GEGerhard57Themenstarter33 Beiträge · seit 200821. Mai 2008 · #1Also wir ( Frau, Kind, Ich) fahren im August nach Namibia. Da wir wegen Camping auch Selbstversorger sind, wollen wir gelegentlich den Grill anwefen, der ja in Namibia auf den Campingplatz fast überall vorhanden ist. Nun habe ich in einem Reiseführer gelesen, daß es in Namibia nur selten Holzkohle zu kaufen gibt, aber fast überall Feuerholz.
Wie soll ich nun mit Feuerholz grillen, ohne daß alles anbrennt, ungenießbar wird oder sonstiges?
Irgendwie bin ich ratlos!! und für alle Tips dankbar
helen1'490 Beiträge · seit 200621. Mai 2008 · #2Hallo Gerhard,
es gibt keine saublöden Fragen 🙂
Auch wenn ich jetzt kein Grillmeister bin, aber ich versuche mal deine Frage zu beantworten.
Du bekommst fast überall von den Einheimischen Holz.
Wenn du das schön auf die Feuerstelle legst und eventuell unter Zuhilfenahme von Grillanzündern zum Brennen bringst, dann verkohlt das Holz und du bekommst Holzkohle 😉
Dann sollte dem lekkeren Braai nichts mehr im Wege stehen.
Soll heißen, dass du dir keine Sorgen wegen Grillen machen musst.
Viel Spaß und liebe Grüße
helen
Bazi2'721 Beiträge · seit 200621. Mai 2008 · #3Ich bin zwar kein Camper, aber ich glaub das geht so:
Feuer machen, abbrennen lassen bis das Holz nur noch glüht. Dann kann man grillieren / braien. Geht halt etwas länger als mit Holzkohle.
Gisela
GUGuido.Gast21. Mai 2008 · #4Hallo Gerhard,
Gerhard57 schrieb:Wie soll ich nun mit Feuerholz grillen, ohne daß alles anbrennt, ungenießbar wird oder sonstiges?
Das gehört zu den vielen kleinen Dingen, die man in Namibia am besten einfach gelassen auf sich zukommen lässt. Viele Dinge entscheidet/lernt man nebenbei vor Ort. In Namibia ist meines Wissens noch kein deutscher Tourist am Grill verhungert 🤩
Ich bin alles andere als ein Grillexperte, aber ich habe mit etwas Reisig einen kleinen Holzscheiterhaufen ordentlich zum Brennen gebracht. Dann den Scheiterhaufen breit machen. Die Holzscheite glühen dann vor sich hin. Ab und an züngelt wie bei Holzkohle auch eine kleine Flamme. Wie auch bei Holzkohle oder Grillbriketts "reguliert" man die Temperatur über den Abstand von Grillfleich zu Feuer/Glut.
Beste Grüße
Guido
Big_Sven162 Beiträge · seit 200721. Mai 2008 · #5Hallo Gerhard!
Du bekommst in vielen größeren Einkaufsmärkten in Namibia auch Holzkohle zu kaufen. In jedem Fall aber in Windhoek. Wenn Du Dich dann eindecken oder aber Du machst es wie meine Vorredner es beschrieben haben: wie die Einheimischen mit Holz!
Gruß Sven
Viele Grüße von Silke & Sven
http://www.kleinert-foto.de
Reiseberichte und Fotos
joli3'491 Beiträge · seit 200621. Mai 2008 · #6Hallo Gerhard,
mach Dir darüber keine Gedanken. Wenn es nicht so ginge, wie hier schon beschrieben, gäbe es vermutlich keine Südafrikaner oder Namibier mehr, denn bei denen gehört ein zünftiger Braai so zum Leben wie bei den Bayern das Bier.😄
Gruß Joli
peter140 Beiträge · seit 200621. Mai 2008 · #7He Gerhard, nimm mal an, als erstes lernst Du im ganzen südlichen Afrika, daß "Zeit" keine nennenswerte Kategorie ist.
Daraus folgt: fang frühzeitig mit Deinem Holzfeuer an. Gegenüber der (schön steril brikettierten) Holzkohle von daheim brauchst Du 3x so viel Holz und 4x so viel Zeit.
Das verlängert aber nicht nur die Wartezeit - das erhöht auch den Verbrauch an Sundowner Liquors und die Freude am "Braai Event".
P.S.: meist ist das Holz, das Du irgendwo kaufst, verdammt hart und verdammt groß - und Du hast vermutlich keine Yankee Axe dabei. Das erhöht die Brennzeit. Und aber auch das Vergnügen.
Das ist übrigens einer der wesentlichen Entstehungsgründe für die Poikie - das Essen wird zubereitet, wenn Zeit dafür ist und nicht erst, wenn man Hunger hat und essen möchte. In "Jock of the bush veld" findest Du dazu hübschen Bericht.
Aber sei sicher: Ihr werdet es genießen!
die oude Oom Pieter
Noch 'ne Anfügung: Die Feueranzünder (jetzt sogar mit Zündmasse an jedem Stick und mit Reibfläche an der Schachtel) sind inzwischen so geruchsfrei und so "energiegeladen", daß selbst gröbere Hartholzstücke (siehe das Post von Stephan M.) gut in Glut gebracht werden. Eine Geruchsprüfung bleibt aber zu empfehlen...
You have to know where the places are you should be at! That\\\'s what Oom Schalk Lourens taught us ...
jakkal283 Beiträge · seit 200621. Mai 2008 · #8Hallo miteinander,
Nam,und RSAler sind Weltmeister im braaien!!!
da kann man viel von lernen.
Und wenn Ihr mal im Bush selbst Braaihout sucht am besten Mopane oder Kameldorn,gibt die beste Kohle und den feinsten Geschmack.
Aber seid auf der Hut vorm trockenen Holz einer
Buschmansrose,das könnte einen bitteren Nachgeschmack haben!!!
So nun :
Lekker Braai
jakkal
La Leona2'779 Beiträge · seit 200722. Mai 2008 · #9hallo braaiers
obwohl bei uns in Argentinien das BBQ ausschliesslich Sache der Machos ist, erlaube ich mir als begeisterte Zuschauerin und Mitesserin auch meine tipps abzugeben. Diese sind jedoch nicht ganz kompatibel mit dem afrikaansen braaien, da wir hiuerzulande anscheinend eben noch mehr Zeit für den Sundowner und Apero brauchen.....
Regel nummer eins: Fleisch vom Holzfeuer schmeckt unendlich viel besser als von Industriebrickets.
Randbemerkung zu Regel Nummer eins: Wir essen viel Fleisch in Argentinien und wir lieben es nach Namibia zu reisen weil wir da nicht zu kurz kommen jeje.
Nun zum Tipp: die Feuerstelle hat zwei Herde. 1. dort wo die Holzstücke -sei selber gesammelt oder gekauft, zu Kohle verbrannt werden, 2. eine dünne Schicht Glut unter dem Rost wo die Steaks die wors u.a. gegrillt werden.
Tipp nr. 2: Qualtitätsfleisch sollte während der ganzen Prozedur nur einmal gewendet werden, dann wenn man die ersten Bluttropfen auf der rohen Oberseite des Steaks sieht, wenden, die gebratene Seite wird erst dann mit Salz bestreut (das Fleisch kommt ungesalzen aufs Feuer) wenn der rote Saft wieder auf die Oberfläche kommt heisst dies dass das Steak in der Mitte nun a point /medium ist. Kurz wenden um die andere Seite noch zu salzen und vom Grill nehmen. buen provecho.
Die dünne Schicht Glut welche nach Bedarf geduldig erneuert wird ermöglicht das grillen von recht hohen / dicken Steaks oder ganzen Filletstücken, so brennen sie aussen nicht an, sondern garen langsam nach innen.
bon appetit
heuchef911 Beiträge · seit 200722. Mai 2008 · #10Hallo Gerhard,
auch noch mein Senf dazu:
Das Holz, das man in Namibia von Einheimischen oder auch an vielen Tankstelle kaufen kann, ist bereits in handlichen Stücken und zu Bündeln zusammengebund bzw. in Plastik verpackt. Immer genug mitnehmen (ist preiswert), denn selbst Sägen ist harte Arbeit - Grund: das Holz ist fast so hart wie Eiche. Dafür brennt es dann aber nicht so schnell ab und entwickelt eine super Glut.
Und- ist zwar schon gesagt - früh genug anfangen. Im August wird es ab 17.30 Uhr schlagartig dunkel und wenn dann das Feuer noch nicht brennt, wird's schnell ungemütlich.
Übrigens: Auch wenn die meisten auf Rind oder Kudu oder Oryx als Fleisch stehen - wir finden auch die Porc-chops (Schweinekotelets), die es in jedem größeren Markt (SPAR usw) gibt, ganz super - solch gutes Schweinefleisch gibt's in ganz Deutschland nicht 😉. Am besten gleich paarweise (oder zu dritt je nach Hunger 😎 ) im Vakuum einschweißen lassen (macht auch jeder Markt), dann hält sich das in der Kühlbox ziemlich lange.
Guten Appetit
Helgi
GEGernot EickerGast22. Mai 2008 · #11moin,
früher habe ich auch immer für die Truppe das Fleisch gegrillt. Das habe ich in Maun bei BMC (Botswana Meat Comission) tiefgefroren in 25kg-Paketen gekauft. Das Fleisch war aber so phantastisch, dass es uns leid tat, es mit Feuer zu "verderben". Es wurde fortan in Pfannen zubereitet, und alle waren begeistert!
Stephan M425 Beiträge · seit 200722. Mai 2008 · #12Hallo,
in diesem Zusammenhang möchte ich nur zum Besten geben, dass ich letztes Jahr in Windhoek im Supermarkt mir zwei Plastesäcke Feuerholz kaufte.
Die Erste Braai-Gelegenheit war in Mirabib.
Das Holz war so hart und schwer anzündbar, dass ich wirklich Schwierigkeiten hatte, diese stahlharten Dinger mit nem Messner etwas klein zu bekommen (ne Axt hatte ich natürlich nicht mit). Totholz kann man auf Mirabib nicht finden und das trockene Gras war nicht wirklich als Anzündhilfe zu gebrauchen. Selbst nachdem ich irgendie ein Feuer anbekommen hatte, ging es trotz Glut immer öfter aus.
Also, das Holz war wie Steinkohle. Der Rauch hatte aber ein wunderbares Aroma!
So, nun habe ich mich als Braai-Meister geoutet 🙂
heuchef911 Beiträge · seit 200722. Mai 2008 · #13Hallo Stephan,
deshalb:
Im Supermarkt in WH zu Beginn der Fahrt eine Großpackung Grillanzünder (z. b. die weißen Schaumdinger) kaufen - damit funktionierts eigentlich immer.
Aber der Geschmack durch das Holz ist wirklich super.
Gruß
Helgi
jaw2'048 Beiträge · seit 200722. Mai 2008 · #14Hallo!
Und- ist zwar schon gesagt - früh genug anfangen. Im August wird es ab 17.30 Uhr schlagartig dunkel und wenn dann das Feuer noch nicht brennt, wird's schnell ungemütlich.
Fehler Nr. 1 der deutschen Touris: Das Fleisch wird viel zu früh aufgelegt, kommt dann mit den Flammen in Kontakt und verbrennt. Immer erst abwarten bis sich die Glut gebildet hat. Der Afrikaner hat die nötige Zeit dafür....
Thema anzünden: In Nam noch relativ häufig sind Reifen mit einem Innenschlauch. Die Reste davon findet man immer wieder am Straßenrand und kann die dann mitnehmen. Oft sind sogar (deswegen?) die Holzbündel mit Reifenschlauch zusammengebunden. Es ist vielleicht umwelttechnisch nicht ideal, aber das Zeug brennt wie Zunder und ist ideal um das harte Kameldornholz anzuzünden. Das schmelzende Gummi dringt sogar in das Holz ein und sorgt für eine gute Glut. Wie oben schon geschrieben muss man ohnehin länger warten, bis dann Lebensmittel drauf kommen.
Alles andere wie Grillanzünder etc. sind mit Brandbeschleunigern getränkte Materialien oder auf Petroleumbasis hergestellte Flüßigkeiten (oder sogar Spiritus, den ich noch weniger empfehlen kann). Sind diese Dinge nicht sorgfältig verschlossen, so werden bei der trockenen Hitze am Tag viele der Stoffe frei, Flüssigkeiten können auslaufen etc. Dagegen ist der Gummischlauch viel leichter zu transportieren und kostenlos. Mit etwas Luftzufuhr bekommt damit jeder sein Kameldornfeuer an.
Um Holz selbst zu sammeln sollte man aber die Holzarten unterscheiden können. Da kann ich Jakkal nur zustimmen.
jaw
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Chrigu7'267 Beiträge · seit 200622. Mai 2008 · #15Stephan M schrieb:Hallo,
in diesem Zusammenhang möchte ich nur zum Besten geben, dass ich letztes Jahr in Windhoek im Supermarkt mir zwei Plastesäcke Feuerholz kaufte.
Die Erste Braai-Gelegenheit war in Mirabib.
Das Holz war so hart und schwer anzündbar, dass ich wirklich Schwierigkeiten hatte, diese stahlharten Dinger mit nem Messner etwas klein zu bekommen (ne Axt hatte ich natürlich nicht mit). Totholz kann man auf Mirabib nicht finden und das trockene Gras war nicht wirklich als Anzündhilfe zu gebrauchen. Selbst nachdem ich irgendie ein Feuer anbekommen hatte, ging es trotz Glut immer öfter aus.
Also, das Holz war wie Steinkohle. Der Rauch hatte aber ein wunderbares Aroma!
So, nun habe ich mich als Braai-Meister geoutet 🙂
Das erinnert mich an unsere erste Reise nach Südafrika. Da hatten wir das gleiche Problem. Glücklicherweise hatten wir noch einen Gaskocher. So haben wir das Holz auf dem Gaskocher vorgeglüht, als ein Stück mal richtig brannte, kam das Feuer von alleine in Gang. 🙂
Wenn wir viel Zeit haben, nehmen wir gerne Holz. Wir haben aber auch immer einen Sack Holzkohle oder Briketts dabei. Das kann dann in unserem Feuertopf sehr schnell glühend gemacht werden.
Herzliche Grüsse
Chrigu
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Joerg3'175 Beiträge · seit 200622. Mai 2008 · #16@Genot Eicker!Klar verdirbt man gutes Fleisch mit Feuer, deswegen legt man es ja auch auf die gluehende(NICHT BRENNENDE) Holzkohle 😉
@LaLeona! DU scheinst ja bei den Machos SEHR GUT aufgepasst zu haben. Man merkt gleich dass Suedamerika waehrend der Gondwana zeit dierekt neben Namibia lag ;-))
Gruss
Joerg
Es gibt NIX, das es nedd gibt