MAMareikeThemenstarter14 Beiträge · seit 200630. Juli 2008 · #1
Hallo liebe Leute,
wir möchten nächstes Jahr im August das zweite Mal nach Namibia reisen. Die erste Reise haben wir 2005 zu zweit gemacht und sind sozusagen die klassische Touristen-Route (Sossusvlei, Swakop, Etosha., Erongo..) gefahren. Das nächste Mal möchten gerne den Norden Namibias und Botswana erkunden. Wir wären dann zu viert gemeinsam mit meinen Eltern, die noch nie in Namibia gewesen sind. Wir planen 3 bis 3 1/2 Wochen dafür ein. Mir fällt es nun schwer eine Route dafür zu planen, da ich Botswana hinsichtlich Umgebung und Sraßenverhältnisse usw. nicht kenne. Vielleicht könnt ihr mir helfen 🙂
Die Reise sollte folgende Stationen beinhalten:
Windhouk (Ankunft) Sossusvlei (nicht zwingend notwendig) Kaokoveld (Himba) Etosha Caprivi Victoria Falls Okavango-Delta (mit Chobe und Moremi)
Uns interessieren hauptsächlich Tiere, Menschen und Natur. Längere Autofahrten sind kein Problem.
Wie sieht es grundsätzlich mit Übernachtungsmöglichkeiten in Botswana aus? Gibt es "nur" Zeltplätze in den Nationalparks oder ist es ähnlich wie in Etosha? Gibt es auch Gästefarmen bzw. Übernachtungsmöglichkeiten mit mittlerem Preisniveau wie in Namibia?
Liebe Mareike, vor zwei Jahren standen wir vor ähnlichen Entscheidungen wie Du. In Deinem Grobplan hast Du einen Schwerpunkt in Namibia. Du kannst es so machen, wie Du es geschrieben hast. Ich finde, dass der Abstecher nach Süden (Sossusvlei) nicht so sinnvoll ist. Aber das kann ich für mich sagen, Du kannst sagen, dass es Dir so wichtig ist, dass Du das da machen möchtest. Es ist auf jeden Fall ein Riesenumweg. Angesichts Deiner Planungen und der Zeit würde ich Dir aber raten mindestens Sossusvlei wegzulassen.
Unsere Route, die wir jetzt gefahren sind, hat uns in ähnlich Regionen geführt, die Du im Plan hast. Wir hatten 4 Wochen und hätten gerne hier oder da noch ein paar Tage angehängt. Du hast aber mehr in Deinem Plan, Du wirst also viel reisen müssen. Reisen kann ja schön sein, aber immer reisen bringt einem keine vertieften Erlebnisse, keine Kenntnis. Dein Plan wäre mir zu voll! Daher schreibe ich Dir, was wir gemacht haben, weil ich es wieder so machen würde:
Wir sind so gefahren: Windhoek Grootfontein Tsumkwe (Grenzübergang Dobe) Sepopa Drotskys Cabin (Grenzübergang Mohembo) Susuwe (Nambwa) Mamili NP (Caprivi) (Grenzübergang Ngoma) Kasane (incl. Vicfalls daytrip) Ihaha Linyanti Savuti Moremi (North Gate, Xakanaxa, Third Bridge) Ghanzi (Grenzübertritt bei Gobabis) Winhoek Das hat alles 4 Wochen gedauert!!
Und dann noch ein paar Fragen, die Dir helfen zu reflektieren: Hast Du Dir einen Reiseführer von Botswana besorgt? (Empfehlung: Hupe) Warum willst Du in die Etosha, wenn Du nachher nach Botswana fährst? Botswana ist wie Etosha nur größer und direkter, aber auch mit der Möglichkeit die Tiere nicht so gut zu sehen, aber zu wissen oder zu hören, dass sie da sind. Gut, es gibt Etoshafans. Vielleicht bist Du das. Dann ist es gut so. Es kommt sehr darauf an, was Dir, als Individuum, wichtig ist. Das musst Du aber in erster Linie selbst herausfinden. Da kann Dir keiner raten, nur erzählen, wie man es selbst gemacht hat.
Viel Spaß bei der Planung wünscht Dir Cora
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Filminfo265 Beiträge · seit 200703. Aug. 2008 · #3
Hallo Mareike,
ich kann mich Cora nur anschließen. Eine Reise durch Botswana (durch die Nationalparks) ist immer noch kein kleines Abenteuer - viele Tracks sind überhaupt nicht vergleichbar mit den "Gravelroads" von Namibia.
Daher sind 3 1/2 Wochen m.E. zu knapp, um noch viele Gebiete Namibias zu erkunden - Sossusvlei müßt Ihr bei Eurem Zeitrahmen leider kpl. streichen. Ich verstehe natürlich, das Ihr Euren Eltern auch viel von Namibia zeigen wollt .... aber der Zeitrahmen. In Botswana gehen die "Uhren" wirklich anders. Dort erwarten Euch einzigartige Natur- und Tiererlebnisse .... die man so schnell nicht vergessen wird. Es wäre wirklich schade, wenn ihr z. B. im Moremi Wildlife Reserve (eines der schönsten Wildreservate Afrikas) nur kurz mal durchfahren würdet.
Ich wünsche weiterhin viel Freude beim Planen, mit sonnigen Grüssen vom Bodensee Dieter
viele Tracks sind überhaupt nicht vergleichbar mit den "Gravelroads" von Namibia.
Ja Dieter, das muss man einmal sehr deutlich sagen. Die Straßen in Botswana unterscheiden sich deutlich von denen Namibias! Für die Strecke Dobe bis Nokaneng haben wir fast 4 Stunden gebraucht!! Das sind 122 km!! Da kann man sich die durchschnittliche Geschwindigkeit ausrechnen. Selbst Teerpad hat in Botswana Schlaglöcher! (Strecke Kasane _ Ngoma) OK, die Straße von Maun Richtung Namibia ist gut, aber vom Moremi kommend nach Maun fahrend ist eine riesige Baustelle mit extrem schlechter Spur. Und das auf einer Hauptstraße. Dass man im Chobe und Moremi nur langsamst vorwärts kommt, ist ja wohl hoffentlich bekannt. Nach der Regenzeit ist der Moremi eine Berglandschaft, einige Bums sind so tief, dass man fast einen 4x4 darin verstecken kann! Vor allem laufen in Botswana, im Unterschied zu Namibia, viele viele Tiere an der Straße herum. Da tummeln sich Esel, Ziegen und Rinder! Die Straßenränder sind die Weiden! (Strecke Maun - Mamuno waren 3 tote Rinder am Straßenrand, wahrscheinlich überfahren)
was die Tourkürzung angeht möchte ich mich Cora und Dieter anschließen. Würde Sossusvlei und Himba-Land weglassen und ggf. San-Begegnung einfügen (Tsumkwe oder Ghanzi)- dies liegt auf der Route. Zu den Übernachtungen in Botswana muß man definitiv mit einem wesentlich höheren Preisen kalkulieren was die Lodges angeht: Fahrten in den Chobe NP werden von allen Lodges in Kasane angeboten, falls ihr selbst nicht fahren möchtet. Von Kasane bietet sich auch ein Tagesausflug zu den Vic Falls (Simbabwe) an. Als gute Adresse für Moremi kann ich die Mankwe-Lodge empfehlen, falls ihr nicht campen möchtet. Hier wird wirklich ein m.E. super Preis-Leistungs-Verhältnis angeboten (auch Fahrten in den Moremi und Kwai river sowie Mokoro trips). Viel Spaß noch beim weiteren PlanenB) 😎
Gruß Uli
Das Leben wird nicht gemessen an der Zahl unserer Atemzüge, sondern an den Orten und Momenten, die uns den Atem rauben.
MAMareikeThemenstarter14 Beiträge · seit 200605. Aug. 2008 · #6
Hallo ihr,
vielen Dank für eure Tipps. Ich habe mir heute den Reiseführer von Illona Hupe gekauft und werde den jetzt erstmal durchforschen 🙂
Viele Grüße Mareike
Doro3131'003 Beiträge · seit 200805. Aug. 2008 · #7
Halo Uli,
wo hat man denn San Begegnungen in Ghanzi? Kannst Du mir dazu bitte etwas näheres erzählen? Kannst Du uns dort in der Nähe auch einen Campingplatz/Unterkunft empfehlen? Herzlichen Dank Doro
rund um Ghanzi gibt es einige Lodges mit angeschlossenem Campingplatz. Gut gefallen hat uns die Tautona Lodge (Lodge sowohl als Camping).
Wenn ich mich recht erinner hast du San Begegnungen hier: Dqae Qare Campsite
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200606. Aug. 2008 · #9
Hallo Andreas, hallo Doro,
die scheinen aber kein Interesse an Touristen zu haben. Ursprünglich wollen wir auch dort hin. Habe mehrmals Mails an die Farm gesendet, aber nie eine Antwort erhalten. Einer unserer Fomis war wohl dort, aber auch mit negativem Erfolg (weiß leider nicht mehr, wer genau es war. Vielleicht meldet er sich ja noch...)