Welche Route günstig für Juli?

14 Antworten · 4'273 Aufrufe · gestartet 24. Aug. 2008 von sylvia235
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Themenstarter216 Beiträge · seit 200824. Aug. 2008 · #1
Hallo,

ich habe mich kürzlich hier angemeldet und bei meiner Anmeldung schon geschrieben daß wir (2 Erwachsene + Kind dann 8 Jahre) nächstes Jahr im Juli eine ca. 3-wöchige Campingreise durch Namibia planen. Nun hab ich mich hier im Forum ein bißchen durchgelesen und erfahren, daß es im Süden nachts sehr kalt werden kann. Wir dachten erst daran, von Windhoak aus runter zum Fishriver Canyon zu fahren und dann über Sesriem und Sossusvlei hoch nach Svakopmund und Cape Cross und dann über Etoscha zurück nach Windhoek. Nun denken wir dran, auf grund der nächtlichen Kälte den Süden auszulassen und von Windhoek aus direkt nach Sossusvlei und von dort die geplante Route nach Etoscha und dann direkt in den Caprivi bis zu den Victoria Fällen und von dort aus wieder zurück nach Windhoek zu fahren. Ich hab nur jetzt das Problem daß ich die Entfernungen vorerst so gar nicht einschätzen kann. Nun meine Frage: Welche Route ist im Juli besser bzgl. Klima und Tierbeobachtungen? Wäre das zeitlich in 3 Wochen zu schaffen? Falls wir nicht bis zu den Victoria-Fällen kommen würden, weil es zu weit ist, würden wir auf jeden Fall gern ein Stück in den Caprivi fahren. Bin für alle Tipps dankbar.

Noch eine Frage: Ich war mit einer Gruppe vor 13 Jahren schonmal in Namibia. Wir wurden damals gefahren, deshalb hab ich - auch nach der langen Zeit - nicht mehr viel Erinnerung an die Entfernungen, wir waren aber auch im Caprivi und haben in einem Camp übernachtet, das sich "Somewhere Camp" nannte. Weiß jemand ob es das noch gibt und wo das ist?

Ich freue mich auf Eure Antworten.
Sylvia
Liebe Grüße, Sylvia Fotos Namibia/Botswana 2009
355 Beiträge · seit 200624. Aug. 2008 · #2
Hallo Sylvia,
habt ihr anstelle des Caprivi auch einmal über das Kaokoveld nachgedacht? (wegen den Temperaturen). Dort fand ich es letzten Juli am wärmsten. Also auch viel wärmer als im Caprivi. Epupa war von den Temperaturen sehr angenehm und sowohl dort als auch bei Ongongo konnte man auch baden. Das ging im Caprivi noch nicht, weil es abends zu kalt wurde.


Viele Grüße
peter
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zuletzt bearbeitet 24. Aug. 2008
2'732 Beiträge · seit 200624. Aug. 2008 · #3
Wenn du auf Teerstraßen unterwegs sind bist, sind 400 - 500 km am Tag machbar. Gerade da ihr mit Kindern unterwegs seid, würde ich nicht mehr machen. Auf Sand- bze Schotterpisten können auch schon einmal 200 km am Tag sehr anstrengend werden.
Ich war noch nie im Kakaofeld unterwegs, würde aber - sicherlich aus Unwissenheit 😉 - Caprivi und Chobe wieder vorziehen.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
Themenstarter216 Beiträge · seit 200824. Aug. 2008 · #4
Hallo,

ich bin für alle Tipps dankbar. Vielleicht kann mir auch jemand eine komplette Route für 3 Wochen vorschlagen, die einfach lohnenswert ist und in drei Wochen bequem machbar, und auf die man durch pures reiseführer studieren einfach nicht kommt.
Liebe Grüße, Sylvia Fotos Namibia/Botswana 2009
148 Beiträge · seit 200624. Aug. 2008 · #5
Hallo,

bei unserer Tour 2007 (Namibia, Botswana, Sambia) hatten wir die kältesten Nächte übrigens in Livingstone (Anfang bzw. Ende Juli), da hatten wir morgens Eis auf dem Dachzelt und trotz 3-Jahreszeiten-Daunen-Schlafsack und Funktionswäsche hat meine Frau gefroren. An den Epupa-Fällen war es dagegen im Juli 2005 auch nachts angenehmen warm.

Torsten
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573 Beiträge · seit 200725. Aug. 2008 · #6
Möchte mich peter48 anschließen und das Kaokoveld empfehlen. Das Marienflusstal ist ein Traum.
Gruß, Kanzler
1'335 Beiträge · seit 200625. Aug. 2008 · #7
Der Juli ist in der Tat sehr kalt. Vor unserem ersten Besuch in Namibia habe ich die Warnung, dass es kalt werden könne, nicht ernst genommen. Habe gedacht, dass die Afrikaner, die ja Hitze gewohnt sind, nicht wissen, was Kälte ist. Habe an unseren Winter gedacht und gelacht. Tja, ich wurde eines Besseren belehrt. Habe noch nie so gefroren wie in Namibia!

Wir nehmen immer Skiunterwäsche mit, die ich (weiblich) bis auf einzelne Nächte, jede Nacht in Kombination mit Fleecepullover und -hose trug, zusätzlich zum Inlett im Schlafsack (das ist aber schlafsackabhängig).
Und diese Kleidung habe ich auch im Caprivi getragen.
Wenn man Reiseberichte liest, die nächtliche Wärme beschreiben, weiten sich mir die Augen. Im Juli ist es saukalt und man braucht definitiv nach Sonnenuntergang (der sehr früh ist!) eine dickere Jacke.
Im gerade vergangenen Juli (2008) war es nur in Windhoek (Elisenheim, minus 7!!!) sehr kalt. Etwas kälter war es noch in Ghanzi, aber da konnte man es aushalten.
Wir haben aber beschlossen nicht mehr in Windhoek (oder Umgebung) zu zelten, das war doch zu kalt. Gert hatte einen Eiszapfen an der Nase!

Sossusvlei ist aber auch eine kalte Ecke!Packe auch unbedingt eine Mütze ein! Ich habe im letzten Monat öfter eine getragen! (Man glaubt das kaum!)

Wenn man sich gut kleidet (Fleece und Skiunterwäsche, Winterjacke fürs Braaien) und einen guten Schlafsack hat, kann man gut zelten.

Durch den frühen Sonnenuntergang und den späten Aufgang sind die Tage viel kürzer als bei anderen! Bedenke das!
Da sind 500 km fahren schon viel, wenn man vorher nett frühstückt. Ich würde an Eurer Stelle nur in Ausnahmefällen 500 km am Tag fahren. Gerade mit Kind!

Grüßchen
Cora
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435 Beiträge · seit 200725. Aug. 2008 · #8
Unsere kälteste Nacht war im Juli in Wdh(Daan Viljoen)nachts mit 1°. Wir hatten uns wegen der Temperaturen auch dazu entschlossen den Süden auszulassen und lieber zum Okavangodelta zu fahren.
Wenn Ihr bis zu den Vic Falls wollt, hier eine mögliche Komplettroute:

http://www.namibia-forum.ch/download/linksfahrer_namibia_botswana_2007.pdf

Ist sehr Botswanalastig, aber Ihr könnt es ja anpassen.
Reisebericht Namibia/Botswana 2007
Themenstarter216 Beiträge · seit 200825. Aug. 2008 · #9
Hallo,
Euro Route klingt echt fantastisch, die favourisiere ich jetzt erst mal von allem, was ich bisher gelesen habe. Da werde ich bestimmt noch einiges nachfragen müssen, wenn es an die konkrete Planung geht.
Die erste Frage habe ich aber schon: wenn ich das richtig erkannt habe seid Ihr auch zu dritt mit Kind gereist. Ist das richtig? Und Ihr hattet nur ein Dachzelt? Wart Ihr zufrieden mit dem Vermieter?
Liebe Grüße, Sylvia Fotos Namibia/Botswana 2009
435 Beiträge · seit 200726. Aug. 2008 · #10
Wir hatten 2 Dachzelte, wie Du auf dem 1.Bild sehen kannst.
Sonst wäre das echt eng geworden. Die Dachzelte haben ganz komische Maße 140x240 oder so. Wir waren mit unserer damals 9Jahre alten Tochter unterwegs und hatten in dem DC ausreichend Platz.

Wegen der doch teilweise Offroad-Strecke wollte ich ein älteres Auto, wo es nicht unbedingt auf einen Kratzer mehr ankommt. Hubert Hester bietet da ein gutes Preis/Leistungsverhältnis.

Konkrete Fragen zur Route auch gerne per PMS
Reisebericht Namibia/Botswana 2007
100 Beiträge · seit 200727. Aug. 2008 · #11
hi sylvia,
waren im letzten jahr auch im juli/august in Nam. mit unseren beiden kindern (12+8) im 4x4 mit Dachzelt unterwegs. Nachts war es teileise schon etwas frisch, wir haben dann noch eine zusätzliche decke über den schlafsack gezogen und dann war es okay, auch für die kinder.
unsere route:
20.7: terra africa lodge wdh, ausrüstung checken und einkaufen, abends essen in joe´s beerhouse (lecker)
21.07: waterberg wilderness campsite, super zur einstimmung
22.07: onguma campsite direkt am zaun zum etosha, super bel. wasserloch von der terasse der logde-bar einzusehen, die haben gute cocktail´s
23.07: vreugde guestfarm unweit vom anderson-gate. herzlich!!! + kühe melken incl.
24.07:otjitotongwe cheetah-farm, erlebnis nr.1 für die kinder, vorsicht overlander!
25.7-26.07: vingerclip-logde, einfach mal verwöhnen lassen und nichts tun in herrlicher umgebung
27.7: spitzkoppe campsite, einsam und beeindruckend, vor allem "bushman´s paradise"
28.7-29.7: erongo wilderness lodge, zelt-lodge in grandioser umgebung
30.7-02.8:swakopmund, beach lodge, hat uns so gut gefallen, dass wir eine nacht verlängerten, für die kinder gibts ne menge zu erleben, rundflug, quadbiking, duneboarden, bootstour, selbst das museum war interessant
03.08.:tsauchab river camp, der platz bei der quelle war unser highlight, soooo einsam und mal ein wenig wasser im fluß...hinfahren und platz bei der quelle versuchen, die haben übr. auch ne offroad-strcke, die nicht ganz ohne ist...
04.8: solitäre campsite nach sossusvlei-besuch, wir hatten nicht vorgebucht und siehe da, die angesteuerte solitäre guestfarm war voll, so blieb bei absoluter finsternis nur der etwas schmuddelige campsite bei der tanke, der apfelkuchen zum frühstück hat entschädigt
05.-06.8. okomitundu guestfarm, familienanschluss garantiert, genau richtig um nochmal alles revue passieren zu lassen!

den mix zwischen lodge und dachzelt fanden wir übrigens genau richtig. viel spass euch. wir sind im kommenden juli auch wieder unten, kaokoland.

l.g. dirk
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132 Beiträge · seit 200727. Aug. 2008 · #12
wir waren in diesem Jahr auch im Juli dort.
Ohne Camping-Empfehlungen geben zu können (haben in Lodges übernachtet), bleibt aber die Gewissheit, dass es teils unglaublich kalt ist.

Nachts haben wir im Sossusvlei im Desert Camp (Zelthäuser mit gemauertem Sockel) trotz richtiger Betten sagenhaft gefroren, ein eisiger Sturm hat das ganze Zelt durchgeschüttelt, ist durch jede Ritze gedrungen. Windhoek hatte in dieser Nacht Minustemparaturen.

Die extrem kurzen Tage im südafrikanischen Winter sind zudem bei der Planung zu berücksichtigen. Kurz nach 17 Uhr ist stockdunkel (und die Dunkelheit bricht sehr schnell herein). Insofern sind die Tagesetappen recht kurz zu planen, gerade die Gravelstrassen erlauben bei Dunkelheit eigentlich kein Fortkommen mehr.
Schon bei untergehender Sonne wirft diese intensive Schatten auf die Fahrbahn (Querrillen und Löcher sind kaum noch auf ihre Tiefe abzuschätzen).

Also entweder morgens früh losfahren oder die Tagestappen auf max. 250 bis 300 beschränken (300 sind schon das absolute Maximum nach meinem Empfinden, wenn man unterwegs auch mal aussteigen will).
Themenstarter216 Beiträge · seit 200828. Aug. 2008 · #13
Dirki schrieb:
wir sind im kommenden juli auch wieder unten, kaokoland.
Hallo Dirk,

na das wäre ja lustig wenn wir uns dann dort treffen würden 😉
Liebe Grüße, Sylvia Fotos Namibia/Botswana 2009
463 Beiträge · seit 200702. Sept. 2008 · #14
Hallo Dirk,

habe gelesen, dass Ihr kürzlich auf Otjitotongwe und der Vreugde-Guestfarm gewesen seid.

Wir (2 Erwachsene plus 1 Kind - 10 Jahre) und 2 "Oldies" übernachten im Oktober 2008 eine Nacht auf Otjitotongwe. Wäre nett, ein wenig mehr von dieser Farm zu lesen. Ist es so schlimm mit den Overlandern? Eigentlich wollen wir ja - zumindest nachts - etwas Ruhe haben...

Anschließend fahren wir zur Vreugde Guestfarm. Wie lang ist die Farm von Otjitotongwe aus in etwa? Würdest Du empfehlen, nachmittags auf der FArm zu bleiben, oder schon von dort aus für eine erste Pirschfahrt gen Etoscha zu fahren?

Vielen Dank!

Liebe Grüsse Heike
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100 Beiträge · seit 200703. Sept. 2008 · #15
hallo heike,

so schlimm war das nicht mit den overländern, wir standen so ca. 50 m weg von denen. zu der geparden-tour am nachmittag waren so etwa 25 leute auf dem pick up plus anhänger im geparden-gehege unterwegs, da wurde es ein bißchen eng. aber trotzdem ein tolles erlebnis, die wilden geparden aus solch einer nähe zu beobachten. es gibt beim farmhaus noch drei zahme geparden zum anfassen, erlebt man sicher nicht alle tage. wir waren gegen mittag dort, haben unser dachzelt aufgebaut und sind dann auf die geparden-tour gegeangen bzw. gefahren.
entfernung von otjitotongwe nach vreugde so ca. 2,5 std über die c40 und c38. ich würd am nachmittag auf vreugde bleiben, da kann man von dani und elsie so einiges über den farmalltag erfahren. wir haben uns beim kühe melken versucht, war sehr amüsant, vor allem für die kinder. fahrt dann lieber am nächsten morgen so früh wie möglich los um den sonnenaufgang im etosha zu erleben. wir kamen vom etosha und haben auf unserer fahrt am nachmittag in der umgebung von okaukuejo kaum tiere gesehen.
l.g. dirk
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