HermannThemenstarter1'564 Beiträge · seit 200616. Feb. 2008 · #1
Moin,moin, wer hat denn Erfahrung mit der Verschiffung eines Geländewagen von Hamburg oder Bremerhafen nach Namibia? Was kostet das "ungefähr" und was wäre da besonders zu beachten?
Du benötigst zunächst einen Frachtagenten - wir hatten Interfracht (m.amam@interfracht.de ) Du suchst dir ein Schiff aus und beachtest dabei, dass es im Winter auf dieser Route zu Verspätungen kommen wird (Also immer)Bei uns ~2,5 Wochen. Verschiffung ab Hamburg hat mit Verpackung im Container ~2100.-€ gekostet.
Wenn du das Fahrzeug nicht exportieren willst brauchst du ein Carnet de Passage mit einer Bürgschaft/Avale über 5000.-€. Das Carnet bekommst du beim ADAC in München. Laß dich dort genau und rechtzeitig beraten.
Du solltest deine Ankunft in Walvis so legen, dass das Auto nicht länger als 3 Tage im Container bleibt. Der Frachtagent in Walvis kann das Auto auch aus dem Container holen und in seinem Warehouse einlagern. Ach Ja - ca 600.-€ kostet der Agent in jedem Fall. Man kann sich das Auto, im Container auch praktisch überall hin liefern lassen (kostet natürlich).
HermannThemenstarter1'564 Beiträge · seit 200616. Feb. 2008 · #3
Danke Joachim, ich spiele nämlich mit dem Gedanken mir hier "günstig" einen Toyota zu kaufen und ihn in Namibia zu stationieren und mit Carnet zu fahren!!??
Hermann
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200616. Feb. 2008 · #4
Hallo Hermann,
dir ist beswusse das du auch mit dem CdP die Zollunion jedes Jahr einmal verlassen musst?
Toyota würd ich in Afrika kaufen dann ist er auch Rechtsgesteuert und du brauchst diese Uebungen mit dem CdP nicht machen. Wenn du den Preis für den Container und den Frachtagenten in einen Toyo made in SA investierst bekommst du auch dort Unten ein Objekt das OK ist.
Gruss VA
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HermannThemenstarter1'564 Beiträge · seit 200616. Feb. 2008 · #5
Hallo VA, das mit dem Carnet ist mir bewußt.Ich hoffe ja das ich wegen der hohen KFZ Steuer hier in D, einen recht guten Toyo für 6000,- bis 8000,- bekomme. Den kann ich dann hier in Ruhe ausbauen und dann verschiffen.Mit allem drum und dran (incl.Verschiffung)komme ich dann auf max 12,0000,-€.Ich glaube dafür finde ich da unten kein ausgerüstetes Fahrzeug,zumindest keinen Toyota (Buschtaxi). Oder siehst Du das anders?
es ist wohl der einzige und wesentliche Vorteil eines Autokaufes in Europa, dass man in aller Ruhe einen Ausbau und Reparaturen durchführen kann. Dieser Punkt hat auch zu unserer Kaufentscheidung geführt. Wir haben übrigens unseren Defender in GB erstanden und dann hier ausgerüstet. Das Fahrzeug kann man dann auch mit dem britischen Kennzeichen fahren bis der Zulassungszeitraum (1 Jahr) abgelaufen ist. Nur die Scheinwerfer müssen für die Zeit (und den TÜV) ausgetauscht werden.
Viel Spass
Joachim
Wenn die Kiste Schrott ist kann man übrigens ein billigeres Carnet(1500.-€ Bürgschaft) für das restliche Afrika erstehen, und das Fahrzeug dann z.B. in Sambia verkaufen. Die Bürgschaft geht dann verloren aber es ist billiger als Zoll oder Rücktransport und Verschrottung.
Ich hoffe ja das ich wegen der hohen KFZ Steuer hier in D, einen recht guten Toyo für 6000,- bis 8000,- bekomme.
Hermann
Also ein Buschtaxi für 6-8000 €? Da würde ich auch eins nehmen, aber unter 15.000 ist mir noch nichts brauchbares über den Weg gelaufen.
Gruß Hans
HermannThemenstarter1'564 Beiträge · seit 200617. Feb. 2008 · #8
Hallo Hans, Mir hat man nun einen BJ75,rot,Ende der 80iger angeboten.Hat erst 90000 km gelaufen,hat vorne u. hinten Diff-Sperre und eine Winde.Ist allerdings im ungepflegten Zustand und hat innen nur eine nackte Ladefläche.Die Blattfedern machen nicht den besten Eindruck und die Vorderachse müsste neu abgedichtet werden.Die Preisvorstellung liegt bei 8500,- .Ist das OK ?
Diese Fragen würde ich mal im Buschtaxi Forum abklopfen. Da gibt es immer wieder recht gute Angebote, Texte, Bilder von Umbauten und zu jedem Wagen die richtigen Tipps. Der letzte 4.2l ist in D offiziell nicht möglich, nur nach Umbauten. Auf Grund der Feinstaubdiskussion kann es sein, dass manche ihren Wagen abgeben müssen, weil sie was zugelassenes brauchen. In den 4x4 Foren aus SA kannst du die "Verbreitung" des Toyos sehen und evtl. auch gute Angebote, wobei der Preis. m.E. im Vergleich zu hier deutlich höher ist für gebrauchte.
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
kann Axel nur zustimmen. Das Buschtaxi-Forum - http://www.buschtaxi.org/cms/ - liefert eigentlich alles an Informationen was man braucht. Ich selbst kenne mich mit den Vierzylinder-Motoren nicht so aus weil ich auf einen HZJ78 scharf bin. Deshalb kann und möchte ich auch nichts zu dem Angebot sagen. Wichtig ist aber, dass du auf jeden Fall jemand der sich mit Toyo auskennt mal drüber schauen lässt, sonst könntest du beim Aufbau des Fahrzeuges kostspielige Überraschungen erleben.
Gruß Hans
HermannThemenstarter1'564 Beiträge · seit 200617. Feb. 2008 · #11
Hallo Hans, ich kenne mich schon ganz gut aus mit der Toyo-Technik und dem drum und dran.Ich fahre seit über 10 Jahren einen PZJ 75 (5 Zylinder)ausgebaut mit Klappdach und einigen Extras.Es ist ein Bj.1990,hat 260000km gelaufen und ich habe keine Ahnung was er heutzutage noch wert ist.(Siehe Foto) Deshalb auch die Frage was ein unausgebauter Toyo (wegen der hohen Steuer) noch Wert ist.
naja, mit den Steuern scheint das so eine Sache zu sein. Sie sind zwar hoch, aber ich habe nicht den Eindruck, dass deswegen die Dinger massenhaft verkauft werden. Die Klientel scheint eine besondere zu sein, die zwar über die Steuern schimpft, sich deswegen aber nicht massenweise von den Teilen trennt. Ich beobachte im Moment den Gebrauchtmarkt ziemlich intensiv, ein Preisverfall ist mir aber noch nicht aufgefallen. Wenn das dir angebotene Fahrzeug technisch im Grunde ok ist, dann nimm es. Beim HZJ78 geht jedenfalls unter 15.000 € nichts. Alle mit Baujahr 2000+ kosten - ohne Ausbau - über 20.000 €.