HelmarThemenstarter667 Beiträge · seit 200607. Aug. 2008 · #1Hallo,
in der Programmvorschau steht für heute eine Dokumentation (3sat, 18.30H), in der behauptet wird: "Eine Flasche Wasser muss nur für sechs Stunden in der Sonne liegen, und alle Erreger sind abgetötet."
Ob's glaubhaft ist? Mal ansehen.
Hallo Brunnen-Volker, liest Du noch mit??
Helmar
MAMatt415 Beiträge · seit 200807. Aug. 2008 · #2Das ist definitiv so. Ähnlich funktionieren die Wasservergungen in der Schweiz, um die Qualität zu garantieren.
Die Keime werden souverän durch das Sonnenlicht gekillt und somit führt der Konsum von Wasser in Afrika nicht mehr zu Durchfall, Austrocknung und später auch Tod...
www.hafz.ch / Ein Projekt, welches privat finanziert und transparent ist. Informiert Euch. Für Fragen stehe ich Euch gerne zur Verfügung
VOVolker2'612 Beiträge · seit 200707. Aug. 2008 · #3Helmar schrieb:Hallo,
in der Programmvorschau steht für heute eine Dokumentation (3sat, 18.30H), in der behauptet wird: "Eine Flasche Wasser muss nur für sechs Stunden in der Sonne liegen, und alle Erreger sind abgetötet."
Ob's glaubhaft ist? Mal ansehen.
Hallo Brunnen-Volker, liest Du noch mit??
Helmar
ja, bin noch dabei 🙂 der flieger geht frühestens um 22.45 Uhr...
VOVolker2'612 Beiträge · seit 200707. Aug. 2008 · #4Matt schrieb:Das ist definitiv so. Ähnlich funktionieren die Wasservergungen in der Schweiz, um die Qualität zu garantieren.
Die Keime werden souverän durch das Sonnenlicht gekillt und somit führt der Konsum von Wasser in Afrika nicht mehr zu Durchfall, Austrocknung und später auch Tod...
kannst du uns unterlagen besorgen - können auch internet-links sein...
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200607. Aug. 2008 · #5Mal ganz unwissenschaftlich 😉
Wenn es wirklich so wäre, dann würde es in Afrika ja keine Probleme mehr mit verunreinigtem Wasser geben... denn an Sonne, Wärme und Licht mangelt es bekanntlich in den meisten Orten nicht!
Ich würde mich keinesfalls darauf verlassen...
Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200607. Aug. 2008 · #6Da kommen mir doch glatt noch einige Fragen...
Wie hoch muss die Sonenneinstrahlung sein, ist es abhängig vom Ozonloch oder pauschal immer 6 Stunden. Ich würde denken es geht doch, sofern in den 6 Stunden das Sonennlich das Wasser zum kochen bringt und so alle Keime absterben 😉
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MAMatt415 Beiträge · seit 200807. Aug. 2008 · #7Hallo Volker
In Europa wird das Trinkwasser, bevor es ins öffentliche Wasserversorgungsnetz fliest, durch UV-Anlagen entkeimt.
Das Konzept mit den Pet-Flaschen funktioniert ähnlich und ist sehr wirksam.
Auf www.exped.com ist ebenfalls eine Version erklärt (portable UV-Entkeimung).
Die Homepage bezüglich den Pet-Flaschen (sodis) findet ihr unter www.sodis.ch
Grüsse und schöne Ferien!
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Axel1'130 Beiträge · seit 200607. Aug. 2008 · #8Wichig ist das Mat der Flasche, also PET. Wird auch in den Survivaltrainings für Einsatzkräfte gelehrt(wenn diese solange an einem Ort bleiben).
Ein anderer Trick ist die Wasserentnahme an (nicht in) einem Gewässer, ca. 1,5m - 2m entfernt, dadurch sind die meisten Schadstoffe durch den Boden bereits gefiltert.
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
Chrigu7'273 Beiträge · seit 200607. Aug. 2008 · #9travelNAMIBIA schrieb:Mal ganz unwissenschaftlich 😉
Wenn es wirklich so wäre, dann würde es in Afrika ja keine Probleme mehr mit verunreinigtem Wasser geben... denn an Sonne, Wärme und Licht mangelt es bekanntlich in den meisten Orten nicht!
Ich würde mich keinesfalls darauf verlassen...
Sonnige Grüße
Christian
Doch, das funktioniert schon. Allerdings geht es einige Zeit bis die Leute informiert sind.
Wie es genau geht siehst Du hier:
http://www.sodis.ch/German/Text/T_WieFunktionierts_g.htmlUnd die FAQ dazu:
http://www.sodis.ch/German/Text/T_FAQ_g.htmHerzliche Grüsse
Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung
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Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika
Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
Axel1'130 Beiträge · seit 200607. Aug. 2008 · #10Und wenn die Flasche sauber steht, sinken die eventuellen enthaltenen Schmutzteile nach unten und vergrämen nicht den Trinkgenuss, ansonsten durch eine Strumpfhose abgießen ( einer der wenigen Gründe, warum die Mitnahme einer weiblichen Person von Vorteil ist 😎 )
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
VOVolker2'612 Beiträge · seit 200707. Aug. 2008 · #11Ich sehe schon, Ihr kommt prima ohne mich klar - mindestens eine Handvoll Experten für Wasserentkeimung/-filterung 🙂
Lasst euch nicht bremsen...
KEKetty55 Beiträge · seit 200707. Aug. 2008 · #12Das mit der Trinkwasserdesinfektion stimmt.
PEt Flasche füllen, am besten auf ein stück schwarze Folie packen und ab in die Sonne damit für sechs Stunden.
Das Wasser braucht NICHT kochen.
Dadurch dass ich das Wasser für über fünf Stunden auf schätzungsweise 60-70 grad erhitze, überlebt das kein Keim und keiner der sich dafür hält.
Nur mal ums zu verdeutlichen:
wer Zeit und Lust hat:
Wasserflsche nehmen, mit Wasser füllen, ab ins Eisfach und dann auf eine schwarze Folie in die Sonne, ihr werdet staunen, wie schnell das wasser geschmolzen ist und zu warm zum trinken ist.
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200607. Aug. 2008 · #13Ok, und 6 Stunden Sonne ist super. Nur in Mitteleruopa hat die Sonne etwa 10% der Kraft von der in Namibia, am Äquator sind es etwa 60% der Kraft...wo lege ich sie denn 6 Stunden in die Sonne?
Oder soll man/ich dann mit einem Thermometer daneben sitzen? Ich finde, dass es da viele Ungereimtheiten gibt...
Sonnigen Gruß
vom gerade-eine-Flasche-in-die-Sonne-legenden
Christian
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Geopard378 Beiträge · seit 200707. Aug. 2008 · #14travelNAMIBIA schrieb:Oder soll man/ich dann mit einem Thermometer daneben sitzen?
Die Temperatur ist in diesem Falle wohl nicht so wesentlich, sondern in erster Linie ist es die UV Einstrahlung die Entkeimend wirken soll.
Mich wundert die ganze Sache auch etwas, bisher war ich immer der Meinung, das Wasser kühl und dunkel gelagert werden sollte. Ich lerne aber gerne dazu.
Auf jeden Fall ist diese Sendung heute Abend, durch diesen Thread für mich erst interessant geworden. Ich denke ich sitze heute vorm Fernseher.
Gruß Bernd
Chrigu7'273 Beiträge · seit 200607. Aug. 2008 · #15Von der Sodis Seite
=> die Flasche wird während 6 Stunden an die Sonne gelegt, wenn der Himmel klar oder zu weniger als 50% bewölkt ist,
=> die Flasche wird während zwei aufeinanderfolgenden Tagen an die Sonne gelegt, wenn der Himmel 100% bewölkt ist,
=> während anhaltenden Regenfällen funktioniert SODIS nicht zufriedenstellend. An solchen Tagen empfehlen wir, das Regenwasser zu sammeln,
=> erreicht das Wasser eine Temperatur von 50°C, genügt eine Expositionszeit von 1 Stunde.
Die besten Gebiete für die SODIS Anwendung liegen zwischen 15°N/S und 35°N/S. Die semi-ariden Regionen zeichnen sich aus durch eine hohe Sonneneinstrahlung und geringe Bewölkung mit Regen (3000 Stunden Sonnenschein pro Jahr). Die zweitbesten Regionen für SODIS liegen zwischen dem Äquator und 15° N/ S. In diesen Gebieten ist die diffuse Sonnenstrahlung ziemlich hoch (2500 Stunden Sonnenschein pro Jahr).
Namibia ligt übrigens im Bereich von 17°- 29° S. Deshalb dürfte es mit den 6 Stunden hinkommen.
Herzliche Grüsse
Chrigu
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BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200607. Aug. 2008 · #16travelNAMIBIA schrieb:Mal ganz unwissenschaftlich 😉
Wenn es wirklich so wäre, dann würde es in Afrika ja keine Probleme mehr mit verunreinigtem Wasser geben... denn an Sonne, Wärme und Licht mangelt es bekanntlich in den meisten Orten nicht!
... an den meisten Orten Afrikas mangelt es aber an PET-Flaschen. Da prügeln sich die Leute fast drum.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
GUGuido.Gast07. Aug. 2008 · #17Hallo,
Ich würde mich keinesfalls darauf verlassen...
Mache doch beim nächsten Namibiaurlaub einen Selbstversuch: Stelle Dich ohne Vorbräunung und Sonnenschutz 6 Stunden in die pralle Sonne. Wenn danach rein gar nichts mit Deiner Haut ist, würde ich mich auch nicht auf dieses Desinfektionsverfahren verlassen. Wenn Deine Haut dann völlig verbrannt und kaputt ist und Du mit Verbrennungen im Krankenhaus liegst, weißt Du das das Verfahren funktioniert: UV-Licht dringt in Zellen ein und schädigt sie massiv.
Egal ob Trinkwasseraufbereitung, Gartenteich oder Aquarien: Überall kommt heute UV-Licht zum Einsatz und überall sollen damit Mikroorganismen abgetötet werden: Bakterien, Schwebealgen, ...
Beste Grüße
Guido
GEGernot EickerGast07. Aug. 2008 · #18moin,
nach welcher Zeit und bei welcher Temperatur koaguliert Eiweiss? Ich müsste mal schlaue Bücher wälzen, um das genau zu sagen. Ich bin mir aber sicher, dass nach 6 Std. in praller Sonne sämtliches Eiweiss koaguliert ist. Wenn ich jetzt in Afrika wäre, würde ich mal ein Ei in die Sonne legen, das "spiegelt" bestimmt. Und genauso wird es den kleinen Tierchen ergehen, die uns krank machen. Da rührt sich nach 6 Std. kein bischen Leben mehr😮
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200607. Aug. 2008 · #19Nun mal vroausgesetzt das klappt alles so (werden wir ja dann im TV-Bericht sehen).
Ich sehe leider den Vorteil gegenüber z.B. Abkochen und/oder Tabletten nicht so ganz. Ich gebe zu, Tabletten sind eine geschmacklich etwas gewöhnungsbedürftige Lösung, funktionieren aber - wie auch das Abkochen - doch etwas schneller als +- 6 Stunden.
Sonnigen Gruß
Christian
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WEwelwitch189 Beiträge · seit 200707. Aug. 2008 · #20Geopard schrieb:travelNAMIBIA schrieb:Oder soll man/ich dann mit einem Thermometer daneben sitzen?
Die Temperatur ist in diesem Falle wohl nicht so wesentlich, sondern in erster Linie ist es die UV Einstrahlung die Entkeimend wirken soll.
Gruß Bernd
Die UV-Strahlen haben die keimtötende Wirkung.
Ich hatte dazu Unterlagen von einem Entwicklungshelfer in Sachen Brunnenbau, der in Afrika und Südamerika unterwegs ist. Seit gestern suche ich die Unterlagen:(
Das Problem tatsächlich sind die fehlenden PET-Flaschen.
Es gibt auch Möglichkeiten für grössere Mengen Wasser z. Bsp. Brunnen: schmalen Bachlauf graben und Glasplatten schräg darüber legen.
Leider ist es auch hier so, dass die Materialien schnell fehlen.
Ich suche weiter!
LG
Traudel
Viele kleine leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Angesicht der Erde veraendern.
www.namibiakids.com
Gebt Rassismus keine Chance!