LUlucasbaselThemenstarter127 Beiträge · seit 200704. Dez. 2007 · #1
Guten Abend,
Hat schon jemand die 4x4 Strecke von Kamanjab Richtung Etosha zur Hobatere Lodge (OK, es ist die C35 und die wird ganz normal sein) und dann weiter to Baadjie nach Kowarib und dann zur Warmquelle gemacht?
Wie Anspruchsvoll ist es? Wieviel Zeit braucht diese Strecke? muss man da einfach die spuren folgen oder ist sie evtl. sogar beschildert?
Danke
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Jens_Dietzel1'455 Beiträge · seit 200604. Dez. 2007 · #2
Wir sind die Streck 1998 von Palmwag über Khowarib bis zur Hobatere Lodge gefahren. Landschaftlich sehr schöne Strecke, wir haben uns mit 2 Tagen viel Zeit gelassen und auch viel zu Fuß erkundet. Die Strecke hat(te ?) es stellenweise in sich, tifer Puderlehm, der Dich allein vom Lüfter in einer Wolke stehen läßt, eine steile Auffahrt über Felsplatten. Elefanten kann man mit Glück auch sehen, allerdings ist in der Gegend schon viel mit Touris und Elefanten passiert (Fehlverhalten seitens der Touris), worauf z.B. 1998 ein Elefant (ob es der richtige war? Aber man macht ja was zur Beruhigung der Touristen) erst angeschossen, dann Tage später erschossen wurde. Also haben die Elis schlechte Erfahrungen gemacht, man sollte also noch mehr Respekt zollen! LG Jens
STsteinbeisser571 Beiträge · seit 200605. Dez. 2007 · #3
Hallo Lucasbasel,
Du meinst die Khowaribschlucht. Wir sind 1999 auch von der C35 nach Khowarib/Warmquelle und dieses Jahr in der Gegenrichtung gefahren. Beim ersten Mal haben wir uns nach dem Vetzaun noch irgendwo verfranst, aber ein netter Junge auf dem Muli hat uns weitergeholfen. Diesmal hatten wir GPS und die Daten von Klinke dabei, sind aber zum Ende dann auch anders gefahren. Wenn man mit GPS oder Karte/Kompaß die grundsätzliche Richtung anpeilt, kann nur wenig schiefgehen. Aber im flacheren Teil, vor der eigentlichen Schlucht (nur die letzten ca. 25 km im Westen verlaufen im engen Tal) gibt es öfters mal sehr viele Spuren in alle möglichen Richtungen, daher auf die grobe Richtung achten. Ansonsten sehe ich die größte Schwierigkeit im häufigen Wechsel von Sand, Staub, Fels. Wir haben diesmal die Reifen nicht abgelassen, in Sand/Staubpassagen deswegen eben konsequent im 2. Gang. Die Staubfelder mußt Du zügig, aber nicht zu schnell durchfahren (Gefahr des harten Aufschlagens auf betonartigen Untergrund, den Du absolut nicht siehst oder abschätzen kannst). Du wirst eingenebelt und fährst blind. Gegen Ende (im Westen) gibts dann noch eine recht steile Abfahrt auf Fels, ziemlich schmal und mit Kurve. Es gibt auch in der Schlucht oft mehrere Möglichkeiten, der eigentliche Track geht im Zickzack mal quer durch das Flußbett, mal drin, mal am linken oder rechten Ufer. Du kannst aber auch viele Stücke direkt im Flußbett fahren. Die Schlucht gehört für uns zum Schönsten, was wir in Namibia bislang gefahren sind, sowohl landschaftlich wie auch vom ganzen offroad- und outdoorerlebnis. 1999 haben wir auch eine Nacht dort verbracht. Offroad cracks kennen sicher noch andere Strecken, für uns war es aber genau richtig. Wir haben in beiden Jahren weder Elefanten noch Spuren gesehen (erst hinter Sesfontein, aber das ist nicht mehr Khowarib), was aber nichts heißt. Oryxe, Springböcke und Katzen aber sehr wohl. Die Schlucht selbst wie auch die gesamte Strecke ist bewohnt, wir hatten den Eindruck, in diesem Jahr noch mehr als beim ersten Mal 1999. Am Vetzaun lebt ein Ranger mit Familie, der ziemlich zu war, es dauerte diesmal eine halbe Stunde, bis er das Schloß öffnen konnte. Seine Frau verkauft kleine Bastelarbeiten. Auch unterwegs werden Euch möglicherweise Waren angeboten. Trotzdem ist die Schlucht (noch) nicht wirklich touristisch frequentiert (Ihr werdet aber zum Wachstum beitragen😄 ), ich wünsche Euch viel Freude dort! Plant von Kamanjab bis Warmquelle einen ganzen Tag ein, auch eine Übernachtung in der Schlucht, oder auf einem der drei campsites am westlichen Ausgang ist sehr überlegenswert. steinbeisser
Hallo Lucasbasel, ich kann mich steinbeisser nur in allem anschließen. Wir sind im August 2007 von Warmquell nach Osten durch die Khowaribschlucht gefahren. Fahrerisch nicht ganz anspruchslos, aber mit etwas 4x4 – Erfahrung gut zu schaffen 😎 . Mal umkehren und die richtige Fahrspur suchen lässt sich kaum vermeiden. Vorsicht vor den nicht vorher erkennbaren powder-dust-Abschnitten (ca. 25 km ab Warmquell) – es nebelt wirklich in Sekundenbruchteilen das Auto auch innen zu, man sieht für annähernd 100m nichts mehr 🙄 und sollte aber unbedingt nicht stehen bleiben (Freischaufeln in dem Mehl stelle ich mir endlos vor...). Also im 2. Gang beständig weiter, Lenkrad festhalten und durch! Landschaftlich wirklich toll, einige Campgrounds, an denen absolut niemand war, schöne Stellen am Flussbett und tolle Berge. Man sollte es gesehen haben! Falls es mir diesmal gelingt, noch Fotos 😊 ....... [bild: 81018] [bild: 81022] [bild: 81025] Grüße Helgi
KLklausul283 Beiträge · seit 200606. Dez. 2007 · #5
Hallo Lucasbasel,
Wir haben vor zwei Jahren die Khowaribschlucht gemacht und bereuen nicht eine Nacht gecampt zu haben. traumhaft schön, riesige Oryxherde und massig Eli-spuren gesehen. Da Regenzeit war waren die Elis bestens getarnt und nur zu riechen. Der Dreck (Dustholes) ist nicht ohne. Stell sofort auf Umluft oder du must husten.Auch ausgraben sollte man vermeiden durch die von den Vorrednern beschriebene Fahrweise. Den Luftdruck solltest du nur reduzieren wenn du eine Möglichkeut hast wieder vollzupumpen, da am Endstück Richtung Warmquelle Fels zu fahren ist, der verlangt nach prallen Reifen. GPS hat uns geholfen wir sind hinter dem Vetzaun auch falsch gefahren. Die landsch. Eindrücke sind traumhaft.
Vorsicht: infiziert mit virus namibiense
Jens_Dietzel1'455 Beiträge · seit 200606. Dez. 2007 · #6
Umluft???? Beim Landy kann ich vielleicht die Klappen zumachen, aber durch die "Dichtungen" kommt er trotzdem rein:) Dafür kannst Du danach überall SAUBÄR draufschreiben!
LG Jens
LUlucasbaselThemenstarter127 Beiträge · seit 200707. Dez. 2007 · #7
danke für die sehr interessante berichte.
wie gross sind denn diese dustholes und wieviel Zeit fährt man da blind? besteht die gefahr einen Menschen oder Tier umzufahren?
Die zwei Dustholes, die wir kennen lernten, waren von Warmquelle kommend nach etwa 25 km, wo die Landschaft schon wieder weitläufiger und ebener wurde. Die erste Stelle war relativ kurz, vielleicht 50 m, und reichte aber, durch die nicht geschlossenen Fenster den Innenraum vollständig in sandbeige umzufärben und uns für einige Sekunden völlig die Sicht zu nehmen. Die zweite Stele war dann deutlich länger, gefühlte 3 Minuten, in Wirklichkeit aber vielleicht 200m und 30 Sekunden. Der nicht geradlienigen Spur konnte man praktisch nur nach Lenkradgefühl folgen. Ich dachte nur "Gas und durch...". Theoretisch könnte man natürlich einem andern Auto begegenen oder auf ein stecken gebliebenes Fahrzeug auffahren; unmittelbar vorher sehen würde man es auf keinen Fall. Die Wahrscheinlichkeit schätze ich aber äußerst gering ein; wir sind auf der ganzen Strecke von Warmquell bis zum Veterinär-Fence nur einem Auto begegenet. Und das bemerkt man an der Staubfahren schon von weitem.
LUlucasbaselThemenstarter127 Beiträge · seit 200709. Dez. 2007 · #9
Meine Lust durch diese Schlucht zu fahren wird immer wie grösser. Jedoch habe ich kein GPS Gerät 🙁 Ist die Strecke ohne GPS machbar oder ist das selbstmord?:(
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heuchef911 Beiträge · seit 200709. Dez. 2007 · #10
Hallo Lucasbasel, ich denke, dass das auch ohne GPS geht. Selbst mit GPS muss man öfters umdrehen und unter den sich verzweigenden Fahrspuren mal eine andere nehmen. Die Grundrichtung in der eigentlichen Schlucht ist ohnehin durch die Berge an der Seite vorgegeben. Ich kann Dir gerne, wenn Du mir Deine normale Emai-Adresse als PMS schickst, Kopien aus einem Tourenführer - den es nicht mehr im Handel gibt - schicken, in denen die Strecke sehr schön beschrieben ist. Eine weitere gute Beschreibung gibt es bei A. Klinke in dessen Namibia-GPS-Buch.
vor 5/6 Jahren bin ich mal von Purros ziemlich genau nach Süden gefahren. Dann im Flussbett bis nach Sesfountein durch die Schlucht. Es war eine sehr eindrucksvolle Fahrt, zumal die nachts bei Vollmond war. D a s hatte was!
GOGoldmole164 Beiträge · seit 200609. Dez. 2007 · #12
Hallo!
Dann tu ich auch noch meinen Senf dazu.
Wir waren zuletzt im September in der Schlucht. Die Strecke ist wunderschön und die Dustholes haben wir als nicht so schlimm empfunden. Wichtig ist, daß es vom VET-Gate zwei Strecken zur Schlucht gibt. Die nördliche wird von den meisten benutzt (u.a. auch von dem Klinke GPS Buch)und ist in der tat sehr staubig. Ich empfehle die südliche Strecke, bei der man einfach die ganze Zeit dem Ombonde Flussbett folgt. Das Fahren im Flußbett ist problemlos (ok, im östlichen Teil mal etwas sandig) und vor allen Dingen Staubloch frei. Campen kann man überall problemlos. Wir haben noch nie so viele Giraffen gesehen, wie auf diesem Stück. Auch zahlreiche Oryx, Strauße und sogar eine Elandherde ist uns über den weg gelaufen. Nicht umsonst heißt die Gegend südlich des Ombonde Klein-Serengeti. GPS oder eine gute Karte ist empfehlenswert. Die von anderen beschriebenen verzweigten Spuren gibt es nur auf der Nordroute.:P
Hi Goldmole, danke für den Tip! Das probieren wir aus, wenn wir wieder mal im Nordwesten sind. an lucasbasel: 1. Die Länge der Staubpassagen hängt auch davon ab, welcher Spur ihr im Detail folgt, es gibt immer mehrere Möglichkeiten. Wir waren nie länger als etwa 50 m im Staub, das reicht aber😃 Du siehst die Passagen vorher, ebenso siehst Du, ob außer Dir noch jemand dort fährt, steht oder geht. Zu 99% wirst Du allein sein. Stelle Dir einfach vor, auf einem Panzerübungsgelände mit zahlreichen ausgefahrenen Spuren kreuz und quer habe jemand ein paar zig Tonnen Cement oder Mehl abgeladen, schön auf einer Fläche von vielleicht 10.000qm verteilt, und Du kommst jetzt mit Deinem Hilux oder ähnlich dort an. Und Du willst auf die gegenüberliegende Seite ...
GPS hin und her, früher war ich ja etwas stur puristisch. Heute sehe ich meinen Fehler ein, es ist einfach eine deutliche Vereinfachung, gibt Sicherheit usw. Notwendig ist es sowenig wie früher, das Entscheidende ist Orientierungssinn und ein wenig Wissen im Umgang mit Karte, Kompass und natürlich - wenn dabei - auch dem GPS! Genug Döspaddel sind mit Ihrem Navi selbst auf europäischen Autobahnen schon hunderte km in die falsche Richtung gefahren - Recht so😄 Man sollte noch lesen können. In der Khowarib gibts allerdings wenig Schilder, eins haben wir 1999 mal gesehen:
Tja Joerg, blin bich ich auch, denn mit den Fotos blicke ich es nicht. Un ddann wars auch noch spät. Heute also ein neuer Versuch, diesmal mit dem Link zur Gallerie. Auf 80kb, wie die Forensoftware immer verlangt, skaliere ich nicht mehr runter.