Gute Nachbarschaft???

11 Antworten · 2'958 Aufrufe · gestartet 30. Juli 2005 von Gast
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ThemenstarterGast30. Juli 2005 · #1
Liebe Forum-Teilnehmer!

Namibia besuchte ich letztes Jahr im April das erste mal.
Es hatte mir auf Anhieb so sehr gefallen, das ich es gerne
wieder besuchen möchte.(Sofern ich das nötige Kleingeld zu
sammen gespart habe. Nachdem ich erst kürzlich in einer
anderen Stadt umgezogen bin,stellte ich wiederums fest,das meine
Anwesendheit,bei der Nachbarschaft,nicht gern gesehen wird.
Vielleicht Neid? oder liegt es an meinen grossen Ohren?
Liegt es doch primär an Deutschland? Die Leute werden immer verbitterter. Nun,würd mich einmal interessieren, wie das Nachbarschaftsverhältnis in einem Land wie Namibia,ein anderes ist?
Sicherlich könnt ihr :Vielreisende,davon etwas berichten. Meine Frau sagt,es wäre überall auf der Welt so! Vielleicht spielt auch der "STRESSFAKTOR" eine Rolle? Gibt es den in Namibia?
Sind die Leute nicht etwas ausgelassener? Danke,für Antworten.
Grüsse an Euch alle!
ThemenstarterGast02. Aug. 2005 · #2
Ich kann dazu auch nur aus Sicht eines Touristen Stellung nehmen und auch nur für die Eindrücke sprechen, die ich primär in den Lodges, Hotels und Gästefarmen in meiner Aufenthaltszeit erhalten habe.
Zumindest "auf dem Lande" habe ich den Eindruck, dass das Verhältnis zu den Nachbarn sehr gut ist - man hilft sich gegenseitig, lädt sich ein und trifft sich. Neid - habe ich nicht wirklich in der Kürze der Zeit feststellen können. Vielleicht ist das nachbarliche Verhältnis deswegen anders, weil man oft kilometerweit vom Nachbarn entfernt ist und er einem nicht auf die ungeputzten Fenster oder den ungemähten Rasen schaut.....
Auch ist der Nachbar teilweise sicherlich für den Fall der Fälle der Retter in der Not, z.B. bei Feuer, Krankheit oder anderen Notlagen.
Alles Dinge, die wir in Deutschland vielleicht aufgrund der fehlenden Notwendigkeit nicht zu schätzen wissen.....
In den Städten ist die Situation sicherlich anders, auch Statussymbole zählen dort mehr. Es wird immer gemunkelt. dass es wohl in keiner anderen Stadt so viele 4x4 ´s gibt wie in Windhoek, die noch nie im Gelände waren......

Vielleicht können unsere namibianischen Forumsteilnehmer noch etwas dazu sagen, CHARLY ?????

😄
ThemenstarterGast02. Aug. 2005 · #3
Also, ich kann nur sagen: Namibia kennt sehr wohl Neid ! Und zwar eher mehr als bei uns, da die Menschen sich mehr beäugen. Der Nachbarsfarmer ist neidisch auf den anderen, wenn er mehr Gäste hat, wenn er mehr Regen erhält, wenn er irgendwie mehr Erfolg hat.
ThemenstarterGast03. Aug. 2005 · #4
Danke für Antworten!
A.T: Sowas ähnliches dachte ich mir,zumindest stellt sich die
Lage auf dem Lande etwas anders dar. Wie DU sagtest,man
ist in irgendeiner Weise doch etwas voneinander abhängig.
Grundlegend würde ich mir erlauben zu sagen,das ein Leben
ausserhalb der Städte, ein gefühlvolleres,kurz gesagt,ein
schöneres Dasein sich gestaltet. Denke,man muss einfach
dafür geboren sein,um in der Einsamkeit,in der Natur weg
von der Gesellschaft,auszuharren. Menschen,die sich noch erfreuen
können,wenn das "Wild" Junge gebährt,wenn das gesähte
Früchte trägt,wenn man einen Tourist zu besuch hat u.v.m.
Würde auch behaupten,das diese Menschen ein glücklicheres
Leben führen und diese es auch zu schätzen wissen!
Vielleicht kommen noch ein paar Kommentare hinzu.
Würde mich freuen!
Grüsse,Rainer!
ThemenstarterGast03. Aug. 2005 · #5
Hallo Rainer

Was die Verhältnisse auf dem Land anbelangt stimme ich A.T. zu. Allerdings bringt diese Abhängikeit es auch mit sich, dass man Dritten gegeüber nicht über Leute schimpft, die einem nicht so ganz in den Kram passen. Hie und da habe ich bemerkt, dass beim erwähnen des einen oder ander Name die Reaktionen deutlich zurückhaltender ist als bei andern Personen. Das ist auch O.K. so und zeigt mir, dass die Namibier auch nur Menschen sind.
In der Stadt gibt es aber auch vereinzelt Zoff mit Nachbaren aber das liegt dann wohl auch wieder am fehlenden räumlichen Abstand.
Aber im grossen und ganze habe ich schon das Gefühl, dass das Motto leben und leben lassen im südlichen Afrika mehr gelebt wird als in Europa.

Ich denke 4x4 Fahrzeuge sind in der Schweiz zu 90% Statussymbol, einzig ein Teil der Alpenbewohner haben wirklich einen Bedarf für sowas.

swisschees
ThemenstarterGast04. Aug. 2005 · #6
Also, ich kann nur sagen: Namibia kennt sehr wohl Neid ! Und zwar eher mehr als bei uns, da die Menschen sich mehr beäugen. Der Nachbarsfarmer ist neidisch auf den anderen, wenn er mehr Gäste hat, wenn er mehr Regen erhält, wenn er irgendwie mehr Erfolg hat.
Eine Bekannte von mir hat sich vor ca. 2-3 Jahren eine Farm beim Soussusvlei gekauft.(Namibia ist ihre grosse Leidenschaft). Sie ist selbständig und arbeitet neuerdings als Reiseveranstalter für spezielle Reisen im südlichen Afrika.

Ihre eigene Farm nutzt sie allerdings nicht als Gästefarm, sondern lässt dem Wild freien Lauf und hat alle Zäune weg gemacht.

Sie erzählte mir, dass sie inzwischen die einzige Farmbesitzerin sei, die noch mit allen Nachbarn spräche. Während die anderen untereinander sich die Gäste nicht gönnten und sich misstrauisch beäugten. Bedingt wohl auch durch die inzwischenden schrumpfende Gästezahl nimmt der wirtschaftliche Druck auf die Farmen zu und man gönnt sich gegenseitig nicht die Gäste.

Ich zitiere hier nur eine Aussage, die ich schon vor ein paar Wochen so gehört habe.
ThemenstarterGast04. Aug. 2005 · #7
AT und Swisschees nehmen ihre Kenntnisse aus ihren touristischen Reisen. Aber das ist zu wenig, um kompetent etwas zu einem Thema zu sagen, wozu letztlich nur Namibier selbst etwas sagen können. Im täglichen Umgang gerade auf dem Lande ist der Nachbarschafts -Neid extrem, vor allem, wenn man "Gäste" farmt.
ThemenstarterGast04. Aug. 2005 · #8
AT und Swisschees nehmen ihre Kenntnisse aus ihren touristischen Reisen. Aber das ist zu wenig, um kompetent etwas zu einem Thema zu sagen, wozu letztlich nur Namibier selbst etwas sagen können. Im täglichen Umgang gerade auf dem Lande ist der Nachbarschafts -Neid extrem, vor allem, wenn man "Gäste" farmt.
Woher weist Du das?
Das stimmt für mich jedenfalls nur bedingt. In Namibia war ich nur als Gast, aber in Südafrika, auch wenn es schon lange her ist, habe ich gearbeitet und heute noch in der Stadt und auf dem Land enge Kontakte.

Ich habe ja auch nicht geschrieben, dass alles eitel Sonnenschein ist.

swisschee

PS: Bei mir schleicht sich der Eindruck ein, dass in diesem Forum nur noch Experten Fargen stellen dürfe und Namibier darauf antworten.
ThemenstarterGast04. Aug. 2005 · #9
Danke für die Antworten!
Satara,Deine Aussagen sind, so gesehen aus erster Hand!
Dem dürfte wohl nichts entgegenstehen! Also,ein Hinweis aus der
ersten Reihe! Hingt den der Touristenzulauf so extrem?
Es war wirklich eine neue Erkenntnis,wie es sich unter den Namibianern bez. der Nachbarschaft verhält.
Vielen Dank, Rainer! 😱
ThemenstarterGast04. Aug. 2005 · #10
Hallo Rainer
Ich habe mich schon bei Deiner ursprünglichen Frage nach dem tieferen Sinn derselben gefragt und Dir einzelne Antworten eigentlich bringen. Wenn Du nun aber basierend auf einer "Information aus erster Hand" von Satara - die notabene auch nur aus zweiter ist - bereits ein abschliessendes Urteil fällst, frage ich mich noch viel mehr....Sorry, aber dieser Thread bringt es nun wirklich nicht. Gruss, Thomas
ThemenstarterGast04. Aug. 2005 · #11
Hallo Rainer
Ich habe mich schon bei Deiner ursprünglichen Frage nach dem tieferen Sinn derselben gefragt und Dir einzelne Antworten eigentlich bringen. Wenn Du nun aber basierend auf einer "Information aus erster Hand" von Satara - die notabene auch nur aus zweiter ist - bereits ein abschliessendes Urteil fällst, frage ich mich noch viel mehr....Sorry, aber dieser Thread bringt es nun wirklich nicht. Gruss, Thomas
dem kann ich auch zustimmen. Natürlich ist diese Aussage nicht gerade sehr löblich auf die Gemeinschaft zwischen Farmern zu sehen. Aber ich betone nochmals hier ausdrücklich, dass es sich um eine Einzelmeinung handelt, die eine Bekannte von hier vor einigen Wochen in einem anderen Zusammenhang mir gegenüber geäussert hat. Aus der Einschätzung einer einzelnen Person würde ich trotzdem keine Rückschlüsse auf das Ganze machen. Sowas ist selbstverständlich auch immer sehr subjektiv.
ThemenstarterGast05. Aug. 2005 · #12
Die einzelnen meinungen gehen hier doch sehr auseinander und keiner kann wirklich etwas dazu sagen. Grundsätzlich ist es so, dass es immer auf die personen ankommt, wie man sich mit wem versteht. Sicherlich ist das nachbarschaftsverhaeltnis nicht mehr so wie es vor 10 oder 20 jahren noch war. Damals haben sich alle farmer im umkreis abends und fruehmorgens per funk angerufen und sich ab- bzw. zurueckgemeldet, ob auch alles in ordung sei. Dieses procedere ist nur noch sehr wenig verbreitet. Heute kocht im grunde jeder sein eigenes sueppchen und schaut dass er ueber die runden kommt. Dies hat jedoch nichts damit zu tun, dass man kein gutes verhaeltnis hat, im gegenteil, man besucht sich gegenseitig und telefoniert auch. Natuerlich wird es immer nachbarn geben, die dem anderen seine gaeste oder was auch immer neiden, dies ist aber sicherlich nichts namibia spezifisches. Und es ist auch nicht schlimmer geworden, man haelt nach wie vor zusammen und unterstuetzt und hilft sich gegenseitig, egal was es ist. Das war und ist eine art tradition, die nach wie vor anhaelt und nach der sich auch die meisten farmer richten
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