heuchefThemenstarter911 Beiträge · seit 200730. Sept. 2008 · #1Hallo Namibia-Freunde,
jetzt sind wir schon 6 Wochen von unserer 4x4 Tour im Juli und August zurück und ich komme erst jetzt dazu, ein paar Erfahrungen weiterzugeben. Ist wirklich schlimm, wenn man nach vier Wochen Afrika wieder vom heimischen Berufsstress vereinnahmt wird 😈 😈.
Diese Woche habe ich etwas Zeit und werde in loser Folge ein paar Infos weitergeben.
Wir - Helgi, Birgit und Florian (13) – sind mit einem Nissan 4x4 mit zwei Dachzelten auf eigene Faust, aber mit ordentlicher Vorbereitung (Karten, Reiseführer, GPS und viele Forum-Infos) in 26 Tagen rd. 3.100 km gefahren. Unsere „Philosophie“ bedeutet, einige Nächte möglichst in der Einsamkeit im Dachzelt und dann mal wieder ein oder zwei Nächte in einer Gästefarm oder auch mal einer etwas luxuriösen Lodge zum Duschen.
Zunächst von unserer ersten Station nach Ankunft in Windhoek, Farm Rooiklip, die besten Wünsche und Grüße von Lore und Frans an alle Fomis !!
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Ihnen geht es gut und uns hat es die zweit Tage dort (es war das erste Mal) super gefallen, wir haben uns selten nett und gut unterhalten, von Frans so manchen guten Tip bekommen, mit Linus, dem Zebra, den Hunden Spotti und ??? (warum fällt mir gerade der Name nicht ein 😊 ) und anderen Tieren viel Spaß gehabt. Frans hat klasse gekocht. Ganz eindeutig: Einer der schönsten und freundlichsten Plätze in Namibia, um sich ein paar Tage zu erholen und die Seele baumeln zu lassen. Wir waren bestimmt nicht das letzte Mal dort.
Unsere nächste Station war, den Gamsberg Pass noch mal hoch, die Gästefarm Namibgreens am oberen Ende des Spreetshoogte Pass. Die Gäste-Unterkünfte in der Farm sind eher etwas einfach und rustikal, der Campingplatz ist sehr schön angelegt, recht weitläufig und kann (Zelte vorhanden) auch ohne eigene Campingausrüstung genutzt werden. Wir waren zunächst die einzigen Gäste, trafen uns dann mit Ralf (Horsewhisperer), der von Nanania rüber gekommen war. Frank, der Farmer, kochte klasse für uns und die anschließende lange Gesprächsrunde (bis 2 Uhr früh) in der Farmküche mit ihm und Ralf überlebte unsere Whiskey-Flasche nicht 🙄 🤩 🤩 😗.
Der Sundowner über dem Spreetshoogte Pass war natürlich fantastisch und die Abfahrt am nächsten Tag sicher spannend, aber ohne Problem.
Weiter ging’ dann in die Namib......(in Kürze mehr)
Grüße an alle
Helgi
heuchefThemenstarter911 Beiträge · seit 200730. Sept. 2008 · #2Fortsetzung:
Von Namibgreens den Spreetshoogte Pass runter, kleiner Abstecher nach Solitaire zum Tanken und Apfelkuchen essen, dann Kuiseb Pass und südlich von der C 14 abgebogen (leicht zu verpassen) in die Namib.
Übernachten bei Mirabib – schöne weit auseinander liegende Plätze rund um den einsam in der Ebene liegenden Felsen. Die meisten Plätze liegen leider so, dass die Sonne sehr früh hinter davorliegenden Felsen verschwindet. Ein weiter Blick über die topfebene Namib und das wogende gelbe Gras.... unvergesslich
Am nächsten Morgen noch ein Abstecher zur verlassenen Gorob – Miene. Man sieht Gebäude-Ruinen, große Löcher im Boden und viele Bohrkerne, an denen man die Bodenschichten nachvolziehen kann.
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Das nächste Ziel war das Camp Homeb am Kuiseb. Von der ebenen Wüstenfläche (übrigens mit einwandfreien Schotter-Pads) ginge es plötzlich bergab ins Flusstal, das man vorher nicht sehen konnte. Beeindruckend die vor uns liegende Abfolge der Schotterwüste Namib, des grünen Flusstals des Kuiseb und der dahinter liegenden roten Sanddünen.
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Homeb war leider nicht so der Geheimtip, wie wir dachten, d. h. wir waren alles andere als alleine dort – aber die einzigen, die den Aufstieg auf die nächste Düne machten (pust, keuch...😊 ) – die Aussicht war Belohnung genug.
Am nächsten Tag entlang des Kuiseb, vorbei an der Forschungsstation Gobabeb, immer auf guter Pad (D1983), bis Walvisbay und Swakopmund.
Fortsetzung folgt......
Grüße an alle
Helgi
Raubkatze62 Beiträge · seit 200701. Okt. 2008 · #3Hallo Helgi,
anfang dieses Jahres schriebst du auf meine Frage zum Thema "Wanderung Mittel-Tinkas", dass ihr ein Hinweisschild gesehen hättet und diese Wanderung bei eurer nächsten Reise machen wolltet. Falls dem so war, wäre ich dir für einen kurzen Bericht darüber dankbar. Wir fliegen nächste Woche nach Namibia.
Herzl. Grüße
Manfred
PEpeter48355 Beiträge · seit 200601. Okt. 2008 · #4Hallo Helgi,
Danke für den informativen Bericht bisher und bitte mach so weiter.
Könntest Du noch etwas zu den Temperaturen sagen, ein Thema das mich immer wieder sehr interessiert.
Viele Grüße
peter
heuchefThemenstarter911 Beiträge · seit 200701. Okt. 2008 · #5Raubkatze schrieb:anfang dieses Jahres schriebst du auf meine Frage zum Thema "Wanderung Mittel-Tinkas", dass ihr ein Hinweisschild gesehen hättet und diese Wanderung bei eurer nächsten Reise machen wolltet. Falls dem so war, wäre ich dir für einen kurzen Bericht darüber dankbar. Wir fliegen nächste Woche nach Namibia.
Hallo Manfred,
wir sind nurdurch die Namib südlich der C14 gefahrenund haben Tinkas und unsern Lieblingsplatz Rock Arch diesmal ausgelassen. Falls Ihr die Wanderung macht, bitte kurzen Bericht...
Viel Spaß bei Eurer Reise
Helgi
heuchefThemenstarter911 Beiträge · seit 200701. Okt. 2008 · #6peter48 schrieb:Könntest Du noch etwas zu den Temperaturen sagen, ein Thema das mich immer wieder sehr interessiert.
Hallo Peter,
kurz vor unserer Abreise bekamen wir noch e-mails von Freunden in Namibia mit etwa dem Inhalt "die dritte Kaltfront hintereinander, es ist schweinekalt, nachts unter dem Gefrierpunkt....".
Als wir am 22.07. mit extra Fleecejacken, Ski-Unterwäsche usw. in Windhoek ankamen, war das vorbei.
Die kälteste Nacht war einmal mit 5 Grad, ansonsten 10 bis 15 Grad, also gut erträglich. Tagsüber immer über 24 Gad bis 30 Grad. Und natürlich vier Wochen keien Wolke...
Natürlich ist es im Hochplateau um Windhoek herum kühler als z. B. in der Namib oder Richtung Epupa Falls.
Grüße
Helgi
heuchefThemenstarter911 Beiträge · seit 200701. Okt. 2008 · #7Fortsetzung:
In Swakopmund mal etwas Luxus:
Swakopmund Hotel, sehr guter Service, schöne (nicht luxuriöse) Zimmer, Pool (im Juli zu kalt...) und ein grandioses Frühstücksbuffet.
Am Nachmittag Wüstentour mit Thommy (Living Dessert Tour). Mit dem Landy quer durch die Dünenlandschaft bis zum Sundowner – tolles Landschaftserlebnis. Das Highlight aber Thommy, der uns alles mögliche Viechzeug und anderes mitten in der Wüste zeigte und erklärte, wie Sanddiving Eidechse, Chamäleon, Sandviper und, und ...
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Wirklich mal ein ganz anderes Wüstenerlebnis und Thommy, der das seit 12 Jahren macht, hat ein unerschöpfliches Wissen und es macht mit ihm richtig Spaß. Bei einem Aufenthalt in Swakop absolut zu empfehlen!!!
Nach dem opulenten Frühstück noch Tanken, Einkaufen und einen kurzen Besuch bei Vera (aus Freiburg), die das nette Kaffee mit Draußensitzplätzen beim Hansa-Hotel führt.
Weiter zur Spizkoppe, wo wir einen sehr schönen Platz mit wunderschönen Blick zum Sonnenuntergang fanden (Camp Site Nr. 9). Leider war einige Plätze weiter eine größere Reisegruppe aus Deutschland, die uns bei deren Nachtwanderung zum Gate und später zurück sehr lautstark und lang anhaltend Deutsches Volksliedergut aus dem Stimmungsmacher-Genre zu Gehör brachte – na ja, wir haben unsere Mordgelüste einigermaßen beherrschen können 😈 und ließen uns die Freude an dieser großartigen Landschaft nur unerheblich vermiesen.
Mehr über diesen Platz zu schreiben, hieße Eulen nach Athen tragen......
Weiter auf der D1930 bis Uis, kurz die C35 nach Süden und dann die D2342, unsere geliebte Strecke Brandberg-West. Dazu später.....
Grüße an alle
Helgi
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Raubkatze62 Beiträge · seit 200701. Okt. 2008 · #8Hallo Manfred,
wir sind nurdurch die Namib südlich der C14 gefahrenund haben Tinkas und unsern Lieblingsplatz Rock Arch diesmal ausgelassen. Falls Ihr die Wanderung macht, bitte kurzen Bericht...
Viel Spaß bei Eurer Reise
Helgi
Hallo Helgi,
danke für die schnelle Antwort. Wir werden selbstverständlich von unserer Wanderung berichten.
Herzl. Grüße
Manfred
heuchefThemenstarter911 Beiträge · seit 200704. Okt. 2008 · #9Fortsetzung:
Brandberg West
Von der C35 auf die D2342 abgebogen erreichen wir bald unseren Übernachtungsplatz vom letzten Jahr, eine große Felsformation auf der linken Seite, die sowohl hinter den Felsen als auch in dem Einschnitt zwischen den Felsen (nur mit 4x4 – Tiefsand) einsame „wilde“ Rastplätze mit schöner Aussicht auf den Brandberg bietet. Es war erst Mittag, viel zu heiß und viel zu viele Fliegen....
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Deshalb nach kurzer Rast weiter und später von der D2342 abbiegend eine der Fahrspuren nach rechts auf den Brandberg zu. Der Einschnitt wird etwas enger und endet letztendlich an einem schönen (wilden) Rastplatz unter einem großen Baum – ein schöner Spätnachmittag mit Sundowner und eine ruhige Nacht schließen sich an.
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Am nächsten Tag zurück auf die D2342, welche wir etwa 60 km nach dem Abzweig von der C14 nach rechts direkt mit Richtung Ugap River verlassen. Eine schmale Fahrspur, aber ohne Probleme.
Als wir den Ugap River erreichen, begegnen wir auch gleich 3 Elefanten, die das Flussbett in westlicher Richtung hinauf wandern. Wir fahren eine Strecke hinterher, bis ich beim Fotografieren aus Versehen auf die Hupe komme: Der große Bulle dreht sich um und bedeutet mit aufgestellten Ohren und erhobenen Rüssel unmissverständlich, dass er das nicht gut findet..... Wir lassen die drei daraufhin allein weiterziehen.
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In östlicher Richtung fahren wir, teilweise in tiefem Sand, teilweise durch niedriges Wasser bis zum Ugap Camp bei der White Lady Lodge. Nach Anmeldung in der Lodge und (nicht nur einer) herrlich kühlen Savanna Dry beziehen wir das Camp nahe unserm Stellplatz vom letzten Jahr.
Das Camp ist sehr weitläufig, die Duschen usw. ok und der Blick auf den Brandberg über das Tal des Ugap ist den Besuch wert. Bei einer kleinen Wanderung Richtung Brandberg nehmen wir diesmal das GPS mit und finden unsere Erfahrung bestätigt, dass es in jener Gegend ohne GPS sehr leicht möglich ist, die Richtung zu verlieren (letztes Jahr sind wir ohne GPS einige Stunden umhergeirrt, bis wir unser Auto wieder fanden..).
Die Strecke am nächsten Tag vom Ugap Camp Richtung Nord (D3254) ist mühselig und langwierig und landschaftlich nicht allzu aufregend, bis wir bei Twyfelfontain die C39 erreichen. Wir hatten kein festes Ziel und entschlossen uns zur Weiterfahrt bis Palmwag, das wir erst gegen 16 Uhr erreichten – aber alles ausgebucht, allenfalls auf dem Parkplatz hätten wir übernachten können.
An der Strasse das Schild zur Mbagodya River Camp Site „in 71 km“. Weiter geht’s und tatsächlich exakt nach 71 km zeigt ein Schild von der C43 rechts ab „in die Landschaft“. Der Weg ist kurvig und zieht sich hin, irgendwann ein Schild „You are on the right way..“ und nach weiteren 10 Minuten Fahrt die einsame und einfache Camp Site, betreut von einem englisch sprechend Mädel aus dem nahen Dorf, die sich rührend um uns kümmert.
Zwei Stellplätze mit Feuerstelle und Steintisch, WC mit Wasserspülung (!) und als Dusche ein abenteuerlicher Donkey in den Bäumen, der auf unsern Wunsch am nächsten Morgen angeheizt war.
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Dies Camp würden wir das nächste Mal wieder besuchen, zumal Palmwag uns nie so richtig begeistern konnte.
Danach ging’s weiter zum Camp Aussicht. Wir waren gespannt, denn über Mario Steiner hatten wir schon viel Gutes gehört.
Fortsetzung folgt...
Grüße an alle
Helgi
Tigermamba463 Beiträge · seit 200701. Nov. 2008 · #10Hallo Helgi,
habe gelesen,dass Ihr vor nicht sehr langer Zeit auf Rooiklip gewesen seid. Kannst Du davon noch etwas mehr berichten und denkst Du,dass es dort auch meiner 10jährigen Tochter gut gefallen könnte!!
Lieben Dank
Heike
heuchefThemenstarter911 Beiträge · seit 200703. Nov. 2008 · #11Hallo FoMis,
ich kam noch immer nicht dazu, den Bericht fortzusetzen. Dabei gibt es insbesondere über unsere sehr "offroadige" Tour durchs Kaokeveld noch einiges zu berichten. Ich geb' mir Mühe, das in Kürze nachzuholen......
Zunachst:
Tigermamba schrieb:
habe gelesen, dass Ihr vor nicht sehr langer Zeit auf Rooiklip gewesen seid. Kannst Du davon noch etwas mehr berichten und denkst Du,dass es dort auch meiner 10jährigen Tochter gut gefallen könnte!!
Hallo Heike,
ich kann Rooiklip wirklich nur empfehlen. Es gibt dort weite, karge, aber eindrucksvolle Landschaft, nur wenig wilde Tiere, aber Ruhe, Erholung, Seele baumeln lassen und viele Erzählungen und Hinweise insbesondere von Frans, der auch der "weiße Bushman" genannt wird. Die Gespräche mit Lore und Frans sind so interessant und freundschaftlich, dass man lange gerne daran zurück denkt und viel über das Land erfährt.
Der Campground ist spektakulär gelegen und gut angelegt. Die Gästezimmer sind eher einfach, aber liebevoll eingerichtet und sehr angenehm. Der Pool (konnten wir im Juli natürlich nicht ausprobieren) ist schön.
Wenn Deine Tochter Tiere mag, wird es ihr sicher gefallen. Florian (13J) hat mit Linus, dem Zebra gespielt und vor allem mit den beiden extrem lieben (und lebhaften) Hunden,
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bekam nette Hinweise von Frans und würde jederzeit wieder dort ein paar Tage verbringen.
Wie gesagt, keine aufregende, vordergründig spektakuläre Sache, aber für den Einstieg in den Urlaub oder dessen Abschluss (natürlich auch zwischendrin) eine erholsames und schönes Ziel.
Grüße
Helgi
Topobär5'479 Beiträge · seit 200919. März 2009 · #12Ich möchte diesen Thread mal wieder in Erinnerung rufen, in der Hoffnung, noch einigen über die Fortsetzung der Reise im Kaokoveld zu lesen.
heuchefThemenstarter911 Beiträge · seit 200719. März 2009 · #13Hallo Freundde,
ich gebe ja zu:
ich hatte sehr viel zu tun in den letzten Monaten und 😊 😊 😊 für dieses Jahr ist nicht Namibia, sondern Vietnam in der Planung 😊 😊 😊 , so dass ich diesen Bericht ziemlich vernachlässigt habe.
Aber versprochen: in Kürze berichte ich insbesondere über unsere Kaokeveld-Etappe, die über ziemlich selten befahrene Routen (kein van Zyls 🙁 ) ging.
Bis dann
Helgi