ALAlex75Themenstarter16 Beiträge · seit 200809. Apr. 2008 · #1
Hallo Ich habe mal ne Frage zur momentanen Lage in Namibia!
Ich habe heute Abend mitbekommen daß Namibia eine Nachrichtensperre bekommen hat,ein amerikanischer Flugzeugträger im Norden stationiert ist und Fallschirmjäger auch auf Abruf bereitstehn!
Hat das was mit der Mugabe-Wahl zu tun wo heute in der (deutschen) Zeitung stand??
Ist das ein altverbundene Swapo-Rotchina-Geschichte?
Was wird daraus?
Gruß einer etwas verunsicherten Elli
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia:
1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia,
1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg
lange Pause
Tolle Urlaube folgenten: 2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia
2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu
Der Artikel war mir gestern auch negativ aufgefallen. Die Regierung muss die Tibetproteste ja nicht unterstützen, aber eine dermaßen offensichtliche Anbiederung an China ist peinlich und dumm. "Was auch immer die chinesische Regierung tut, um die Situation unter Kontrolle zu halten, wird von uns unterstützt." So ein Blanko-Persilschein ist politisch eigentlich absolut tabu.
Aber für viele afrikanische Länder ist China gegenüber den westlichen Ländern der vermeintlich attraktivere Partner. Es gibt keine vorbelastende Historie und China mischt sich in Sachen Innenpolitik, Menschenrechte und Korruption nicht ein. Das China letztlich nur eine noch rücksichtslosere und egoistischere Rohstoff- und Wirtschaftspolitik als die westlichen Länder betreibt, ist denen noch nicht aufgegangen bzw. für die politische Elite das kleinere Übel.
Den Beitrag von Guido kann ich nur unterschreiben. Ich denke, es geht darum, die wirtschaftlichen Beziehungen auf gar keinen Fall zu gefährden. Die Chinesen sind ja in Namibia sehr aktiv, v.a. auch, was den Neubau von Regierungseinrichtungen angeht. 🙁 Mein Foto des einen Baustellenschilds finde ich leider gerade nicht, aber Ihr kennt die Situation dort sicher selbst.
Obwohl NAM ja genug Arbeitslose hat - vorgeschobener Grund für die chinesischen Bauträger soll angeblich sein, dass die Bauten mit Sicherungseinrichtungen ausgestattet werden, die die Einheimischen nicht kennen sollen.
Aha.
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Oshivambo1'159 Beiträge · seit 200709. Apr. 2008 · #5
Alex75 schrieb:
Ich habe heute Abend mitbekommen daß Namibia eine Nachrichtensperre bekommen hat,ein amerikanischer Flugzeugträger im Norden stationiert ist und Fallschirmjäger auch auf Abruf bereitstehn!
Kannst du hierzu mal die Quelle nennen?
Danke!
Oshivambo
Enda nawa
Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)
ALAlex75Themenstarter16 Beiträge · seit 200809. Apr. 2008 · #6
Ich habe mit einem Bekannten telefoniert der in Namibia wohnt. Er hat mich gebeten zu fragen oder Info´s zu bekommen was da evtl vor sich geht!
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KOkonno1'457 Beiträge · seit 200609. Apr. 2008 · #7
login37 schrieb: . . . "Was auch immer die chinesische Regierung tut, um die Situation unter Kontrolle zu halten, wird von uns unterstützt." So ein Blanko-Persilschein ist politisch eigentlich absolut tabu. . . .
Dieses Statement auch im Hinblick auf Taiwan und die generelle Einheitspolitik ist mit Sicherheit mit einem Auge auf den Seperationsbemuehungen aus dem Caprivi gerichtet !
Und trotzdem hat ihn Schroeder nach dem 11 September ausgestellt. Wie dem auch sei, woher weiss denn nun wer was von Falschirmjaegern ? Das wuerde mich dann aber auch mal interessieren. Und vor Allem warum es einen Flugzeigtraeger braucht um Mugabe zu enthebeln. Und dann auch noch vor Namibia, wo doch Mocambique ein klein wenig naeher laege oder nicht ? Fragen ueber Fragen . . .
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia:
1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia,
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Und trotzdem hat ihn Schroeder nach dem 11 September ausgestellt.
Ich nehme an, Du spielst auf den Ausspruch der "uneingeschränkten Solidarität" an? Auf der einen Seite haben wir einen Politiker, der einem Land die uneingeschränkte Solidarität ausspricht, welches wenige Stunden zuvor beim schlimmsten Terroranschlag der Geschichte gerade rund 3000 Tote zu beklagen hatte. Auf der anderen Seite spricht eine Regierung einer anderer Regierung die uneingeschränkte Unterstützung dafür aus, dass sie eine religöse Minderheit im eigenen Land gewaltsam und blutig unterdrückt. Da sehe ich schon einen gravierenden Unterschied.
Nebenbei: Die Schröderschen Worte wurden später gern so ausgelegt, als wenn er den USA explizit auch jegliche, militärische Unterstützung zugesagt hätte. Wenn man das im Gesamtkontext liest, fällt so eine Interpretation doch schwer
"Meine Damen und Herren, ich habe dem amerikanischen Präsidenten das tief empfundene Beileid des gesamten deutschen Volkes ausgesprochen. Ich habe ihm auch die uneingeschränkte – ich betone: die uneingeschränkte – Solidarität Deutschlands zugesichert. Ich bin sicher, unser aller Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Ihnen gilt unser Mitgefühl, unsere ganze Anteilnahme."
Beste Grüße
Guido
frank41542215 Beiträge · seit 200609. Apr. 2008 · #10
Wir kommen gerade aus Namibia zurück. Uns sind keinerlei Kriegsschiffen oder Soldaten an der namibischen Küste begegnet. Ich glaube auch nicht, dass Walvis Bay ausreichend tief für einen Flugzeugträger ist, was auch immer dieser dort soll. Vielleicht habt Ihr einen gesehen, der auf dem Weg in den Golf von Aden war.
Was aber sehr deutlich auffällt ist die gestiegene Verunsicherung unter der namibischen und botswanischen Bevölkerung, zumindest der, die durch den Tourismus Ihr Geld verdienen. Das sich Namibia nun auch noch - quasi offiziell und ungefragt - auf die Seite Chinas stellt ist dabei sicher alles andere als hilfreich. Namibia stellt sich - so sieht es zumindest die breite Masse - auf die Seite der Täter. Ich teile diese Meinung nicht ohne Einschränkungen, den der Gebietsanspruch auf Tibet ist aus meiner Sicht nicht unbegründet - die Art der Durchsetzung ist aber inaktzeptabel. Aber das gehört hier nicht hin.
Namibia hat in den letzten drei Jahren, an vielen Stellen, viel von seiner ursprünglichen "Unschuld" verloren. Das unbestimmte Gefühl von Unsicherheit macht sich selbst bei uns - die wir den Süden Afrikas schon recht gut kennen - breit. Die instabile Lage in Simbabwe und der zunehmende chinesische Einfluss auf das handeln und denken der Afrikaner verstärkt dieses Gefühl weiter.
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ALAlex75Themenstarter16 Beiträge · seit 200809. Apr. 2008 · #11
Als ich die ganzen Artikel der AZ und der anderen Medien in Sachen "Vertreibung" gelesen habe wundert´s mich nicht daß viele in Namibia unruhig sind.Das bin ich auch und ich bin in Deutschland.
Er sagte,daß einige eben befürchten,daß wenn Mugabe die Wahl verloren hat das Ganze durch die Anhänger eskaliert,es zu Racheakten kommt.
Vielen Dank schonmal für Eure Info´s und für weitere bin ich sehr Dankbar!
Wir kommen gerade aus Namibia zurück. Uns sind keinerlei Kriegsschiffen oder Soldaten an der namibischen Küste begegnet.
Hallo frank41542 Wir haben eines gesehen und uns darüber gewundert. Wir machten die bekannte Atlantic-Tour mit den 'niedlichen' Robben, die auf das Boot kommen und da war zwischen den Fischerbooten durchaus ein großes graues Kriegsschiff, was nicht zu den Fischerbooten passte. Manches sieht man/frau als Tourist nicht auf den ersten Blick 😉
Ich bin verunsichert...
Lieben Gruß Elli
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia:
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1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg
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Oshivambo1'159 Beiträge · seit 200710. Apr. 2008 · #13
Elli13 schrieb:
Ich bin verunsichert...
Warum? Weil du aller Wahrscheinlichkeit nach eines der wenigen Schiffe gesehen hast, die die namibische Marine bilden?
Die Chance eines in Walvis Bay zu sichten ist recht hoch...
Oshivambo
Enda nawa
Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)
Oshivambo, ich gebe zu, dass ich vielleicht zu viel in meine Sichtweise interpretiere und meine Ängste mit unötigen Interpretationen bediene. Gute Nacht von Elli
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia:
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1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg
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