TRTrommelfixThemenstarter5 Beiträge · seit 200815. Aug. 2008 · #1Hallo,
ich möchte nächstes Jahr mit meinem Sohn eine Südafrika-Reise machen.
Hat jemand Erfahrungen, welche Routen/Orte/Sehenswürdigkeiten für einen Jugendlichen spannend und erlebnisreich sind? Leider kommen für uns nur die Sommerferien in Frage, da alle anderen Ferien einfach zu kurz sind. Eventuell noch über Weihnachten, aber ich denke, dass es dann an vielen Orten recht voll sein wird und obendrein noch teuer.
Viele Grüße
CLClaudio65 Beiträge · seit 200815. Aug. 2008 · #2Guten Tag
Der ehemalige Slogan "Eine Welt in einem Land" kann weiterhin gebraucht werden. D.h. es hat für jeden etwas dabei. Sicherlich das A und O sind Tierbeobachtungen. Dies interessiert jeden egal ob gross oder klein. Natürlich wird sicherlich Kapstadt für einen 13jährigen interessant sein (gibt es einige Aktivitäten...). Es kommt natürlich auch darauf an, welche Bedürfnisse das Kind (13J) hat. Ist er naturverbunden, lieber vor dem Computer, möchte er ins Museum oder lieber am Strand bleiben etc. etc.
Weihnachten/Neujahr würde ich wegen den sehr hohen Preise nicht vorschlagen, eher Sommerferien. Vorteile: Preise günstiger, Verfügbarkeit besser und beste Reisezeit um Tiere zu beobachten. Nachteile: zT kann es am Morgen bitterkalt sein.
Ein schönes Wochenende noch
Claudio
Nichts ist auf der Welt gerechter verteilt als der Verstand. Jeder glaubt er haette genug davon!
TRTrommelfixThemenstarter5 Beiträge · seit 200815. Aug. 2008 · #3Hallo Claudio,
vielen Dank für Deine Antwort. Ist es denn Juli/August wenigstens tagsüber einigermaßen warm?
Ebenfalls Schönes Wochenende
oribi818 Beiträge · seit 200715. Aug. 2008 · #4tagsüber sind es im winter meist 20-30°C, wenns regnet auch oft nur um die 15°C. Dauert der Regen länger, wirds kälter und dann fühlen sich 4°C saukalt an.
Allerdings ist um JoBurg dann keine Regenzeit, sondern nur um Kapstadt, damit perfekt.
Wenn die Sonne untergeht wirds aber seeeeeeehr schnell (5 min.) gesäßkalt, aber auch im Sommer.
Ich selbst mag April bis Juli am liebsten, lieber noch als den oft favorisierte September/ Oktober und schon gleich gar als den dortigen Hochsommer (November bis Februar).
ZUZugvogel40 Beiträge · seit 200815. Aug. 2008 · #5Wir waren vor 3 Jahren mit unserem damals ebenfalls 13 Jahre alten Sohn in Südafrika. Wir waren 2 Wochen auf einer nicht eingezäunten (!) Gästefarm im Norden. Dort gab es für uns Afrikaneulinge unheimlich viel zu entdecken und zu erfahren. Dann ging es zu der "berühmten" Gardenroute. Für die wir dann aber auch wieder 2 Wochen Zeit hatten (inkl. Kapstadt). Für unseren Sohn sicher sehr interessant war die Canopy tour im Tsitsikamma und der Ritt auf einem Strauß. Aber insgesamt gesehen gibt es so viele interessante Begegnungen, dass es kein Problem sein dürfte, einen Jugendlichen in diesem Alter für die Schönheiten Afrikas zu begeistern und gleichzeitig für die vorhandenen Probleme zu interessieren. Viel Spaß!
rebecca935 Beiträge · seit 200615. Aug. 2008 · #6Hallo Trommelfix,
wir waren im Juni/Juli mit unserem 10 jährigen Neffen 4 Wochen in Namibia im Wohnmobil unterwegs.
Wohnmobil - weil es einfach darin wärmer war, wir morgens, wenn es recht kalt war, darin auch frühstücken konnten. Sonst fahren wir immer im 4x4 mit Dachzelt.
Am Wasserloch in Etosha konnten wir u.a. gemütlich frühstücken während die Tiere zum trinken kamen.
Die Route hatten wir kindgerecht geplant. D.h. wir haben möglichst nicht allzu lange Strecken eingeplant. Mit dem WoMo konnten wir sowieso nicht schnell fahren und dementsprechend nur durchschnittlich 250 km am Tag schaffen. Essenspausen sollten gut eingeplant werden, wie wir während der Reise lernten.
Unser Neffe hat sich sowohl an Landschaften wie an Tieren erfreut. Ein Highlight für ihn war natürlich die Fütterung von Geparden, seinen Lieblingstieren.
Außerdem haben wir 4 Tage auf einer Farm in der Nähe von Dünen verbracht wo er Auto fahren geübt hat. Das geht wunderbar auf Privatgelände und wurde vorher von dem Farmer angeboten. (Die Mutter hat natürlich jetzt ein Problem aber das hören wir ja nicht 😛 )
Wir haben die Route vorher mit unserem Neffen durchgesprochen und auch einige Aktivitäten bekannt gegeben sowie den Reiseplan für ihn zusammengestellt und ausgedruckt. So konnte er immer schauen was wir schon gemacht haben, was kommen wird oder was evtl. doch kurzfristig geändert wird. Diese Änderungen haben wir zusammen abgesprochen.
Für uns war es sehr schön, dass er an fast allen Orten länger bleiben wollte weil es so schön war. Ein besseres Lob hätte er uns nicht machen können.
Wichtige Dinge in seinem Reisegepäck waren: eine Zwille, eine Taschenlampe, ein Fotoapparat, ein Fernglas und ein Buch.
TRTrommelfixThemenstarter5 Beiträge · seit 200816. Aug. 2008 · #7Vielen Dank an alle Antworter für die vielen Tipps.
Ich würde auch gerne mit meinem Sohn einige Tage auf einer Gästefarm bleiben.
Habt Ihr vielleicht einige Empfehlungen? Gästefarmen, die schön gelgen sind und auf denen man z. B. nicht nur bei Tierfütterungen zuschauen, sondern auch mitmachen kann.
Kann mir auch jemand sagen, ob die Wanderungen (Ottertrail) anstrengend sind und wann die beste Zeit ist für Walbeobachtungen?
In wie weit lohnt es sich (in unserem Sommer) in den Krüger-Nationalpark zu fahren.
Ich selbst war mal in Kenia (Masai Mara) und wir haben sehr viel Wildtiere beobachten können. Ich kenne den Krügerpark nicht, aber Freunde von mir waren enttäuscht.
Bei der Routenplanung ist mir auch daran gelegen, möglichst malariafreie Gebiete zu wählen. Hat jemand Erfahrungen mit Junior-Malarone, was die Verträglichkeit anbelangt?
Eine Frage habe ich noch. Ich möchte mir kein Auto mieten, sondern mich eher einer Gruppe anschließen, damit wir ein bisschen Gesellschaft haben. Sicherheit spielt hier natürlich auch eine Rolle.
Kann man auch vor Ort gut Rundreisen/Trekkings buchen? Oder mit welchen Anbietern in Deutschland habt Ihr gute Erfahrungen gemacht? Ich mag nicht so gerne mit einer Riesengruppe von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten hasten, sosndern sehe mir lieber weniger an, dafür intensiver, vielleicht verbunden mit einem Inlandsflug oder Gabelflug. Wir beide kommen auch ganz gut mit einfachen Unterkünften aus ohne Luxusbrimborium.
Hauptsache es gibt etwas zu sehen und zu erleben.