Aktueller Straßenzustand? 4x4 oder normal???

16 Antworten · 7'182 Aufrufe · gestartet 01. Apr. 2008 von Maren
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Themenstarter4 Beiträge · seit 200801. Apr. 2008 · #1
Hallo,

wir wollen Mitte Mai für 18 Tage zum ersten Mal Namibia im Mietwagen bereisen. Im Reisebüro wurden wir sehr gut beraten, da die Frau selbst in Namibia für einige Jahre gelebt hat. Sie meinte, dass Kunden ihr erzählt hätten, dass aufgrund der starken Regenfälle in der letzten Zeit, ein Allradfahrzeug sinnvoll wäre. Kennt jemand von euch die aktuelle Lage? Muss das wirklich sein? Als Fahrzeuge wurden angeboten entweder ein Toyota Hilux Allrad oder ein Nissan X Trail 2x4.

Ich skizziere euch mal kurz unsere Route:

- Windhoek durch Rehoboth nach Mariental zur Bagatelle Kalahari Game Ranch
- von dort zum Desert Homestead südlich von Sesriem
- von dort nach Swakopmund in Meikes Gästehaus
- von dort die Küste entlang über Hentiesbaai, durch die Namib, am Brandberg vorbei zur Twyfelfonein Country Lodge 100 km westlich von Khorixas
- von dort über Outjo zum Etosha National Park, Übernachtungen in Okaukuejo und Halali
- von dort raus aus dem Park im Osten zur Mushara Lodge
- von dort über Tsumeb, Ojiwarongo zum Waterberg (Waterberg Guest Farm)
- von dort zur Amani Lodge
und schließlich wieder zurück nach Windhoek.

Was haltet ihr von der Route und kennt jemand die Unterkünfte. Bin über alle Hinweise dankbar.

Viele Grüße, Maren
435 Beiträge · seit 200701. Apr. 2008 · #2
🙂 Hallo Maren,

ein herzliches Willkommen bei den Namibia Freunden.

Beim Durchlesen deiner mail kamen mir folgende Gedanken

Es scheint immer wieder das alte Lied der Kosten eine Anmietung eines 4x4 zu verhindern. Alles, was für einen Mietvertrag spricht, wird durch den "günstigeren" Preis eines PKW´s zunichte gemacht.
Bedenke bitte, das ihr in einem PKW UNBEDINGT einen 2. Ersatzreifen mitnehmen müßt. Wohin damit? Wieviel Platz b leibt euch dann noch im Wageninneren? Das ihr viel tiefer sitzt, das euch die Steine auf den ungeteerten Straßen gegen das Unterbodenblech donnern werden - alles egal? Mit Sicherheit werdet ihr eine Reifenpanne haben. Wird bder Wagen dann gut abgefangen?....................

Ab Swakopmund würde ich einen anderen Weg nach Norden fahren. Nicht die Küste entlang, sondern lieber im Inneren an den durchaus sehenswerten Bergen vorbei, eventuell mit der Chance, auch "Wüstentiere" zu entdecken.

Von Tsumeb aus vielleicht nicht über die Teerstraße zum Waterberg, sondern lieber "hinten" herum über Naturstraßen

Das erstmal als Kurzvorschlag von meiner Seite.
Die besten Wünsche beim weiteren planen
😎
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655 Beiträge · seit 200602. Apr. 2008 · #3
hallo Maren, auch von mir eine herzliches willkommen bei den infizierten!!! nach meinen bisherigen erfahrungen in namibia (womo toyota mit aufbau, uralt mercedes womo, toyota tazz, alle ohne 4x4, landy mit 4x4) ist das entscheidende nicht der 4x4-antrieb, weil du nämlich auch ohne fast überall hin- und durchkommst, sondern die erhöhte sitzposition, die dir den nötigen über- und ausblick gibt. und die ist unabhängig vom antrieb der räder. wenn man 4x4 für kritische situationen vorher nicht ausprobiert hat, kanns blöd ausgehen. ich glaube, dass dadurch eher eine scheinsicherheit entsteht.
zur route mag ich im detail nichts sagen, mir kommt es km-mäßig etwas viel vor. aberd a sind andere sicher bessere ratgeber, da ich nicht so ein vielfahrer bin (lieber mehr zeit an einem ort). die straßenverhältnisse werden sich im mai sicher konsolidiert haben, und ein teil der straßen ist dann vielleicht schon etwas repariert. ich wünsche dir viel vorfreude bei der planung und eine wunderbare zeit in namibia. lb gruß von helga
www.goamus.org
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zuletzt bearbeitet 02. Apr. 2008
1 Beiträge · seit 200802. Apr. 2008 · #4
Hallo Maren,

wir kommen gerade von einer Tour über die Osterferien zurück und ich kann Dir folgendes mitgeben:
Nehmt auf jeden Fall einen Pickup (z.B. Toyota Hilux, hatten wir - war super)! Dann könnt ihr das Gepäck hintendrauf schmeissen und habt vorne gut Platz. Wir waren zu viert mit Doublecab - für zwei langt auch Singlecab. Außerdem haben die immer ordentlich Bodenfreiheit. Sowohl der Toyota als auch der Nissan Pickup erlauben Wasserstand bis ca. 1/2m.
Mietet bei einem Markenanbieter, nehmt besser "luxury line" als "budged line", beim Auto zu sparen ist grob fahrlässig!!!
Ich hatte einen Toyota Hilux über Europcar von hier aus gemietet und der Wagen vor Ort war quasi fabrikneu (1600km auf'm Tacho) mit (zumindest 3) nagelneuen und einem halbneuen Reifen. Fazit: Wir hatten bei ca. 2.300km KEINE Panne!!! Wir trafen andere mit einem alten Rangerover, die hatten in sieben Tagen sieben Reifenwechsel...
Achtet bei der Mietwagenabnahme mindestens auf folgendes:
- 4x4 mit 4L (untersetztem Getriebe)
- Differentialsperre
- Reifenalter und -profil!!!
Zweiter Reserverreifen müsst ihr von hier aus schon klarmachen. Vor Ort könnte es zu spät sein. Bei gutem Auto und Reifen ist ein Reseservereifen aber eigentlich entgegen vieler hier geäußerten Meinungen m.M. nach ausreichend. Beachte immer folgende Fahrregeln:
- Schlaglöchern ausweichen (gibts superwenige, aber immer dann nach 50km wenn man gerade am eindösen ist...)
- Großen Steinen ausweichen (gibts schon mehr), also auf Schotterpisten IMMER MAX. 80km/h!!! Die Verrücken, die mit 140 über Schotterpisten heizen wirst du bald beim Reifenwechsel (oder im Graben) wiedersehen!!!
- Flußdurchfahrten und plötzliche weiche Stellen IMMER LANGSAM MITNEHMEN - also immer konzentiert fahren, wenns zu sehr anstrengt lieber mal Pause machen und z.B. die schöne Landschaft fotografieren! Daher: ordentlich Zeit einplanen!
- Immer mit plötzlichem Fahrbahnkanten/Abstürzen rechnen, also bei unklarem Boden IMMER LAAANGSAM! Straßenvelauf kann sich nach jedem Gewitter ändern!
- Auf Fels-/Geröllwegen beherzt bergauf dagegen GAANZ LAAANGSAM bergab!
- Wen man sich in einem Flußlauf tatsächlichu mal festgefahren hat - keine Panik - besser ruhig angehen! Mit Allrad und Differentialsperre (ggf. mit zurück- und vorschaukeln) gehts mit einem ordentlichen Wagen (s.o.) auch problemlos wieder raus.
- Bei Unterspülungen anhand schon vorhandener Fahrspuren orientiern (auch wenn diese mit dem eigentlichen "Strassenverlauf" wenig zu tun haben scheinen) da dort Fahrzeuge offensichtlich schon durchgekommen sind.

Nehmt gute Karten mit!!! Ich hatte vom Därr eine CD mit ca. 60 Karten - runter bis zu 50.000, da ist auch eine 25Tage-Demoversion für GPS-Programme mit drauf und mit einer GPS-Maus für 60EUR vom Conrad war das optimal (hatte dazu ein Ruggidized Diskless Embedded-PC-Pad mit auch zum Speichern und Anschauen von Fotos):
http://www.daerr.de/artikel_daerr/D9E1E76109cac38E49JhtT2877F2/ean016262099900.html
Druckt auf jeden Fall die wichtigsten Kartenausschnitte vorher (auch eben als Analog-Backup) aus und heftet sie in schmutzbeständigen Folienordner ein!!!

Nehmt ein Satellitentelefon mit (ich hatte mit einigen Drivern auf den Lodges beim Bierchen gesprochen und wurde einhellig bestätigt, wer im Damaraland oder Kaokoveld ohne Satfon unterwegs ist, ist völlig verantwortungslos! Ein Iridium-Handy kostet bei www.satfon.de (vermieten die Kinder vom Därr) gerade mal 70EUR die Woche plus 1,4EUR Gebühren pro Gesprächsminute - das sollte es einem Wert sein nicht im nirgendwo zu verenden...
Mit Karte und GPS könnt ihr im Notfall nämlich immer noch bei der nächsten Lodge anrufen und durchgeben wo ihr liegengeblieben seid und ob irgendwann mal jemand vorbeikommen könnte (Also immer auch diese Telefonnummern dabei haben!)!

Jetzt aber noch ein Paar freudige Tipps:

- Die Abzweigung von Hentiesbay nach Uis geht erst nach rechts ab, wenn ihr noch ein Stück nach Norden Richtung Kape Cruis fahrt nach einer kleinen Brücke! Nicht versehentlich Richtung Usakos fahren (die Karten sind da alle ungenau, mit GPS seht ihrs aber sofort) und von Hentiesbay auf keinen Fall unbeschilderten Fahrspuren nach Nordosten folgen (da ist ein kleiner Canyon in den ihr reinfallen könnt).

- Brandberg am Mittag ist superheiss - geht aber auf dieser Route leider kaum anders. Rechnet für White Lady von Uis aus 3Std. zusätzlich! Nehmt dort zum Wandern ordentlich Wasser mit (2Liter - der Guide wird eh drauf bestehen und ihr werdets brauchen!!!) - aber Wasserflaschen hat man ja eh ordentlich dabei, oder ?!!!.

- Von Swakopmund müsst ihr UNBEDINGT FRÜH los!!! Lasst Cape Cruis weg, stinkt eh nur. Macht besser am Tag vorher eine Catamaran-Fahrt in Walfishbay!

- Die Twyfelfonein-Lodge ist schon was größer (kommen irgendwie auch Busse hin) aber man wird immer noch herzlich umsorgt - viel besser als im Etosha.

- Fahrt von Twyfelfonein unbedingt zur Grootberg-Lodge!!! Dazu kurz vor Palwag rechts abbiegen zum Grootbergmassiv und direkt am Pass (Strasse macht eine Linkskurve, stehen nur zwei kleine Bretterbuden und ein Holzschild neben der Strasse) gehts rechts hoch zur Lodge (4x4 Low!!!). Glaubts mir, das wird der absolute Höhepunkt - schauts euch selbst an und grüßt Dominik und Simonetta, Willhelm und Hambo, Florence und Susanna und alle anderen von mir!!! Wir haben hier auf drei Übernachtungen erweitert, weils einfach so wunderbar war...

- Am Waterberg müsst ihr zur Waterberg-(Wilderness- oder Plateau-)Lodge gehen. Grüßt Joachim und Caroline!!! Am besten zur Plateau-Lodge! Der Ausblick vom Chalet oben - unglaublich atemberaubend. Ist alles mit schweizer Gründlichkeit und supernett. Speziell wenns geregnet hat aber nur mit 4x4!!!

- Die Okaukuejo-Lodge ist superneu renoviert (wg. 100Jährigem Jubiläum in 2007) und entgegen der Aussagen in vielen Reiseführern wieder toll rausgeputzt!!! Schaut aber, dass ihr ein Häuschen am Waterhole bekommt - am besten erste Reihe, wir hatten nur zweite Reihe, immerhin kamen Gnus und Zebras und beinahe ein Nashorn (hat sich aber leider gleich wieder verkrümelt).

- In Halali können schonmal Löwen ins Camp kommen (2006) bei uns sind abends nur ein paar Schakale um den Swimmingpool gesträunt...

- Für die Etoscha-Durchfahrt müsst ihr FRÜH LOS, weils einfach so viel zu sehen gibt und nicht immer nur die Autobahn nehmen, besser Abstecher über Nebenstrassen und immer mal zu Wasserlöchern fahren!

ciao,
Gilbert
503 Beiträge · seit 200602. Apr. 2008 · #5
Hallo Maren,

ich würde von Windhoek zur Bagatelle Lodge nicht die langweilige Hauptstraße über Rehoboth und Mariental nehmen, sondern die landschaftlich sehr viel reizvollere Strecke, beginnend mit der C23 nach Dordabis, dann die C15 und über die 1268 dann zur Bagatelle Lodge. Ist sehr gut an einem Tag zu schaffen und Du kannst Dir unterwegs noch die Karakulwebereien in Dordabis ansehen.

Gruß

Martin
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409 Beiträge · seit 200702. Apr. 2008 · #6
Hallo Maren,

auch von mir ein "herzliches Willkommen" im Forum.
Meines Erachtens ist die Route in 18 Tagen gut machbar (waren im letzten Jahr auch 18 Tage im Mai unterwegs).
Bei der Bagatelle Ranch unbedingt 2 Tage bleiben. Es lohnt sich in jedem Falle. War unsere Lieblingslodge (macht auf jeden Fall die Sundowner Tour mitB) ).
Es reicht auch für diese Tour ein 2x4 (Toyota Condor oder Nissan X-trail). 2. Ersatzreifen kann ich auch nur empfehlen.
Ansonsten schließ ich mich den Vorgängern an.

Viel Spaß noch beim PlanenB)

Gruß
Uli
Das Leben wird nicht gemessen an der Zahl unserer Atemzüge, sondern an den Orten und Momenten, die uns den Atem rauben.
140 Beiträge · seit 200602. Apr. 2008 · #7
- Von Swakopmund müsst ihr UNBEDINGT FRÜH los!!! Lasst Cape Cruis weg, stinkt eh nur. Macht besser am Tag vorher eine Catamaran-Fahrt in Walfishbay!

ich hoffe nicht, daß Du die Robbenkolonie bei Cape Cross meinst.
Du könntest Dir sonst den Zorn aller Naturfreunde aufladen.😠

c.porosus
ccccccccccccc
483 Beiträge · seit 200702. Apr. 2008 · #8
Hallo zusammen

Ich meine, ein Satfon ist auch im Damaraland oder im Kaovoveld nur dann notwendig, wenn ihr die befahrenen Pads verlasst. Fahrt ihr etwa direkt zu den Epupafällen, dann ist ein satfon wirklich nur purer Luxus...

Ansonsten kann ich mich mehr oder weniger Gilbert anschliessen.

Gruss, Thomas
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Gast02. Apr. 2008 · #9
Hallo Gilbert,

willkommen im Forum.

Gilbert schrieb:
für zwei langt auch Singlecab.
Diese Meinung hast Du in diesem Forum ziemlich exklusiv für Dich.
Bei gutem Auto und Reifen ist ein Reseservereifen aber eigentlich entgegen vieler hier geäußerten Meinungen m.M. nach ausreichend.
Auch diese Meinung hast Du recht exklusiv für Dich.
Nehmt ein Satellitentelefon mit (ich hatte mit einigen Drivern auf den Lodges beim Bierchen gesprochen und wurde einhellig bestätigt, wer im Damaraland oder Kaokoveld ohne Satfon unterwegs ist, ist völlig verantwortungslos!
Ohne "Satfon" ist völlig verantwortungslos, aber ein 2. Ersatzrad braucht man nicht? Eigenartige Empfehlung. Für die gängigen Routen im Kaokoveld und Damaraland braucht man sicher nicht unbedingt ein Satellitentelefon. Da kommen täglich genügend Autos vorbei. Nur für die abgelegeneren Routen (Orumpembe, van Zyl's, Amspoort, etc.) ist das sehr empfehlenswert.
Die Abzweigung von Hentiesbay nach Uis geht erst nach rechts ab, wenn ihr noch ein Stück nach Norden Richtung Kape Cruis fahrt nach einer kleinen Brücke! Nicht versehentlich Richtung Usakos fahren (die Karten sind da alle ungenau
Auf den gängigsten Karten (u.a. Baedeker, Reise-Knowhow, Loose) ist das sehr genau dargestellt und klar ersichtlich. Außerdem stehen auf Wegweisern in der Regeln die Straßennummern.
Lasst Cape Cruis weg, stinkt eh nur. Macht besser am Tag vorher eine Catamaran-Fahrt in Walfishbay!
Falls Pelican Point nicht in die Reiseplanung passt, finde ich Cape Cross durchaus einen Stop wert. Mit der starken Reduzierung der dortigen Robbenpopulation hat sich auch das Geruchsproblem stark reduziert.

Beste Grüße

Guido
118 Beiträge · seit 200702. Apr. 2008 · #10
Hallo Maren,
ich hoffe, du bist nach diesen Schreckensszenarien jetzt nich allzu eingeschüchtert. Damit es dir wieder besser geht, schreibe ich ein paar Worte. Wir waren zu zweit im Februar 3 Wochen in Namibia und es schüttete. Wir hatten einen VW Chico und fuhren 6.500 km, etwa eure Route, aber zuerst nach Norden und dann von Sesriem noch nach Lüderitz, zum Fish River Canyon. Aber wir waren auch am Brandberg, Uis, Twyfelfontein, Etosha und Waterberg und wir befuhren den Gamsberg und Spreetshoogte Paß. Die Straßen waren gut zu befahren, bis auf die Anfahrt zur Ameib Rach, da steckten wir einen Tag fest, aber ein weiteres Paar mit 4X4 auch. Wir wurden dann am zweiten Tag von einem vorbeikommenden Farmen und zwei weiteren Leuten mit Hand durchgeschoben.
Es kann auch immer wieder vorkommen, dass trockene Flußläufe versanden und man stecken bleibt, aber die Namibier sind wahnsinnig hilfsbereit und helfen ungefragt.
Im Mai wirst du sicherlich nahezu kein Regen haben, schon seit Tagen ist es trocken. Du fährst ausschließlich C und D Straßen. Diese Straßen werden wöchentlich aber mindestens alle 14 Tage, abgeschoben und ausgebessert. Das heißt, dass alle versandeten Flußläufe in Ordnung sind zu deiner Zeit und es wird auch kein Revier mehr laufen, nicht auf deiner Tour.
Das mit dem zweiten Ersatzrad ist relativ. Wir hatten keines, hatten aber am Ende bei Helmeringhausen einen Platten, konnten ihn dort flicken lassen und nach 15 Minuten und 10 Euro (mit Schlauch) gings weiter. Solche Tyre Repair Werkstätten gibt es landesweit in allen Nestern. Wenn ihr langsam fährt, müsstet ihr ohne Panne durchkommen. Ich fuhr auf den Pads am Ende zwischen 90 und 100, was letztlich zum Platten führte.
Der Nachteil eines PKW ist und bleibt die Sitzhöhe, aber im Mai ist Etosha eh noch grün und wenn die Viecher nicht neben dem Auto stehen siehts schlecht aus. Wir haben aber nahezu alles gesehen, was zu sehen möglich war.
Ich empfehle dir weiterhin auf alle Fälle zu Cape Cross zu fahren, da ihr hier einen ganz anderen Eindruck von Namibia bekommt. Diese Gegensätzlichkeiten von Meer und angrenzender Wüste, von Leben und Tod ist wahnsinnig beeindruckend. Außerdem kosten es nicht viel Zeit und die angelegten Salzstraßen sind gut zu befahren.
Die Tour zum Brandberg ist nicht so anstrengend wie es scheint. Man durchwandert ein Tal ohne Steigung. Wir benötigten etwa 1,5 Stunden. Im Mai wird es so heiß auch nicht mehr sein...viel Spaß!
Was letztlich für einen 4x4 spricht ist die Fahrt zum Sossusvlei. Wir sind die 6 km zum Vlei und zum Deadvlei zu Fuß gegangen, was bei 45°C nicht wirklich zu empfehlen war. Es hätte aber auch einen Shuttle Bus für 100 N$ gegeben.
Quintessenz meiner Mail: Überlegt es euch mit Hilfe einer alternativen Meinung, für die ich jetzt schon Angst habe verbal erschlagen zu werden.
Viele Grüße

Keimoes
107 Beiträge · seit 200802. Apr. 2008 · #11
Hallo Keimos,

also von mir wirst Du definitiv nicht erschlagen! 🙂

Wir waren vom 10.03. an für 14 Tage in NAM, sind mit einem Corolla 4.500 km gefahren, hatten weder Platten noch sonst irgendwelche Probleme.

Ist wohl auch abhängig vom Fahrstil, da ja einer der Vor-"Schreiber" einen 100%igen Plattfuß prophezeit, wenn man "nur" mit einem PKW unterwegs ist 🙄 ...

Unsere Route war übrigens ähnlich: WDH - Keetmanshoop (C25, C23, M41, C20), Richtung Solitaire (C 14! sehr übel!), C 14 nach Walvisbay, Swakopmund, B2/B1 nach Otjiwarongo, Etosha, Tsumeb-Grootfontein (D 2836), C 30 Hochfeld, Steinhausen, Gobabis, WDH, von dort noch D1982, 1980, C 28 (das meiste ziemlich schlecht!) etc. pp.

Bericht folgt, wenn ich mal viel Zeit habe. 😵

Gruß
Melka
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3'491 Beiträge · seit 200602. Apr. 2008 · #12
Hallo Maren,
Eure Route ist in 18 Tagen gut machbar - von der Fahrerei her. Aber alle Eure Ziele sind einen Aufenthalt von mehr als nur einer Nacht wert. Und wenn Du dann die Zahl der vorgesehenen Ziele nur mit 2 multiplizierst, dann reichen die 18 Tage nicht mehr. Deshalb meine Empfehlung: kürzen ! Ihr schafft dann zwar weniger, aber dafür erlebt Ihr mehr!
Im Mai solltet Ihr eigentlich von irgendwelchen witterungsbedingten Unwägbarkeiten verschont bleiben (mit Ausnahme der Teerstraße zw. Usakos und Swakopmund - siehe AZ; aber da wollt Ihr ja vermutlich ohnehin nicht langfahren).Ein 4x4-Fahrzeug ist bei Eurer Route wirklich nicht erforderlich - aber ein etwas höheres und größeres Fahrzeug als ein PKW ( VW-T5, Toyota Condor o.ä.) ist schon ratsam - aus den bereits genannten Gründen. Ein 2. Ersatzrad halte ich für ein absolutes Muss, ein Sat-Telefon bei Eurer Route dagegen für völlig überflüssig - die Netzabdeckung für Handys ist inzwischen recht gut und - da Ihr Euch quasi auf der "Norm-Route" befindet - auch für Notfälle ausreichend; ich will ja nicht den Teufel an die Wand malen, aber ein spitzer Stein oder Dorn genügt, um 2 Reifen auf einmal zu killen.Und ein dadurch verpatzter Urlaubstag ist iaR deutlich teurer als die Zusatzgebühr für ein weiteres Ersatzrad.
Gruß Joli
303 Beiträge · seit 200803. Apr. 2008 · #13
Hallo Maren

da wurde schon einiges geschrieben das ich im Grundsatz teile. Möchte nur einen Aspekt der 4x4 Frage nochmals aufgreifen. Richtigerweise wurde erwähnt das man in einem 4x4 höher sitzt als in einer Limousine. Damit hat man einen deutlich besseren Sichtwinkel der sich zB. im Etosha extrem positiv bemerkbar macht.

Ich bin 2006 eine ähnliche Route gefahren und habe den von dir eingangs erwähnten X-Trail 2x4 gemietet. Dieser bietet die erwähnten Vorteile des 4x4, zusätzlich hohen Fahrkomfort und ein sehr gutes Handling. Ist in der dir angebotenen Version 2x4 aber kein 4x4 sondern mit Frontantrieb ausgerüstet. Dessen Vorteile man ja bekanntlich auch hierzulande schätzt. Solange du keine Sandpisten fährts ist er in jeder Beziehung für den skizzierten Trip gut geignet. Da die X-Trails den Ersatz für den nicht mehr gebauten Condor darstellen sollen sind sie alle relativ neu. ME. reicht auch ein einziger Ersatzreifen. Notfalls gibt es unterwegs ja auch Servicestellen. Wir jedenfalls hatten auf unserer Route keinen Reifenschaden - aber viele mit welchen gesehen.

Lg Walter
Gast03. Apr. 2008 · #14
Hallo,
walwol schrieb:
für den nicht mehr gebauten Condor
(Klugscheissmodus)
Der Condor wird von Toyota durchaus noch gebaut. Seit der 5. Generation wird er von Toyota nur nicht mehr in Südafrika vertrieben. In Asien gibt es das Teil noch.
http://en.wikipedia.org/wiki/Toyota_Kijang
(/Klugscheissmodus)

Beste Grüße

Guido
Themenstarter4 Beiträge · seit 200804. Apr. 2008 · #15
Hallo liebe fleißige Forumer,

ich bin ganz begeistert von eurer Resonanz. Vielen, vielen Dank für die vielen Tips, Ratschläge und Berichte. Ich muss das jetzt erst mal im einzelnen durchgehen.

Eure Erzählungen haben aber schon noch mehr Vorfreude auf die Reise gemacht. Am Montag kommt eine Kollegin von mir aus Namibia zurück, mal sehen, was die zu berichten hat.

Also nochmals lieben Dank,

Maren
Themenstarter4 Beiträge · seit 200804. Apr. 2008 · #16
Hallo liebe fleißige Forumer,

ich bin ganz begeistert von eurer Resonanz. Vielen, vielen Dank für die vielen Tips, Ratschläge und Berichte. Ich muss das jetzt erst mal im einzelnen durchgehen.

Eure Erzählungen haben aber schon noch mehr Vorfreude auf die Reise gemacht. Am Montag kommt eine Kollegin von mir aus Namibia zurück, mal sehen, was die zu berichten hat.

Also nochmals lieben Dank,

Maren
Themenstarter4 Beiträge · seit 200804. Apr. 2008 · #17
Hallo liebe fleißige Forumer,

ich bin ganz begeistert von eurer Resonanz. Vielen, vielen Dank für die vielen Tips, Ratschläge und Berichte. Ich muss das jetzt erst mal im einzelnen durchgehen.

Eure Erzählungen haben aber schon noch mehr Vorfreude auf die Reise gemacht. Am Montag kommt eine Kollegin von mir aus Namibia zurück, mal sehen, was die zu berichten hat.

Also nochmals lieben Dank,

Maren