CAcatweazlecatThemenstarterGast31. Mai 2005 · #1Hallo
habe vor kurzen gehört das man während einer Namibiareise öfters in Polizeikontrollen/Strassensperren gerät und wüsste gerne wie man sich da verhalten soll :?
Gehe mal davon aus das man die Papiere fürs Auto und sich selbst dabei haben sollte um sie vorzeigen zu können.
Habt ihr denn immer alle Papiere dabei wenn ihr z.B. vor Ort Ausflüge unternehmt? Wir kennen das normalerweise so das wir die Pässe im Hotelsafe lassen und nicht immer mit herumtragen.
Stimmt es das man z.B. von der Polizei auch öfters nach Geld gefragt wird und wenn ja, wie soll man sich verhalten?
Hatte gelesen das man dann den Polizeichef anrufen soll damit solche Abzockversuche nicht noch Schule machen.
Habt ihr mit so etwas Erfahrung?
Wieso gibt es denn offenbar so oft Strassensperren im Land?
Viele Grüsse
ATAfrican TravellerThemenstarterGast31. Mai 2005 · #2Ich habe bisher nicht übermäßig viel Kontrollen erlebt, allerdings weise ich ganz deutlich noch einmal darauf hin, dass zumindest auf den Teerstrassen gerne GESCHWINDIGKEITSMESSUNGEN durchgeführt werden.
Im Allgemeinen: Bei einer Kontrolle die Papiere vorzeigen, die die Polizei verlangt (dazu gehört auch ggfs. der vorgeschriebene internationale Führerschein). Keine Diskussionen führen, denn das verlängert das ganze Procedere ungemein. Der Tourist sitzt in jedem Fall am kürzeren Hebel......
Kann mir schon vorstellen, dass gerne Geld verlangt wird, würde aber immer versuchen, das zu vermeiden, notfalls sich sehr ahnungslos stellen. Das hat bisher bei verschiedenen Grenzübertritten ganz gut geklappt und sollte auch im Falle einer Kontrolle klappen. Auto immer während der Fahrt verschließen und nur dann aussteigen, wenn man dazu aufgefordert wird.
WAwanetabaThemenstarterGast31. Mai 2005 · #3Hallo Silke,
Straßensperren haben wir nur an den wichtigen Ausfallstraßen (z.B. B1 Richtung Okahandja) erlebt. Dort hält man am Stoppzeichen an, lächelt freundlich oder grüßt, dann wird man meist auch durchgewunken. Vorsichtiger muß man schon mit der Geschwindigkeit sein, es wird auf den wichtigen Hauptteerstraßen gern schnell gefahren, das ruft natürlich auch die Polizei auf den Plan, die mittlerweile auch in NAM mit Laserpistolen arbeitet...
Ein beliebtes Fleckchen ist anscheinend kurz vor Okahandja (B1), so ca. 3-5km vor dem Ort in einer langgezogenen Rechtskurve, dort haben wir sie mehrmals stehen sehen...
Wenn Geld (dies nur gegen Beleg) ins Spiel kommt, dann sollte man sich ruhig den Namen/Dienstgrad und das zuständige Revier mit Telefonnummer und Vorgesetzten geben lassen, sodaß man gegebenfalls nachprüfen kann oder sich beschweren kann.
Papiere sind so wie in Deutschland auch in NAM bei Autofahrten mitzuführen (Ausweis oder Reisepass/Int. Führerschein usw.)
GAGastThemenstarterGast31. Mai 2005 · #4Straßensperren gibt es nicht oft im LAnd und nicht zur Schikane oder aus politischen Gründen. ES handelt sich hierbei um Kontrollen der wichtigsten Zufahrtstraßen zu den einzelnen Viehmärkten um Viehdieben das Hanwerk zu erschweren. :!:
JOjoliThemenstarterGast31. Mai 2005 · #5Hallo Silke,
wir haben es häufig erlebt, dass man einfach durchgewunken wird, sobald für die Posten erkennbar ist, dass es sich um einen Mietwagen handelt. Aber dennoch sollte man die Kontrolle so anfahren als wenn man anhalten wollte. Was die mitzuführenden Papiere anbetrifft, so ist es immer gut, wenn man sich vorher Kopien macht und die dann mitführt. Streng genommen sind das dann zwar keine gültigen Papiere, aber ich habe noch nie gehört, dass man deshalb Probleme bekommen hätte. Machen wir hier in D auch so mit den Fahrzeugpapieren - und schreiben auch noch richtig deutlich "Kopie" drauf. Hat auch noch keiner gemeckert. Ganz Schlaue stellen Kopien ihrer Ausweise passwortgeschützt in ihre Website ein, so dass sie im Falle des Verlustes alle notwendigen Angaben aus dem Internet bekommen. Finde ich ganz pfiffig.
Gruß Joli
IRIreneCHThemenstarterGast01. Juni 2005 · #6Ich trage im Ausland immer den Pass, den Führerschein und ggf. den internationalen Führerschein bei mir - denn nur das sind gültige Papiere.
Kopien davon habe ich allerdings getrennt dabei, damit ich im Verlustfall weniger Probleme auf dem Konsulat habe (zum Glück noch nie nötig gewesen).
Wir wurden meistens durchgewinkt, einmal mussten wir Fahrer-Ausweis und Führerschein vorweisen.
Ich bin halt "traumatisiert", seit mir vor vielen Jahren in Deutschland der GAU passiert ist: ohne Führerschein in Polizeikontrolle (als Ausländerin), weil ich Bruders Ausweis mit meinem verwechselt hatte.
War ein grosser Aufwand und viel Glück dabei, dass ich anschliessend weiterfahren konnte. Erst wollten sie 2000.- DM Kaution (mitten in der Pampa), das Auto hätte ich in der folgenden Woche irgendwo abholen können, ohne Kaution ein Problem, was sie mit mir machen sollen - und mit meiner Mutter, wir sassen frierend in den "Outskirts" von Karlsruhe fest... zum Glück konnte die Basler Motorfahrzeugkontrolle dem Lörracher Polizeiposten eine Kopie meines Ausweises faxen, die Lörracher gaben das nach KA durch, wo die Polizisten per Funk informiert wurden.
Ich stelle mir einfach vor, um wieviel komplizierter das in Namibia wäre... da kontrolliere ich lieber 10mal vorher, ob ich alle und die richtigen Ausweise dabei habe 🙄
LG Irene
ANAndycisaThemenstarterGast01. Juni 2005 · #7Kurze Anekdote....
Auch wir kamen in die bekannte Polizeikontrolle auf der B1....., hatten aber dank diesem Forum den internationalen Führerschein, etc. dabei.
Leider war unser Mietwagen aus Südafrika und unser Vernmieter hatte uns zwar die "Importbescheinigung" (oder ähnliches), gezeigt, jedoch vergessen das Länderkennzeichen auf den Wagen zu kleben....
Mit etwas diskutieren und ahnungslos stellen (was?, wirklich?, wussten wir echt nicht, ist doch ein Mietwagen, etc...) durften wir nach ca. 5 Minuten weiterfahren....
Also echt nicht allzu schlimmm, bei "ausländischen" Mietwagen sollte man aber ggf. drauf achten da wie in Deutschland das Länderkennzeichen erforderlich ist...
grüße,
Andycisa
FRFriedelThemenstarterGast05. Juni 2005 · #8Nur so am Rande: Auf einem internationalen Führerschein steht außen auf der Vorderseite das Datum, bis zu dem er gültig ist. Da dieser Führerschein die Größe eines Taschenbuches hat, passt er nicht in eine Brieftasche oder in den Geldbeutel, ohne dass man ihn zusammenfaltet. Dummerweise ist der Knick dann genau durt, wo das Ablaufdatum steht. Wenn das Datum dann außen steht, kann man sebst bei vorsichtigem Umgang mit dem Dokument nach wenigen Tagen das Datum nicht mehr lesen. Ich hebe meine alten internationalen Führerscheine immer auf, denn niemand wird die Gültigkeit dieses Dokuments bezweifeln, selbst wenn das Datum, das da vor vielen Jahren mal stand, fast eben so viele Jahre vorbei ist. Natürlich muss man im Erstfall auch den gültigen Führerschein haben. Der Abgelaufene ist ebenso un ungültig wie eine Kopie, aber man hat weniger Probleme damit. Ich habe mittlerweie in jedem meiner beiden Autos in Namibia und in meinem Geldbeutel je einen abgelaufenen internationalen Führerschein. Der gültige bleibt im Koffer.
SWswisscheesThemenstarterGast06. Juni 2005 · #9Hallo catweazlecat
Es gibt noch eine Kontrolle zwischen Rundu und Grootfontein am Veterinärzaun. Hier darf kein Fleisch mitgeführt werden. Man wird aber auch sonst noch befragt und sogar um medizinische Hilfe gebeten.
Wir hörten unterwegs dass einem hier Holzschnitzereine abgenommen werden, wir haten keine dabei also kann ich kann dazu nichts konkretes sagen, Würde aber vorsichtshalber empfhelen solche gegenstände nicht all zu offen im Wagen "auszustellen".
Bei solchen und ähnlichen Kontrollen solte man gundsätzlich freundlich, aber bestimmt auftreten, einen Lächeln hilft einem oft weiter, schimpfen fast nie.
Es gilt auch in Namibia das afrikanische Motto:
"Ihr habt die Uhren, wir haben die Zeit."
swisschees
ARArthurThemenstarterGast10. Juni 2005 · #10Man sollte dabei haben:
1) Den Führerschein
2) Für Ausländer den Pass oder eine Kopie
3) Für ausländische Wagen die Importbescheinigung (bei Mietwagen oft innen an die Winschutzscheibe geklebt) und das Landeskennzeichen
4) Ein freundliches Lächeln.
Ich wurde noch nie um Geld gebeten, und dies wäre auch in keinem Fall an der Strassensperre zu zahlen. Selbst Strafzettel sind nur bei Polizeirevieren zu zahlen.
(Hatte mal meinen Führerschein vergessen, und den meiner Schwägerin vorgezeigt. Wir sind zwar ungefähr im selben Alter, aber damit hört jegliche Ähnlichkeit auf. Der Schupo hat nach kurzem Nachdenken weitergewinkt...)
KAkalacheeThemenstarterGast07. Juli 2005 · #11Hallo
Wir sind gestern von unserer viermonatigen Reise durchs südliche Afrika (Südafrika, Mosambik, Malawi, Sambia, Botswana und Nambia) zurück gekehrt. Wir haben unzählige Polizeikontrollen ("road blocks") erlebt und abgesehen von zwei Bussen (einmal 8 km/h zu schnell und in Malawi nur eines statt der obligatorischen zwei Pannendreiecke vorweisen können) nicht die geringsten Probleme gehabt. Wie die Polizeikontrollen in Namibia sind, kann ich nicht sagen, da wir ausser bei der in diesem Thread erwähnten Veterinär-Kontrolle nie angehalten wurden. Aber generell kann gesagt werden, dass das Mitführen aller notwendigen Dokumente und vor allem Freundlichkeit das A und das O sind! Ein Lächeln und ein "How are you today?" oder sonstiger Small-Talk hilft echt immer weiter.
Aber meistens sind die Polizisten eh zu faul zum arbeiten und winken einen gleich durch. 😄
Liebe Grüsse,
kalachee.
HAHannesThemenstarterGast07. Juli 2005 · #12@kalachee
Eure Route würde mich detaillierter interessieren. Plant ihr eine Homepage einzurichten, oder gibts irgendwo im Web vielleicht schon einen Reisebericht?
KAkalacheeThemenstarterGast07. Juli 2005 · #13Ciao Hannes
Auf
www.blogall.de/kalachee gibts ein paar Berichte, die ich von unterwegs geschrieben habe sowie einen Link zu ein paar Fotos der ersten Wochen. Ein umfassender Reisebericht mit mehr Fotos ist noch in Bearbeitung und wird dann natürlich auch in diesem Forum im entsprechenden Themenbereich angekündigt.
Liebe Grüsse aus der Schweiz,
kalachee
JOjoliThemenstarterGast07. Juli 2005 · #14Hallo Kalachee,
herzlich willkommen zu Hause. Jetzt kann ich ja beruhigt selbst wieder nach Namibia reisen - es ist ja für "Nachschub" mit den neuesten Informationen gesorgt.
Gruß Joli