Hey

9 Antworten · 3'543 Aufrufe · gestartet 06. Sept. 2008 von Hendrik
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Themenstarter3 Beiträge · seit 200806. Sept. 2008 · #1
Hallo,

ich bin neu und aufgrund einer geplanten Transafrikareise auf dieses Forum gestoßen. Da ich wahrscheinlich demnächst einige Zeit in Kapstadt verbringen werde (Famulatur), habe ich mir vorgenommen auf 4 Rädern zurück nach Berlin zu fahren. Dazu habe ich auch gleich einige Fragen parat.

Ich möchte mir in Südafrika ein Auto kaufen und es am besten in Deutschland wieder verkaufen. Aber bekomme ich ein rechtsgelenktes Auto in Dtl. überhaupt los? Wie hoch ist der Einfuhrzoll in die EU? Nach meinen Informationen 10%, stimmt das?
Müsste ich das Geld (mindestens 3000Euro?) für das Carnet de Passage bei der Automobile Association South Afrika hinterlegen oder geht das auch beim ADAC, wenn ich das Auto in Südafrika kaufe? Wie umständlich ist es, das Geld wieder zurückzubekommen? Gibt es die Kaution erst dann wieder, wenn ich im betreffenden Land das Auto wieder verkauft und der Zoll bezahlt ist, oder wie läuft das ab?

Wie mache ich das außerdem mit der erforderlichen Adresse in Südafria, wenn ich dort ein Auto kaufen möchte? Einen festen Wohnsitz werde ich dort wohl nicht haben, sondern eher auf dem Gelände des Tygerberg Hospitals wohnen. Reicht es vielleicht aus, wenn ich einfach diese Adresse angebe oder gibt es eine Möglichkeit das zu umgehen?


Was denkt ihr? Ist ein GPS-System unbedingt erforderlich? Oder reichen ein paar ordentliche Karten?
Wie sicher ist es, allein den Kontinent zu durchqueren? Hat das hier im Forum schon jemand gemacht und entsprechende Erfahrungen gesammelt? Ich habe vor, von Südafrika aus die Route über Namibia, Sambia, Tansania, Kenia, Äthiopien, Sudan und schließlich über Ägypten auf den Eurasischen Kontinent zu wählen.

Das reicht erstmal an Informationsgier. Ich hoffe auf zahlreiche Antworten und darauf, dass diese Fragen nicht schon zich mal beantwortet wurden, ich nur nicht in der Lage war, sie ausfindig zu machen.

Ich freue mich jedenfalls, dieses Forum gefunden zu haben.

Gruß
Hendrik
2'732 Beiträge · seit 200606. Sept. 2008 · #2
Hendrik,

über die meisten Fragen deiner Reise - ob Ost- oder Westroute wird dir im Overland-Forum (klick mich) am Besten geholfen.
Aufgrund der Sicherheitslagen, Alleinreisender würde ich eher zur Ostroute tendieren.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
7'296 Beiträge · seit 200606. Sept. 2008 · #3
Hendrik schrieb:
Was denkt ihr? Ist ein GPS-System unbedingt erforderlich? Oder reichen ein paar ordentliche Karten?
... Reisen durch Afrika wurden unternommen, lange bevor es GPS-Systeme überhaupt gab und damals waren die Bedingungen schwieriger ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
1'715 Beiträge · seit 200606. Sept. 2008 · #4
.. Reisen durch Afrika wurden unternommen, lange bevor es GPS-Systeme überhaupt gab und damals waren die Bedingungen schwieriger ...
Na wenn das eine Begründung ist.
Afrika wurde nicht mit einem Motorfahrzeug erforscht nicht einmal mit dem Bike 😊

Hab es vor 35 Jahren auch ohne GPS und 4x4 geschafft, möchte aber beides nicht mehr missen.

Gruss
Emanuel
http://africanomads.wordpress.com/ www.nelson2africa.blogspot.com https://europenomads.travel.blog/ YouTube Kanal https://bit.ly/3uEEK59
zuletzt bearbeitet 06. Sept. 2008
Themenstarter3 Beiträge · seit 200807. Sept. 2008 · #5
@Andreas: Der Link scheint nicht zu funktionieren.


BikeAfrica schrieb:
Hendrik schrieb:
Was denkt ihr? Ist ein GPS-System unbedingt erforderlich? Oder reichen ein paar ordentliche Karten?
... Reisen durch Afrika wurden unternommen, lange bevor es GPS-Systeme überhaupt gab und damals waren die Bedingungen schwieriger ...

Gruß
Wolfgang
Da ist allerdings was dran 😄


@swisschess: Hey, du warst ungefähr in meinem Alter. Wie lange warst du damals unterwegs? 4x4 ist bei meinem doch recht bescheidenen Budget ebenfalls nicht drin. Hast du die Reise allein oder in der Gruppe gemacht?

Grüße
Hendrik
7'296 Beiträge · seit 200607. Sept. 2008 · #7
swisschees schrieb:
.. Reisen durch Afrika wurden unternommen, lange bevor es GPS-Systeme überhaupt gab und damals waren die Bedingungen schwieriger ...
Na wenn das eine Begründung ist.
... na ja ... ich denke schon ...
Die Frage war, ob GPS unbedingt erforderlich ist.
Da es auch ohne GPS möglich war, Afrika zu durchqueren, muss man davon ausgehen, dass GPS nicht erforderlich ist.
Afrika wurde nicht mit einem Motorfahrzeug erforscht nicht einmal mit dem Bike 😊
... das hat mit der Frage und meiner Antwort eigentlich nichts zu tun.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter3 Beiträge · seit 200808. Sept. 2008 · #8
swisschees schrieb:
Hallo Hendrik

Fast 7 Monate von Kenia bis Algerien mit einem zweiten VW-Bus (Bulli.
Die Strecke wäre heute aber wegen Zaire und Alegerien kaum machbar.

Gruss
Emanuel
Ich habe ca. 5 Monate für nmeine Fahrt eingeplant. Ich hoffe das reicht, sodass ich mir auf dem Weg noch einiges anschauen kann. Wie schnell kommt man denn durchschnittlich auf afrikansichen Straßen voran? (mir ist bewusst, dass das von Land zu Land variiert).

Hast du irdenwelche Tips zur Ausstattung. d.h. Dinge, die sich auf dem Weg als sehr nützlich erwiesen haben, aber nicht zur "Standard-Ausrüstung" gehören?
1'715 Beiträge · seit 200609. Sept. 2008 · #9
Hallo Hendrik
Eine Durchschnittsgeschwindigkeit gibts da unten nicht, den da gibt es alles von Asphaltstrasse über Tiefsand bis Sumpflöcher.
Ich würde wie breits geschrieben ein GPS mit nehmen und mir Tracks4Africa CD für ganz Afrika besorgen. Damit kannst Du schon mal eine Grobeplanung machen.

Nicht zu unterschätzen solltest Du aber, dass fahren unter afrikanischen Verhältnissen Schwerarbeit sein kann und man zwischendurch Erholungstage oder gar Wochen braucht. Ich habe damals meht als 10 Kilo abgenommen.
Zudem wirst Du immer wieder viel Geduld mit den Behörden aufwenden musst. Wer ungehlaten oder gar laut wird hat schon verloren. Beamte sind immer im Recht und am längeren Hebel.

Gruss
Emanuel
http://africanomads.wordpress.com/ www.nelson2africa.blogspot.com https://europenomads.travel.blog/ YouTube Kanal https://bit.ly/3uEEK59
1'287 Beiträge · seit 200609. Sept. 2008 · #10
Sehr geehrter Herr Hendrik,

den schnellsten und noch einigermaßen aktuellen Überblick bekommt man, wenn man sich das Buch
Copeland,M.: Cape to Cairo ISBN 1919938079 Sunbird Publishing 2003 besorgt. Kostet ca. 200 Rand in südafrikanischen Buchhandlungen oder Vorweg über Amazon.uk.
Hier sind die wichtigsten Informationen zu Grenzübertritten, kleine Detailkarten, wo es Tankstellen gibt und wo man sich ernährt drin.

Das wichtigste, was man in Afrika dabei haben sollte, ist ein freier Sitzplatz. Gerade wenn man tolle Fotos machen möchte, lohnt es sich, immer mal jemanden mitzunehmen. So kommt man zu Fotos von Hochzeiten, Kraalen, vom täglichen Leben, man wird zu Viehauktionen mitgenommen oder schaut bei einer Hausschlachtung zu. Kurz: Man erhält einfach viel tiefere Einblicke in die die verschiedenen Kulturen.

Klimatisch und von den Streckenverhältnissen ist am Besten:
Start später Februar und durch Äthiopien bevor Mitte Mai
Alternativ später September bis Mitte Dezember.

Wenn diese Zeiten nicht passen: Viel Glück mit Ihrem PKW.

Streckenempfehlung: Cape Town - Bloemfontein - Johannesburg - Kasane - Lusaka - Kapiri Mposhi - Mbeya - Dar es Salaam - Arusha - Nairobbery - Marsabit - Moyale - Sheshemane - Addis Ababa - Bahir Dar - Metema - Gedarif - Khartoum - Dongola - Wadi Halfa - Aswan - Luxor - Cairo.


Kosten: Im letzten Jahr waren es bei 3 Monaten von Kapstadt nach Kairo für zwei Personen in einem Fahrzeug ca 7.000 US$
( Carnet, Benzin,Impfungen, Lebensmittel, Parkeintrittsgebühren, Fährgebühren, Campingplatzgebühren )

Wenn das Budget nicht drin ist und über Sponsoring nichts abgefedert werden kann: Englischsprachig geführte Overlandtouren kosten ca. 2.200 Euro für 112 Tage

Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle