zimpixThemenstarter107 Beiträge · seit 200821. Apr. 2008 · #1Nachdem ich immer wieder sehr zweifelhafte Berichte von den Campingplätzen im öffentlichen Ost-Teil des ENP gelesen habe, frage ich euch, ob es nicht irgend einen Weg gäbe, den westlichen Teil mit einem Privatfahrzeug zu befahren. Kann man nicht eine Lodge buchen und dann mit dem eigenen Fahrzeug hinfahren (mit entsprechendem Permit oder so)? Wenn nur geführte Touren möglich sind - was sollen wir mit dem gemieteten 4x4 tun, damit dieser während einer allfälligen Abwesenheit in Sicherheit bleibt?
Ich freue mich auf eure Erfahrungen. Herzlichen Dank!
If you don't have a sense of humor, don't go to Africa
Andreas Cierpka2'732 Beiträge · seit 200621. Apr. 2008 · #2Einfache Antwort - der Westteil ist fuer Privatfahrzeuge gesperrt.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
zimpixThemenstarter107 Beiträge · seit 200821. Apr. 2008 · #3Nun, das ist alles andere als einfach. Wie gelangt man denn in den Westteil? Wo stellt man den 4x4 ab? Welche Pauschaltouren sind erschwinglich und dennoch lohnenswert. Oder soll ich das Ganze einfach vergessen?
If you don't have a sense of humor, don't go to Africa
Andreas Cierpka2'732 Beiträge · seit 200621. Apr. 2008 · #4In den Westteil duerfen nur "namibia certified tour operators". Das heist im Klartext entweder buchst du eine komplette Reise oder du kommst einfach nicht hinein. Im Westteil wird es aber auch nicht mehr zu sehen geben als im Ostteil.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
Carsten Möhle1'287 Beiträge · seit 200621. Apr. 2008 · #5Sehr geehrter Herr Zimpix,
Um eine Genehmigung zum Duchfahren des Westteils von Etosha zu bekommen, muß man eine in Namibia beim Namibia Tourism Board registrierte Firma haben. Mit dieser Firmennummer kann man dann eine Genehmigung beim Obersten Naturschutzbeamten in Etosha per Fax beantragen. Man bekommt die Genehmigung dann gestempelt als Fax zurück und dieses Fax muß dann bei Ausfahrt aus dem Otjovasondu-Tor vom Reiseleiter vorgezeigt werden.
Sinn ergibt diese Genehmigung für einen Reiseveranstalter nur als Marketinginstrument, um etwas Besonderes zu bieten oder als Abkürzung auf einer Fahrt ins/aus dem Kaokoveld. Einen Vorteil in der Tierbeobachtung gibt es nicht, da mehrere künstiliche Wasserlöcher in diesem Bereich wegen Milzbrandtvorkommen trockengelegt wurden und sich 95% der Tierwelt Etoshas im für die Öffentlichkeit zugänglichen Bereichen aufhalten.
Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
zimpixThemenstarter107 Beiträge · seit 200821. Apr. 2008 · #6Sehr geehrter Herr Möhle
Herzlichen Dank für Ihre Antwort. Die sagt wohl alles ... So werden wir uns auf den öffentlichen Teil konzentrieren und dort auf einigermassen akzeptable Campingverhältnisse hoffen. Welche Camps wären dann empfehlenswert (wenn man möglichst intensive Tierbegegnungen wünscht?)
zimpix
If you don't have a sense of humor, don't go to Africa
Jens_Dietzel1'455 Beiträge · seit 200621. Apr. 2008 · #7zimpix schrieb:Sehr geehrter Herr Möhle
Herzlichen Dank für Ihre Antwort. Die sagt wohl alles ... So werden wir uns auf den öffentlichen Teil konzentrieren und dort auf einigermassen akzeptable Campingverhältnisse hoffen. Welche Camps wären dann empfehlenswert (wenn man möglichst intensive Tierbegegnungen wünscht?)
zimpix
Ich empfehle Dir Halali, am Besten abends noch ein paar Hühnerknochen oder Steakreste mit ins Zelt nehmen, die Honigdachse im Schlafsack sind Dir sicher. Das Gleiche für Namutoni, nur mit SchakalenB) 😎 😎 😎 😎 😎
Nun mal ernst, Die Campsite Namutoni kenne ich nur VOR der Renovierung, schlimm. Halali nach der Renovierung gut, sanitäre Anlagen wirklich toll. Nur mir sind da zuviele Menschen, deswegen werde ich die nächsten 10 Jahre wieder nicht nach Etosha fahren.
Viele Grüße
Jens
jaw2'048 Beiträge · seit 200721. Apr. 2008 · #8Hallo Zimpix,
ich bin ein absoluter Fan von Okaukuejo. In der Trockenzeit hast du praktisch die ganze Nacht Betrieb an einem beleuchteten Wasserloch. Dort kommen Rhinos, Elefanten, Löwen und alles andere. Du sitzt 30-40 m von einer trinkenden Giraffe weg. Die Elefantenlosung kann dich evtl. sogar erreichen😃
In 101 Tagen geht mein Flieger und in 110 Tage sitze ich abends dort am Wasserloch:):):):)
Halali hat aufgeholt. Ich habe dort zwar vor über 20 Jahren zuletzt übernachtet, fahre aber i.d.R. zum Lunch vorbei. Namutoni ist zum Übernachten uninteressant. Die Renovierung ist ein Flop. Die Menschen noch unfreundlicher als sonst in der Etosha.
Jens kann ich verstehen: Es sind schon sehr viele Menschen dort. Nur muss ich mich fragen, warum die dort alle hin wollen. Ich finde es einfach super, wie nahe man dort den Tieren kommt, wie vielfältig es sich präsentiert und trotzdem absolut kein Zoo daraus wird. Ich gebe aber zu, man kann dies auch anders sehen. Ich nutze auch andere Möglichkeiten, Wildtiere zu beobachten und bin auch jedes Mal ausgiebig zu Fuß unterwegs.
Früher waren die Farmen und Lodges um die Ethosha eine gute Alternative. Durch die Preiserhöhungen steigt hier aber der Druck enorm. Fast alle meine Nam-Bekannten übernachten nicht mehr im Park, weil es ihnen zu teuer ist. Damit werden die Besucherzahlen drum rum aber stark zunehmen. Schau mal in die Kataloge der Pauschalreise-Anbieter: Fast alle buchen in Lodges ausserhalb des Parkes....
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)