GAGastThemenstarterGast03. Juli 2005 · #1Hallo Leute,
habe oft gehört, dass man in der Nähe von Swakopmund in der Namib-Wüste Quadbikes für eine Spritztour mieten kann.
Kann mir jemand einen Link geben oder PReise und Voraussetzungen (z.B. Führerschein?!?) nennen?
Finde über Google leider nichts konkretes.
Viele Grüße
Quadi
JOjoliThemenstarterGast03. Juli 2005 · #2Hallo Quadi,
ja - so etwas gibt es. Die Naturfreunde rümpfen zwar etwas die Nase - ich muss aber zugeben, dass es wirklich einen Riesenspaß gemacht hat. Auf der Teerpad nach Walfish Bay gibt es 2 Veranstalter - einer direkt an der Ortsgrenze und der andere ein paar km weiter. Ich weiß jetzt nicht mehr, was es gekostet hat - aber es schien mir angemessen. Man braucht einen normalen Führerschein, bekommt eine kurze Einweisung in das Quad, einen Helm und wird anschließend von einem Führer durch die Dünenlandschaft geleitet. Wir haben das, glaube ich, für 1/2 Stunde gemacht. Hätte ruhig etwas länger dauern können.
Gruß Joli
ASAchim der SpäteThemenstarterGast04. Juli 2005 · #3Beitrag auf Verlangen des Users gelöscht
DUdundeeThemenstarterGast04. Juli 2005 · #4Ich wähle nicht grün, dafür versuche ich mich so zu verhalten... Ich bin weder Sektierer noch Purist, aber derartige Freizeitvergnügungen sollte man in Namibia nicht unterstützen. Sorry! Gruss, Thomas
YOYoshikawaThemenstarterGast04. Juli 2005 · #5Hi,
ich unterstütze Dundee in seiner Meinung!
Die Namib braucht Jahrzehnte, um sich von unseren -auch meinen!- Eingriffen zu erholen. Bei meinen Wanderungen im Fish-River-Gebiet wurden alle Teilnehmer immer aufgefordert, das Toilettenpapier zu verbrennen, da es ansonsten Jahre überdauern würde. Gäbe es eine Garantie, dass die Zerstörung auf den Bereich zwischen Walfischbay und Swakopmund beschränkt bliebe, könnte man es sicher hinnehmen, aber dabei bleibt es ja nicht!
Fährt man in Richtung Cape Cross, so sieht man nahezu auf der ganzen Strecke rechts in Richtung Namib die Spuren der Off-Roader. Diese Spuren gab es 1993 und `95 noch nicht.
Wilderness Safaris hat am Kunene eine Luxus Lodge, Serra Cafema, welche auch mit Quad-Biking wirbt. Dort gibt es "keine" Tiere, nur Landschaft. Offensichtlich nicht genug. Man wird es kaum bemerken, weil niemand dahin kommt, aber in meinen Augen ist die Landschaftszerstörung durch die, die es sich leisten können, pervers.
Das Malle Namibias wird nicht die Lösung sein, da diese Kundschaft nicht alljährlich in Namibia auftauchen wird und somit kein finanzieller Gewinn für das Land erreicht werden kann.
Im Sinne einer erhaltenden Idee ist der Ansatz Botswanas sicherlich der bessere.
Gruß, Michael
JOjoliThemenstarterGast04. Juli 2005 · #6Hi Thomas und Michael,
ich gestehe zu, dass ich mir dieses Vergnügen nicht ohne schlechtes Gewissen gegönnt habe. Allerdings hat mich die Art und Weise, wie dieses Programm dort abgewickelt wird - auf einem abgesperrten Terrain und mit kundigem Führer - , dann doch beruhigt hat. Vielleicht habe ich mir das auch nur eingeredet, weil ich nicht den Rest meiner Reise mit einem schlechten Gewissen herumlaufen wollte. :? - Mit gewissem zeitlichen Abstand habe ich mich zu dazu durchgerungen, in diesem Vergnügen eine "lässliche Sünde" zu sehen - im Vergleich zu meinen sehr viel gravierenden Vergehen: Benutzung eines Flugzeugs und eines Autos, mein persönlicher Wasser- und Lebensmittelverbrauch usw . Will sagen: ökologisch korrekt würde ich mich vermutlich nur dann verhalten, wenn ich nicht nach Namibia flöge. Oder noch besser: am Besten gar nicht existieren würde. Sorry - ich weiß, dass ich mich jetzt auf Charlys "Schutzgebiet" begebe. Aber bei allem Verständnis für einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt sollten wir doch bitte nicht vergessen, dass das Leben auch Freude machen darf.
Gruß Joli
GAGastThemenstarterGast05. Juli 2005 · #7... Freude machen soll und MUSS!
Joli, eigentlich wollte ich ja nicht....aber der Mensch ist schwach.
Ein schlechtes Gewissen, wenn auch juristisch-charmant(!) "erklärt", ist immer noch besser, als gar kein Gewissen! Und aufhalten werden wir
weder den Trend, noch die Erosion des Gewissens. Sicher wäre es
zielführender, wenn man den Quadbikern die von ihnen plattgefahrenen
Chamälions als Souvenir mit nach Hause gäbe, aber es wäre auch
marktbildend: das letzte "Opfer", als solches identifiziert, erreichte bei
Ebay Höchstpreise...
Martin Luther hinter Glas,.. die Langusten lernen chinesisch zu Sterben,
die Pad nach Sossusvlei wurde vor acht Jahren gebaut, und ist frott...
die Wagenspuren der Voortrekker sind immer noch da, wenn von
Quadbikern verschont... wenn nicht, sind deren Spuren da.
Und Wiesbaden war mal eine mondäne Kurstadt....
Mach aus meinem Sentiment kein Schutzgebiet, es würde nicht
verstanden..
Gruss Charly
ASAchim der SpäteThemenstarterGast05. Juli 2005 · #8Beitrag auf Verlangen des Users gelöscht
GAGastThemenstarterGast05. Juli 2005 · #9Haben wir da...
... etwa einen Zyniker?
Wann war dein Blas über und in den Dünen? Muss letztes Jahr gewesen sein... Zu Ostern waren ca (CA!!) vierhundert Quadbiker auf Zerstörungsfahrt, viele davon unregistriert aus RSA...
Seither hat die Regierung einiges getan, oder versprochen, zu tun
Satellitenbilder? So ein paranoider Schwachsinn! Selbst wenn man
Spuren zuordnen könnte, wäre es immer noch das Recht der Einheimischen,
ihre Natur zuerst zu zerstören.... Aber die müssten schon bescheuert sein:
wer zerstört schon mutwillig, was ihm Einkommen garantiert? Und wieviele
der Einheimischen können sich Quadbike-Destruction leisten???
Mein Credo: Fliegen ist auch nicht umweltfreundlich, aber -schonend...
Wer sich das, und die grandiosen Eindrücke dabei, nicht leisten kann,
greift aus Zorn, oder Neugier auf Schmalspur-Abenteuer zurück, anstatt sich
Bescheidenheit zu verordnen... So sind die Mensche nun einmal...
Ch..
ASAchim der SpäteThemenstarterGast05. Juli 2005 · #10Beitrag auf Verlangen des Users gelöscht
GAGastThemenstarterGast05. Juli 2005 · #11Achim der Späte schrieb:Hi Quadi,
ich wähle ja eigentlich grün....
aber......
Ist nicht persönlich oder böse gemeint (ehrlich nicht), aber dieser Spruch hat was!
"Und auf das ganze Schlamassel gehört ein Grabstein mit der Aufschrift - Menschheit, du hattest von Anfang an nicht das Zeug dazu."
~Charles Bukowski~
VG
Thomas
GAGastThemenstarterGast05. Juli 2005 · #12ich wähle ja eigentlich grün....
was ja schon per se ein großer Fehler ist.
Gruß
Ein Quad-Biking-Fan
GAGastThemenstarterGast05. Juli 2005 · #13...das ist kein Fehler.
Aber auch hier nicht der Platz das zu diskutieren.
Achim der Späte ohne login auf die Schnelle
GAGastThemenstarterGast05. Juli 2005 · #14...das ist kein Fehler.
Doch!
CMCarsten MöhleThemenstarterGast05. Juli 2005 · #15Sehr geehrter Quadi,
hier ein paar Infomationen von einem "Liebhaber der Weisheit -philo sophen" und keinem "Liebhaber der Meinung - philo doxen":
QUADBIKING: Abholzeiten aus Swakopmund 09h00,11h00,13h00,15h00 Erfrischungsgetränke, Video, Helm und Transfers Preise 2005 500 N$ ohne Videoaufnahmen 400 N$
kein Führerschein notwendig. Mindestalter 12 Jahre. Geführter Rundkurs von insgesamt ca. 55km.
Nach einer kurzen Sicherheits- und Umwelteinweisung geht es auf vorgeschriebenen Pfaden durch die Dünennamib. Beginnend an der Swakopmündung durch den Trockenfluss in das Dünengebiet. An verschiedenen Pflanzen wird gestoppt und Erläuterungen gegeben. Manchmal wird der Pferdefriedhof eingebaut, wenn nicht gerade von den Wander- Dünen bedeckt.
Die ca 15 Dünen ( von ca. 6.000 im Namib-Dünengürtel ), die für diese Aktivitäten freigegen sind, haben Namen wie "Roller Coaster” und “Big Billy","Devils Dip". Ein Aussichtspunkt bildet den Abschluss der kontrollierten Tour.
Wer Lust hat, kann natürlich auch noch einmal durch das Brutgebiet der seltenen Damara- Seeschwalbe durchheizen. ( Nein, natürlich nicht, gerade diese geführten Touren unterscheiden sich ja durch Sach- und Ortskenntnis und haben nicht mit den Freizeitaktivitäten der Namibier oder Südafrikaner zu tun )
Auf unseren Oma-Enkel-Touren haben alle Spaß, die Wüste auf diesem Wege kennen und lieben zu lernen, das Quadbike ist auch ein ideales Fortbewegungsmittel für viele Rollstuhlfahrer.
Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
YOYoshikawaThemenstarterGast06. Juli 2005 · #16@Achim
Ich hoffe Ihr zieht Euch die Unterhosen nicht mit der Kneifzange an?
Aber natürlich tue ich das! Ich wusste ja gar nicht, dass es eine andere Möglichkeit gibt! Das Leben bietet doch immer wieder Überraschungen.
Mein Hinweis auf Botswana spielte auf die Politik Botswanas an, die Anzahl der Reisenden durch eine Hochpreispolitik niedrig zu halten und, darüber hinaus, Individualreisende nicht unbedingt anzulocken, sondern nach Möglichkeit einheimische Tour-Operator bei der Vergabe zum Beispiel von Camping-Plätzen zu bevorzugen.
Gruß, Michael
GAGastThemenstarterGast06. Juli 2005 · #17Tolle Idee, Michael,
und du meinst, dass es nun so einfach auf Namibia zu übertragen ist? Klar: Macht die Preise viermal höher und lasst nur noch ein Viertel der Leute ins Land. Das scheint mir doch eher eine Milchmädchenrechnung zu sein und funktioniert auch nicht.
Gönn den anderen doch einfach ihren Spaß. In einem Touristenland wie Namibia kommt es nun einmal bei Begegnungen mit der Natur zu Beeinträchtigungen beider.
Oder gehst Du zu Fuß und unter Außerachtlassung der Straßen und Wege durchs Land, ohne einen Grashalm zu zerstören?
Die geführten Quadbiking-Touren finden offenbar auf begrenztem Territorium statt. Was ist schon dieses kleine Territorium im Vergleich zu Gesamt-Namibia?
Michael, die Leute dort wollen etwas zu beißen haben. Das können viele nur, wenn sie an das Geld der Touristen kommen. Und die kommen nur wenn ihnen etwas geboten wird.
YOYoshikawaThemenstarterGast06. Juli 2005 · #18Hi Gast,
natürlich ist es nicht auf Namibia zu übertragen, da die Voraussetzungen in Botswana ganz andere sind, als in Namibia. Auch ist mir völlig bewusst, dass einmal eingetretene Entwicklungen nicht mehr rückgängig zu machen sind. Ich persönlich bin nur ein wenig traurig über die Entwicklung.
Außerdem habe ich die Befürchtung, dass eine ähnliche Entwicklung eintreten könnte, wie sie in einigen Touristengegenden Europas bereits eingetreten ist, dass nämlich durch Ausweitung der touristischen Nutzung mit all ihren Folgerscheinungen die Waage einmal kippt. Als Beispiel nehme ich hier die Betonburgen rund um das Mittelmeer, die mancherorts schon Schwierigkeiten mit der Auslastung haben, weil das Urlaubs-Erlebnis mit Verdichtungscharakter von den Menschen nicht mehr gewollt wird.
Auf Namibia bezogen bedeutet das, dass die zunehmende Zerstörung der Attraktion Natur in der Zukunft einmal den Effekt haben könnte, dass die zahlungskräfitgen überseeischen Naturliebhaber nicht mehr kommen.
Ich glaube nicht, dass das Vorhandensein oder die Abwesenheit der Möglichkeit, Quad-Biking durch die Dünen der Namib unternehmen zu können, einen signifikanten Einfluss auf die Anzahl der Überseetouristen hat.
Gruß, Michael
ASAchim der SpäteThemenstarterGast06. Juli 2005 · #19Beitrag auf Verlangen des Users gelöscht
GAGastThemenstarterGast05. Sept. 2005 · #20@ Carsten Möhle:
Kannst Du mir eine Adresse oder einen Link nennen, aus dem hervorgeht, wo ich mich für eine solche Tour melden muß?
Danke & Gruß