GPS erforderlich?

13 Antworten · 3'038 Aufrufe · gestartet 16. März 2008 von Matou66
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Themenstarter843 Beiträge · seit 200816. März 2008 · #1
Hallo,
nach dem Studium einiger Beiträge hier im Forum, bin ich mir nicht schlüssig, ob ich im CKGR, Moremi, Chobe und Mudumu, Kwanndumu in der Trockenzeit (September ist doch Trockenzeit, oder 🤨?) wirklich ein GPS brauche?
Die Shellkarten für Botswana haben wir. Nur, in Verbindung mit einem GPS soll man die aber wohl, nach Meinung einiger Fomis, "besser in die Tonne treten". Das GPS-Koordinatengitter darauf ist wohl irgendwie "in Schieflage".
Ansonsten sollen die Karten gut sein.
Einen "brauchbaren und krisenerprobten" Orientierungssinn haben wir wohl auch. Reicht das zusammen mit den Karten nicht aus? Oder werden wir schon in den beiden namibischen Parks verloren gehen, und die andern Parks in Botswana nie kennenlernen 🙁 , weil man uns erst Jahre später skelettiert wiederfindet?
Um ehrlich sein, habe ich (noch) 0 Ahnung von GPS etc., und mir widerstrebt der Aufwand vorab. Wären wir am Amazonas oder alleine mit dem Boot am Okavango in der Regenzeit ... aber so?
Freue mich über Meinungen und Erfahrungen dazu.
Lieben Dank und herzliche Grüsse
Dirk
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982 Beiträge · seit 200616. März 2008 · #2
Grundsätzlich kommst du sicherlich auch ohne GPS aus. An vielen Stellen helfen dir aber auch die Shell-Karten nichts, nachdem du dreimal links und zweimal rechts abgebogen bist und dir ohne jegliche Beschilderung dann doch der Orientierungssinn flöten geht, weil vieles dann doch zu gleich aussieht.

Ich persönlich wollte mein GPS mit den Karten von Tracks4Africa nicht missen, nicht zuletzt, weil es mir den Komfort bietet, nicht permanent mir auf der Shell-Karte merken zu müssen, woher ich gerade gefahren bin, sondern meinen Standort bequem vom Display ablesen zu können.

Ein weiterer Gesichtspunkt ist, dass die Tracks gespeichert werden und du diese Daten später nutzen kannst, um deine Digitalbilder mit Geokoordinaten zu versehen. Das hilft dir später, genau zu wissen, wo du was geschossen hast. Und Fotomotive wird es auf deiner Reise genug geben. 🙂
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Themenstarter843 Beiträge · seit 200816. März 2008 · #3
Hallo Holger,
mmmh, ich hatte ja schon so 'ne "leise" Vorahnung, dass das mit dem GPS besser und angenehmer ist. Und das, was Du schreibst, hat etwas für sich. Werde da nochmal in mich gehen.
LG
Dirk
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1'910 Beiträge · seit 200616. März 2008 · #4
So ein GPS Gerät kann man auch mieten, genauso wenn nötig ein SAT-Telefon, für das aber eine recht hohe Kaution hinterlegt werden muss.
Hinweise auch in den FAQ...

Matou66 schrieb:
Hallo Holger,
mmmh, ich hatte ja schon so 'ne "leise" Vorahnung, dass das mit dem GPS besser und angenehmer ist. Und das, was Du schreibst, hat etwas für sich. Werde da nochmal in mich gehen.
LG
Dirk
Gruss, der K l a u s Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ...... Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
435 Beiträge · seit 200716. März 2008 · #5
Hallo Dirk, hallo Holger,

🙂
ich persönlich habe kein Problem mit GPS, da ich es nicht benutze und auch nicht brauche. Ich glaube nicht, das ich eine große Nummer beim Kartenlesen bin, obwohl ich mich noch nie verirrt habe. Doch bilde ich mir ein, das nicht-Kartenlesen auch das Empfinden des Verhaltens in der Natur auf Dauer beeinträchtigt.
Neben der Bequemlichkeit kommt auch ein zu lässiger Umgang mit der Umwelt zustande. Das möchte ich mir nicht antun.

Ich rede hier aber von meiner persönlichen Meinung. Womit jeder umgehen möchte, bleibt natürlich alleine ihm überlassen.
😉

LG
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Themenstarter843 Beiträge · seit 200816. März 2008 · #6
Und das ist genau der Punkt, den ich mir vorher überlegt habe. Sowohl Holgers, als auch Deine Argumentation hat etwas für sich.
Und, meine Freundin hat sicher die Nase voll von meinem: "Du, ich kenne da eine Abkürzung... ." Auch, wenn wir uns hier in Europa überall wieder "rausgebuddelt" haben, ist das in Botswana grenzwertig, wenn die Orientierung doch mal verloren geht. Ich glaube, wir werden würfeln oder Streichhölzer ziehen.
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zuletzt bearbeitet 17. März 2008
435 Beiträge · seit 200716. März 2008 · #7
Hallo Dirk,

was soll in Botswana anders laufen als an anderen Stellen dieser Erde? Selbst (mit allem Respekt!) ein Okavangodelta ist doch kein Lebens-Geheimnis! Man muß es nur wollen, dann wird auch was daraus.

😉

LG
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911 Beiträge · seit 200716. März 2008 · #8
Hallo Dirk,

wir fahren das 4. Mal mit einem Garmin 60C mit Kartendarstellung. Auch wenn ich mich für einen sehr guten Kartenleser samt Orientierungssinn halte, wollen wir – aber das ist unsere persönliche Meinung – das nicht mehr missen.
Wir nutzen kein Autorouting. Was da raus kommt, ist manchmal unakzeptabel, d. h. die schönsten, aber etwas schwierigeren Off-Road-Strecken werden umfahren, damit ja kein Problem aufkommt 😵 .
Die Luftlinien-Navigation kann, wenn sie zu Hause am PC etwas vorbereitet ist, eine ziemliche Erleichterung sein. Man kann auch mal einen spontanen Abstecher machen, ohne lang zu überlegen 😎 und findet problemlos auf die Route zurück. Vor allem kann man sich fast uneingeschränkt auf die Landschaft und alles was da so rumläuft konzentrieren, ohne die Karte studieren zu müssen.
Zur Klarstellung: In der Vorbereitung habe ich die Karten ziemlich genau verinnerlicht und schaue auch jeden Tag vor dem Losfahren, wo es hingehen soll, damit ich die räumliche Vorstellung, wo ich in etwa bin, niemals verliere.
Nochmals: Das ist unsere Meinung; kann jeder anders sehen.
LG
Helgi
Reisebericht 2012: 8 Löwen und ein Oryx
1'455 Beiträge · seit 200616. März 2008 · #9
...wenn ich ein GPS brauche, um nach dem Urlaub zu wissen, wo meine Fotos entstanden sind, dann habe ich was verkehrt gemacht.
Ich will auch niemandem die Koordinaten vieler Bilder zeigen, dann wäre es auch vorbei mit der Einsamkeit.
Ist aber auch nur meine Meinung.
Bei mir: GPS zur Positionsbestimmung: ja, den Rest mach ich imme rnoch gerne mit er "Papierrolle".
LG Jens
982 Beiträge · seit 200617. März 2008 · #10
...wenn ich ein GPS brauche, um nach dem Urlaub zu wissen, wo meine Fotos entstanden sind, dann habe ich was verkehrt gemacht.
Da hast du sicherlich Recht, wenn es um einen recht kurzen Zeitraum nach dem Urlaub geht. Was ist aber mit deinen Reisen vor 10 Jahren? Klar, die grobe Richtung weiß ich dann auch immer noch, aber ich bekomme es oftmals nicht mehr auf die Reihe, wo das Bild genau entstanden ist. Dafür mache ich zu viele. Alle Achtung, wenn Du das schaffst.
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982 Beiträge · seit 200617. März 2008 · #11
Neben der Bequemlichkeit kommt auch ein zu lässiger Umgang mit der Umwelt zustande.
Kannst du das mal erklären? Mit einem GPS unterwegs zu sein heißt doch nicht, blind querfeldein abseits jeder Wege durch die Steppe zu heizen.
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982 Beiträge · seit 200617. März 2008 · #12
Ich will auch niemandem die Koordinaten vieler Bilder zeigen, dann wäre es auch vorbei mit der Einsamkeit.
In Zeiten von Google Earth ist das IMHO ein hoffnungsloser Wunsch.

Mit sehr (!) wenigen Schritten bekommst du heute deine Koordinaten.

1. nach "Löwen Botswana" googlen
2. als Suchergebnis wird u.a. ein Arikel im Spiegel ausgegeben, in dem steht, dass Chobe und Moremi die interessanten Gebiete sind
3. Google Earth aufrufen und "botsuana chobe" anfliegen, fertig.

Glücklicherweise wird auf die Begrenzung bei der Einreise in die Parks geachtet, sonst hättest du sicherlich Recht.
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2'048 Beiträge · seit 200717. März 2008 · #13
Hallo Dirk,

ob du ein GPS-Gerät brauchst oder nicht hängt u.a. davon ab, wie unsicher du dich ggf. ohne fühlen wirst.
Ich selbst habe im südlichen Afrika und auch sonst in Europa oder USA noch nie eines benutzt oder dabei gehabt.
Ich arbeite mit Karte, kann die grobe Richtung an der Sonne erkennen und schreibe mir in Ortschaften auch mal den Kilometerstand auf. Dann weiß ich auf der Route genau, wo ich sein müßte (wenn ich die richtige Pad genommen habe😄 😄 😄 .

Probleme habe ich dabei noch nie bekommen. Im Okavangodelta mit Kajak bin ich mal abgetrieben worden und wo anders rausgekommen, als geplant. Das war aber nicht so schwierig, weil ich nur meine Abholung umbestellen mußte.😜

Schiefgelaufen ist es nur ein einziges Mal: Meine Angabe lautete 51 km die Pad lang, dann kommt rechts ein Tor und da reinfahren, dann noch ca. 5 km....

Blöd war nur, dass ich ein altes Tor genommen habe, dann fast 2 Stunden ein Revier langgefahren bin, teilweise mit Einweisung in Bauchlage, damit wir nicht auf den Steinen aufsaßen..... Ca. 400 - 500 m weiter die Pad wäre es ein moderneres Tor und ein geschobener Weg gewesen😜

Ich mag es aber so. Und unser Picknick am Ziel habe ich erst recht genossen. Ich hab zwar etwas blöd geguckt, als ich näherkommend sah, dass dort ein normaler PKW stand und ich mir nicht vorstellen konnte, wie der den Weg geschafft hat😜 Das ist jetzt schon gut 25 Jahre her. Aber ich denke noch oft daran und das Foto von dem "Ziel" hat für mich immer noch eine besondere Bedeutung.

Mit dem Technikzeug würde ich mich dann mit Dingen beschäftigen, die ich eigentlich nicht will. Und wenn ich wirklich nicht weiss, wo ich bin, dann muss ich eben entscheiden was sinnvoller ist: Zurück zum letzten bekannten Punkt in der eigenen Spur oder weiter und dann fragen. Wohlgemerkt: In der Sahara oder evtl. auch im Kaoko würde ich das heute vielleicht überlegen. Auf der anderen Seite reicht mir das Wissen, wo die nächste Pad läuft, dann benütze ich einen Kompass evtl. und finde auch dort hin. Evtl zwar nicht auf dem komfortabelsten Weg, aber ich finde hin.
Und ich bin mir sicher, ich finde hin, wenn "damnd gps is out of order" ist. So hab ich nämlich auch schon Leute getroffen, die nicht mehr weiter wußten und nur die Namtourist Karte dabei hatten, sie hatten ja ein gps mit....

Nehm es also mit, wenn du dich damit besser fühlst. Benutz es, wenns dir Spaß macht. Ansonsten hat @heuchef richtig geschrieben: Schau auf die Karte, denke mit, wo du langfährst: Altmodisch auf Papier oder eben modern art mit ner elektronischen Landkarte. Dann bist du auch sicher, wenn das Ding nicht mehr tut. Ansonsten schau auf die Landschaft, die Farben und das Licht und alles was es dort zu sehen gibt. Aber möglichst nicht ständig auf den kleinen LCD-Schirm: Es wäre schade für die Zeit - die ist immer sooooo schnell vorbei.

Viele Grüße
und lekker Pad

jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
5 Beiträge · seit 200817. März 2008 · #14
Hallo Dirk,

wenn Du in den Moremi N.P. reinfährst, bist Du ohne GPS hilflos. Die Shell Karte hilft Dir vor Ort fast nicht. Ich war im September 2007 dort. In der Shellkarte war nur ein Bruchteil der Straßen eingezeichnet (ca. 10-15%). Es gehen aller 500 bis 1000m Autospuren nach rechts und links weg. Es gibt leider keine Ausschilderung. Trotz Karten und GPS habe ich mich einige Male verfahren.
In Deutschland kann man ein GPS recht einfach und billig mieten. Die Karten im GPS für Botswana waren super. Es gibt nun auch ein CD mit GPS Daten.
Ach ja, einige GPS Daten sind auf der Shell Katrte falsch. Leider!
Ich würde auch ein Sat-Telefon mitnehmen. In Windhoek am Flughafen kann man es mieten. Wenn Du eine Kreditkarte hast, hannst Du sie für die Kaution benutzen.

Viele Grüße

Tom