Ausflug in die Dünen

13 Antworten · 4'051 Aufrufe · gestartet 09. Nov. 2007 von Bazi
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Themenstarter2'721 Beiträge · seit 200609. Nov. 2007 · #1
Hallo
Vielleicht kann mir jemand helfen.
Ich habe hier 2 Artikel:
Einen über Tommy’s „THE LIVING DESERT TOUR“
http://www.tommys.iway.na/tours.htm
und einen über
Chris Nell’s „Living desert adventure“
http://www.living-desert-adventures.com/
vorliegen.
Beide Anbieter haben Sitz in Swakopmund.
Hat jemand schon eine Tour mit diesen Anbietern unternommen und kann mir seine Erfahrungen mitteilen.

Gisela
818 Beiträge · seit 200709. Nov. 2007 · #2
von den Anbietern, die Du nennst, kenne ich persönlich keinen, aber wir haben einst eine geführte Tour mit einem Mann namens "Bushman" durchgeführt. Ihn konnten wir direkt am Gate von Sesriem buchen. In 1,5 Jahren Afrikareise war das das Highlight unserer gesamten Tour. Was wir durch ihn in den zwei Tagen kennenlernen durften, haben wir in 5 Jahren intensiver Eigenrecherche nie erfahren.

Beispiel: wir haben uns mit ihm bis auf 5 m in der Namib an einen wilden Springbok angeschlichen. Er hätte keine Chance gehabt zu entkommen.
Er zeigte uns, was man wirklich in der Namib gesehen sollte und das Big Daddy nicht unbedingt dazugehört etc.

ergänzt:
wir haben 10US$ pro Person bezahlt.
http://www.oribi.de/
zuletzt bearbeitet 10. Nov. 2007
56 Beiträge · seit 200709. Nov. 2007 · #3
Hallo Gisela,
wir haben im August die "Living Desert Adventure"-Tour mit Chris Nell gemacht und waren absolut begeistert !
Chris hat uns in unserer Unterkunft in Swakopmund abgeholt und war etwa 4 bis 5 Stunden mit uns in den Dünen bei Swakopmund, wo wir bis auf Schlangen ganz viele kleine Tiere gesehen haben (Spinnen, Blindschleichen, Wüsteneidechsen, Geckos, Chamäleons, Käfer....).Die meisten hat er anhand der Spuren im Sand vorsichtig ausgegraben. War absolut faszinierend und wir hatten dazu noch jede Menge fantastische Fotomotive.
Chris ist extrem nett und sehr engagiert und wir würden die Tour jederzeit wieder mitmachen (obwohl mit ca. 50 Euro pro Person nicht ganz billig..).
Viele Grüße !
Werner
283 Beiträge · seit 200610. Nov. 2007 · #4
Hallo,
also muß schon sagen:Fuer eine vor der der Haustuer Wuestenexcursion von 4-5 Std. mit pro Pers.ca.50€=500 N$ langt der liebe Chris aber Gewaltig zu.
Der Mindestlohn fuer einen schwarzen fulltime worker liegt bei ca.600 Nam $ im Monat!!!!!
Da brauchts einen nicht zu verwundern das immer mehr:reiche Touris ausgeraubt werden
( man lebt in der Devise,ich mache Urlaub,da kann man ja mal nen € mehr ausgeben??)
Grueße und schoenes wochenend
jakkal
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7'296 Beiträge · seit 200610. Nov. 2007 · #5
jakkal schrieb:
also muß schon sagen:Fuer eine vor der der Haustuer Wuestenexcursion von 4-5 Std. mit pro Pers.ca.50€=500 N$ langt der liebe Chris aber Gewaltig zu.
Der Mindestlohn fuer einen schwarzen fulltime worker liegt bei ca.600 Nam $ im Monat!!!!!
Da brauchts einen nicht zu verwundern das immer mehr:reiche Touris ausgeraubt werden
... denjenigen, die Touristen überfallen und ausrauben, bleibt auch nicht verborgen, was diese für den (meist überflüssigen) 4x4 zahlen, für Übernachtungen in oft sehr teuren Gästefarmen und alleine für den Flug.

Gerade in Afrika ist die Spanne zwischen dem Verdienst der Einheimischen und den Preisen für Touristen extrem, ob in Namibia, Botswana, den Nationalparks in Ostafrika, Victoria Falls, Kilimanjaro usw.. Da liegt der Chris Nell mit seinen Preisen ganz normal im unteren Mittelfeld ...

Sehr viele Touristen geben in Afrika pro Tag mehr Geld aus, als Einheimische mit harter Arbeit in einem Jahr verdienen (und das Wort "Urlaub" kennt von denen auch niemand).

Um zurück zum Thema zu kommen ... hier ist noch ein Anbieter von solchen Touren aus Swakopmund, mit dem ich gute Erfahrungen gemacht habe ...
http://www.charlysdeserttours.com

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
174 Beiträge · seit 200610. Nov. 2007 · #6
Hallo Gisela,

wir haben im September die Tour mit Chris Nell gemacht - super informativ und auch witzig.

Chris ist sehr darauf bedacht, daß die Tour nicht zu Lasten der Tiere geht und engagiert sich auch sonst für die Umwelt. Den Preis fand ich für die gebotene Leistung fair.

Liebe Grüße
Carmen
45 Beiträge · seit 200610. Nov. 2007 · #7
hallo,
wenn man sieht, daß viele für das Quadbiken viel mehr be-
zahlen, dann ist das Dünen "erfahren" mit einem der genannten Anbieter zum einen ökologisch unbedenklicher
und zum anderen lernt man eine Menge über den großen Sand-
haufen und was da so alles lebt und was von den Quads so gedankenlos und just for fun plattgefahren wird.
im übrigen -BikeAfrica und jakkal- fällt mir noch die
Bemerkung eines Kellners in Kenia auf die Frage ein, was
er denn von den Touris halte, die an einem Tag mehr ver-
trinken als er im Monat verdient - "Ihr seid doch alle
Millionäre".

Gruß Kalli
7'296 Beiträge · seit 200610. Nov. 2007 · #8
kalli schrieb:
im übrigen -BikeAfrica und jakkal- fällt mir noch die
Bemerkung eines Kellners in Kenia auf die Frage ein, was
er denn von den Touris halte, die an einem Tag mehr ver-
trinken als er im Monat verdient - "Ihr seid doch alle
Millionäre".
... Du mußt das nicht extra an mich adressieren. Ich bin viel mit dem Rad in Afrika unterwegs, habe dadurch viel Kontakt zu Einheimischen und kenne die Verhältnisse. Ich weiß, wie die Menschen dort leben, wie es sich anfühlt, zwei Wochen nicht geduscht zu haben und all solche Dinge. Mit fünf Euro kann man sich eine ganze Woche sattessen. Habe ich auch schon gemacht ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
45 Beiträge · seit 200610. Nov. 2007 · #9
hallo BikeAfrica,
hier liegt ein kleines Mißverständnis vor.
Aus deinen zahlreichen Einträgen ist mir sehr wohl be-
wußt, daß du nicht zu denen gehörst, für die es auf einen
Euro mehr oder weniger nicht ankommt.
Meine "Adresse" an dich und jakkal zielt vielmehr darauf,
daß ihr offensichtlich zu denen gehört, die über den Tellerrand hinausschauen und auch einen Blick für die habt, die mit dürftigem Einkommen ihr Dasein fristen
müssen und die im Supermarkt die gleichen Preise wie wir
zahlen müssen. Maismehl z.B. hat sich in den letzten
Monaten im Preis verdoppelt.
Ich will hier keine moralische Besserwisserei absondern,
aber wenn man auf vielen Reisen sieht, wie so manche Touris mit dem Geld umgehen, dann frage ich mich, was wohl
ein schlechtbezahlter einheimischer Angestellter wohl so
denkt.
Nichts für ungut Kalli
Themenstarter2'721 Beiträge · seit 200610. Nov. 2007 · #10
Hallo
Erst einmal danke für die Antworten, die sich auf meine Frage beziehen.

Ich wollte aber keine Diskussion über das soziale Gefälle anstossen.
Vielleicht kann man darüber einen eigenen Thread machen. Die Diskussion wäre sicher sehr interessant.

Zum Preis:
So viel ich weiss, sind die Anbieter kein 1-Mann-Betrieb. Chris, Tommy und auch Charly’s Dessert Tours stecken das Geld ja nicht einfach in ihre eigene Tasche. Sie müssen auch noch ihre Leute bezahlen. Ein paar Arbeitsplätze sind auch da wieder gesichert. Das Equipment muss auch bezahlt werden. Gut, der Preis für die Verpflegung spielt ja eine untergeordnete Rolle.

Bei meinem Interesse für das Leben in der Wüste wäre da noch die Möglichkeit eines dieser teuren, bebilderten, spannenden und auch sehr lehrreichen Bücher zu kaufen und zu lesen. Ein gutes, lehrreiches Buch kostet auch mindestens seine 50.- bis 80.- sFr (300 - 400 N$) und mehr. Mir liegt aber viel an der Erfahrung vor Ort.

Gisela
503 Beiträge · seit 200610. Nov. 2007 · #11
Hallo Gisela,

ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, Tommy und Chris Nell, das ist die selbe Firma. Aber wie auch immer: bin im März mit einer kleinen Gruppe mit Tommy einen halben Tag gefahren, für ca. 40.- Euro. Für unsere kleine Gruppe war das eines der absoluten Highlights während der ganzen Reise. Würde die Tour sofort wieder machen.

Liebe Grüße
Martin
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84 Beiträge · seit 200712. Nov. 2007 · #12
liebe gisela, wir haben im august mit "living-desert-adventures" eine wüstentour in swakopm. unternommen.da chris an diesem tag mit einer schulklaase unterwegs war, schickte er einen älteren kollegen.er holte uns morgens von der pension ab. später in der wüste zeigte er uns alles mögliche an krabbeltieren, legte die gänge der "white lady" frei und fand diese auch, er zeigte uns den metall.gehalt des sandes anhand eines magneten,ließ ihn uns unter einem mikroskoph betrachten,er stürzte sich in die dünen und setzte uns einen palmato gecko auf die hand. anschl. fütterte er ein chamäeleon mit weißen käfern und er nahm sich wirklich zeit für uns. eine "schulstunde" vom feinsten, besonders für die kids. eine wahrlich abenteuerliche fahrt über die dünen bildete den abschluss.es war GROßARTIG!!!
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84 Beiträge · seit 200712. Nov. 2007 · #13
jakkal schrieb:
Hallo,
also muß schon sagen:Fuer eine vor der der Haustuer Wuestenexcursion von 4-5 Std. mit pro Pers.ca.50€=500 N$ langt der liebe Chris aber Gewaltig zu.
Der Mindestlohn fuer einen schwarzen fulltime worker liegt bei ca.600 Nam $ im Monat!!!!!
Da brauchts einen nicht zu verwundern das immer mehr:reiche Touris ausgeraubt werden
( man lebt in der Devise,ich mache Urlaub,da kann man ja mal nen € mehr ausgeben??)
Grueße und schoenes wochenend
jakkal
...weißt du und wenn es noch teurer gewesen wäre, wir hätten es trotzdem bezahlt, weil es ein einmaliges erlebnis war...!!!!
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134 Beiträge · seit 200712. Nov. 2007 · #14
Hallo Gisela

Wir hatten das Glück, mit Chris alleine durch die Wüste zu Kurven, wirklich ein einmaliges Erlebnis... Der Steve Irwin des südlichen Afrikas! 😉

Kann ich nur empfehlen!

MartinL schrieb:
ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, Tommy und Chris Nell, das ist die selbe Firma.
Anmerkung: Sie waren mal Geschäftspartner... Chris wich der Frage nach dem warum aus, liess aber durchschimmern, dass sie unterschiedliche Auffassungen über Naturschutz hatten.