ELellareisenThemenstarter2 Beiträge · seit 200806. Feb. 2008 · #1Hallo alle zusammen,
wir planen im Juni/Juli nach Namibia zu reisen. Dass es dann in den Nächten kalt ist, wissen wir. Wie muss man sich das vorstellen? Es wird ja auch früh dunkel, wird es dann nach Sonnenuntergang schlagartig eiskalt? So dass ein gemütliches draussensitzen nur mit großem Lagerfeuer und dicken/warmen Klamotten möglich ist?
d.h. man verbringt die Zeit nach SU meißtens im Schlafsack; so wie bei einer Wintertour in Skandinavien?
Gerade hab ich in einem alten Lonely Planet gelesen, dass im Juni auch häufig Sandstürme vorkommen können.
Wir wollten hauptsächlich Campen. Ist es evtl. für diese Jahreszeit ratsamer in Lodgen und Guestfarmen zu übernachten – oder ein 4x4 zu nehmen, bei dem man im Auto schlafen kann?
Ich wäre dankbar für einen Erfahrungsbericht, denn die Reiseführer schweigen sich darüber aus...
Danke
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200606. Feb. 2008 · #2Hallo
Ich kenne zwar Namibia im Juni/Juli nicht aber die Monate davor und dannach. Du beschreibst das recht treffend. Die Sonne geht sehr früh und sehr schnell unter und genauso schnell wird es auch kalt. Dann brauchst Du ein grosses Feuer an dem Du immer einseitig geröstet bist oder machst eine Sitzheitzung.
Ich würde für diese Jahreszeit ein Fahrzeug mit Kabinenaufbau wählen. Da kannst Du auch mal drin sitzen und musst nicht schon um sieben ins Bett.
Herzliche Grüsse
Chrigu
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Armin2'346 Beiträge · seit 200607. Feb. 2008 · #3Hallo "ellareisen",
es hat keinen Zweck, sich Illusionen zu machen. Wir waren 2006 im Juni/Juli unterwegs, allerdings in festen Unterkünften. Zwischen 17.00 und 17.30 Uhr geht die Sonne unter und dann ist meist nichts mehr mit gemütlich Draußensitzen. Dann wird es eiskalt. Je weiter man nach Norden kommt, desto mehr kann man aber auch einmal Glück haben. So haben wir am Kunene und im Caprivi durchaus auch mal Abende gehabt, an denen wir mit Fleecejacke noch draußen sitzen konnten. Nach dieser Erfahrung ist der Zeitraum für uns jedenfalls passé, obwohl es tagsüber ja in jeder Beziehung angenehm ist.
Viel Spaß
Armin
URUrlauber218 Beiträge · seit 200707. Feb. 2008 · #4Hallo Ellareisen, wir waren letztes Jahr vom 18.6. bis 10.7. mit 4x4 und dachzelt in Namibia. Am Tag waren die Temperaturen super, aber abends wurde es mit Sonnenuntergang kalt. Dank Forum waren wir auch auf Kälte eingestellt und so wurde im letzten Abendlicht die Fleecebekleidung gleich zum Schlafen angezogen und natürlich wurde ein schönes Feuer gemacht. Mein Mann war glücklich, endlich mal wieder Feuer machen zu können. Wenn wir eine schöne Glut hatten wurde gegrillt, dazu ein Rotwein, den man auch mal als Glühwein genießen kann. Früh wurde es in der Sonne sehr schnell warm und der Zwiebellook abgelegt. Auch im Dachzelt wurde es wenn alle Klappen geschlossen waren und wir uns in die Schlafsäcke eingemummelt hatten gemütlich. Gegen Ende der Reise wurde es auch am Tag immer frischer und wir hatten genug vom Camperdasein und wollten uns noch ein wenig verwöhnen lassen, deshalb sind wir, wie auch zwischendurch immer mal wieder in eine feste Unterkunft. Die Mischung aus den gegensätzlichen Unterkünften (ganz einsame Camps ohne irgendwas, und dank Free&Easy in Luxuslodges)hat für uns den Urlaub so toll gemacht, und wir würden auf keinen Fall auf die Camperei verzichten wollen - obwohl wir keine Camper sind. Und was ich nie für möglich gehalten hätte, weil ich eigentlich eine Nachteule bin: spätestens um 20 Uhr lagen wir im Schlafsack und haben bis Sonnenaufgang geschlafen. Es war mein erster urlaub in dem ich nicht ein einziges Buch gelesen habe. Wenn wir wieder fahren - und für 2009 planen wir schon, werden wir 4 Wochen früher starten, um auch mal die tollen Pools bei den Lodges auszuprobieren, aber ansonsten ist die zeit toll, wir hatten auch nirgendwo vorgebucht und waren oft ganz alleine.
Viel Spaß bei der weiteren Planung!
Jutta
TOtomk131 Beiträge · seit 200707. Feb. 2008 · #5Hallo,
wir waren letztes Jahr Mitte Juli bis Anfang August für drei Wochen in Namibia. Davon etwa 12 Nächte im Dachzelt und den Rest in Lodges. Ab 18.00 Uhr war es dunkel. Es kühlt dann in der Tat sehr schnell ab. Dann ist ein warmer Pulli angesagt.
In den Nächten erreichten die Temperaturen durchaus die Nähe des Nullpunktes. Wir hatten uns von Deutschland billige Schlafsäcke mit einer Komforttemperatur von 4 Grad gekauft. Die Schlafsäcke konnte man komplett öffnen und als Decken benutzen. Die Schlafsäcke alleine hätten nicht gereicht. Deshalb hatte jeder von uns noch zwei Decken (kann man auch in Windhoek kaufen und wurden nicht immer benötigt). Geschlafen haben wir mit Socken (sehr zu empfehlen), einem leichten Fleece und einer langen Schlafanzughose. Das war so absolut ok!
Kann man zum Teil auch
hier nachlesen.
Viele Grüße,
Thomas
Meine
Bilder und Reiseberichte von Namibia und Botswana.
Stephan M425 Beiträge · seit 200707. Feb. 2008 · #6Hallo,
kommt ganz darauf an, wo ihr euch aufhaltet.
Letzten Juni hatten wir am Fuße des Gamsberges um die null Grad.
Weiter unten in der Namib war es zwar auch frisch, aber nicht merhr so extrem kalt. An der Küste war es es besonders bei Nebel Tag und Nacht gleich kühl.
Am Brandberg hingegen hatten wir drei Nächte, da war ich bis weit nach Mitternacht noch im T-Shirt draussen (mind. 15°C)
Etwas stören ist sicher, dass die Tage recht kurz sind. 17.30 war die Sonne weg.
heuchef911 Beiträge · seit 200707. Feb. 2008 · #7Hallo „ellareisen“,
ich kann mich der Schilderung von Jutta nur anschließen – hätte gleichlautend auch von mir kommen können.
Wir fahren immer Mitte Juli bis Mitte August und genießen die Abwechslung von 2 bis 4 Nächten im Dachzelt und dann mal wieder 2 Nächte in einer schönen bis luxuriösen Lodge.
Sicher wird es abends ca. 17 Uhr schlagartig dunkel und auch schnell kalt. Wir sitzen trotzdem jeden Abend am Lagerfeuer und rösten unsere Fleischbrocken... 😎
Früh ins Bett, aber dann auch mit der Sonne wieder raus, ergibt sich von selbst.
Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe, ist uns eine Fleece-Decke für jeden dabei unverzichtbar. Damit und dem Fleece-Pulli ist es immer gemütlich genug, auch bei Game-Drives am Abend. Die Decke ergänzt auch den Schlafsack und dann ist es auch bei Null Grad im Dachzelt auch für „Frostbeulen“ gut auszuhalten. Zur Not hilft ein kleiner Whiskey 😛 auch ganz gut.
Grüße
Helgi