Kennt jemand den Osten von Namibia?

10 Antworten · 3'504 Aufrufe · gestartet 04. Aug. 2008 von superanderl
Antworten
Themenstarter40 Beiträge · seit 200604. Aug. 2008 · #1
Hallo Leute,
wir werden vom 28.03. - 19.04.2009 unsere dritte Namibia-Reise antreten 😄 . Wir waren schon bei den Epupa Falls und auch schon unten bis zum Fishriver, aber wir waren noch nie im Osten (alles was auf der Landkarte rechts der B1 bis rüber zur Grenze von Botswana ist).

Frau Gräbner von der Farm Gunsbewys (D707) sagte 2006 zu uns, dass es dort landschaftlich sehr schön sei - vorallem noch nicht so touristisch überlaufen.
Aber ich kann im www nichts darüber finden.
War schon mal jemand von Euch dort?
Wir werden wieder mit Allrad und Dachzelt auf eigene Faust unterwegs sein.
Freue mich auf Eure Tipps bzw.
Erfahrungen.
Viele Grüße
superanderl
Heute in zwanzig Jahren wirst du mehr enttäuscht sein über die Dinge, die du versäumt hast, als über die, die du getan hast! Also mach die Leinen los, verlass den Hafen, fang den Fahrtwind in deinen Segeln. Forsche. Träume. Entdecke. Mark Twain
935 Beiträge · seit 200604. Aug. 2008 · #2
Hallo Superanderl,
wenn es auch die Region um Tsumkwe bzw. Dob und weiter nach Botswana, hoch ins Panhandle, dann durch den Caprivistreifen, rein in den WesternCaprivi sein darf, ja da waren wir.

Das meiste kannst du in unserem Reisebericht lesen (www.flashlens.de) oder auch unter
Teil 2 von Mr. Okavango wartet... Kudufilet - Baobabs - Dobe anschauen
http://www.videocommunity.com/pc/pc/display/9077/laurin/

Teil 3 lade ich in den nächsten hoch.

Wenn du die südliche Region meinst - sorry, nur die Strecke von Keetmanshop nach Rietfontein sind wir bis jetzt gefahren.
zuletzt bearbeitet 04. Aug. 2008
Themenstarter40 Beiträge · seit 200605. Aug. 2008 · #3
Hallo Rebecca,

herzlichen Dank für Deine Antwort. Ich habe Euren Reisebericht gelesen - einfach toll!
Ja, der Caprivi und Botswana wären auch eine super Möglichkeit.

Aber wir haben von der Region zwischen Gobabis und Höhe Karasburg gehört. Von diesem Gebiet gibt es so gut wie keine Berichte bzw. Beschreibungen auch keine Farmen. Zumindest konnte ich keine finden. Es gibt lediglich einige Grenzübergänge wie z.B. Mata Mata nach Botswana oder Nakop nach Südafrika. Vieleicht war der/die Eine oder Andere schon mal dort. Verbinden könnte man das dann mit dem Kgalagadi Transfrontier Park. Wäre das ein lohnendes Ziel im März/April?
Viele Grüße
superanderl
Heute in zwanzig Jahren wirst du mehr enttäuscht sein über die Dinge, die du versäumt hast, als über die, die du getan hast! Also mach die Leinen los, verlass den Hafen, fang den Fahrtwind in deinen Segeln. Forsche. Träume. Entdecke. Mark Twain
35 Beiträge · seit 200805. Aug. 2008 · #4
HAllo,

wir waren mehrfach im Kgalagadi Transfrontier Park und haben beim letzten Besuch in der Bagatelle Lodge übernactet. Beides ist zu empfehlen. Insbesondere der KTP hat seinen eigenen Reiz. Gerade auch im März/April, wenn häufiger mit Niederschlägen zu rechnen ist, zeigt sich die Kalahari von ihrer faszinierenden Seite. In meinen Augen absolut empfehlenswert!
Schönes Fernweh!:)
Eine schöne Reise. Michael www.michapro.de
Themenstarter40 Beiträge · seit 200606. Aug. 2008 · #5
Hallo Michael,
herzlichen Dank. Ich habe eure Reiseberichte über den KTP durchgelesen. Da wird die Entscheidung über Caprivi/Botswana oder KTP schwer.

Hattet Ihr die Unterkünfte alle schon im Voraus gebucht - oder sollte das Anfang April auch ohne Reservierung gehen?

Bislang hatten wir unsere Unterkünfte noch nie im voraus gebucht, weil wir flexibel bleiben wollten - und wir hatten sowohl in den Parks als auch auf den Farmen immer Glück.

Wir haben allerdings Frankfurt-Windhoek-Frankfurt gebucht.
Ist das eine realistische Tour ohne Stress?
Von Windhoek (auf Pad) nach Mata Mata - Twee Rivieren - Nossob - Unions End - Windhoek. Ist das in 22 Tagen ohne Teerstraße zu realisieren?
Ist diese Strecke schonmal jemand gefahren?

Viele Grüße
hyperanderl
Heute in zwanzig Jahren wirst du mehr enttäuscht sein über die Dinge, die du versäumt hast, als über die, die du getan hast! Also mach die Leinen los, verlass den Hafen, fang den Fahrtwind in deinen Segeln. Forsche. Träume. Entdecke. Mark Twain
48 Beiträge · seit 200806. Aug. 2008 · #6
Als Unterkunft in Ost- bzw. Südostnamibia kann ich das Red Dune Camp auf der Farm Tranendal, ca. 30km südlich von Gochas, sehr empfehlen. Waren im Juli zu Anfang unserer Tour dort, einfach klasse! Auch der Weg dorthin (Windhoek Richtung Flughafen verlassen, auf halber Strecke nach Süden abbiegen über Stampriet) ist landschaftlich sehr zu empfehlen.
0
730 Beiträge · seit 200606. Aug. 2008 · #7
Hallo hyperanderl,

nur ganz kurz ein paar kurze Anmerkungen von mir.

Du musst beachten, dass in Unions End kein Grenzübergang nach Namibia ist. So musst Du also wieder zurück nach Mata Mata (bzw. über Botswana oder Südafrika weiterreisen).
Die Strecke in 22 Tagen ist überhaupt kein Problem.

Im Kgalagadi Park würde ich unbedingt vorbuchen. Insbesondere die Wilderness Camps (falls Ihr auch feste Unterkünfte wollt) sind schnell ausgebucht. Geht problemlos über die SanParks-Seite. Dort kann man auch die Belegung einsehen und danach seine Route planen:
SanParks / Belegungsabfrage

Wir sind in diesem Jahr auch wieder dort unterwegs und auch bei Frau Gräbner:) noch 17 Tage:)

Viele Grüße
Ina
Unsere Website - Reisen ins südliche Afrika: www.inado.de => SCHWERPUNKT KGALAGADI
Gast06. Aug. 2008 · #8
Hallo,

kann dir den Osten ebenfalls nur empfehlen. Man ist dort ziemlich allein unterwegs. Wir waren im April dort, nach dem "grossen Regen", und haben die Landschaft sehr genossen. Zwischen Stampriet und Gochas waren wir auf einem sehr sehr schönen Campingplatz auf der Farm Wildmoos, sehr zu empfehlen: einsam, romantisch gelegen, urig, günstig.
Wünsch euch schon jetzt einen tollen Urlaub!

Liebe Grüße
Maxi
35 Beiträge · seit 200806. Aug. 2008 · #9
Hallo Hyperanderl,

zur Reservierungsmöglichkeit ist bereits alles gesagt. Für die botswanischen Campingplätze, die ich beide sehr empfehlen kann, ist die Reservierung über Botswana vorzunehmen. Grundsätzlich würde ich meine Strecke planen und vorbuchen. Seid der Grenzöffnung scheint der Park mehr frequentiert zu sein. Umbuchen vor Ort ist dann das kleinere Übel zu sein.
Hinsichtlich der 22 Tage müßt Ihr Euch nicht sorgen. Da ist genug Zeit für alles. Ihr benötigt in jedem Fall einen Allradwagen. Dies allein schon wegen der erhöhten Sitzposition. So habt ihr auf den ausgefahrenen Wegen einen besseren Blick. Das lohnt sich in jedem Fall! Falls ihr weitere Details zur Routenplanung benötigt, könnt ihr Euch über die Hompage melden.;)
Schönes Fernweh!
Eine schöne Reise. Michael www.michapro.de
Themenstarter40 Beiträge · seit 200606. Aug. 2008 · #10
Herzlichen Dank Ina, Maxi und Michael,
für Eure tollen Tipps.

Jetzt muss ich erstmal "Hausaufgaben" machen und die vielen Infos bzw. die sehr interessanten Berichte/Homepages lesen, und verarbeiten.

Vor ein paar Tagen waren unsere Reisepläne noch vage, doch nun bekommen sie Dank Euch schon deutliche Formen....

Einen Allrad mit Dachzelt werden wir auf jeden Fall wieder mieten, denn das ist für uns die schönste Art im südlichen Afrika zu reisen.
Momentan haben wir bei verschiedenen Anbietern angefragt...

Viele Grüße
hyperanderl
Heute in zwanzig Jahren wirst du mehr enttäuscht sein über die Dinge, die du versäumt hast, als über die, die du getan hast! Also mach die Leinen los, verlass den Hafen, fang den Fahrtwind in deinen Segeln. Forsche. Träume. Entdecke. Mark Twain
1'287 Beiträge · seit 200607. Aug. 2008 · #11
Sehr geehrter Herr Hyperanderl,

komisch nichts im Weltnetz und es gibt anscheinend doch etwas im Wilden Osten.

Hier ein paar ortsfeste logistische Einrichtungen entlang Ihrer Route:

C 23 bis Doradabis: Gästefarm Hohewarte. Alte Zoll- und Polizeistation im Besitz von Dr. Oetker, von Brigitte Rousseau ab 01. Januar 2009 wieder hervorragend gemanaged. C 23 nach Leonardville normale Kalaharilandschaft.

dann weiter auf der C 15: Dordabis mit der Diamantenfinderfarm von August Stauch und der Ibenstein Weberei bietet auch Übernachtung im August Stauch Haus. Führungen durch die Weberei zu keinem Zeitpunkt ein Problem. Teppiche können nach persönlichem Wunsch während des Urlaubs angefertigt werden. An Schnittpunkt mit der D 1223 ist der "Mäuseturm" eine Befestigungsanlage von 1915 interessant.

Uhlenhorst, Ort und auch Gäste/Jagdfarm mit 2 zahmen Geparde, zahmen Warzenschwein und halbzahmen Pavian.

Bei Uhlenhorst am Schnittpunkt C 15 / C 25 gibt es die Bitterwasser Lodge und Astrofarm Tivoli. In Bitterwasser wird man zwar nur geduldet - die ca. 8 Schweizer Besitzer wissen nie so recht, ob sie Touristen haben oder einen Privatflugplatz betreiben wollen, man hat aber oftmals die Möglichkeit bei Flugscheinerhalterflügen kostengünstige Kalaharirundflüge mitzunehmen. Microlights und vor alles Segelflugzeuge sind auch vor Ort und gelegentlich auch die dazu passenden Piloten. Tivoli von den Schreibers verfügt über viele gute Teleskope ( Celestron 11 und Schmidt-Cassegrain mit 28 cm freie Öffnung ) und Astrophotographieausrüstung und man kann sich von ihnen den Sternenhimmel gut erklären lassen. Herr Schreiber betreibt auch in Vollmondphasen Karakulzucht und hat ein Microlight, um über den Wendekreis des Steinbocks zu fliegen.

Weiter C 15: In Stampriet gibt es ein tolles historisches Gästehaus mit Probeitzen im Ochsenwagen und in der Nähe ist das Kalahari Research Center von Herrn Klein interessant.
20 km nördlich von Gochas gibt´s das deutschsprachige Wildmoor Camping von Francois Junius. Ja, auch zwei zahme Springböcke findet man dort.

In Gochas das Stoney´s ( ehemals Gochas ) Hotel mit einer mehrfach preigekrönten Köchin, deren Dünencatering legendär ist und die Großgruppen Auob Lodge, in Aranos, einem der beiden alten Kamelgestüte der Schutztruppe, das einfache Aranos Hotel und ganz neu das Tanduwe Guesthouse von Nico van Zyl.

Campingmäßig ist der Klassiker das Red Dune Camp mit Holzplattformen, aber Allradfahrzeug dafür notwendig. 35 km südlich von Gochas auf der Farm Tranendal, die auch B&B ist.

Zu Mata Mata gibt es schon genügend Informationen und auch Meinungen in der Suchfunktion.

Als Grenzübergang verbleibt somit weiter südlich noch Rietfontein. Er schließt gelegentlich schon gegen 15:00 Uh, da die Jungs dort mit dem einzigen Hotel in der Nähe im 36 km entfernten Aroab zusammen arbeiten.

Nebenstrecken:

An der C20 in Leonardville einfaches Gästehaus La Ville, Rus-En-Vrede Jagdfarm

An der C 22: Auf höhe Onderombapa kann man nach der Farm des Herero Oberhäuptlings Chief Rirurako fragen; manchmal ist er da und freut sich über Gäste aus Deutschland, denen er die 2 MRD Euro Reparationsforderung der Hereros erklären möchte. Ebenfalls in der Nähe die Farm vom deutschprachigen Herero - Zeitzeugen und langjährigen Gouverneur der Region Herr "Professor" Karina.

Aminuis einfaches community Gästehaus. In Toasis ist das heilige Feuer der Hereros und man kann direkt bei der Familie von Hosea Kutako sein Campingzelt aufbauen.

Die M 29 ist die D 707 des Ostens: In Klein Vaalgras gibt es den Herero Stamm, der seine Sprache verloren hat. ( um 1850 verschleppt von den Hottentotten ) Häuptling Stephanus steht hier auf Englisch Rede und Antwort. Klein Vaalgras liegt an der D 3910 von Tses ins Nirgendwo. Am Kreuzungspunkt von D 3910 zur M 29 ist das Witbooi - Memorial, welches die Stelle kennzeichnet, an der Capitän Hendrik Witbooi am 28.10. 1905 von 3 deutschen Sanitätssoldaten in Verteidigung einer Wasserstelle angeschossen wurde und anschließend verblutete - weshalb er heute als Rückseite des Namibiadollars mit deutscher Hilfstruppenuniformkennzeichnung in der Erinnerung bleibt.

Keetmanshoop: Ohne Frage, das Mesosaurus Fossil Site von Giel Steenkamp. Versteinerte Miniechsen, Schutztruppengräber, eigene Spitzkoppe, Köcherbäume und Spielplatz der Riesen. Spart Zeit und die 4 Hütten und Campingplätze mit Boma sind auch ein Erlebnis.

Ich würde die Strecke Dordabis - Tivoli - Aminuis - M39 Nossob folgend und wild campierend - als Schmankerl dann die Strecke D 1022- bis Mata Mata- dann Mesosaurus in 5 Tagen fahren. Weiter über Rietfontein zu den Kalahari Bushtrails von Professor Anne Rasa, der weltanerkanntesten Zwergmungoexperten ( fast - Zitat Konrad Lorenz. Dort sich zwei Tage die Kalahari erklären lassen und so gestärkt in den KGTFP hineinfahren. Vielleicht vorher noch die Spätsommerhitze in den Augrabie Falls für zwei Tage abkühlen.

Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle

ups, jetzt vergaß ich zu erwähnen, die "lost city of the Kalahari" Khauxa!nas bei Karasburg, die Uralt-Kirche in Hoachanas, die Seatsub Pfanne und Grootkolk mit der Erckertschen Kamelreiterexpedition, das Kamelgestüt der Schutztruppe und Soldatenfriedhof 40 km vor Stampriet, das Gefechtsfeld vom Kampf gegen Marengo, ja und auch das Tahiti Restaurant in Mariental fehlt.