GAGastThemenstarterGast06. Juni 2005 · #1Liebe Forum-Benutzer!!!!
Nachdem wir nun bereits zum dritten Male unseren Urlaub verbrachten und diesmal erstmalig einen Bekannten mitnahmen, so viel diesem erstmals in Windhoek auf, wie sauber und ordentlich es in Namibia zugeht!
Unser Anhang,aus Frankfurt stammend,konnte es einfach nicht fassen!!!
Häuser wo abgebröckelter Putz abfiel,auch dies konnte er nicht entdecken.
( wie es in Frankfurt schon zur Tagesordnung gehört)
Ebenso natürlich auch Swakopmund!
Auch hielt er Ausschau nach Müllbergen wie z.b. in den Mittelmeerländern.
"Fehlanzeige!!!!!!" O.K. Die Armenvierteln bekam er nicht zu sehen,aber selbst diese halten sich in Grenzen. (Ist jed. meine Meinung)
Somit möchte ich doch einmal mein Kompliment an alle Namibianer aussprechen! (würde mich freuen, wenn sich mal Joli od. Friedel und all die Experten sich dazu äussern würden) Vielleicht liege ich ja nicht ganz richtig und habe eben den Unrat auf Strassen nie entdecken können, aber so richtig kann ich es mir nicht vorstellen das diese in den Ausmass exestieren! Wollte es einfach mal loswerden!
Grüsse an alle,Roland!
JOjoliThemenstarterGast06. Juni 2005 · #2Hallo Roland,
ich finde das prima, dass Du das auch mal ins Forum stellst. Die Namibier wird es sicher freuen. Es spielt schon ein Rolle, dass in dem riesigen Land ja nur knapp 2 Millionen Menschen leben. Aber es gibt, glaube ich, auch ein recht tief verwurzeltes Umweltbewusstsein - hat ja sogar Verfassungsrang. Nur: es gibt auch in Namibia Ecken, da sieht es leider gar nicht so schön aus - schaut Euch mal bestimmte Squatter-Quartiere an: in deren Umgebung haben sich Unmengen von Plastiktüten an Bäumen und Büschen angesammelt; auch die Scherben- und Dosenansammlungen neben der Straße sprechen nicht unbedingt für einen sorgsamen Umgang mit Abfall - hier sind allerdings meist die Touristen die Verursacher. Aber man sieht doch auch immer wieder Kolonnen, die diesen Abfall sammeln und beseitigen. Ich glaube, da gibt es Länder in Afrika ( und auch in Europa), wo es schlimmer aussieht.
Gruß Joli
GAGastThemenstarterGast07. Juni 2005 · #3Das sich die Armenviertel "in Grenzen" halten ist lächerlich! Da muß man nur mal tief durch Katutura hindurch und schon bekommt man ganz anderes zu Gesicht - oder in Brakwaater :!:
Und wer sich schon einmal den Luxus gegönnt hat eine Flugsafari zu buchen, hat sicherlich auch die riesige Müllkippe Swakopmunds gesehen, die dem Wind schutzlos ausgeliefert ist. Von den Häusern der Ärmsten direkt daneben ganz zu schweigen :!:
Die Farmen und Lodges leisten sich bekanntlich auch keine Müllabfuhr, das kann man auch nicht verlangen. Der Müll wird unfachmännsich verbrannt, oder einfach so in selbst ausgehobene Gruben geschüttet. Das muss man einfach auch bedenken, wenn man dort seinen ganzen Luxus genießt :!:
ATAfrican TravellerThemenstarterGast07. Juni 2005 · #4UUpss, Konno, gemach gemach ! Erst einmal ist es doch schön, dass jemand wieder aus Namibia zurückkehrt mit vielen positiven Eindrücken. Erfreulich überdies, wenn das Land für ihn einen sauberen und aufgeräumten Eindruck macht. Armut oder geringe Lebensverhältnisse heissen ja nicht automatisch, dass überall Müll herumliegen muss.
Es ist immer eine Frage der Kosten, der Logistik und des Wollens, eine funktionierende Infrastruktur in Gang zu setzen und auch weiterhin zu betreiben. Anerkennend musst Du doch auch aber festhalten, dass sich in der vergangenen Jahren zumindest in Windhoek auch in den sog. "Armenvierteln" vieles verbessert hat. Das es nicht immer so schnell besser wird, wie sich das manch einer hofft und vorstellt, ist sicherlich klar. Es ist auch kein schöner Zustand, wie in Swakopmund der Müll entsorgt wird.
Nimm aber z.B. einmal Lanzarote: Da wird der Müll der Insel in einen Vukankrater gefüllt und gehofft, dass er nicht irgendwann wieder aktiv wird denn dann ........................... 😳 Und den Bewohnern der Kanarischen Inseln geht es größtenteils sicherlich nicht schlecht.
Oder nimm Botswana. Fahr mal durch Francistown oder Serowe, wie viel Müll da rumgämmelt und diesem Land geht es für afrikanische Verhältnisse sehr gut !
Es gibt aber sicherlich viele Länder, in denen mehr Dreck und Müll herumliegt und sich keiner um dessen Entsorgung kümmert, da hat Joli absolut recht. Ist für Namibia vielleicht ein noch größerer Anreiz, (noch) mehr zu tun !
Nichts für ungut !
ASAchim der SpäteThemenstarterGast07. Juni 2005 · #5Beitrag auf Verlangen des Users gelöscht
GAGastThemenstarterGast07. Juni 2005 · #6da ist ja richtig die Kapitalismusdiskussion entbrannt.
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........und sich nicht nur von Lodge zu Lodge, von Büffet zu Büffet durchhangelt,....
.......kostet ein Schwarzer auch maximal € 60/Monat,
wenn er überhaupt Lohn bekommt. .........
....für einen Appel & Ei schwarze Domestiken halten....
......Die Farmen und Lodges leisten sich bekanntlich auch keine Müllabfuhr, das kann man auch nicht verlangen. Der Müll wird unfachmännsich verbrannt, .........
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Die wenigsten Arbeitsplätze für die Armen in den "Armenvielrteln" schaffen ja wohl die Camper unter den Namibiatouristen.
Dafür aber, sozusagen als Ausgleich, hinterlassen diese mehr Müll und verpesten die Umwelt mehr als jeder Farm- oder Lodgebesucher:
Dosen oder Dumpiebier bzw. Säfte u.Ä. im Tetrapack, in Plastik vacuumverpacktes Fleisch und Wurst, und alles schön in PVC- Müllsäcken verstaut. Das Kaffeewasser im Winter im Freien umweltfreundlich stundenlang mit Gas erwärmt und das Feuerchen mit Holz aus garantiert nachhaltigem Anbau angezündet.
Und so manch´ein Naturfreund mietet sich auch gerne einen älteren Hilux, tankt 93 verbleit weils ja 5Cent billiger ist....
Bleibt abzuwarten, dass sich bald mal einige Campingübernaturliebhaber finden, die Ihren Müll nicht beim Autovermieter oder beim Farmer "in der Tonne entsorgen" sondern sortiert und gereinigt z.B. beim Wertstoffhandel (collect-a-can) abgeben/ bzw. mit nach Hause nehmen und dort in den Gelben Sack stecken. Viele Campingfreunde meinen doch tatsächlich, in der Endreinigung des Fahrzeuges wäre auch gleich die Entsorgung des mitgebrachten Mülls enthalten.
PS "Domestiken" ist reif zum Unwort des Jahres
GAGastThemenstarterGast07. Juni 2005 · #7Naja Gast mit Kapitalismus hat das nix zu tun. Ein staatlicher Campingplatz beschäftigt ebenfalls viel Arbeiter und ich hatte OFT die Gelegenheit hinter die Kulissen einiger Lodges zu schauen . glaubst du da werden hunderte beschäftigt ?
Außerdem ist das eine Gewissenssache, für eine Nacht den 5 fachen Monatslohn einem deiner vielen Arbeiter, oder für ein Abendessen den Monatsolhn auf den Tisch zu legen.
Ich bin Camper, habe in Nam für meinen Urlaub kein einziges Auto gesteuert und nicht einen einzigen Tetra Pack gekauft.
Trotz allem sollte mein Beitrag auf etwas anderes hinweisen als Achims.
Ob Camper oder nicht Camper - Namibia gehts einfach nur dreckig. Joli - wars du schon mal tief im Ovamboland fern der Teerstraßen ? Da siehts glecih viel anders aus.
Über die "weißen" Städte brauchen wir natürlich nicht zu diskutieren, da geb ich euch recht. zumindest in Straßennähe.
GAGastThemenstarterGast07. Juni 2005 · #8Hallo,zusammen!
Danke für die Ressonancè bezüglich meines Schreibens.
Zuerst gingen die Worte von Joli runter wie Öl, dann kam prompt der Hurrikan hereingeprasst. Natürlich muss man auch Kritik vertragen können,aber dennoch bleibe ich bei der Aussage, Windhoek, Strasse nach Swakopm. und der Weg zum Etosha waren in einem ordentlichen Zustand Bez. des Mülls. Selbst die vielen kl. Rastplätze, keine herumliegende Plasticktüte,Getränkedosen etc. Da hab ich auf unseren Autobahnen schon ein vielfaches an Unrat gesehen! Natürlich muss der Müll irgendwie, irgendwo entsorgt werden aber hinsichtlich der Hauptreiserouten war für uns nicht`s zu entdecken! Auch Swakopmund und Windhoek bleibt für mich eine saubere Stadt! Sollte ich jemals einem Fremden einen Trip dorthin empfehlen,dann mit gutem Gewissen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Nicht`s für Ungut, grüsse Roland!
STsteinbeisserThemenstarterGast08. Juni 2005 · #9Ich find's gut, daß Roland das Thema angesprochen hat! Aber ich glaube, Roland, Eure Sonebrillen waren vielleicht doch etwas zu dunkel getönt? Unentsorgten Müll gibt's genug, auch in Namibia (wenn auch an vielen Orten auf der Welt sicher noch mehr). Aber nichtsdestotrotz: ob Camping oder Lodge: wir verursachen natürlich Müll! Finde, es gut, lieber Gast, daß Du da auch mal die Camper ansprichst, auch wenn ich glaube, die meisten gehen recht verantwortungsbewußt damit um. Aber die meisten sind eben nicht alle. Wäre aber schön, wenn Dich Dich dann auch outest, so als Gast ist das nicht die feine Art, direkte Atacken zu reiten. Ich will als zwar naturliebhabender Afrika-Reisender, der aber eben auch nach vielen Flugkerosin km ncoh tausende km mit nem 4x4 rumfährt, hier nicht den Ökotourismus predigen: das wäre wohl etwas widersprüchlich. Aber hinsichtlich Einkäufen und eigener Entsorgung kanns ja schon gesittet und überlegt zugehen. Zum Thema Arbeitsplätze: da sehe ich grundsätzlich keine Unterschiede zwischen den Touris: wir alle exportieren, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Das schafft Arbeit, Einkommen und gibt auch dem Staat ne Menge Geld, mit dem er mehr oder weniger vernünftig umgehen kann. Mehr darf realistischerweise nicht erwartet werden, oder? Ach ja, wohl fast jedem, der Urlaub in Afrika oder einem anderen Land der sog. 3. Welt macht, dabei die Augen nicht verschließt - und dennoch seinen Urlaub genießt, das geht - dürfte es nicht schwerfallen, danach zum Thema Globaliserung, Verteilung etc. eine etwas differenziertere Meinung zu entwickeln. Das tut der Debatte bei uns - und der eigenen Persönlichkeit - dann nur gut .... hoffe ich.
STsteinbeisserThemenstarterGast08. Juni 2005 · #10Sorry, bevor ich von den Chefökonomen eins drüber kriege: wir exportieren natürlich nicht, wir importieren: Güter und Dienstleistungen. Und das bringt den Leuten im Urlaubsland, lokale Verteilungsfragen mal außer acht gelassen, erst mal Einkommen!
Steinbeisser
GAGastThemenstarterGast13. Juni 2005 · #11