Mit einem Auto in die Parks?

10 Antworten · 2'926 Aufrufe · gestartet 22. Jan. 2008 von rumpel
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Themenstarter2 Beiträge · seit 200822. Jan. 2008 · #1
Hallo Alle,

Wir haben nun schon seit Monaten eine Dreiwochenreise vom 19. Maerz bis zum 10. April nach Botswana geplant, auch sehr viel in diesem Forum gesucht und gefunden. Leider ist nun die Hälfte unseres Teams abgesprungen und übrig gebliebenen sind die 4x4 Unerfahren.:( Geplant war zuerst vier Tage in den GKGR zu fahren dann nach ein paar ausruhenden Tagen in Maun, in den Moremi GR, sowie Chobe und evtl. auch Savuti aufzubrechen. Nun sind wir etwas ratlos, da wir nicht genau wissen inwieweit wir diesen Plan verwirklichen können bzw. was wir uns als 4x4 Anfänger zutrauen können. Vor allem, da wir nicht mehr mit zwei Autos unterwegs sein werden. Wir würden natürlich nur auf den Hauptstrecken bleiben, aber auch da ist es wohl leicht einmal stecken zu bleiben. Ist es also einfach nur leichtsinnig mit einem Auto in die Reserves zu fahren? Wie schnell kommt denn wieder jemand auf den Stecken vorbei und kann einen evtl. aus dem Sand helfen? Sind die Parks zu der Zeit überhaupt befahrbar? und kann man nach ein paar vorherigen Übungen im GKGR seine ersten Offroaderfahrungen machen?
Bewusst ist uns natürlich was 4x4 und Wildnis bedeutet und freuen uns ja eigentlich auch schon unsere eigenen Freischaufelerfahrungen zu sammeln.
Wäre zu schade wenn wir nun darauf verzichten müssten, zumal Auto (Hilux Double) und Parks ja schon gebucht sind.
Schon mal vielen dank für alle Tipps und Hinweise.
Liebe Grüsse Daniel
349 Beiträge · seit 200622. Jan. 2008 · #2
Hallo Daniel,
im März und April sind Moremi und Chobe nicht völlig ausgestorben... Man muss auch nicht von vorneherein davon ausgehen, steckenzubleiben. Das kann mal passieren, aber muss nicht sein. Und wenn ihr nicht gerade spät abends unterwegs seid, dürftet ihr immer Hilfe finden. Und selbst wenn keine Hilfe kommt, was kann schon Schlimmes passieren, als dass ihr eine wahnsinnig spannende Nacht verbringen werdet?
Ich behaupte mal, die allermeisten Touris sind alleine unterwegs und die Strecken dort sind nicht so wahnsinnig schlecht, dass man sie nur im Konvoi befahren könnte. Nur Mut! Ihr werdet tolle Erlebnisse dort haben und wenn man mal steckenbleibt, dann hat man auch was zu erzählen! Lebensgefährlich ist es bei weitem nicht, wenn man die üblichen Sicherheitsvorkehrunge beachtet.
Wenn es kurz vorher viel geregnet hat, sollte man sich halt ekundigen, wie die Strecke ausschaut, beim Ranger, bei anderen Touris, die man in Maun an der Bar trift...
LG
(auch) Daniel
www.daniel-gutmann.de
zuletzt bearbeitet 22. Jan. 2008
2'732 Beiträge · seit 200622. Jan. 2008 · #3
Ich würde auch dazu raten nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen 😉 . Wir waren alle Jahre allein unterwegs - auch in den entlegendsten Ecken und haben es nie bereut. Die offroad-Erfahrung kommt ganz schnell und etwas anlesen kann man ja (tiefer, trockener Sand = Lustablassen etc.). Damit kommt man gut durch. Wenn ihr dann noch entlang der Hauptstrecken fahrt, fehlt sich überhaupt nichts.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
982 Beiträge · seit 200622. Jan. 2008 · #4
Wir waren im September/Oktober 07 in Moremi/Savuti/Chobe und zwar zu zweit in einem Auto - ohne 4x4-Erfahrung!

Natürlich haben wir uns auch anfangs 2x festgefahren. Das gehört irgendwie dazu. Ich kann dir aber versprechen, dass es eine steile Lernkurve ist, die du erlebst und es wird nicht lange dauern, bis dir eine tiefsandige Strecke keine Angst mehr macht.

Ich persönlich würde diese Tour sogar ganz alleine ohne Beifahrer machen, denn letztlich sind immer noch genügend Menschen in der Nähe, die ggf. helfen könnten.
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zuletzt bearbeitet 22. Jan. 2008
982 Beiträge · seit 200622. Jan. 2008 · #5
Mir fällt noch ein, dass ich dich insofern beruhigen kann, dass ich mich zwar 2x festgefahren habe (Anfängerfehler), aber der Hilux so gutmütig und kraftvoll war, dass ich trotz Tiefsand keine Luft aus den Reifen lassen musste.
Letztlich sucht sich das Auto seinen Weg alleine, denn du fährst idR in Spurrillen und ein Teil der Lernkurve wird sein, MIT und nicht GEGEN die Rillen zu lenken.
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982 Beiträge · seit 200622. Jan. 2008 · #6
(tiefer, trockener Sand = Lustablassen etc.).
Ich mache ja schon viel mit, aber wenn ich in Afrika unterwegs bin, lasse ich meine Lust nur auf eine Art ab 😛
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zuletzt bearbeitet 22. Jan. 2008
435 Beiträge · seit 200722. Jan. 2008 · #7
Ich war zwar noch nicht im GKGR, ob das aber so eine gute Möglichkeit ist erste 4X4 Erfahrungen zu sammeln weiß ich nicht. Im Moremy und auch Savuti kommen immer mal wieder Leute vorbei, im GKGR eher nicht.
Als Alternative könnt Ihr einen Abstecher zum Panhandle machen.
MfG Thomas D.
Reisebericht Namibia/Botswana 2007
94 Beiträge · seit 200722. Jan. 2008 · #8
Hallo Daniel,

Absagen tut nicht not.
Wie die anderen schon erwähnten, 1. lernt man sehr schnell, 2. ist es selten sooo schlimm.
Einen Tip nur noch, gerade für Savuti, da dort mehr Matsch und Modder sein kann, gerade wenn es geregnet haben sollte: VORHER nach dem Zustand der Pads erkundigen! Und wenn es geregnet haben sollte, NICHT die Pad durch die Savute Marsh nehmen. Im Schlamm kann es dann echt ein wenig länger dauern, dass Auto freizugraben....

Normale Sandpisten sind auch allein (meist) problemlos zu bewältigen:
4x4 (also u.U. Freilaufnaben locken), low range einlegen, diff lock einschalten und wenn auch dass alles nicht hilft, Luft 'raus, wenn's sein muss, fast platt. Unbedingt vom Vermieter vorführen lassen und auch 'mal selber testen, bevor es ins richtig schwere Gelände geht.
Umbedingt dabei haben:
Kompressor, Spaten, Wagenheber.
Beim Thema Wagenheber habe ich bisher nur gute Erfahrungen mit dem HiLift gemacht. Vorführen lassen und selbst ausprobieren. Und wenn er wirklich klemmt, hilft auch Salatöl 🙂

grüße,
Heiko
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zuletzt bearbeitet 22. Jan. 2008
447 Beiträge · seit 200822. Jan. 2008 · #9
Hallo zusammen,

mit Interesse habe ich diesen Thread verfolgt.
Wir sind nämlich auch 4x4 Neulinge.
Als ich mich bei einem Reisebüro wegen des Mietwagens erkundigt habe und dabei zur Sprache kam, dass wir keine Allrad- und Tiefsanderfahrung haben, hat die Dame mir ziemlich von oben herab und sehr kategorisch davon abgeraten, diese Reise durch die Nationalparks Botswanas zu machen.
Als ich sagte, dass wir evtl. ein Offroad-Training vorher absolvieren wollten, meinte sie recht überheblich, man könne ja wohl ein Offroad-Training im Bayerischen Wald (wovon meinerseits nie die Rede war) nicht mit der Wildnis Botswanas vergleichen.
Recht hat sie zwar, aber die Art, wie sie mit mir umsprang und diese kompromisslose Ablehnung unseres Vorhabens haben mich geärgert. Naja, es war der 2.1.- vielleicht hatte sie nach den Feiertagen keine Lust, sich mit unerfahrenen Kunden herumzuärgern, die auch "nur" einen Mietwagen und keine 4-wöchige Fly-in Safari buchen wollten... Keine Ahnung.

Wir haben uns jedenfalls danach sehr verunsichert noch mal ausgiebig mit Freunden unterhalten, die Botswana kennen und uns in unserem Vorhaben bestärkt haben. Wir sind uns bewußt, dass es heikle Situationen geben kann, wir sind nicht leichtsinnig und werden auf den Hauptwegen bleiben, wir haben ausreichend Benzin, Vorräte, GPS und Kartenmaterial dabei- und der Rest wird schon werden!

Danke jedenfalls, dass ihr euch den Unerfahrenen hier mit größerer Geduld widmet und uns sogar ermutigt!

Viele Grüße
Kathrin und Olli Manchmal wollen die Goetter, dass etwas nicht gelingt, damit die Menschen die Demut bewahren. Reisebericht Botswana Apr/Mai 08: http://www.namibia-forum.ch/download/olliboe08.pdf Reisebericht Botswana Jun 09: Feuertaufe im Regenwasser Norwegen 2010
zuletzt bearbeitet 22. Jan. 2008
Themenstarter2 Beiträge · seit 200822. Jan. 2008 · #10
Dem Dank kann ich mich nur voll und ganz anschließen!
Die Beiträge waren eine große Hilfe und haben uns ermutigt, auch wenn ich erst mal nachschlagen musste was es denn mit dem diff lock auf sich hat, aber wie gesagt wir sind jetzt ja voll in den Vorbereitungen und werden unser Abenteuer angehen.
Viel dank und vielleicht sieht man sich mal beim Schaufeln 😉 oder Abschleppen.🤔
Liebe Gruesse Daniel
162 Beiträge · seit 200723. Jan. 2008 · #11
Hallo Rumpel!

Ich würde Euch auch nicht von der Reise abraten. Vielleicht solltet Ihr Eure Route etwas umplanen, so dass Ihr am Ende Eurer Reise in die CKGR fahrt. Dann habt Ihr voraussichtlich schon mehr Erfahrungen gesammelt.
Einige Autoverleiher bieten es Euch auch an, dass Ihr vor Ort einen kleinen Crashkurs im Offroadfahren bekommt. Ich weiß von einen Bekannten, der auch in Südafrika 4x4 vermietet, dass die teuren Mietpreise häufig auch dadurch entstehen, dass viele Schäden von Unerfahrenen Fahrern kommen.
Ihr sollte Euch auf jeden Fall erklären lassen, wann Ihr die Untersetung einsetzt und wann ihr sogar die Differentzialsperre zum Einsatz bringt, was bei Wasserdurchfahrten zu beachten ist und wie ihr im Tiefsand am besten vorwärts kommt. Es kostet Euch vielleicht einen halben Tag Urlaub, aber ihr werdet Euch viel sicherer fühlen.

Gruß Sven
Viele Grüße von Silke & Sven http://www.kleinert-foto.de Reiseberichte und Fotos