten erledigen und dann geht es durch das Gamchab Tal am Oranje River entlang über unser erstes echtes D Pad zum Fish River Canyon.

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Hier spüren wir zum ersten Mal die enorme Weite und die Stille Namibias. Wir picknicken unterwegs und erfreuen uns an der Stille, kein Auto weit und breit, kein Flugzeug, kein Lärm, einfach nur Stille.

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Am frühen Nachmittag erreichen wir die Canyon Lodge. Wir haben ein Zimmer im Canyon Mountain Camp vorgebucht, welches ca. 6 km vom Haupthaus entfernt liegt. Wir machen einen kleinen Spaziergang auf dem wunderschönen Gelände der Lodge. Danach geht es zum Fish River Canyon. Wirklich beeindruckend! Wir schauen uns den Sonnenuntergang am Canyon an und fahren zurück zur Lodge zum Abendessen. Den Abend verbringen wir in der gemütlichen Bar, bevor wir dann bei völliger Dunkelheit die 6 km zu unserem Camp rausfahren.

Tag 8:
Die ersten Sonnenstrahlen wecken uns und wir machen uns auf zu einem Morgenspaziergang durch die Bergsavannenlandschaft der Lodge. Danach gehts zum ausgiebigen Frühstück in die Lodge. Heute erkunden wir den Fish River Canyon zu Fuß. Die Wanderung führt uns am Rand entlang mit atemberaubenden Ausblicken. Für den Nachmittag haben wir einen Ausritt auf dem Gelände der Lodge eingeplant. Wir reiten auf einen Hügel, von dem wir einen herrlichen Rundumblick haben. Der Abstieg zu Pferd ist dann doch recht abenteuerlich, Off Road auf vier Beinen. In der Lodge gibt es heute abend ein traditionelles Braai. Das Feuer brennt schon und wir genießen den Sundowner auf der Terrasse. Den Abend beschließen wir wieder in der gemütlichen Bar.

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Tag 9:
Nach einem ausgiebigen Frühstück in der Lodge geht es heute weiter nach Ketmanhoop. Dort wollen wir unsere Vorräte nochmal auffüllen und uns das Road Permit holen, welchen wir am Grenzübergang nicht bekommen konnten. Wir fahren über eine wirklich sehr guten Pad vorbei am Nautedam und biegen dann auf die Hauptstraße nach Ketmanshoop ein. Unsere erste Anlaufstelle schickt uns weiter zur Roads Authority, aber auch dort können wir kein Permit bekommen. Keiner weiß hier wirklich Bescheid, also lassen wir es schließlich und riskieren die Weiterfahrt ohne Permit. Wir kaufen im Supermarkt ein und als wir mit den Einkäufen zum Auto zurückkommen, ist es von einer Gruppe Kindern völlig gewaschen worden. Wir verteilen unser Kleingeld und versuchen in dem ganzen Gedränge ins Auto einzusteigen, ohne das etwas von unseren Sachen verschwindet. Wir suchen uns eine ruhige Stelle um unsere Einkäufe einzuräumen und weiter gehts nach Aus. Über ein endloses langes Asphaltband geht es durch Steppengraslandschaft nach Klein-Aus Vista. Am späten Nachmittag erreichen wir die 1400 m hoch gelegene Lodge am Rande der Namib Wüste. Für heute haben wir ein Zimmer im Desert Horse Inn. Für den nächsten Tag können wir noch eine Übernachtung im Eagles Nest bekommen. Nach einem kleinen Sundowner Walk und einem Drink auf der Terrasse des Haupthauses gibt es noch ein leckeres Abendessen.

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Tag 10:
Nach einem Frühstück im Haupthaus der Lodge fahren wir nochmal kurz ein Stück des Weges zurück, den wir gekommen sind um die grandiose Landschaft zu genießen. Roter Boden, gelbes Gras und blauer Himmel soweit das Auge reicht. Einfach schön. Nach einer kurzen Stippvisite in Gariep am Wasserloch der Wildpferde machen wir uns auf zum Eagles Nest. Wir beziehen unseren Bungalow „The Wall“ und genießen bei einem Mittagspicknick den grandiosen Ausblick. Danach geht's auf zum Mountain Walk. Der Weg führt durch die Geisterschlucht hinauf auf einen Berg hoch über dem Eagles Nest, von dem man einen herrlichen Blick auf die Namib Wüste und die nähere Umgebung hat.

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Wir genießen den Sundowner auf unserer Terasse. Am Abend gibt es nochmal ein echtes Braai. Als es kalt wird ziehen wir uns in den gemütlichen Bungalow zurück und zünden ein Feuer im Kamin an. Nachts hören wir lautes Getrappel auf dem Dach über uns. Es sind die Mäuse die die Felsen bewohnen und nachts aktiv werden.
Gruß Karin Tourists bring back souvenirs ... travellers bring back stories
zuletzt bearbeitet 20. Jan. 2009
Themenstarter181 Beiträge · seit 200803. Nov. 2008 · #5
Tag 11:
Am Morgen gehen wir noch ein Stück den Eagle Trail entlang und frühstücken im Bungalow mit herrlicher Aussicht aus dem Fenster. Heute geht es nach Sesriem. Wir haben uns die für die D707 durch den Naturpark Tirasberge entschieden. Das Pad ist recht bescheiden, aber die Landschaft dafür grandios. Überall schimmert der rote Sand auf den Dünen, Oryxe weiden am Rand. Wir fahren entlang des Namib Rand Reserve. Am Nachmittag erreichen wir den Sesriem Campground. Wir melden uns an, bezahlen das Permit und bekommen unseren Campground zugewiesen. Ein wunderschöner Platz rundum mit einem kleinen Mäuerchen abgetrennt unter einem riesigen Kameldorn Baum. Dies wird unsere erste Nacht im Dachzelt werden. Wir entschließen uns noch ein bißchen in den Park hineinzufahren. Wir besteigen die Elim Düne und bewundern das Farbenspiel am späten Nachmittag. Danach geht es zurück zum Campground. Wir bauen zum ersten Mal unser Dachzelt auf. Alles klappt wie am Schnürchen und wir machen schnell ein Feuer, da es doch schon beträchtlich abkühlt. Nach dem selbstgekochten Abendessen machen wir noch einen Rundgang durch das Camp und stoßen auf die „Bar“. Wir trinken zum Abschluß des Abend noch 2 Amarula aus Plastikfläschen vor der Bar und gehen dann zurück zu unserem Campground und klettern in unser Dachzelt.

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Tag 12:
Die Nacht war recht kalt, zumal wir den Fehler gemacht haben nur die Decke und nicht die Schlafsäcke zu benutzen. Aber das wissen wir ja jetzt fürs nächste Mal. Wir hatten uns entschlossen später am Morgen zur Sossusvlei zu fahren und so betrachten wir erstaunt die Schlange am Tor, die man von unserem Campground sehen kann. Wir machen gemütlich Frühstück und lassen uns von der Sonne wärmen. Dann packen wir gemütlich zusammen und machen uns auf zum Sossusvlei. Als wir in den Park einfahren, kommen uns die morgendlichen Besucher bereits schon wieder entgegen. Wir halten an der Düne 45 und klettern natürlich hinauf. Der Ausblick ist einmalig. Weiter gehts zum Sossusvlei. Wir passieren den 2x4 Parkplatz und arbeiten uns durch den tiefen Sand bis zum Dead Vlei Parkplatz vor. Dort angekommen wandern wir zum Dead Vlei. Es bietet sich ein wirklich einmaliges Bild inmitten der roten Dünen. Wieder zurück am Parkplatz legen wir noch das letzte Stück bis zum Sossusvlei Parkplatz mit dem Wagen zurück. Zuerst bietet sich ein relativ unspektakuläres Bild, bis wir dann auf die Düne hinaufgestiegen sind. Von oben erkennt man ganz deutlich das Flußbett.

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Wir bleiben ein bißchen auf der Düne und genießen den Ausblick in die rote Namiblandschaft.
Am Nachmittag fahren wir weiter zum Namib Naukluft Park. Das Camp liegt inmitten von grasbewachsenen Bergrücken in einer grandiosen Landschaft. Wir melden uns im Office an und fahren dann zu unserem Campground. Er liegt in einer Schlucht an einem (zur Zeit ausgetrockneten) Fluß. Hier gibt es weder Strom noch warmes Wasser, nur grandiose Landschaft. Wir erkunden noch ein bißchen zu Fuß die Gegend und machen uns dann daran das Abendessen zuzubereiten. Um uns herum brüllen die Affen in den Bergen. Wir sitzen noch lange am Feuer, bevor wir in unser Dachzelt klettern.

Tag 13:
Diesmal haben wir die Schlafsäcke mit ins Zelt genommen. Als wir aufstehen ist es bitterkalt und in das Tal scheint noch keine Sonne. Also packen wir kurzerhand unsere Sachen zusammen und fahren an einen Platz in der Sonne zum frühstücken. Dort ist es herrlich warm. Wir stoppen kurz beim Office um die Beschreibung des Olive Trails abzuholen. Dann geht es ab zum Trail Parkplatz. Wir packen unsere Rucksäcke und auf gehts.

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Zuerst geht es steil nach oben über einen kleinen Kamm. Von dort hat man eine fantastische Aussicht auf das Namib Naukluft Reserve. Soweit das Auge reicht nur Berge und Himmel.

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Wir wandern auf dem Plateau entlang und dann beginnt der Abstieg in die Schlucht. Wir klettern durch das steinige Flußbett, über Felsbrocken, die den Weg versperren und kommen schließlich an den gefürchteten Chains an. Es handelt sich um Ketten die rechts und links am Felsen befestigt sind. An diesen muß man sich entlang hangeln, unter einem ein Felspool mit nicht sehr einladendem brackigen Wasser. Es ist nicht ganz einfach, aber wir schaffen es dann doch und weiter gehts hinunter ins Tal den Flußlauf entlang bis zum Parkplatz. Nach einer kleinen Stärkung entscheiden wir uns nach Solitaire weiterzufahren. Hier stoppen wir kurz und essen den legendären Apfelkuchen. Wir haben noch kein Ziel für heute abend, also nehmen wir unseren Campingführer (von Thomas Richter, sehr zu empfehlen) zur Hand. Wir entscheiden uns für das Camp Gecko ganz in der Nähe. Der Hilltop Campground der Farm ist einfach einmalig. Wir sind ganz alleine und bekommen von Heidi, der Besitzerin, noch frisch geschlachtete und von ihr wunderbar eingelegte Kudu Steaks. Was will man mehr. Der Ausblick auf die Steppe ist einfach grandios. Wir genießen den Sonnenuntergang und grillen die Kudu Steaks. Auch hier sitzen wir noch lange bei einem Amarula am Feuer und lauschen dem Heulen der Schakale bevor wir ins Dachzelt klettern.

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Gruß Karin Tourists bring back souvenirs ... travellers bring back stories
zuletzt bearbeitet 20. Jan. 2009
Themenstarter181 Beiträge · seit 200803. Nov. 2008 · #6
Tag 14:
Nach einem Frühstück mit herrlichen Ausblick und dem Versuch mit dem Donkey das Duschwasser anzuheizen (nur lauwarm), geht es weiter Richtung Swakopmund. Am Straßenrand sehen wir schon von weiten einen PKW stehen. Die Insassen winken uns anzuhalten. Es stellt sich heraus, daß es ein deutsches Ehepaar ist, das mit seinem Polo ins Schleudern geraten ist und nun im Sand feststeckt. Wir packen kurzerhand unsere Schaufel aus und schaufeln die Reifen frei. Ein erster Versuch mit Anschieben schlägt fehl. Der Wagen gräbt sich wieder ein. Also nochmal schaufeln und dann müssen unsere Fußmatten her. Unter die Vorderräder gelegt und dann nochmal kräftig schieben und gasgeben. Und siehe da, der Wagen bewegt sich und schafft es wieder auf die Straße zurück.
Weiter gehts in Richtung Swakokmund. Vorbei am Wendekreis des Steinbocks ins Kuiseb Gebirge. Wir machen einen kurzen Abstecher zum Kuiseb Canyon und weiter gehts nach Walvis Bay. Die Landschaft wird zur Wüste.

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Auf einmal sehen wir Sanddünen, einen Kreisverkehr und eine Teerstraße. Wir sind tatsächlich am Meer angekommen. Am Meer entlang geht es nach Swakopmund. Hier haben wir von unterwegs im The Stills reserviert. Es sind wunderschöne Pfahlbauten am Rande von Swakopmund. Es ist kalt aber sonnig und wir packen erstmal unsere gesamte Wäsche zusammen und bringen sie zur Laundry. Wir erkunden ein bißchen die Stadt und trinken einen Kaffee an der Strandpromenade. Hier reservieren wir auch gleich einen Tisch für heute abend. Nach dem Abendessen sitzen wir noch lange in der Sitzecke unserer Unterkunft und planen die weitere Reise.

Tag 15:
Es ist ein nebliger Morgen. Wir frühstücken in unserer Unterkunft und gehen dann zu Fuß in die Stadt. Es wird schnell warm. Wir schauen uns ein bißchen um und klettern auf den Turm des Woermann Hauses, von dem man einen schönen Blick über Swakopmund hat. Als wir einkaufen wollen, merken wir, daß unser Kühlschrank innen warm ist. Also schnell die Hotline des Vermieters angerufen und nach 15 Minuten ist ein Mechaniker zur Stelle. Wir folgen ihm zu seiner Werkstatt in den Außenbezirken. Die Sicherung ist defekt, er hat aber keine vorrätig und heute ist Sonntag. Wir haben Glück das wir sowieso bis morgen bleiben, so können wir uns die Sicherung am nächsten Morgen abholen. Der Kühlschrank wird erstmal provisorisch repariert, damit wir einkaufen können. Außerdem wird noch eine Schraube am vorderen Kotflügel festgezogen. Wir fahren zurück in die Stadt und machen eine Rieseneinkauf im Pick’n’Pay. Nachdem das Auto gepackt ist und wir auch unsere Wäsche abgeholt haben, machen wir einen Spaziergang in den Wohngebieten. Es ist jetzt wolkig, sehr windig und kalt. Wir ziehen uns zurück in unseren gemütlichen Bungalow und fahren dann zum Abendessen zum The Tug. Das Restaurant ist ein umgebautes Schiff, die Bar befindet sich auf der Kommandobrücke. Hier beschließen wir den Abend bei einem gemütlichen Essen.

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Tag 16:
Am Morgen fahren wir zur Werkstatt und holen unsere Sicherung ab. Die Schraube am Kotflügel hat sich wieder gelöst und er klappert weiterhin vor sich hin. Sie wird nochmal richtig festgezogen und hält tatsächlich für den Rest der Reise. Jetzt geht es weiter zur Spitzkoppe. Über Swakopmund halten sich weiter die Wolken, wir fahren auf das Ende der Wolkendecke zu und haben plötzlich wieder blauen Himmel. Nach 80 km Teerstraße endlich wieder Pad fahren. Die Spitzkoppe taucht in der Ferne auf. Ein Damaradorf ist dem Restcamp vorgelagert. Wir melden uns an und machen uns dann auf die Suche nach dem idealen Campground. Bald haben wir ihn gefunden, mit Blick auf die Spitzkoppe natürlich. Der Campground hat ein eigenes Plumpsklo, es ist aber eher nicht zu empfehlen. Wir richten uns erstmal ein und genehmigen uns einen kleinen Imbiss.

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Wir packen erneut die Rucksäcke und machen uns zu Fuß auf zum Bushmans Paradise. Es sind ca. 4 km bis dorthin, vorausgesetzt man biegt nicht zu früh ab. Wir finden uns plötzlich ganz woanders wieder und müssen uns unseren eigenen Weg zum Aufstieg suchen. Ímmer an der Bergflanke entlang. Dort angekommen bemerken wir, daß wir uns schon oberhalb der Ketten befinden. Auch gut. Also weiter hinauf zum Bushmans Paradise. Wir verschnaufen zwischen den Felsen und schauen hinunter auf das fruchtbare Hochplateau. Dann machen wir uns auf den Rückweg zum Campground. Es ist warm und windstill und wir suchen uns mit unseren Campingstühlen, dem Reiseführer und der Flasche Amarula einen schönen Platz für den Sundowner. Was will man mehr !! Am Abend gibt es natürlich ein Braai. Wir sind ganz alleine, niemand weit und breit. Ein wahnsinniges Gefühl.

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Tag 17:
Nach einem ausgiebigen Frühstück und einem kurzen Spaziergang geht es weiter Richtung Brandberg. Wir stoppen kurz in Uis am Supermarkt. Wir fahren um den Brandberg herum und nehmen die Abfahrt nach Twyvelfontein. Die Strecke durch das Aba Huab Tal ist wunderschön.

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Ein kurzer Abstecher zu den Felsgravuren. Dann geht es wieder zurück Richtung Vingerklip Lodge. Wir haben dort heute morgen noch telefonisch das letzte freie Zimmer reserviert. Wir nehmen den Pad bis Khorixas und weiter auf der Teerstraße bis zur Abfahrt zur Vingerklip Lodge. Die Fahrt zur Lodge ist wirklich malerisch. Ein weites Tal mit unwirklichen Felsformationen, einfach wunderschön. Wir beziehen unseren Bungalow auf der Lodge. Von unserer Terasse kann man direkt auf das Wasserloch sehen. Wir spannen ein bißchen aus und begeben uns zum Abendessen ins Haupthaus. Plötzlich Aufregung draußen vor der Lodge. Eine Schlange hat sich auf das Gelände der Lodge verirrt. Vorsichthalber holt schon mal jemand das Gewehr. Die Schlange wird nach einiger Zeit abtransportiert. Sie ist nicht gerade klein. Wir essen derweil zu Abend und beobachten dabei das Treiben vor der Lodge. Wir lassen den Abend in der Bar ausklingen. In unserem Bungalow angekommen, haben wir es noch mit einem wirklich großen und ekligen Exemplar von Spinne zu tun. Gut daß es Doom gibt.

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Tag 18:
Wir stehen früh auf und beobachten von unserer Terasse aus die Tiere am Wasserloch. Nach dem Frühstück wandern wir zur Vingerklip. Von dort hat man einen fantastischen Ausblick auf das Tal und die Ugap Terassen. Am späten Vormittag geht es weiter Richtung Waterberg. Wir stoppen in Outjo und lassen unsere Gasflasche auffüllen. In Otjiwarango wird nochmal getankt. Am Waterberg NP angekommen buchen wir gleich einen Gamedrive für den nächsten Morgen. Um 6:15 Uhr müssen wir am Camp sein. Unser Nachtlager schlagen wir in der Waterberg Wilderness Lodge auf.

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Der Campground ist einfach einmalig schön. Leider konnten wir den Swimmingpool nicht benutzen, da sich hier hunderte von Bienen tummelten. Also beschließen wir unter den Plateaurand zu wandern, von wo aus wir eine schöne Weitsicht haben.

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Als wir zurückkommen ist der Donkey bereits angeheizt und wir genießen eine heiße Dusche. Es bleibt jetzt auch abends warm und so sitzen wir nach dem abendlichen Braai noch lange draußen. Morgen früh heißt es um 5 Uhr austehen, damit wir rechtzeitig zum Gamedrive im Waterberg Camp sind.

Tag 19:
Es ist stockdunkel. Wir packen das Dachzelt zusammen. Alles andere hatten wir schon gestern abend gepackt. Die Wachen am Tor schlafen noch und es dauert eine Weile bis sie das Tor öffnen. Die Wache am Waterberg Camp fragt uns sogar wie spät es denn ist und läßt uns nach der Erklärung das wir zum Gamedrive wollen dann doch hinein. Wir sind zu sechst in einem Wagen zusammen mit unserem Führer Paulus. Die Fahrt zum Eingang des Parks ist mörderisch. Es ist bitterkalt, besonders bei schneller Fahrt. Wir fahren rauf aufs Plateau. Die Sonne will nicht so richtig hinter den Wolken hervorkommen. Es sind noch wenig Tiere zu sehen, aber das macht nichts. Unser Guide Paulus ist einfach spitze, er lacht am liebsten über seine eigenen Witze, erzählt aber auch eine Menge Wissenwertes. Wir stoppen in einem Hide und genießen unser Frühstückspaket (Ei, Hühnchenbrust, Käsesandwich, Obst und Kaffee). Danach geht es weiter durch den NP. Wir sehen Nashörner aus der Entfernung, Giraffen und einige Antilopenarten u.a. auch Dik-Diks. Zurück im Waterberg Restcamp genehmigen wir uns einen Kaffee auf der Restaurantterrasse und planen unsere Weiterfahrt. Wir entschließen uns nicht zum Etosha durchzufahren sondern in Tsumeb Station zu machen. Durch Farmland mit allerlei verschlossenen Toren fahren wir nach Tsumeb, einem blühenden, recht schönem Städtchen. Im dortigen Minenhotel wollen wir aber dann doch nicht bleiben und suchen uns eine Lodge etwas außerhalb. Auf der Uris Lodge können wir nochmal so richtig entspannen, bevor es 3 Tage in den Etosha geht.

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Tag 20:
Heute geht es Richtung Etosha NP. Wir fahren durch das Von Lindequist Gate zum Namutomi Camp. Dort haben wir einen Campground vorgebucht. Der Campground ist sehr schön und man kann sich seinen Stellplatz selbst aussuchen. Eine kurze Rast und dann geht es auf den ersten Game Drive. Es sind eine Menge Tiere zu sehen und wir fahren von Wasserloch zu Wasserloch. Plötzlich taucht ein Leopard an einem Wasserloch auf. Er marschiert einfach durch die dort wartenden Tiere. Die Spingböcke und Impalas „schnattern“ ganz aufgeregt während der Leopard trinkt. Danach verschwindet er wieder dahin von wo er gekommen ist. Ein wirklich majestätischer Anblick.

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In letzter Minute kehren wir wieder zum Camp zurück. Schnell das Dachzelt aufstellen und dann gibt es Abendessen. Während wir Essen hören wir die Löwen brüllen, sie sind wohl am Wasserloch. Nach dem Essen machen wir noch einen Rundgang durch das Camp und zum Wasserloch. Die Löwen verschwinden gerade. Später sehen wir noch einen kleinen Elefanten, der ganz nahe ans Camp gekommen ist. Wir sitzen noch gemütlich am Feuer, es ist jetzt nachts angenehm warm.
Gruß Karin Tourists bring back souvenirs ... travellers bring back stories
zuletzt bearbeitet 20. Jan. 2009
Themenstarter181 Beiträge · seit 200804. Nov. 2008 · #7
Tag 21:
Früh aufstehen, eine Tasse Kaffee und dann auf zum Game Drive. Am ersten Wasserloch, Klein Okevi, treffen wir auf eine Löwenfamilie.

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Es sind insgesamt 3 Löwenbabys und 6 erwachsene Löwen und Löwinnen. Wir sind ganz alleine und genießen ausgiebig den Anblick der Löwenfamilie. Ein erhebendes Gefühl. Weiter gehts zum nächsten Wasserloch. Dort sehen wir 2 Elands und 2 weitere Löwen. Nach einer kleine Rundfahrt über die Fisher Pan, kehren wir zum Frühstück ins Camp zurück. Hier ist es jetzt ganz ruhig. Nach dem Frühstück packen wir zusammen und fahren weiter Richtung Halali. Auch hier haben wir einen Campground vorgebucht. Es wird immer heißer. Am frühen Nachmittag kommen wir in Halali an. Wir checken kurz ein und dann geht es auch schon weiter. Die Wasserlöcher in diesem Teil des Parks liegen weiter auseinander als in der Gegend um Namutomi.

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Gegen Abend kehren wir ins Camp zurück. Erstmal den Staub abwaschen unter der heißen Dusche und was zu essen. Danach geht es noch ans Wasserloch des Camps. Hier sehen wir unsere ersten 3 Nashörner. Später kommt auch noch eine Hyäne vorbei.

Tag 22:
Es geht wieder früh raus heute. Wir kommen zu einem Wasserloch an dem eine einzelne Hyäne trinkt und nicht weit davon entfernt streift wieder ein Leopard durch den Mopane Wald. Er klettert auf einen Baum und ist kaum mehr zu entdecken.

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Wir fahren zum Etosha Lookout Point und wagen es dort auszusteigen und kurz zu frühstücken. Obwohl wir meilenweit in alle Richtungen sehen können, bleibt das mulmige Gefühl. Heute geht es weiter nach Okaukuejo. Wir haben am Morgen an der Rezeption von Halali einen Campground reserviert und noch einen der letzten Plätze bekommen. Auf dem Weg sehen wir an den Wasserlöchern 3 Löwen, die faul auf und übereinander liegen. Auch ein verliebtes Löwenpaar können wir in Aktion beobachten.

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Wir machen eine kurze Mittagspause am Picknick Spot Olifantsbad und beobachten am Wasserloch eine Menge Elefanten und ein einzelnes Black Rhino. Die Landschaft wird immer arider. Am Nachmittag erreichen wir Okaukuejo. Das Camp ist sehr schön angelegt, die Campgrounds .... na ja. Wir machen einen kurzen Stop auf der Terasse des Restaurants und dann geht es auch schon weiter. Wir fahren hinaus Richtung Salzpfanne und beobachten den wunderschönen Sonnenuntergang. Zurück im Camp schauen wir kurz am Wasserloch vorbei. Es sind eine Menge Giraffen dort und 2 Elefanten, die sich völlig einstauben. Wir machen erstmal ein schönes Braai und nehmen dann noch einen Amarula an der Bar im Camp. Danach gehen wir nochmal zum Wasserloch. Es sind eine Menge Nashörner dort. 2 davon kämpfen andauernd miteinander. Ein einzelner Löwe kommt zum Trinken und eine Menge Schakale tummeln sich dort ... und nicht nur dort, sondern auch im ganzen Camp.

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Tag 23:
Wir genehmigen uns einen Kaffee auf der Terasse des Restaurants und fahren dann nochmal in aller Ruhe zu den Wasserlöchern.

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Wir haben beschlossen heute weiter zur Hobatere Lodge zu fahren. Wir verlassen den Park durch das Andersen Gate. In Kamanjab machen wir einen kurzen Stop um Bargeld zu holen und im Supermarkt einzukaufen. Auch Tanken müssen wir noch. Danach fahren wir gemütlich weiter zu Hobatere Lodge. Wir haben heute morgen telefonisch reserviert. Die Zufahrt zur Lodge ist allein schon ein Erlebnis. Das Eigentümerpaar Steve und Louise begrüßt uns herzlich vor dem Haupthaus. Wir fühlen uns hier von Anfang an sehr wohl. Wir beziehen unseren Bungalow und dann heißt es erstmal ab in den Pool. Nach 3 Tagen staubig heißem Etosha und einer Menge Campen ist das eine Wohltat. Danach entspannen wir auf dem herrlichen Gelände der Lodge. Das Abendessen wird auf der Terasse serviert, das Buffet ist einfach köstlich. Wir sitzen noch bis 23 Uhr in der Lodge, dann geht hier das Licht aus. Wir machen uns auf zu unserem Bungalow und setzen uns noch ein bißchen auf unsere Terrasse. Da uns Steve erzählt hat, daß die Löwen nachts durch das Camp streifen, bleiben wir jedoch nicht allzu lange dort draußen. Und das ist auch gut so, denn am nächsten Morgen können wir die Löwenspuren vor unserem Bungalow im Sand sehen.

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Tag 24:
Wir frühstücken wieder auf der Terasse der Lodge und beratschlagen, wo wir als nächstes hinfahren. Steve und Louise sind sehr hilfsbereit und so entscheiden wir uns für die Kunene River Lodge als nächstes Ziel. Steve gibt uns noch ein paar Tips für den Weg und dann geht es auf nach Opuwo. Hier machen wir nochmal einen kurzen Stop im Supermarkt um frisches Brot zu kaufen und zu tanken. Die Straßen sind voller Menschen, Himba, Herero, einfach jeder scheint hier unterwegs zu sein.

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Jetzt geht es wieder aufs Pad Richtung Kunene River. Die Landschaft ist einfach wunderschön. Am Nachmittag erreichen wir den Aussichtspunkt hoch über dem Kunene mit dem Dorstland Trekker Gedenkstein. Auf der Zufahrt zum Camp ist mal wieder große Bodenfreiheit gefragt. Die Kunene River Lodge liegt malerisch direkt am Kunene River und hat ein großes hölzernes Sonnendeck direkt über dem Fluss. Zwischen Palmen und Bananenstauden bauen wir unser Dachzelt auf. Ein kurzer Sprung in den Pool, ein kleiner Imbiß und dann geht es auf zur Sundowner Fahrt auf dem Kunene. Wir haben Glück, denn der Kunene führt im Moment genug Wasser. Die Schleuse an den Ruacana Falls wurde aber bereits wieder geschlossen, sodaß der Wasserstand bald wieder sinkt. Wir fahren erst ein Stück flußaufwärts und lassen uns dann wieder zurücktreiben. Die Abendstimmung am Fluß ist einfach unbeschreiblich. Wieder zurück genießen wir den Abend auf dem Sonnendeck. Um 22 Uhr gehen die Lichter aus. Wir sitzen noch lange am Feuer und lauschen.

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Tag 25:
Ein früher Morgenkaffee auf der Terrasse über dem Kunene River. Wir besprechen mit Pete, unserem Führer von gestern abend, die weitere Strecke. Er gibt uns viele Tips und wir beschließen heute zu den Epupa Falls weiterzufahren, da es im Moment noch genug Wasser im Fluß gibt. Auf dem Weg nach Norden kommen wir auch an der Abfahrt Richtung Van Zeyls Pass vorbei. Wir beschließen hier einfach abzufahren und ein kleines Stück der Strecke zu erkunden um nochmal richtiges Offroad Feeling zu bekommen. Es geht auch gleich durch unwegsames Gelände und wir fühlen uns wieder wie im Richtersveld. Wir machen eine kleine Pause inmitten der Einsamkeit und kehren danach wieder auf die Hauptstrecke zurück. Am Nachmittag erreichen wir die Epupa Falls und ergattern noch einen wunderschönen Campground direkt am Fluß auf der Omarunga Lodge. Wir genießen eine herrliche Freiluftdusche und machen uns dann auf den Weg zu den Falls. Wir wandern den Weg oberhalb der Falls entlang und es bietet sich ein einmaliges Bild. Man hat einen Blick über die gesamten Falls und auf das andere Flußufer (Angola !). Riesige Affenbrotbäume wachsen aus den Felsen. Wir wandern bis zu einem sandigen Uferstück und machen eine kleine Pause mit Blick auf den Fluß. Nach dem Abendessen genehmigen wir uns noch einen Amarula an der Bar. Es ist zum ersten Mal seit Tagen sehr windig und so klettern wir in unser warmes Dachzelt.

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Tag 26:
Der Wind hat nachgelassen. Wir frühstücken am Fluß. Zum ersten Mal wird uns bewußt, daß es ja jetzt wieder zurück geht. Zum ersten Mal auf unserer Reise fahren wir wieder nach Süden.

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Wir fahren zurück nach Opuwo und von dort aus Richtung Sesfontein. Wir wollen heute abend in der Palmwag Lodge übernachten. Wir nehmen die C43, eine malerische Strecke mit vielen Kurven, Senken und einigen Paßstraßen, die mitunter sehr!! steil sind. Einmal müssen wir sogar in den ersten Gang zurückschalten. Die Fahrt zurück ins Damaraland Richtung Sesfontein ist landschaftlich fantastisch. Langsam tauchen die vielen Tafelberge auf. Wir entscheiden uns für den Campground der Palmwag Lodge, die Zimmer finden wir wirklich nicht sehr schön. Wir buchen aber gleich Abendessen und Frühstück in der Lodge. Da sie nicht voll besetzt ist, ist das ohne weiteres möglich. Den Sundowner genießen wir auf der Terasse der Lodge mit fantastischen Ausblick. Nach dem Abendessen machen wir es uns in Loungebereich der Lodge gemütlich. Ein kleines Feuer auf dem Campground beschließt den Abend. Es sind leider keine Wüsten Elefanten zu sehen.

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Tag 27:
Früh aufstehen und eine warme Dusche am morgen, herrlich. Danach zum Frühstück in die Lodge. Wir wollen heute morgen den Welwitchia Trail gehen. Er führt über das wunderschöne Gelände der Lodge, hinauf auf einen kleinen Hügel von dem man eine gute Rundumsicht hat. Am Weg wachsen viele Welwitchias.

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Am späten Vormittag brechen wir auf, weiter in Richtung Windhoek. Wir beschließen noch eine Nacht im Erongo Gebirge zu verbringen. Unser Weg dorthin führt uns wieder durch das malerische Tal des Aba Huab. Die Weiterfahrt über ein kleines D Pad über Souris Souris ist sehr zu empfehlen. Unberührtes Land, ein kleines Dorf, die Straße ist kaum mehr zu sehen. Es geht am Brandberg entlang hinein ins Erongo Gebirge. Die Lodge, die wir uns ausgesucht haben, wird gerade umgebaut. So beschließen wir zur Nachbar Lodge zu fahren und finden hier noch eine Unterkunft. Am Abend räumen wir schweren Herzens unseren Double Cab auf. Es hat sich so einiges angesammelt in den letzten 4 Wochen. Wir sitzen danach noch lange auf der Terasse der Lodge und schauen in die Sterne.

Tag 28:
Wir frühstücken gemütlich in der Lodge mit herrlichem Blick auf das Erongo Gebirge. Nach dem Frühstück wandern wir auf dem Gebiet der Lodge. Es gibt einen schönen Weg durch das Gelände mit einigen Felszeichnungen, die man entdecken kann. Auch eine Menge Klippenschliefer sind zwischen den Felsen.

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Am Mittag machen wir noch einen kurzen Abstecher zur Ambeib Farm. Wir erkunden das Gebiet um den Elephants Head, für eine längere Wanderung ist es im Moment aber viel zu heiß.

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Wir beschließen nun doc,h noch heute abend nach Windhoek zu fahren und reservieren ein Zimmer im Vondelhof Guesthouse. Es ist eine kleine Oase inmitten von Windhoek. Wir können uns nur sehr schwer an die Rückkehr in die Zivilisation gewöhnen. Am Abend genießen wir noch ein schönes Abendessen im La Marmite, einem orginal afrikanischem Lokal in der City. Sehr zu empfehlen, tolles Essen, schönes Ambiente und fast nur Einheimische.

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Tag 29:
Wir machen noch einen kleinen Spaziergang durch Windhoek und fahren dann zu unserem Vermieter, um den Wagen abzugeben. Unsere restlichen Lebensmittel haben wir im Guesthouse gelassen. Die Rückgabe funktioniert reibungslos und wir werden sofort zum Flughafen gefahren. Ein letztes Mal blicken wir auf die wunderschöne Landschaft Namibias, bevor wir in den Flieger steigen, der uns über Johannisburg nach Frankfurt bringt.


Ich hoffe, euch hat mein Reisebericht gefallen und ich konnte euch ein bißchen an dem teilhaben lassen, was wir erlebt haben. Es war ein fantastischer und beeindruckender Trip.

Wir haben im Vorfeld so viele Reiseberichte gelesen, die uns immer wieder neue Ideen und viele Informationen gegeben haben. Solltet ihr Fragen zu Unterkünften, Enfernungen oder zu was auch immer haben, dann mailt mir doch einfach.

Karin
Gruß Karin Tourists bring back souvenirs ... travellers bring back stories
zuletzt bearbeitet 20. Jan. 2009
Themenstarter181 Beiträge · seit 200806. Nov. 2008 · #8
Hallo Leute,

jetzt gibt es auch Fotos zum Text.

Gruß
Karin
Gruß Karin Tourists bring back souvenirs ... travellers bring back stories
730 Beiträge · seit 200606. Nov. 2008 · #9
Hallo Karin,

vielen Dank für Euren interessanten Reisebericht ... und nun auch mit schönen Fotos. Da habt Ihr es aber schnell geschafft, Eure Erlebnisse ins Forum zu bringen. Wir sind in diesem Jahr auch am Oranje gewesen und waren sehr beeindruckt von der Landschaft.


Viele Grüße
Ina
Unsere Website - Reisen ins südliche Afrika: www.inado.de => SCHWERPUNKT KGALAGADI
Themenstarter181 Beiträge · seit 200807. Nov. 2008 · #10
Hallo Ina,

vielen Dank für dein Feedback !!

Reisebericht schreiben, hilft immer ein bißchen bei der Rückkehr in Alltag.

Gruß
Karin
Gruß Karin Tourists bring back souvenirs ... travellers bring back stories
187 Beiträge · seit 200607. Nov. 2008 · #11
Liebe Karin
Ich habe eben Deinen Reisebricht verschlungen. Super geschrieben! Ich habe richtig Fernweh bekommen. Eigentlich sollte es verboten sein, solche Reiselustmacher-Berichte ins Forum zu stellen. Das hält man ja fast nicht aus.
Aber die Hoffnung stirbt zuletzt: Irgendwann bin auch ich wieder auf Achse und kann dann meine Abenteuer veröffentlichen.
Also nochmals: Vielen Dank und grosses Kompliment für dieses Super-Reisetagebuch.
Lieber Gruss
Kudu
zuletzt bearbeitet 07. Nov. 2008
1'910 Beiträge · seit 200607. Nov. 2008 · #12


Bitte keine Überschriften ändern! Danke
Gruss, der K l a u s Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ...... Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
zuletzt bearbeitet 07. Nov. 2008
4'451 Beiträge · seit 200808. Nov. 2008 · #13
Liebe karin ,
das Stimmt, was KUDU schreibt, ich hoffe nächstes Jahr auch auf viele Löwen.
Lieben gruß
Cécile
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Themenstarter181 Beiträge · seit 200810. Nov. 2008 · #14
@Kudu
vielen Dank für dein Feedback. Was wäre das Leben ohne Fernweh und die Vorfreude auf den nächsten Trip. Ich drücke die Daumen, daß es bald für dich auch so weit ist.

@engelstrompete
Dann drücke ich jetzt schon mal die Daumen.

@naukluft
Hat das einen bestimmten Grund warum man das nicht tun soll?

Gruß
Karin
Gruß Karin Tourists bring back souvenirs ... travellers bring back stories
Themenstarter181 Beiträge · seit 200819. Nov. 2008 · #15
Noch ein kurzer Nachtrag:

falls jemand die Route inklusive Kilometerangaben haben möchte ... erhältlich in Garmin Mapsource für die GPS Namibia Map und T4A South Africa Map oder als Excel Sheet.

Gruß
Karin
Gruß Karin Tourists bring back souvenirs ... travellers bring back stories