Namibia 6. bis 25. Oktober 2007

7 Antworten · 4'529 Aufrufe · gestartet 26. Okt. 2007 von Sanne
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Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200626. Okt. 2007 · #1
Ihr Lieben,

gestern sind wir zurückgekommen, unser Urlaub war dank Euer aller Hilfe einfach perfekt. Euch allen liebsten Dank dafür.

Den Reisebericht habe ich gleich als erstes fertig gestellt. Ich hoffe, dass die eine oder andere Info darin einem anderen FoMi nützlich sein kann. Die Bilder lade ich später noch in die Galerie.

Herzliche Grüße Sanne

PS: Sorry, ich weiß, der Bericht ist recht lang geworden 🙂



Reisebericht Namibia Oktober 2007


1. Flug

HIN: Air Namibia am 6. Oktober ab Frankfurt. Aufgrund der drohenden Streiks der Bahn hatten wir uns trotz Rail&Fly Ticket für einen Zubringerflug Berlin-Frankfurt entschieden. Zusatzkosten pro Person 180 Euro mit Lufthansa. 3 Stunden vor Abflug in Frankfurt waren wir am Air Namibia Schalter und da war bereits richtig was los.
Unsere Tickets haben wir dort auf Air Plus umschreiben lassen (Service Economy, Sitze Businessclass). Am Schalter nehmen die wirklich nur Bargeld, da es offenbar kein Kartenlesegerät gibt. Ein Geldautomat ist aber quasi um die Ecke. 275 Euro pro Person für das Upgrade, das sich für uns absolut gelohnt hat. Sitze (Reihe 10, rechts am Fenster) waren super  toller Blick im Morgenlicht auf Etosha.
ZURÜCK: Air Namibia am 24. Oktober ab Windhoek. Nach dem tollen Hinflug haben wir auch für den Rückflug das Upgrade gewählt (Namibische Dollar 3.000 pro Person). Kreditkarte war kein Problem. Das Umschreiben der Tickets hat allerdings 30 Minuten gedauert, warum auch immer.

Durch den Zubringerflug mussten wir leider immer das Gepäck abholen und wieder neu einchecken  Frankfurt ist da nicht wirklich optimal, die Wege teilweise endlos und ausreichend Infopersonal (wo gehts denn jetzt wieder rein?) war bei uns nicht vorhanden. Aus Windhoek kommend hatten wir in Frankfurt nur 2 Stunden Zeit bis zum Abflug nach Berlin. Fast eine Stunde haben wir darauf gewartet, dass unser Koffer endlich auf dem Förderband lag. Danach hetzten wir etwas gestresst durch den Flughafen und vor allem durch die Sicherheitskontrolle. In Summe hat aber alles super geklappt. Koffer waren immer komplett da, nichts kaputt, nichts verloren gegangen. Wir fliegen das nächste Mal auf jeden Fall wieder direkt mit Air Namibia.


2. Mietwagen

Gebucht hatten wir über DERTours die Kategorie K (Nissan X-Trail 2x4) und Avis Windhoek hatten uns auch genau das Fahrzeug schriftlich bestätigt. Bei Abholung war Kategorie K dann komplett nicht vorhanden, es gab aber ein Upgrade auf einen ISUZU 4x4. Allerdings hatte man nur einen Ersatzreifen  für den X-Trail hatten wir extra einen zweiten mitgebucht. Da wir aber bis Erongo am selben Tag weiterfahren wollten, haben wir es halt hingenommen und für unseren Urlaub bzw. die Reifen das Beste gehofft.
Abgabe des Autos hatten wir in Windhoek-Stadt ohne Probleme. Der Wagen hatte schon zig Kratzer und einen kleinen Steinschlagschaden in der Windschutzscheibe. Uns ist es immer ganz recht, wenn es schon kleinere Vorschäden am Fahrzeug gibt, dann ist die Rückgabe in der Regel deutlich unproblematischer. Ein freundlicher Avis-Mitarbeiter hat uns nach Abgabe dann sogar zur Independance Avenue zurückgefahren.

Kosten für Flug (ohne Upgrade und Zubringerflug Berlin-Frankfurt) und Mietwagen über DERTours: Euro 3.066.


7. und 8. Oktober
Erongo Wilderness Lodge  2 Nächte (vom Flughafen B6 nach Windhoek, B1 bis Okahandja, B2 nach Karibib, C33 bis D2315  bis auf die D-Straße alles asphaltiert, Gesamt rund 290 km). Wir hatten uns absichtlich für die geteerten Straßen entschieden, da wir am Tag der Anreise möglichst schnell und sicher die erste Unterkunft erreichen wollten.
Wir erhielten Zelt Nr. 6  perfekte Aussicht, bequemes Doppelbett, Safe und Kühlschrank, alles top. Letztes Jahr waren wir bereits in dieser Lodge, entsprechend hoch waren unsere Erwartungen, die erfreulicherweise nicht enttäuscht wurden. Essen sehr lecker mit toller Aussicht auf das vor der Lapa liegende Wasserloch. Lustiger, sehr netter Service. Als ich mitten in der Vorspeise auf die Terrasse ging, um Kudus am Wasserloch zu filmen, war leider mein Essen bereits abgeräumt. Offenbar hatte man angenommen, es schmecke mir nicht. Wunderbarer südafrikanischer Wein. Tolle Pancakes zum Frühstück  unbedingt probieren.

In Erongo war es nachts erstaunlich kühl, am nächsten Morgen sagte man uns, es hätte rund 5 Grad in der Nacht gegeben. Egal, war im Nachhinein die einzige Unterkunft, in der meine Strickjacke zum Einsatz kam. Outdoor-Dusche war entsprechend erfrischend trotz perfekt heißem Wasser.

Ausflug nach Omaruru mit sehr leckerem Oryx-Steak im Sand Dragon. Einkauf von Unmengen an Wasser und Tanken.
Abends hatten wir einen wunderbaren Sundowner auf dem nächsten Hügel mit tollem Blick auf Affen, Kudus und Klippschiefer.
Ansonsten haben wir es sehr genossen, einfach die Landschaft zu bestaunen und uns an Springböcken usw. zu erfreuen. Tolle Vogelwelt!

Gesamtkosten inkl. Unterkunft, Essen, Wein, Sundowner usw.: NamDollar: 4.800 für 2 Nächte und 2 Personen.

FAZIT Lodge: Für uns eine der schönsten Unterkünfte, die wir kennen  immer wieder! Unbedingt Zelt 6 buchen, hat sogar noch eine zweite Terrasse mit Minipool hinter dem Zelt.


9. bis 11. Oktober
Beach Lodge Swakopmund  3 Nächte (D2315, D2306, D1927, D1930, B2, Gesamt rund 260 km). Wunderschöne, einsame Straßen auf den D-Pads. Genau ein weiteres Auto bis zur B2 gesichtet.
Wir wollten die Martin-Luther-Lok besichtigen, sind aber zunächst dran vorbeigefahren. Irgendwie hatte ich nicht damit gerechnet, dass die Lok in einem Gebäude sein könnte, sondern immer angenommen, sie würde irgendwo frei stehen. Beim zweiten Anlauf haben wir sie dann gefunden, ein paar Fotos gemacht, eine Spende fürs Museum dagelassen und uns zunächst auf die Suche nach der Beach Lodge gemacht. Unser Auto war komplett einsehbar, daher wollten wir es so schnell als möglich allen Inhalt in die Unterkunft bringen und danach Swakopmund besichtigen. Am frühen Nachmittag hatten wir die Beach Lodge erreicht, die wirklich toll direkt am Meer liegt. Etwas außerhalb von Swakopmund, aber die Stadt ist mit dem Auto in wenigen Minuten erreichbar.

Wir hatten die Luxury Suite gebucht, die innen wirklich sehr schön war. Überhaupt hat uns die Beach Lodge sehr gut gefallen. Top Aussicht, schöne Einrichtung, Alarmanlage für alle Zimmer, gesicherter Parkplatz und Sicherheitspersonal das nachts ums Haus läuft, toller Wäschedienst, Internetzugang für die Gäste.

Da wir im Vorfeld von der Lodge informiert wurden, dass dort im Moment Bauarbeiten am Laufen wären, hatte ich angefragt, inwieweit unser Zimmer betroffen sei. Leider hat man uns gesagt, wir würden kaum beeinträchtigt werden. Das ist so sicher nicht richtig. Nebenan und unter dem Luxury Room wurden Wände weggestemmt für das neue Restaurant, das entstehen soll. Über uns wurde ein neues Stockwerk angelegt, das sich aber zu unserem Aufenthalt noch im Rohbau befand. Die Bauarbeiten begannen um 8 und gingen bis 17 Uhr durch. Uns war es egal, da wir dank unserer Ausflüge morgens um halb acht immer bereits gestartet sind. Einen ruhigen Tag am Meer kann man aber in dem Luxury Room nicht haben. Der Krach, den wir hörten, als wir nachmittags mal dort waren, war ohrenbetäubend. Mich hatte es geärgert, dass der Manager uns nicht bei meiner Anfrage einfach ehrlich gesagt hat, was auf uns zukommen würde. Finde ich vom Stil her nicht besonders nett.

Gesamtkosten der Unterkunft B&B: rund NamDollar: 2.700 für 3 Nächte und 2 Personen inkl. tollen Wäschedienstes.

FAZIT Lodge: Wir würden  trotz all der tollen Dinge, die die Lodge zweifelsohne bietet  dort nicht mehr übernachten.

Swakopmund: wunderschöne Stadt mit tollen alten Gebäuden, netten Geschäften. Leider konnten wir im Tug trotz drei möglicher Abende keinen Tisch mehr bekommen. Wir haben an zwei Nachmittagen die Stadt erkundet und ein bisschen geshoppt. Ich würde sagen, das reicht durchaus.

Ausflug Levo Tours Walvis Bay  Robbentour: Am Nachmittag vor unserer bereits aus Deutschland gebuchten Tour wurden wir in der Beach Lodge von Levo Tours angerufen. Diese wollten nur wissen, ob wir tatsächlich teilnehmen und ob wir abgeholt werden wollten. Super Service. Tolle Tour am nächsten Morgen bei perfektem Wetter. Pelikane, Robben, Delphine usw. zuhauf. Hat sich unserer Meinung nach wirklich gelohnt, war ein wunderbarer Ausflug. Kosten pro Person: NamDollar 380.

Ausflug Bush Bird Swakopmund  Sossusvlei  Kolmanskop  Lüderitz (ganztägig): Andy von Bush Bird hatte uns einen Tag vorher angerufen und uns mitgeteilt, dass wir nur allein werden fliegen können. Zum Preis komme ich später noch J Da es ein Geschenk zum runden Geburtstag meines Mannes war, haben wir uns dennoch dafür entschieden und es nicht bereut. Andy hat uns morgens halb acht von der Beach Lodge abgeholt, geflogen wurden wir von Mario, der erst seit Sommer wohl bei Bush Bird fliegt. Mario war toll, hat viel erklärt, Runde um Runde für unsere Fotos gemacht  war ein tolles Erlebnis. Kuiseb River und Canyon waren beeindruckend, Sossusvlei sowieso. Von Kolmanskop waren wir etwas enttäuscht, irgendwie hatten wir mehr erwartet. In Lüderitz hatten wir dann eine Stadtführung, die sehr interessant war. Teilweise sehr schöne Häuser stehen dort herum, auch wenn ich Lüderitz jetzt nicht unbedingt als Topziel in Namibia sehen würde. Auf dem Rückflug sollte es eigentlich an der Küste entlang gehen, um die Wracks aus der Luft zu sehen  leider spielte das Wetter nicht mehr. Dickster Nebel an der Küste. Gegen 19 Uhr waren wir zurück in der Beach Lodge  ein toller Tag lag hinter uns. Kosten pro Person: NamDollar 7.000.


12. und 13. Oktober
Rooiklip Gästefarm  2 Nächte (B2, C14, C26, D1438, Gesamt rund 230 km). Auf dem Weg haben wir ganz viele Strauße und Schakale gesehen. Aufgrund der wunderschönen Landschaft haben wir sehr lange für die eigentlich wenigen Kilometer gebraucht. Allerdings haben wir zigmal angehalten. Darüber hinaus war es  seit wir die Küste verlassen hatten  extrem heiß geworden. Bei Frans und Lore haben wir dann festgestellt, dass das Thermometer 38 Grad im Schatten anzeigte. Frans war mit Gästen auf einer 10-tägigen Tour, so dass Lore mit uns die Farmrundfahrt gemacht hat. Ist enorm, wie viel Wissen Lore über Gestein, Getier und Pflanzen hat. Die Campingplätze haben wir ebenfalls angeschaut und waren als Nicht-Camper sehr beeindruckt. Wenn der Standard immer so hoch ist auf den Campingplätzen, wäre das vielleicht doch etwas für uns. Ich dachte immer, es gäbe Gemeinschaftsduschen, Klos und Kochstellen usw.

Aufgrund der Hitze haben wir nur kleinere Wanderungen gemacht, uns über Oryx, Kudus, Bergzebras usw. gefreut, gefilmt, gefaulenzt und Unmengen Wasser getrunken. Das Essen am Abend war sehr lecker, das Zimmer schön, die Betreuung persönlich und sehr herzlich.


Gesamtkosten inkl. Unterkunft, Essen, Wein, Farmrundfahrt: rund NamDollar 2.100 für 2 Nächte und 2 Personen.

FAZIT Gästefarm: Preis-/Leistungsverhältnis sehr gut. Essen ausgezeichnet. Netter Kontakt. Gern wieder. Achtung: Lore nimmt nur Bargeld!


14. und 15. Oktober
Allein zu Zweit Lodge  2 Nächte (C26, C14, D1275, Gesamt rund 130 km). Unsere kürzeste Etappe, für die wir aber auch länger gebraucht haben. Zum einen ist der Gaub-Canyon wunderschön, die Landschaft erst recht, aber wir haben auch noch einen kleinen Umweg nach Solitaire zum Tanken und Apfelkuchen gemacht  lecker Kuchen!

Die Lodge besteht aus einzelnen Häusern, die jeweils einer Funktion dienen (z.B. Schlafhaus, Wäschehaus, Werkstatt usw.). Die Eigentümerin Simone Kunze ist Goldschmiedin und zeigt auf Wunsch auch ihre Arbeiten. Die Gästeunterkunft ist traumhaft schön, geräumig und sehr hübsch eingerichtet. Die Aussichten in die beiden Täler sind atemberaubend schön. Wir konnten uns nicht entscheiden, welche uns besser gefiel. Der Kontakt war sehr herzlich, unkompliziert und nett.

Während unseres Aufenthalts hatten wir tagsüber weit über 40 Grad, nachts kühlt es leider kaum ab (knapp über 30 Grad). Daher haben wir ewig bei gutem Wein und sehr viel Wasser Sterne geguckt.

Gesamtkosten NamDollar 3.060 (alles inklusive) für 2 Nächte und 2 Personen.

FAZIT Lodge: wunderschöne Unterkunft mit riesig viel Platz, 2 Terrassen mit Blick auf zwei völlig unterschiedliche und traumhaft schöne Täler. Einmalig schön gelegener Pool. Gutes Essen. Preis-/Leistungsverhältnis sehr gut. Einer der schönsten Orte, an dem wir je waren. Jederzeit wieder. Achtung: Simone Kunze nimmt nur Bargeld!


16. bis 18. Oktober
Desert Homestead  3 Nächte (C14, C19, Gesamt rund 180 km).
Die Lodge war wohl die größte unserer ganzen Reise und besteht aus 20 Einzelhäuschen, kleinem Pool, schöner Terrasse und sehr bequemen Sofas im Hauptbereich. Die Häuschen sind hübsch, heizen sich aber extrem stark auf. Die einzige Unterkunft mit Mücken. Der Ventilator brachte kaum Erfrischung. Tagsüber laut Guides 48 Grad im Schatten, nachts etwa 35 Grad. Nach drei Tagen hatten wir auf der Getränkequittung 18 Liter Wasser zu Buche stehen. Wunderschöner Blick auf die Berge und Savanne. Möglichkeit zum Sundowner-Reiten auch für Anfänger. Wir wollten aber bei der Hitze nicht noch auf einem warmen Tier sitzen.

Ausflug ins Sossusvlei mit Guide Alex: Morgens um fünf wurden wir geweckt. Nach kurzem Kaffee ging es um viertel vor sechs Richtung Sesriem (rund 35 km). Bei leichter Bewölkung besichtigten wir Düne 45, sahen Schakale, Oryx und Strauße  wunderschön. Das Erklimmen der Dünen war aufgrund der Hitze doch recht anstrengend. Dead Vlei gefiel uns am besten, wunderschöne Filmszenen und Fotos haben wir mitgenommen. Guide Alex können wir nur wärmstens empfehlen. Im Anschluss noch sehr leckerer Brunch unter schattigen Bäumen inklusive Champagner. Für mehr als ein Glas war es uns jedoch zu heiß.

Gesamtkosten inkl. Unterkunft, Essen, Getränke, Ausflug Sossusvlei: NamDollar 2.600 für 3 Nächte und 2 Personen. Offenbar haben sie sich da aber deutlich zu unseren Gunsten verrechnet, ist uns aber erst nach Rückkehr aus Namibia aufgefallen. Die Unterkunft ohne Ausflug und Getränke kostet laut Website schon rund NamDollar 2.800.

FAZIT Lodge:
schöne Lodge mit netten Guides. Essen war an zwei Abenden sehr gut. Einmal eher mittelmäßig. Super leckere Weine. Netter Service. Gern wieder, auch wenn uns kleinere Lodges grundsätzlich besser gefallen.


19. und 20. Oktober
Bagatelle Kalahari Ranch  2 Nächte (C19, B1, C20, D1268, Gesamt rund 310 km).
Dank des Forums hatte ich ein Dune Chalet gebucht (Nr. 2) mit direktem Blick auf das Wasserloch. Traumhafter Blick über die Dünen. Wunderschönes Chalet mit Klimaanlage, Badewanne mit Blick in die unglaubliche Landschaft, Kühlschrank, Safe usw.

Als wir ankamen, war es wieder einmal sehr heiß, am Horizont sah man aber ein Gewitter nahen. Dies war ein unglaubliches Schauspiel  die Blitze, das Donnern  einmalig schön anzusehen. Im Anschluss hatten wir dann einen extremen Sandsturm, der unser Chalet ganz schön zum Wackeln brachte. Wir flohen ins Haupthaus und freuten uns mit den Guides und dem Besitzer über den einsetzenden Platzregen.

Am ersten Nachmittag hatten wir eine sehr schöne Sundowner-Rundfahrt mit Richard. Oryxe in Massen, Kudus eher weniger, dafür eine schöne Mole snake. Sehr informativ und nett von Richard geführt. War wirklich ein Erlebnis.

Am zweiten Tag galt es dann die Geparde anzuschauen. Wir hatten sie schon vorher gesehen, da das Areal nicht sehr groß ist. Wunderschöne Tiere, wir wünschen ihnen, dass sie bald in ihr neues Reich (das deutlich größer ist, aber weiter entfernt von der Lodge) umziehen können.
Ansonsten gibt es noch ein halbzahmes Oryx, ein Kudu, zig Erdmännchen, Pfaue (machen aber richtig viel Radau), Katzen, Hunde usw. nah am Haus zu bewundern.

Gesamtkosten inkl. Unterkunft, Essen, Getränke, Sundowner-Tour, Buch über Säugetiere in Afrika: NamDollar 4.900 für 2 Nächte und 2 Personen.

FAZIT Lodge: eine der schönsten Unterkünfte, die wir je hatten. IMMER wieder! Tolle Guides, super Essen, traumhaft schöne Lage. Guter Service. Das einzige Mal im Urlaub, dass wir wirklich bereut haben, weiter zu müssen J Wären gern noch ein bis zwei Nächte geblieben. Vielleicht beim nächsten Mal.


21. Oktober
Pension Steiner, Windhoek  1 Nacht (B1, mit Umweg Mariental zwecks Tanken Gesamt rund 320 km).
Nachmittags sind wir in Windhoek angekommen, die Stadt war wie ausgestorben. Fast alle Restaurants haben offenbar sonntags geschlossen. War erst mal nichts mit Gathemanns  schade. Wir hatten geplant am Montag früh unser Auto abzugeben und uns von unserer letzten Unterkunft (Burg Gusinde) in Windhoek abholen zu lassen. Dort waren wir letztes Jahr schon gewesen und ein Auto ist dort unnötig.

Gesamtkosten für B&B: NamDollar 595 für 1 Nacht und 2 Personen.

FAZIT Pension: preiswerte, zweckmäßige und saubere Unterkunft mit gutem Frühstück. Der Garten mit Pool ist sehr hübsch. Sehr freundliche Mitarbeiter. Parkplätze im Innenhof. Wir hatten das Familienzimmer (Nr. 5), das über vier Betten verfügte. Fernsehen mit deutschem Sender. 5 Minuten Fußweg zur Independance Avenue.


22. bis 24. Oktober
Burg Gusinde 2 Nächte, Abholung aus Windhoek und Transfer zum Flughafen durch Burg Gusinde
Wir kannten die Burg aus dem letzten Jahr und freuten uns sehr auf unseren diesjährigen Besuch. Erfreulicherweise wurden wir nicht enttäuscht. Service perfekt, Zimmer wunderschön, geschmackvolle Einrichtung, leckeres Essen, sehr nette Gespräche am Abend bei tollem Wein mit dem Eigentümer. Traumhafte dreistündige Rundfahrt mit Oryxherden, Kudus, Giraffen, Springböcken, Affen, Wasserböcken usw.

Gesamtkosten inkl. allem: NamDollar 4.000 für 2 Nächte und 2 Personen. Hier sind wir aber nicht sicher, ob Burg Gusinde uns nicht versehentlich die Rechnung aus dem letzten als aktuelle präsentiert hat. Da waren wir nur eine Nacht da und dies käme preislich eher hin. Muss ich noch mal prüfen.

FAZIT Lodge: immer noch ein traumhaft schöner Ort, der sich das Besondere erhalten konnte. Wir kommen sicher wieder. Als Ausklang eines tollen Urlaubes perfekt. Vielleicht versuchen wir das nächste Mal mit der Burg Gusinde den perfekten Einstieg in einen Namibia-Urlaub.

Am Tag unseres Abflugs sind wir dann mit dem Besitzer und der Managerin ins Gathemanns zum Mittagessen gefahren  Essen war top. Service sowieso. Nach etwas Shoppen in der alten Brauerei, Schlenderns über die Independance Avenue und Begaffen des neuen Palazzo Prozzo wurden wir dann zum Flughafen gefahren. Unser Flieger startete um 20 Uhr in Richtung Deutschland.

Bei 2 Grad sind wir nun gestern in Frankfurt gelandet, in Berlin waren es dann immerhin schon 8 Grad  diesig und kalt.

Sonstiges: In Summe sind wir nicht mehr als vielleicht 1.700 km in gut 14 Tagen gefahren. Wir wollten das Land genießen, nicht im Schnelldurchlauf durchqueren. Aufgrund der Hitze und unserer nicht einwandfrei arbeitenden Klimaanlage waren wir darüber im Nachhinein sehr froh. Wir haben wieder viele Touristen gesprochen, denen das Reisebüro Unterkünfte gebucht hatten, die soweit auseinander lagen, dass diese Personen den ganzen Tag fast nur Auto fahren mussten. Unser Urlaub war von kompletter Entspannung geprägt  das hatten wir gewollt und auch gebraucht.

Wir hatten tolle Abende mit interessanten und interessierten Personen, wir nehmen viele Erinnerungen und Denkanstöße nach Deutschland mit. Wir haben Namibia und all seine Einwohner mal wieder als hilfsbereit, freundlich, urig und witzig erlebt, wir haben mehr Bettelei als letztes Jahr gesehen und anderenorts eine unglaubliche Großzügigkeit und ein enormes Vertrauen in uns als völlig Fremde. Die Gegensätze in diesem Land sind manchmal irritierend, beängstigend, begeisternd  schön und furchtbar. Namibia zog uns erneut in seinen Bann, lässt uns nicht los und wird uns sicher wieder zurückholen.

Afrika  wir kommen wieder, zwar nicht in 2008, aber für 2009 stehst Du ganz oben auf der Liste!
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
483 Beiträge · seit 200726. Okt. 2007 · #2
Danke für den schönen und interessanten Bericht.

Gruss, Thomas
0
1'910 Beiträge · seit 200626. Okt. 2007 · #3
Wunderbar beschrieben, macht Lust... Weckt "Heimweh" 🤩
Gruss, der K l a u s Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ...... Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
82 Beiträge · seit 200727. Okt. 2007 · #4
Hallo Sanne,
Bei uns geht es am 2.11. los : - ) und wir haben auch die Erongo Wilderness Lodge und Bagatelle Kalahari Lodge gebucht. Nach Deinem Bericht freuen wir uns noch mehr darauf. Vielen Dank, ich finde es wirklich toll, das Du so schnell Deinen Bericht weitergibst.
Liebe Grüsse
Isolde
3'491 Beiträge · seit 200627. Okt. 2007 · #5
Hallo Sanne,
ich habe Deinen Bericht sehr genossen, zumal vieles von Eurer Tour auch der unseren entsprach. Überhaupt kommt Eure Art, durch Namibia zu reisen, unseren Vorstellungen sehr entgegen - mit viel Ruhe und Gelassenheit das Land in sich aufnehmen. Ihr werdet bestimmt lange davon zehren können.
Gruß Joli
7 Beiträge · seit 200728. Okt. 2007 · #6
Liebe Sanne, ebenfalls danke für den super Bericht - auch wir haben die Bagatelle Kalahari Ranch im Programm (1. Nacht in Namibia) und bei Deinen Äußerungen steigt die Vorfreude. Leider waren im Juli die Dune Chalets bereits für unseren Termin ausgebucht. HOffe, dass die anderen Unterkünfte ebenfalls gut sind.

Habt Ihr die Ausflüge vorgebucht? Wann startet denn der Auflug zu den Geparden?

Vielen Dank!

Gruß
Regina
298 Beiträge · seit 200728. Okt. 2007 · #7
Hallo Sanne,

es war sehr interessant, deinen Bericht zu lesen. Wir sind gerade vor 10 Tagen aus Namibia zurück gekommen, haben allerdings eine Tour vom Kunene bis zum Oranje gemacht, weil unsere mitreisenden Freunde soviel wie möglich sehen wollten. Wir waren mit zwei 4 x 4 Nissans unterwegs und hatten pro auto 3 Fahrer. Dadurch war es nicht anstrengend. Aber für den nächsten Urlaub werde ich mir sicher auch weniger lange Strecken und mehr Zeit (vor allem bei unseren Freunden auf der Farm) vornehmen.

Man kann ja nie genug von diesem Land bekommen und daher habe ich die nächste Reise "im Kopf" schon geplant, weiß aber noch nicht genau wann das sein wird.

Schöne Grüße
Silvy
Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200628. Okt. 2007 · #8
Ihr Lieben,

zunächst lieben Dank für die netten Feedbacks.

@Regina: Die Ausflüge mußt Du nicht vorbuchen. Bei Bagatelle konnten wir uns den Tag aussuchen, an dem wir den Sundowner bzw. die Gepardentour machen wollten. Die Guides, die wir hatten (Richard beim Sundowner und Paul bei den Geparden), waren toll.
Macht unbedingt den Sundowner auch mit, dann gibts tollen Sonnenuntergang auf den Dünen gratis 🙂

Die anderen Unterkünfte auf Bagatelle haben uns auch gut gefallen, haben einen eigenen Stellplatz und schöne Aussichten in die "Wildnis". Fragt doch noch mal vorher an, ob Ihr eine Unterkunft mit Blick auf die Gepardengehege bekommen könnt. Ist bestimmt kein Problem und Ihr habt die Möglichkeit, von der Terrasse aus die Geparden auf einer kleinen Anhöhe anzugucken. Da waren wir fast ein bißchen neidisch, wenn die Dune Chalets auch toll waren.

Herzliche Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo