4x4 mit Diesel oder Benzin? Versorgung?

8 Antworten · 6'112 Aufrufe · gestartet 03. Juni 2008 von Okavango
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Themenstarter118 Beiträge · seit 200603. Juni 2008 · #1
Hallo!

Wer von Euch kann mir die Pro&Contra von 4x4-Fahrzeugen mit DIesel und Benzin nennen?

Mit welchem Verbrauch habe ich jeweils zu rechnen und wie sieht es aus mit der Verfügbarkeit von Diesel an den Tankstellen?

Gibt es Unterschiede in der Leistung der Motoren, die wesentlich sind? (Will ja keinen Beschleunigungsrekord aufstellen, aber zum sicheren Überholen auf absehbarer Strecke sollte es reichen... ;))


VIele Grüße
okavango:) 🙂
209 Beiträge · seit 200703. Juni 2008 · #2
Hallo Okavango,
hatte im Mai einen Toyota Hilux 4x4 Doppelkabiner SXR 2.5 D von HH und waren vollends zufrieden mit der Wahl.
Verbrauch im Durchschnitt 11 Liter Diesel bei 4600 km. Jede Tankstelle die von uns angefahren wurde, hatte Diesel !!! Der Toyota hatte einen Zusatztank und die Reichweite war nach HH ca. 1300 km. Somit wären wir auch nie in Bedrängnis gekommen.
Gruss
Selbst nach der Abreise sind wir nie ganz von diesem Land weggekommen.
2'346 Beiträge · seit 200603. Juni 2008 · #3
Hallo "Okavango",

fahre eigentlich immer einen Nissan Hardbody 2,4 l V4 Benziner. Der "zieht zwar keinen Hering vom Teller", ist aber vollkommen ausreichend. Der Verbrauch liegt im Durchschnitt bei knapp 13 l.

Vor zwei Jahren hatte ich mal einen Nissan Hardbody 3,3 l V6 Benziner. Das war gegenüber dem V4 schon ein gehöriger Unterschied. Vor allem ist der deutlich leiser als der V4 und hat eine wesentlich höhere Durchzugskraft. Und der Benzinverbrauch lag noch etwas unter dem V4, so ca. 12 l.

Leider werden nur selten V6 angeboten. Ich wäre durchaus bereit, ein paar Euro pro Tag mehr dafür zu bezahlen. Bei Asco kostet der beispielsweise pro Tag 5 Euro mehr. Das wäre es mir Wert, wenn ich mit dem Preis ansonsten zufrieden wäre.

Viel Spaß
Armin
351 Beiträge · seit 200803. Juni 2008 · #4
Hallo,

also bei der "Verkehrsdichte" in Namibia hast Du immer ausreichend Strecke zum Überholen. Diese Sorge ist also praktisch keine und stellt somit kein Kriterium für die Auswahl des Wagens bezüglich Motor und Leistung dar.

Wir hatten im März einen Land Rover TDI 110 Station Waggon. Vollbepackt ausschließlich zum Campen mit 2 Dachzelten für unsere 5-köpfige Familie (!!!) hat er uns in den 4 Wochen über 5700 km nur 10 Liter Diesel pro 100 km abverlangt. Und das einschließlich aller Offroad-Vergnügungen.
Diesel gab's überall. Doch darauf darf man sich nicht in allen Winkeln Namibias verlassen. Deshalb der eingebaute 140l-Tank und ein zusätzlicher Reservekanister.

Soweit unser kurzes Feedback zu diesem Thema.



Schöne Grüße aus Bayern
Robert
Niemals aufgeben !
162 Beiträge · seit 200704. Juni 2008 · #5
Hallo Okavango!
Ob Diesel oder Benziner ist auch immer ein wenig Glaubensfrage! Mit der Versorgung von Treibstoff sollte es nur in den wenigsten Fällen zu Schwierigkeiten kommen. Wenn, dann könnte es eher bei Diesel zu Engpässen kommen. Wir hatten bis jetzt aber nie Probleme!
Aus meiner Sicht sind beim Verbrauch die Vorteile beim Diesel, aber Du weißt ja: Wer gut füttert, der kann gut reiten! 😎 Der Diesel hat ein größeres Drehmoment bei geringen Drehzahlen, während ein Benziner eher bei höheren Umdrehungen gehalten werden muss, um eine gleiche Leistung zu erziehlen.
In den meisten Mietwagen sind oft nur die "kleineren" Motoren wie die 2,5L Diesel oder die 2,4 oder 2,7L Benziner eingebaut, die natürlich mit dem Gewicht des großen Wagens, zum Teil auch noch voll beladen, fertig werden müssen! Die großen Maschinen findest Du eher selten, da sie oft zu teuer sind. Die kleinen Diesel sind nach größerer Laufleistung häufig am Ende, da sie nicht als Rennmaschine taugen und oft unter Volllast irgendwelche Dünen hochgeprügelt worden sind.
Wir hatten mit einem Toyota Hilux 2,7 einen Verbrauch von ca. 11-12 Litern und mit einem 3,0 Diesel einen Verbrauch von ca. 9-11 Litern auf 100km.
Ich hoffe ich konnte eine wenig helfen!
Gruß Sven
Viele Grüße von Silke & Sven http://www.kleinert-foto.de Reiseberichte und Fotos
325 Beiträge · seit 200604. Juni 2008 · #6
Hallo,

fahren seit vielen jahren einen Nissan Patrol 2.8D aus Deutschland in Afrika.
Verglichen mit dem rel. baugleichen Benziener verbraucht die Kiste weniger und hat erheblich mehr Drehmoment, was im Sand und beim langsamen Steine-Klettern schon ganz gut ist. Versongungs-Engpässe gab es nur einmal im Norden Kenias. Weil ich leider keinen Zusatztank habe, musste ich damals ein paar Liter Kochöl reinschütten (also so 50 Flaschen).
In Zimbabwe gibt es (oder gab es ) allerdings heftige Versorgungsprobleme mit Diesel seit Jahren.

Gruß
ich
Die Welt ist zu groß, um immer nur auf Straßen zu fahren
zuletzt bearbeitet 04. Juni 2008
Gast04. Juni 2008 · #7
Hallo Okavango,

das Überholen als Kriterium kannst Du völlig außer Acht lassen, es sei denn, Du willst nur die B1 hoch und runter fahren. Ansonsten wirst Du kaum Gelegenheiten dazu haben. Und selbst wenn sich die Gelegenheit bietet, wirst Du Dir das auf Schotterpisten wegen mangelnder Sicht (Staubwolke des vorausfahrenden Fahrzeugs) und drohendem Steinschlag dreimal überlegen.

Ein Diesel verbraucht etwas weniger, aber Diesel ist derzeit in Namibia 15-20% teurer als Benzin, wodurch eine echte Einsparung schwierig wird. Wir hatten einen Hilux 2.5D. In der Südafrika-Ausführung hat der Motor nur 102PS und 200 Nm (Als Double Cab 260 Nm). Mit Zusatztank, Dachzelt, Kühlschrank, Wasserkanister, zusätzlichem Ersatzrad, Campingausstattung, etc. wiegt das Auto 2 Tonnen und ist mit dem Motor eher untermotorisiert. Selbst an kleinen Steigungen mussten wir in den 3. oder 2. Gang zurückschalten. Letztlich fährt man das Auto mit dem Motor häufig sehr hochtourig, was ebenfalls der beim Diesel erhofften Verbrauchseinsparung zuwider läuft. Wenn es ein Hilux Diesel sein soll, dann nach Möglichkeit einen 3.0 Liter Diesel, der hat 160PS und 343 Nm.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 04. Juni 2008
911 Beiträge · seit 200704. Juni 2008 · #8
Armin schrieb:
Vor zwei Jahren hatte ich mal einen Nissan Hardbody 3,3 l V6 Benziner. Das war gegenüber dem V4 schon ein gehöriger Unterschied. Vor allem ist der deutlich leiser als der V4 und hat eine wesentlich höhere Durchzugskraft. Und der Benzinverbrauch lag noch etwas unter dem V4, so ca. 12 l.

Leider werden nur selten V6 angeboten. Ich wäre durchaus bereit, ein paar Euro pro Tag mehr dafür zu bezahlen. Bei Asco kostet der beispielsweise pro Tag 5 Euro mehr. Das wäre es mir Wert, wenn ich mit dem Preis ansonsten zufrieden wäre.

Hallo,
wir mieten dieses Jahr das dritte mal bei ASCO und wieder den 3,3l V6. Ist zwar grundsätzlich nicht dass billigste Angebot, aber wir sind immer sehr zufrieden.

Was den größeren Motor angeht, stimme ich zu!

Auf den Standardrouten ist es zwar nicht so wichtig, denn da reicht auch der kleinere Motor völlig aus, um die auf Schotterpad empfohlenen maximal 80 km/h zu halten. Überholen ist wirklich kein Kriterium, denn erstens gibt es ganz selten die Versuchung dazu und zweitens läßt man es doch bleiben. Und dass es an den steilen Stellen z. B. am Joubert-Pass nördlich Sesfontain bergauf etwas langsamer geht, läßt sich verkraften.

Aber im Gelände bzw. auf ganz schlechten Pads oder im Tiefsand ist es schon deutlich angenehmer, wenn der Motor sich mit ordentlichem Drehmoment niedertourig voranarbeitet und man all das deutlich gelassener angehen kann. Der Benzinverbrauch des V6 ist auch nicht nennenswert anders als der des 4-Zylinder.

Diesel haben wir bisher nicht in Erwägung gezogen, da wir keinen nennenswerten Vorteil sehen.

Helgi
Reisebericht 2012: 8 Löwen und ein Oryx
2'346 Beiträge · seit 200604. Juni 2008 · #9
Muss zur Ehrenrettung des V4 von Nissan sagen, dass sich da technisch offenbar etwas getan hat. Hatte vor einigen Wochen das neueste Modell und sowohl das Fahrgeräusch als auch die Durchzugskraft waren etwas angenehmer, als ich es aus früheren Jahren gewohnt war. Bin z. B. völlig entspannt die 100 km Dünenquerung über Bitterpan im Kgalagadi Transfrontier Park gefahren und da geht´s im Sand schon ganz ordentlich rauf und runter. Trotzdem bleibt immer noch ein deutlicher Unterschied zum V6, den ich vorher ausnahmsweise hatte. Der "Abstieg" ist mir aber nicht so schwer gefallen, wie ich erwartet hatte. Was am Nissan V4 auch neu ist, ist die automatische Differenzialsperre, die der V6 schon länger hat. Früher musste man beim V4 dazu aussteigen. Das ist jetzt echt praktisch.

Gruß
Armin