ChriguThemenstarter7'272 Beiträge · seit 200622. Dez. 2007 · #1Hallo
Während unserer Tour haben wir einen kurzen Besuch im Etosha NP gemacht. Wir haben nur eine Nacht im Park verbracht. Das war auf Halali. Als wir in Okaukuejo gefragt haben, hiess es: Sie haben keine Buchung? Leider ist es Fully Booked.
Sie können uns aber ein Bungalow anbieten. Ansonsten habe es in Halali noch Platz. Wir haben uns dann für eine Übernachtung ausserhalb im Etosha Safari Camp entschieden.
Ein kurzer Check vor der Ausfahrt, hat uns einen recht leeren Campingplatz gezeigt. Diverse Leute mit denen wir unterwegs gesprochen haben, berichten das selbe. Einige konnten sich mit anderen eine Campsite teilen. Diese berichten, dass der Campingplatz trotz "Fully Booked" fast leer war.
Das bedeutet wohl, dass der NWR eine neue Strategie hat die teuren Bungalows zu vermieten. Als Camper ohne Vorbuchung wollen sie uns auf jeden Fall nicht mehr.
Herzliche Grüsse
Chrigu
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PEpeter48355 Beiträge · seit 200622. Dez. 2007 · #2Hallo Chrigu,
zunächst Herzlich Willkommen zurück.
Aber dieses Gefühl, das man Camper nicht unbedingt mehr will, hatte ich auch schon im August.
Laut Aussagen vieler Leute, die ich getroffen habe, war auch in der Hochsaison, als wir abgewiesen wurden, nicht ausgebucht.
Aber wenn sie uns nicht haben wollen, Botswana ist auch schön 🙂
Und so habe ich auch meine nähste Reise geplant.
Viele Grüße
peter
paulimann781 Beiträge · seit 200723. Dez. 2007 · #3Ich muss mal so blöde fragen, weil wir in Namibia bisher noch nicht so viel herumgekommen sind: Ist dieses Verhalten von Nationalparksangestellten denn in Namibia etwa nicht normal? 😕
Uns ist das überall im südlichen Afrika untergekommen - insbesondere in Südafrika (und da ganz speziell im Krügerpark!), aber auch schon in Etosha. Und zwar keineswegs nur in Bezug auf Campingplätze! Ich glaube "Fully booked, Mam!" ist der Satz, den ich in Afrika bisher überhaupt am meisten gehört habe... 😠
Ich habe diese Aussage allerdings immer für schlichte Faulheit gehalten. Da hilft nur eins: locker aber STANDHAFT bleiben und das Reservierungsbüro nicht eher verlassen, bis dem arbeitsscheuen Gesindel hinter dem Tresen klar wird, dass es heute mal nicht mit dieser blöden Ausrede davon kommt (klappt in 90% der Fälle, ehrlich!). In Mapungubwe im nördlichen SA haben wir dieses Jahr z.B. folgendes erlebt: Bei unserer Ankunft spät an einem Montagnachmittag baten wir um zwei ÜN auf dem Campingplatz (auf Di & Mi) und zwei weitere in der Bungalowanlage (auf Do & Fr). Und schon ging das Spiel mal wieder los! Campingplatz: "Fully booked, Mam!" Auf die Bitte, er möge seinen Rangerkollegen dort doch mal anfunken, ob der Platz wirklich belegt sei, ging es auf einmal doch (und zwar ohne Funkspruch!). Und die Bungalowanlage? Ihr könnt es Euch sicherlich schon denken: "Fully booked, Mam!" Auch für Do & Fr? "Fully booked, Mam!" Er möge doch bitte wenigstens mal in seinem Buchungssystem nachschauen! Oh, und auf einmal war das "Buchungssystem zusammengebrochen", tja, das täte ihm aber leid, da müssten wir morgen wohl noch mal reinschauen (wahrscheinlich hatte er den nächsten Tag dienstfrei 😉 ). Wir aber haben direkt vor dem Tresen erst mal unsere Kühltasche aufgemacht und einen kleinen Imbiss für die Wartezeit ausgepackt - "bis der Computer denn mal wieder geht..." Und siehe da - 5 min. später waren auf einmal alle Compiprobleme wie weggeblasen und der Held der Arbeit konnte uns freudig verkünden, dass er wegen einer kurzfristigen Absage doch noch einen Bungalow im eigentlich völlig ausgebuchten Leokwe Camp für uns hätte! Na so ein Zufall!!!
Wie Ihr Euch wahrscheinlich schon denken konntet, war unser Bungalow am Mittwoch Abend eine von nur zwei Lichtquellen im weiteren Umkreis (jaja, all die anderen werden wohl alle im Stockdunkeln gesessen haben und auch ohne Fahrzeug unterwegs gewesen sein 😄 ).
Hört sich jetzt auch alles ganz lustig an, ist aber für uns immer wieder eine der nervigsten Angelegenheiten unterwegs, weil da völlig unnötig so viel Zeit bei drauf geht 😠
Die Namib haben wir dieses Jahr übrigens gerade deswegen noch kennenlernen können, weil wir unseren auf 2 Wochen im Krügerpark ausgelegten Urlaub eben gerade aus SOLCHEN Gründen auf 4 Tage verkürzt haben - so hatten wir am Ende u.a. noch 6 Tage für die Namib übrig...😄
LUlucasbasel127 Beiträge · seit 200723. Dez. 2007 · #4Probier mal mit "hello my friend" und dann 20 minuten lang hände hin- und herschaukeln ...dann nach den kühen, schafen, familie, affen und wenn es zum letzten mal geregnet hat, fragen.
dann hat's sicher platz. That's africa.
"do tomorrow, what you could do today"
Jens_Dietzel1'455 Beiträge · seit 200623. Dez. 2007 · #5@ Paulimann: Wenn Du als Europäer nach Afrika reist, dann solltest DU auch ein bisschen Respekt der dortigen Kultur haben und viel Toleranz (aus europäischer Sicht) mitbringen. Vielleicht ist Dir entgangen, das man (wie lucasbasel so schön schrieb) in Afrika zuerst ein bisschen Smalltalk macht. Alles andere ist unhöflich (aus afrikanischer Sicht).
Du willst Doch was von denen, also wird das erwartet (oder wenn nicht gebockt..)
Auch wenn Du um Windhoek an einen Roadblock (Kontrolle) kommst, mit ein bisschen Smalltalk erntest Du ein Lächeln und bist ruck-zuck durch.
Probier es einfach mal aus und Du wirst Wunder erleben....
Frohes Fest!
LG Jens
WolffRuediger1'125 Beiträge · seit 200623. Dez. 2007 · #6Hallo,
wir germanischen Effektivitätsfanatiker müssen uns einfach umstellen, wie gerade eben wieder festgestellt wurde. Was habe ich mich früher aufgeregt über die fehlende Flexibilität in den namibischen (und südafr.) Offices! Ich mach's nun anders. In der Tat: Small talk, Fragen nach dem Leben (und es ist nicht nur Taktik, es ist interessant, was man hört!). Nur zwei Beispiele: Mein ururalter Landrover ist immer ein beliebtes Gesprächsthema bei männlichen Polizisten (bei road blocks) - ich zeige ihn von innen und außen - und das macht auch Spaß! Und Probleme hatte ich (bei deutschen Kontrollen wäre ich manches Mal nicht durchgekommen!) NIE! - Oder in Sesriem. Ich hatte mir nach Sonnenuntergang, auf dem Notplatz stehend, einen regulären Stellplatz ergattert - und wollte drei Nächte bleiben. Nachdem ich den ersten bekommen hatte, ging ich ins Büro und gab der Officerin zum Dank ein Lübecker Marzipan-Ei. Am nächsten Abend kam diese Dame von sich aus auf mich zu und bot mir, obwohl ich nichts reserviert hatte, von sich aus einen Stellplatz an. Korruption, ich weiß, ich weiß. Aber man muss manche gewohnten Erwartungen einfach vergessen.
Natürlich ist das Problem 'Fully booked' ärgerlich. Aber es ist wirklich 'ausgebucht', der Computer lügt nicht. Was meist fehlt, ist die Flexibilität der Beamten, damit umzugehen. Und es ist einfach so, dass weiße Officer, die es immer noch gibt, anders damit umgehen. Sie sind - so meine Erfahrung - nicht so bildschirmgläubig, sondern versuchen, weil sie das Problem ja kennen, pragmatisch damit umzugehen. Es ist nicht Faulheit der Schwarzen, sondern eine für uns fremde Mentalität. Man muss sich halt bloß darauf einstellen ...
Geduld.
Allen frohe Festtage!
Wolff-Rüdiger
ChriguThemenstarter7'272 Beiträge · seit 200623. Dez. 2007 · #7Wir haben generell festgestellt, dass die Rezeptionistinen in den Parks sehr freundlich und hilfsbereit sind. Auch an lockern und freundlichem Smalltalk hat es nie gefehlt. Nein, es scheint einfach eine Politik zu sein, dass in Okaukuejo ohne Vorbuchung die Campsite voll ist. Ob das der Computer sagt oder eine Order von oben ist, wissen wir leider nicht.
Herzliche Grüsse
Chrigu
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paulimann781 Beiträge · seit 200723. Dez. 2007 · #8Für Korruption habe ich nirgendwo auf der Welt Verständnis und finde auch nicht, dass man das mit seinem eigenen Verhalten auch noch unterstützen sollte. Das führt nämlich gerade dazu, dass nur noch die einen Campingplatz bekommen (oder darauf stehen bleiben dürfen), die sich dafür auch ausnehmen lassen - "I´m so thirsty!" ist übrigens der von mir am zweithäufigsten gehörte Satz von "Offiziellen" in Afrika.
Smalltalk sehen wir übrigens auch als selbstverständlich an, hat uns für sich allein aber noch nie zu dem gewünschten Objekt geführt. Außerdem sollte man auch nicht vergessen, dass die von mir als arbeitsscheues Gesindel bezeichneten Leute nur dafür eingestellt wurden, um eben für die Touristen da zu sein - und das sind immer wesentlich mehr Ausländer als Inländer. Man könnte also durchaus auch zu der Schlussfolgerung kommen, dass sich diese Leute der Mentalität der Touristen an zupassen haben - zumindest in dem gleichen Maß wie umgekehrt!
paulimann781 Beiträge · seit 200723. Dez. 2007 · #9Entschuldige Chrigu, Dein Posting ist eben so dazwischengerutscht - meine Antwort betraf eigtl. die Postings davor!
Gruß,
Antje
Jens_Dietzel1'455 Beiträge · seit 200623. Dez. 2007 · #10Hallo Antje,
wie kommst Du plötzlich auf Korruption?
Ich hatte bis jetzt nie Probleme (auch ohne "Spende").
Es war nur ein Tipp von mir, was Du machst ist Deine Sache.
Es gibt schon Gründe, warum Mitteleuropäer die Afrikaner nicht verstehen, wenn es doch für die Südeuropäer nicht reicht.
Einer hier im Forum hat so einen schönen Spruch in der Signatur:
"Gott hat den Europäern die Uhr gegeben und den Afrikanern die Zeit..."
LG Jens
paulimann781 Beiträge · seit 200723. Dez. 2007 · #11Jens_Dietzel schrieb:wie kommst Du plötzlich auf Korruption?
s
Steht - im Übrigen sehr treffend - wörtlich in Wolff-Rüdigers Posting.
WolffRuediger1'125 Beiträge · seit 200623. Dez. 2007 · #12Ja, Antje, das ist politisch sehr korrekt und lobenswert, niemand wird Dich für diese Haltung tadeln, am wenigsten ich. Aber höre mal auf den Tonfall meines zitierten Beitrags - der dürfte auch ohne Smilies zu hören sein. Und: ich habe das Marzipan als DANK gegeben, also nachher (hörst Du: NACHHER!), naiv, wie ich manchmal bin, ohne Erwartung einer künftigen Leistung. Dass es dazu kam, hat mich erfreut und mir gezeigt, dass mein Dank angenommen wurde. Ich habe es meinerseits auch dankbar angenommen. Und das wollte ich damit sagen: wenn du freundlich und kommunikativ bist und deine Dankbarkeit auch zeigst, kommst du besser zurecht - immer im Leben (natürlich, ist eine Binsenweisheit), BESONDERS aber dort.
Dies zur Definition des Begriffs 'Korruption' (Jetzt müsste ich eigentlich ein Smiley dazu setzen ....).
Frohe Festtage!
Wolff-Rüdiger
paulimann781 Beiträge · seit 200724. Dez. 2007 · #13Nur zu - versucht nur weiter mir mit erhobenem Zeigefinger klarzumachen, dass nur Sanftmut, Ruhe und unendliche Geduld (und nicht zu vergessen viel Smalltalk und gelegentliche kleine "freiwillige" Gaben) mich in meinem Leben und insbesondere in Afrika weiterbringen - vielleicht habt Ihr mit Eurer Mission ja irgendwann Erfolg und ich erkenne die oft von mir als arbeitsscheu empfundenen Afrikaner (mit der Schwarzweiß-Diskussion fange ich hier erst gar nicht an) in den staatlichen Nationalparks (denn in den privaten Parks werden solche Leute nicht lange geduldet!) als das, was sie doch offenbar wirklich sind: ebenfalls ausgesprochen ruhige und geduldige Wesen, deren Mentalität mir nur gänzlich verschlossen bleibt 😉 ! Vielleicht bringe ich es dann sogar mit einem Lächeln über mich, dem Ranger, der gerade noch direkt vor meiner Nase in seiner herumgepopelt hat (wie in Mapungubwe geschehen), einen ethnisch korrekten afrikanischen Händedruck zu verpassen... 🤪
Vergesst es😂 !
Aber auch die böseböse Antje wünscht Euch und allen anderen hier nun fröhliche Weihnachten (ganz ehrlich!)!
ULUlli931 Beiträge · seit 200624. Dez. 2007 · #14die oft von mir als arbeitsscheu empfundenen Afrikaner (mit der Schwarzweiß-Diskussion fange ich hier erst gar nicht an)
Da braucht es auch wirklich keine Diskussion, hoffe ich wenigstens ! Die wäre nämlich noch nicht mal Schwarz-Weiss, sondern einfach nur dumpf...
Frohe Weihnachten
Ulli
paulimann781 Beiträge · seit 200724. Dez. 2007 · #15@ Ulli
WolffRuediger schrieb:Und es ist einfach so, dass weiße Officer, die es immer noch gibt, anders damit umgehen. Sie sind - so meine Erfahrung - nicht so bildschirmgläubig, sondern versuchen, weil sie das Problem ja kennen, pragmatisch damit umzugehen. Es ist nicht Faulheit der Schwarzen, sondern eine für uns fremde Mentalität.
Ich sagte ja, ICH fange damit gar nicht erst an (das machen hier schon andere).
PHPhilipH39 Beiträge · seit 200726. Dez. 2007 · #16chrigu schrieb:Als wir in Okaukuejo gefragt haben, hiess es: Sie haben keine Buchung? Leider ist es Fully Booked.
Sie können uns aber ein Bungalow anbieten. Ansonsten habe es in Halali noch Platz.
Mir drängt sich der Eindruck auf, dass Halali einfach bei weitem am schlechtesten von den Etoshacamps läuft und man versucht, Personen dorthin "zu schieben".
Siehe auf der Seite von NWR:
http://www.nwr.com.na/seasonal_specials.pdf Namibier bekommen in Halali zur Zeit 40% Discount auf die Übernachtung, während es in den beiden anderen Etoshacamps garkeinen Discount gibt.
Reservierungen bei NWR sehe ich generell kritisch. Bei unerwarteteten Zwischenfällen ist das Geld ab 14 Tage vor Besuch laut Stornopolicy KOMPLETT weg. Auf meine Anfrage per Email, ob wir für 2 Personen eine Erstattung oder einen Gutschein bekommen könnten, weil die Personen nicht kommen, kam keine Antwort (für Sesriem).
Über die Preise wurde sich schon an anderer Stelle ausgelassen, aber hier nochmal zur Info:
Etosha-Camping:
200N$ für den Platz + 100N$ pro Person, + Parkeintritt (80N$ pro Person + 10N$ Auto).
Daher meine Empfehlung: Sucht Euch für den Etoshabesuch einen schönen Campingplatz außerhalb des Parks!
Leicht Off-Topic (aber Preise NWR:
Sesriem ist mit 200N$ pro Person ganauso unverschämt bzw. noch schlimmer, je nachdem mit wie vielen Personen man kommt. Wir haben vor 3 Wochen "nur" 200N$ pro Person gezahlt, meinen Eltern haben sie vor 2 Wochen sogar 200N$ pro Person plus 200N$ für den Platz (= 600N$ für 2 Personen 1 ÜN) abgenommen!