WMwmbsThemenstarterGast21. Juni 2005 · #1Hallo,
ich plane nächstes Jahr für 6Monate(Juli-Dez) nach Namibia zu fahren, um dort ein Praktikum an einer Schule zu machen.
Ich weiß noch nicht,ob ich nach Tsumeb oder Windhoek fahren soll.
Meine Hauptfrage wäre zunächst einmal: Wie sieht es denn dort generell für Vegetarier aus? Wie ist die Gemüseauswahl jeweils im Supermarkt?
Wohin würdet ihr mir raten zu fahren, Windhoek oder Tsumeb? In meiner freien Zeit würde ich gerne so viel wie möglich vom Land sehen-besonders Natur,Tiere und Menschen.Städte und Museen interessieren mich weniger.
Habt ihr vielleicht irgendwelche weiteren Informationen zu Tsumeb? Bis auf, dass dort u.a. große Diamantenvorkommen sind, konnte ich keine näheren Informationen finden. Wie sieht es denn dort bzgl Sicherheit aus(Malaria(Juli-Dez), Kriminalität,...)?
Schon einmal vielen Dank im Voraus
Liebe Grüße aus Fürth
Stefan
TOTomcatThemenstarterGast21. Juni 2005 · #2Da würde ich auf jeden Fall Tsumeb vorziehen. Du bist schnell in Etoscha oder oben im Kaprivi wo das Okavango Delta anfängt...
Im Spar in Tsumeb bekommst du als Vegetarier auch alles, die Gemüseaulslage ist sehr abwechslungsreich..
Gruss Tom
GAGastThemenstarterGast21. Juni 2005 · #3Hallo Stefan,
Tsumeb ist schon sehr Reizvoll.
Für Namibia-, eine richtig grüne Stadt.
Diamantenvorkommen?
Dann wäre da wohl mehr los!
Wenn Du nach Tsumeb kommst, schau dir aber trotzdem das Museum an!
Ist wirklich sehr Lehrreich und Informativ!
In Windhoek hast Du natürlich mehr Freizeitmöglichkeiten als in Tsumeb.
Für Vegetarier ist Namibia nicht unbedingt das Traumland!
Gibt aber in den Supermärkten, oder bei Fruit and Vegie, große Auswahl an Obst und Gemüse.
Von Land und Leuten kannst du nur etwas sehen wenn du motorisiert bist!
Speziell in Tsumeb musst du mobil sein.
Stöber man noch ein wenig hier im Forum.
Dort findest Du dann schon noch ein paar Infos.
Gruß Michael
FEFernweh-IngoThemenstarterGast22. Juni 2005 · #4Hallo!
Ich kann Dir da gar nicht so viel zu sagen, nur dass Tsumeb auf uns während unseres kurzen Aufenthalts dort einen sehr positiven Eindruck gemacht hat! Sehr hübsche Straßenzüge, teilweise mit sehr viel Grün-Anpflanzungen. Auch die Infra-Struktur bezüglich Geschäfte, Banken, sonstigen Einkaufsmöglichkeiten erschien uns positiv!
Die Nähe zum Etosha-Park ist natürlich ein weiteres, großes Argument. Nicht leicht die Entscheidung, da natürlich auch einiges für die Region um Windhoek spricht, spontan würd ich allerdings sagen: Tsumeb!
Liebe Grüße
Ingo
GAGastThemenstarterGast22. Juni 2005 · #5Als Vegetarier gibt es schönere Länder zu bereisen als das ausgesprochene Fleischland Namibia.
Im Supermarkt mag die Auswahl noch relativ groß sein, kommt frau/mann
dann aber in abgelegenere Regionen bleibt im Notfall nur Brot.
GAGastThemenstarterGast22. Juni 2005 · #6Kriminalität kann auch in Windhoek recht hoch sein, wie es in Tsumeb aussieht weiß ich nicht. NAmibia kann aber trotz (nicht unbedingt unwahrer !) Horrormeldungen als relativ sicheres Land bezeichnet werden, besonders wenn man dort eine Weile lebt und nicht sofort als Tourist auffällt.
Malaria Profilaxe ist eigentlich in beiden Städten unnötig. wenn du in den Etosha fährst, bzw nördlicher, (dann besonders !) dann kannst du dies erwägen.
Beide Städte eignen sich als Reisestart gleichermaßen. In Tsumeb ist man näher an Etosha, Ovamboland un Caprivi, in WIndhoek näher aan Sossusvlei, Swakop Lüderitz und Fish River. Du siehst: Eine Entscheidung unter diesem Gesichtspunkt ist eher schwierig.
Die Einkaufsmöglichkeiten sind in Windhoek deutlich besser, nicht zuketzt durch den neueröffneten Fruit&Veg. Hier kannst du nach deinem gewohnten Standard einkaufen - von Kuskus über Müsli bis hin zu Tiefkühlbratlingen alles. Ich bin auch als wenig Fleischesser nach NAmibia und habe dort ein saftiges Steak lieben und schätzen gelernt! porbier es aus es schmeckt ,ist unvergleichlich und vor allem aus artgerechter Tierhaltung
😉 Die Entscheidung hängt natürlich auch von der Schule (doch nicht etwa SOS, oder ?) ab und was für eine Art von Praktikum du machen möchtest. In WIndhoek hast du sicher mehr Möglichkeiten Dinge für den pädagogischen Alltag zu besorgen, in Tsumeb ist neuer Wind bestimmt eher notwendig.
Noch einen Link zur INfo und dann heißt es für dich : ABwägen !
http://tsumeb.info/ WMwmbsThemenstarterGast22. Juni 2005 · #7So,Dankeschön für die vielen,schnellen und interessanten Antworten.
Ich werde das einmal mit meinem Kollegen und dem Professor bequatschen.
An welche Schule wir kommen, konnte uns auch der Professor,der uns das vermittelt nicht genau sagen.
Es kann sein, dass wir an eine Afrikaans-Schule kommen oder eine Schule in der deutsch gesprochen wird,...
SOS ist es soweit ich weiß nicht.
Habe jetzt schon von mehreren Leuten gehört,dass das Fleisch dort super sein soll, aber ich werde mich wohl doch eher aufs Beobachten der lebenden Tiere beschränken 😄
Ist dann die Malariagefahr in Tsumeb in etwa genauso groß(gering) wie in Windhoek, obwohl es wesentlich weiter nördlich ist?
Ich sehe schon, das wird eine schwierige Entscheidung.
Demnächst ist auch noch eine Veranstaltung, auf der Studenten von ihren Erlebnissen als Lehrer in Namibia erzählen.
Viele Grüße
Stefan
GAGastThemenstarterGast22. Juni 2005 · #8Malaria Profilaxe über 6 Monate ist Horror !
Machst du ein Praxissemester ? Egal , ich bin zu neugierig sorry.
WMwmbsThemenstarterGast22. Juni 2005 · #9Du meinst die Profilaxe über 6Monate einzunehmen?
Warum denn neugierig?!Ich werde dort dann an einer Schule arbeiten, und alle Tätigkeiten machen,die dort die Lehrer machen. Kommt jetzt halt darauf an, an welche Schule man kommt. Am wahrscheinlichsten wird man dort aber als Deutsch-Lehrer agieren.
FRFriedelThemenstarterGast22. Juni 2005 · #10In Windhoek gibt es keine Malaria. In Tsumeb gibt es Malaria, aber das Infektionsrisiko ist sehr gering. Vom Malariarisiko her kannst du Winhoek mit München vergleichen und Tsumeb mit Tunis. Weder in Tsumeb, noch in Tunis kann man die Malaria ausschließen, aber eine wirkliche Gefahr gibt es eigentlich nicht. Bei Tsumeb muss man dazu sagen, dass es eine relativ feuchte Jahreszeit gibt (im Gegensatz zu Tunis), in der das Risiko natürlich deutlich steigt. Auch kommt man bei Ausflügen schnell in die Malariaregion und die übertragenden Moskitos können ab und zu durch Wind herangetragen werden.
GAGastThemenstarterGast23. Juni 2005 · #11wmbs..
über dein Ziel, deinen Kompasskurs lässt du mich, nur mich?, im Zweifel:
dein Professor sagt, was zu tun ist, aber nicht wo... Tsumeb und Windhoek
trennen Welten! Besonders gefühlsmässig.... Und gefühlsmässig muss man
"was drauf" haben, wenn man, erst recht beim Erstenmal, nach Namibia "landverschickt" wird!. Mich wundert, dass nicht andere Lehrkörper, von welchen ich weiss, dass sie hier posten/fragen, dir zur Seite springen. Tut das aber, wie in meinem Fall, ein Leerkörper,, gibts sicher Trabbel..
Du scheinst mir auch,pardon, "unvorbereitet" zu sein....vom Schicksal
überrascht?? Dein Professor wird dir gesagt haben, dass ein "Auslands"-
Aufenthalt (hat er dabei gelächelt?) der Karriere zweckdienlich sein kann..
Ich gebe zu: ich bin nicht vorurteilsfrei: Mein "neuer" Klassenlehrer kam
dermaleinst von der DHPS nach drei Jahren zurück nach Deutschland..
als Deutschlehrer. Ich hatte ne Eins in Deutsch, bis er kam. Er "vermengte"
Deutsch mit Deutsch-Südwest, und ich hätte mein Abitur nicht bestanden, wenn er nicht politische Weihen erhalten, und Staatsekretär im Landwirtschaftsministeriums meinens Landes geworden wäre: ein logischer Karirereweg, nie waar nie?( Doch, ich hätte trotzdem bestanden, aber damals fing ich an, am System zu zweifeln..)
Gefühlsmässsig würde ich raten: geh nach Tsumeb... aber fahr nicht gleich in den Caprivi... fahr nach Windhoek zu Besuch!
Windhoek hat die Kulturszene von Herzogenaurach im Winter..Tsumeb die von Hardesby im Sommer.. Dir wird der Unterschied nicht auffallen, solange du dich "fremd" fühlst. Danach kommt alles mit Vehemenz:
die Einwanderungsbestimmungen für "permanent residence" stehen
irgendwo hier im Forum: dazu ist es da..
Luck...
Ch
WMwmbsThemenstarterGast23. Juni 2005 · #12also,es sieht so aus,dass es in namibia für uns nur die auswahl gibt,entweder nach windhoek oder tsumeb. auf was für eine schule man kommt, entscheidet sich dann nach verfügbarkeit, sprachkenntnis,...
die ganze sache findet auch erst in einem jahr statt(der austausch findet jedes jahr 2mal statt),weswegen ich jetzt auch noch nichts konkreteres sagen kann.wir haben ausgemacht,dass wir uns überlegen,wo wir hin wollen und unser professor kümmert sich dann darum. das programm läuft ja schon ein paar jahre und außerdem hat er sehr viele kontakte(ministerium(soll z.b. mit westerwelle in den irak zwecks gesprächen),ausland,...), deswegen wird es wegen aufenthaltsgenehmigung keine probleme geben. aber trotzdem dankeschön,dass du mich darauf hingewiesen hast.
es soll jetzt auch nicht der eindruck entstehen,dass wir dazu gezwungen "landverschickt"zu werden- wir sind da ganz freiwillig hin 😱 .ich will auch nicht nach namibia, damit ich später einmal bessere chancen haben werde, einen job zu bekommen.mir geht es einfach um die erfahrung.
2 sachen habe ich nicht ganz verstanden,was du damit sagen willst:
-"Du scheinst mir auch,pardon, "unvorbereitet" zu sein....vom Schicksal
überrascht?? "
-"Dir wird der Unterschied nicht auffallen, solange du dich "fremd" fühlst"
liebe grüße
stefan
STsteinbeisserThemenstarterGast24. Juni 2005 · #13Stefan,
laß Dir nicht jeden Affen auf die Schulter setzen...
GAGastThemenstarterGast26. Juni 2005 · #14ICh wage zu behaupten wmbs, dass die Sprachkenntisse in beiden Regionen die selben sin, nämlich Englisch. Afrikaans wird aber in Whoek wohl mehr gesprochen.
Was studierst du denn, dass du einen Lehrer Job als Praktikum machst, und dieses wiederum eine bessere Chance auf einen Job darstellt ? doch wohl kaum Lehramt oder ? (wenn ich neugierig sein darf, dann richtig 😄 )
Sei dir mit den Genehmigungen nich so sicher, Namibia war mal deutsche Kolonie und wenn man das merkt, dann auch an der Bürokratie !!! Am einfachsten ist ein Fax aus dem erwähnten Ministerium aus Namibia, dann sparst du dir den Gang zu Botschaften
GAGastThemenstarterGast26. Juni 2005 · #15klar, ist jeweils englisch die amtssprache.es gibt aber auch schulen dort,auf denen nur deutsch,afrikaans oder englisch gesprochen wird.
richtig geraten 😄 -mathe, ev.religion für realschule