unsere Reise Juni 2007

19 Antworten · 9'923 Aufrufe · gestartet 23. Juli 2007 von sammy
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Themenstarter1'009 Beiträge · seit 200723. Juli 2007 · #1
Endlich ist er fertig, unser Reisebericht. Da er ziemlich lang geworden ist, werde ich ihn in Etappen hier reinstellen, so als eine Art Fortsetzungsroman.
wir wünschen Euch viel Spaß beim lesen.

liebe Grüße
Petra und Jürgen

Donnerstag den 7.6.2007
Heute geht’s los. Unser Freund Olli fuhr uns mit all unserem Gepäck zum Flughafen. Als wir so gegen 19 Uhr ankamen war die Schlange vor dem Air Namibia Schalter noch gar nicht so lange. Also reihten wir uns ein und warteten und als ich mich so umschaute liefen da 2 Menschen auf uns zu. Welche Überraschung, Thea und Ronald kamen zum winken und kurz darauf tauchte auch noch Ingeborg auf. So eine Verabschiedung ist wirklich schön und wir haben uns riesig gefreut.
Da wir gerne ausgeruht in Windhoek ankommen wollten, haben wir uns für ein Upgrade in die Business Class entschieden.
Wir sind dann noch zusammen was essen und trinken gegangen und dann hieß es Abschied nehmen.

Freitag, den 8.6.2007
Pünktlich um 7.30 Uhr landeten wir auf dem Hosea Kutako Intl. Airport in Windhoek. Es war kalt und die Sonne schien. Wir waren ausgeruht und wollten jetzt raus aus dem Flieger aber man ließ uns nicht. Und warum ? Der namibische Präsident Hifikepunje Pohamba hatte uns im Flieger die Ehre gegeben und durfte natürlich als erster aussteigen. Jürgen wollte nicht warten und so sind wir direkt hinter dem Präsidenten raus und waren die ersten bei der Immigration. Um 8 Uhr saßen wir im VW Bus unseres Fahrers und waren auf dem Weg zu unserem Autovermieter.
Bei Hubert Hester ging die Autoübernahme schnell und unkompliziert vonstatten und weiter gings zu unserer Pension Casa Piccolo. Der herzliche Empfang von Claudia ist für mich als würde ich nach Hause kommen. Nach einem Kaffee und kurzem Schwatz gings zum Geld holen und einkaufen in die Merua Mall und zur Klein Windhoek Metzgerei. Auch voll tanken mussten wir das Auto noch und um 13 Uhr wurden wir schon von Dijongo zu unserer gebuchten Katutura Stadtrundfahrt abgeholt.
Durch diese Rundfahrt haben wir einen Einblick in das Leben in Katutura bekommen und Dijongo hat uns viel gezeigt und erzählt. Der Höhepunkt war ein Besuch bei Mama Milba, einer Gaststätte, deren Spezialität der gekochte Ziegenkopf ist. Ja, wir haben Ziegenkopf gegessen, und nein es wird nicht unser Leibgericht. Aber wir waren sehr erstaunt was an so einem Ziegenkopf alles essbar ist und das es sogar schmeckt. Nur die Delikatesse wollte ich dann doch nicht probieren, nämlich die Augen. Zum Sonnenuntergang ging es dann mit 4x4 auf den Signal Hill mit einem tollen Ausblick über die ganze Stadt.
Zum Abschluß des Tages waren wir in Joe´s Beerhouse für ein lekker Abendessen und natürlich das erste Windhoek Lager und Savanna.

Samstag, den 9.6.2007
Wir sind mit der Sonne aufgestanden und Jürgen hat als erstes unser Dachzelt ausprobiert, das geht ja wirklich leicht. Danach war Auto packen angesagt und natürlich ein leckeres Frühstück mit Speck und Ei. Claudia lieh uns noch eine Decke und einen Schlafsack für alle Fälle, denn es war kalt. Auf dem Weg aus Windhoek raus kauften wir noch vier 5 l Flaschen Wasser und los gings Richtung Südwesten auf die C 26. Über diverse D – Pads ging es durch eine wunderschöne Landschaft hoch und runter auf die C 24. Wir hatten uns für die Fahrt durch den Remhoogte Paß entschieden und haben es nicht bereut. Wir hatten ihn ganz für uns alleine und konnten die Fahrt richtig genießen. Auf der C 14 angekommen haben wir wohl einen Abzweig verpasst und landeten in Solitaire. Macht nichts dann kann ich endlich den berühmten Apfelkuchen probieren. Und es stimmt, was man über ihn sagt, das ist ein wirklich leckerer Apfelkuchen. Und man hatte sofort Mitesser, da saßen bestimmt 20 bis 40 Vögel auf einmal auf dem Tisch und die waren rotzfrech.
Nach unserer Kaffeepause ging es weiter zum Sesriem Camp. Wir hatten nicht reserviert aber es war kein Problem eine Campsite zu bekommen. Dann haben wir zum ersten Mal unser Dachzelt richtig aufgebaut mit Spannbettuch und allem drum und dran, damit wir später nur noch reinschlüpfen müssen. Jürgen hat dann Holz gekauft und ein schönes Feuer gemacht. Und als wir schöne Glut hatten haben wir Kartoffeln und Squashies in Folie gewickelt und reingelegt und Koteletts gegrillt. Als die Sonne unterging wurde es richtig kalt und wir sind ganz nah an Feuer gerückt. Es gesellte sich noch ein Pärchen aus Dresden zu uns und wir saßen bis 21 Uhr zusammen. Und dann kletterten wir zum ersten Mal in unser Heim für die nächsten Wochen.

Sonntag, den 10.6.2007
Um 5 Uhr früh, es war noch stockdunkel, sind wir aufgestanden, haben alles verpackt und los gings Richtung Vlei. Wir haben die Düne 45 links liegen und sind direkt zum Sossusvlei gefahren. Als es heller wurde sahen wir Nebelschwaden zwischen den roten Dünen wabern, es lag sogar Rauhreif auf dem Sand. Außer uns war nur noch ein Auto am Vlei. Jürgen und ich sind zusammen ein Stück die Sossusvlei – Düne hochgelaufen. Jürgen ist dann ganz nach oben und ich habe mir das Vlei von unten angeschaut. Endlich bekam die Sonne langsam Kraft und es wurde etwas wärmer. Wir sind dann zum Parkplatz des Deadvlei gefahren und haben in der Sonne gefrühstückt. Frisch gestärkt machten wir uns auf den Weg zum Vlei. Diese Landschaft ist wirklich beeindruckend. Also wurden viele, nein, sehr viele Fotos gemacht. Auf dem Rückweg zum Auto hat die Sonne es gut mit uns gemeint und hat die Luft kräftig aufgewärmt.
Beim Rausfahren haben wir ein Permit für den Namib-Naukluft Park gekauft, uns noch den Sesriem Canyon angeschaut und dann fuhren wir über Solitaire (Apfelkuchen essen) zur Tsondab Valley Scenic Farm.
18 km Farmpad waren zu bewältigen aber es hat sich gelohnt. Campsite und Farmhaus liegen auf einem Plateau und man hat eine fantastische Aussicht.
Wir sind die einzigen Gäste und werden freundlich von Kristin und Hans Schreiber begrüßt. Für den nächsten Tag verabreden wir noch eine Sundowner Tour und lassen dann den Tag mit einem tollen Sonnenuntergang ausklingen.

Montag, den 11.6.2007
Die zweite Nacht im Dachzelt, es war nicht mehr ganz so kalt wie die Nacht davor, trotzdem blieben wir noch ein bischen liegen. Nach einem schönen Frühstück mit Speck und Ei war es wieder schön warm und wir konnten endlich die tollen Duschen nutzen. Die sind unterhalb des Plateaus in die Felsen integriert und auch von hier hat man diesen supertollen Ausblick. Also haben wir das warme Wasser weidlich ausgenutzt und natürlich auch die Aussicht. Ansonsten haben wir uns einen ruhigen Tag gemacht bis es dann um 15 Uhr losging zur Sundowner Tour. Einen Moment mussten wir dann doch noch warten, neue, nicht angemeldete Gäste kamen die 18 km zur Farm gefahren. Sie bekamen noch eine kurze Einweisung von Kristin und dann gings los. Diese Farm hat auf ihren knapp 18000 ha eine fantastische Landschaft, Berge, Dünen, ebene Flächen und tolle Farben, die hier zusammenkommen. Da zieht sich ein riesiger Canyon aus versteinerten Dünen durch das Gelände. Sogar Marmor gibt es hier, nur leider eine sehr poröse Art. Auf einem dieser Marmorberge gab es dann den Sundowner mit Blick ins Tal und auf die Farm.
Als tierisches Highlight muß ich den Silberschakal erwähnen, den wir aufgescheucht haben. Ein schönes Tier mit großen Ohren, einem buschigen Schwanz und einer silbergrauen Fellfärbung.
Nach dem Abendessen, bestehend aus Boerewors mit Kartoffeln und Chillisause, trafen wir uns noch zu einer Malariaprofilaxe mit unseren neuen Nachbarn in der Lapa.<br><br>Post geändert von: sammy, am: 23/07/2007 16:06
Gott gab den Europäern die Uhr und den Afrikanern die Zeit unsere Website: SAMMY FAMILY
1'490 Beiträge · seit 200623. Juli 2007 · #2
Hallo sammy,
weiter!!!!
Ich habe deine Worte förmlich aufgesaugt 🙂
Wann geht es weiter???
Liebe Grüße
helen
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1'036 Beiträge · seit 200623. Juli 2007 · #3
Hallo ihr 2

Bis jetzt fast meine Tour vom letzten Jahr einschliesslich die Mitesser auf Solitair 😈

Dann mach mal weiter, habt bestimmt viele Leser


Grüsse Georg
HOME mit Afrika Links http://www.dersofaladen.de/home/ www.dersofaladen.de
159 Beiträge · seit 200624. Juli 2007 · #4
Hallo Sammy,
ist das schöööön.
Ich sehe wieder alles vor mir.
Tsondab Vallay, der Apfelkuchen ....
Weiter so!!!

Liebe Grüße
Inge:)
Meine Namibia Fotos
886 Beiträge · seit 200724. Juli 2007 · #5
Hallo Petra u. Jürgen,

für den bisherigen Reisebericht : Dankeschön- freu mich auf mehr

Für Den Ziegenkopf : Meine Hochachtung, hab ein Bild davon gesehen und naja...

LG lisolu
409 Beiträge · seit 200724. Juli 2007 · #6
Hallo Petra, hallo Jürgen,

sehr anschaulich beschrieben, man fühlt sich als wäre man dabeiB)

Bin gespannt auf die Fortsetzung.

PS: was kann man denn von dem Ziegenkopf überhaupt essen...😕

Gruß
Uli
Das Leben wird nicht gemessen an der Zahl unserer Atemzüge, sondern an den Orten und Momenten, die uns den Atem rauben.
202 Beiträge · seit 200724. Juli 2007 · #7
😮 Hallo Sammy,
meeeeeeehr!!!!!!!!!!!
Unsere Vorfreude wächst mit jedem Bericht den wir zur Zeit zu lesen bekommen. Wir hoffen es werden noch viele. Da ja die Reisezeit jetzt wohl beginnt und wir erst im Feb. 2008 fliegen.
Auch wir haben uns übrigens für die Business Class entschieden.
Gruss
henni
&quot;Tr&auml;ume nicht dein Leben, lebe deinen Traum&quot;
Themenstarter1'009 Beiträge · seit 200724. Juli 2007 · #8
Hallo Uli,
an so einem Ziegenkopf ist mehr dran als man denkt.Bis auf Knochen Zähne und Horn ist zum Schluß nichts mehr da. Aber zu erwähnen wären die Zunge und die Bäckchen, das hat mir wirklich geschmeckt.
Aber am besten selbst probieren, hier kannst Du diese besondere Stadtrundfahrt buchen:
http://www.bwana.de/


liebe Grüße
Petra
Gott gab den Europäern die Uhr und den Afrikanern die Zeit unsere Website: SAMMY FAMILY
Themenstarter1'009 Beiträge · seit 200724. Juli 2007 · #9
Ihr Lieben,

danke für Eure positiven Rückmeldungen.
So und jetzt gehts weiter mit unserer Reise:

Dienstag, den 12.6.2007
Mit Startschwierigkeiten (Batterie war platt) fuhren wir um halb 10 auf Tsondab los. Mit kurzem Stop in Solitaire zum tanken und Holz kaufen ging es auf der C 14 durch den Gaub und den Kuiseb Pass. Wir sind auch ein kleines Stück in das Kuiseb Revier hineingefahren, da sahen wir Rock Dassies und einige Kudus. Dann ging es weiter über die D1998 und D1982 zur Blutkuppe. Und von da fuhren wir noch weiter durch den Namib-Naukluft-Park, wir sahen Kudus, Strauße, Oryxanthilopen, Springböcke und auch Zebras. Über Klein- und Mittel-Tinkas fuhren wir bis zum Archers Rock und schlugen hier unser Camp auf. Wir waren ganz alleine und haben das sehr genossen direkt unter dem Bogenfelsen am Feuer zu sitzen und der Stille zu lauschen.

Mittwoch, den 13.6.2007
Auto und Dachzelt als auch der ganze Platz lagen am Morgen im Schatten, darum entschieden wir uns alles einzupacken und erst mal ein Stück zu fahren. Als uns dann die Sonne wärmte blieben wir einfach am Wegrand stehen und frühstückten erst mal. Von weitem wurden wir von Oryx und Strauß beobachtet. Beim weiterfahren sahen wir noch eine Familie Erdhörnchen ebenfalls beim Frühstück.
Als wir dann auf die C 28 stießen ging es zügig nach Swakopmund. Wir waren ja zu einem Rundflug mit Stephan und Falk aus dem Forum verabredet. In Swakop angekommen gingen wir erst mal in die Swakopmunder Fleischerei zum 2.ten Frühstück und riefen von da aus Susanne (Tochter unserer Freunde) an. Bei ihr wollten wir die nächsten 2 Nächte verbringen. Welcher Zufall, ihre Arbeitsstelle ist direkt neben Bushbird. Also gingen wir mit Susanne erst mal einen Kaffee trinken und danach trafen wir bei Bushbird auf Stephan und seinen Sohn Falk. Zusammen mit unserem Piloten Andy fuhren zum Flugplatz. Wir hatten riesiges Glück mit dem Wetter, die Wolken lagen über dem Meer und nicht über der Stadt. Und dann ging es los zu einem fantastischen Rundflug. Erst den Kuiseb entlang, dann durch den Kuiseb Canyon und weiter zu den Hakosbergen. Über die Hakos Gästefarm und dann zum Gamsberg, über ihn hinweg, um ihn herum und das ganze noch mal. Der Gamsberg ist oben platt wie eine Flunder und es wird gerade eine Sternwarte dort oben aufgebaut. Dann flogen wir weiter zum Tsondab Valley, erst über die Farm und das schöne Tal und danach zum Tsondab Vlei. Über die endlosen Dünen ging es dann zur Küste, Robben, Flamingos und Pelikane waren unsere Begleiter. Das Schiffswrack Shawney ist kaum noch zu sehen, dafür aber die Salzgewinnung von Walvis Bay. Nach 3 Stunden landeten wir wieder in Swakopmund auf dem Airfield. Nachdem wir im Stadtbüro von Bushbird unseren Obulus geleistet hatten wollten wir zu unserer Unterkunft fahren aber die Batterie unseres Wagens streikte. Also gab uns Andy Starthilfe und wir konnten endlich los. Mit Susanne sind wir dann noch zum Abendessen ins „Napolitana“, haben noch ein bischen gequatscht und sind dann todmüde ins Bett gefallen.

Donnerstag, den 14.6.2007
Wegen der Autobatterie hatten wir gestern noch unseren Autovermieter Hubert Hester angerufen. Der wollte uns per Post eine neue Batterie schicken und die wollten wir abholen. Aber sie war nicht da, jedenfalls fand der Postmann sie nicht. Also fuhren wir zum Autoelektriker, den uns Hubert genannt hatte und ließen uns dort eine Neue einbauen. Da der Elektriker nicht gleich Zeit für unser Auto hatte sind wir erst mal frühstücken gegangen. Frühstücken mit allem drum und dran, es soll ja den ganzen Tag halten, denn erst abends treffen wir uns mit anderen Fomis zum Abendessen. Danach sind wir in die Stadt bummeln und haben uns Fellies gekauft. Nachdem wir unser Auto wieder hatten, sind wir Lebensmittel einkaufen gegangen, danach haben wir uns noch mehr von Swakop angeschaut, wie den Leuchtturm, die Jetty und das Woermann Haus.
Und dann wurde es langsam dunkel und auch Zeit sich auf den Weg zu „The Tug“ zu machen. Der Tisch war von Stephan schon in Deutschland für unser kleines Forumstreffen reserviert worden. Es wurde ein sehr schöner Abend mit Regula und Bruno (schmutzbr), Stephan und Falk (StephanM) und uns beiden (sammy) mit Susanne.

Freitag, den 15.6.2007
Um 8 Uhr trafen wir uns mit Stephan bei der Swakopmunder Schlachterei um Proviant für unsere gemeinsame Fahrt zum Brandberg einzukaufen. Und dann fuhren wir los an der Küste entlang über Henties Bay bis Cape Cross. Dort haben wir den ersten Halt des Tages gemacht und eine Nase voll Robbenduft genommen. Danach fuhren wir bis zum Eingang des Skeleton Coast Parks, wegen des tollen Eingangstores, muß man mal fotografiert haben. Zurück bis Mile 105 und abgebogen auf die D2303. Und endlich sah ich meine ersten Welwitschias und dann noch welche und noch welche und und und. Landschaftlich war die Strecke um den Brandberg herum sehr abwechslungsreich, mal Mondlandschaft, mal Berglandschaft. Es ging hoch und runter und diese Farben, einfach toll !!!
In Uis machten wir einen kurzen Zwischenstop zum tanken und dann ging es weiter zur Brandberg White Lady Lodge. Dort auf der Campsite haben wir es uns erst mal gemütlich gemacht nach dieser sehr langen Fahrt, ca. 470 km. Es sollte unsere längste Strecke bleiben. Und nach unserem Abendessen, bestehend aus Bratwürstchen, Bauchscheiben mit Kartoffeln und Gurkensalat, sind wir müde ins Bett gefallen.

Samstag, den 16.6.2007
Bei angenehmen Nachttemperaturen haben wir gut geschlafen. Morgens bekamen wir dann als erstes Besuch von einem Erdmännchen. Der hatte nichts besseres zu tun, als unsere Leiter zu unterbuddeln. Danach trollte er sich weiter, wahrscheinlich zur nächsten Leiter. Nach einem geruhsamen Frühstück verabschiedeten wir uns von Stephan und Falk und wollten los. Aber da war noch die Sache mit CM, der sollte auf der Campsite zu finden sein. Und siehe da, wir fanden ihn samt seiner 3 Buschies. Wie gehabt in kurzen Lederhosen und guter Laune. Nach einem ausgiebigen Schwatz wollten wir dann doch endlich los. Und dann kam der ultimative Tip von Carsten: fahrt doch durch den Ugab bis SorrisSorris, da könnt ihr einiges an km und Zeit sparen. Gesagt, getan, nur hätten wir halt mal fragen sollen wie viele km wir im Ugab Revier fahren sollten bis es wieder raus geht. Je weiter wir fuhren desto tiefsandiger wurde es und da auf einmal sahen wir links von uns einen Wüstenelefanten. Der wusste auch nicht so richtig was er mit uns anfangen sollte und trollte sich dann nach links in die Büsche. Nach ca. 10 km sahen wir dann endlich die Ausfahrt aus dem Ugab, sicher waren wir uns nicht und wir sind erst mal weiter gefahren. Sind dann aber umgedreht und tatsächlich landeten wir in SorrisSorris. Über die D2319 und D2612 ging es dann zügig weiter bis zur Palmwag Lodge. Dort richteten wir uns auf der Campsite 1 ein und entschlossen uns für ein Dinner in der Lodge. Wir beobachteten einen Elefanten beim essen direkt neben der Bar. Es gab ein leckeres Dinner: Butternutsuppe, gefüllte Hähnchenbrust mit Reis und Gemüse, als Nachtisch Zitronenkuchen mit Orangensauce. An der Bar tranken wir noch was mit 2 Deutschen und schlüpften danach in unser Dachzelt.

Sonntag, den 17.6.2007
Morgens um 5 h wurde ich durch sehr merkwürdige Geräusche geweckt. War das der Elefant ? Quatsch, sagte Jürgen, sind bestimmt Arbeiter, die die ersten Braaistellen säubern. Aber er schaute trotzdem aus dem Zelt, und was stand keine 2 m hinter unserem Auto ? Genau, der Elefant und er rupfte genüsslich an dem kleinen Mopanebaum herum. Danach ging er Richtung Campsite 2, dort erledigte er sein Geschäft und schob sich durch einen sehr schmalen Durchgang Richtung Bar. Doch er kam zurück und trollte sich weiter über die Campsite 3 aus der Lodge raus.
Über die C43 fuhren wir nach Sesfontein und machten eine kurze Sightseeing Pause dort. 50 km vor Opuwo ging es rechts ab durch ein Revier und ca. 7 km hoch nach Camp Aussicht. Die Strecke ist mit Sprüchen versehen damit man nicht schlapp macht. Oben angekommen wird man mit einer tollen Aussicht belohnt und einer schönen Campsite. Marius Steiner lud uns zum Kaffee auf seiner Terrasse ein, auch hier ein traumhafter Blick. Wir waren nicht alleine, seine Eltern und eine Freundin waren zu Besuch und es gab viel zu erzählen, auch von alten Zeiten. Danach besichtigten wir mit Marius seine Dioptasmine. Als sein Haustier stellte er uns noch einen Skorpion vor, einen mit einem dicken Schwanz und kleinen Scheren.
Nach einem erfrischenden Schauer in der genialsten Dusche, die ich je benutzt habe, gab es gegrillten Schweinebraten mit Zucchinigemüse. Den Abend ließen wir am Feuer mit Gin Tonic ausklingen.
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208 Beiträge · seit 200724. Juli 2007 · #10
Hi Petra und Jürgen

sehr schöner Bericht, auch ich stecke mitten in den Reisevorbereitungen für 2008 das steigert die Vorfreude umso mehr, weiter so .......

Gruss Flipper
15 x Namibia / 3 x Südafrika / 2 x Botswana / 2 x Zimbabwe
3'175 Beiträge · seit 200624. Juli 2007 · #11
wirklich kurweilig geschriebener Bericht.

ABER DIE AUGEN SIND DOCH DAS BESTE(die Puppile schneidet man weg und der Rest ist bestes Muskelfleisch, sagt dir jeder Profi der die Schweinfurtere Schlachtschuessel kennt, hier ist halt ein Schwein und keine Ziege)


Mahlzeit
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
425 Beiträge · seit 200724. Juli 2007 · #12
Hallo Petra, liest sich gut dein Bericht.
Und du bringst mich richtig in Zugzwang 😉
Meine Bilder und Filme liegen fast noch jungfäulich auf der Festplatte und harren der Bearbeitung.

Wie ich jetzt gelesen habe, seit ihr nicht die Straße, sondern den Ugab entlang nach Sorris-Sorris gefahren. Hätte nicht gedacht, das das geht. Aber ihr hattet ja 4x4.

Am Ugab vor Sorris-Sorris sind wir auf eine Herde Elefanten (4 Kühe + 1 Kalb) getroffen. Mir war vielleicht mulmig dabei, wie sie so auf der Pad standen, uns anschauten, mit den Ohren wackelten (spätestens hier hatte ich den Rückwärtsgang eineglegt) und dann gemütlich weiter den Ugab entlang wanderten.

es war ne schöne Zeit mit euch 🙂
Grüße Stephan www.skyimages.de Reisebericht Namibia 2002 - Wie alles begann..." Reisebericht Namibia 2007 Astronomie in Namibia 2009 Ins Land der Skipetaren 2010 "Kommt ein Kudu geflogen" - Namibia 2013 Timelapse Video "Southern Skies" Namibia 2016 - oder auf Zebrapfaden durch den Busch
Gast24. Juli 2007 · #13
@Joerg

moin,

vor Jahren habe ich mal an der Grenz zu Bhutan kleingehackte Ziege mit Curry gegessen und ich muss sagen, es hat mirbestensgeschmeckt:)
544 Beiträge · seit 200625. Juli 2007 · #14
Hallo Petra, hallo Jürgen,

wir verfolgen Euren Reisebericht und träumen wieder von Namibia.
Schade, daß wir uns in Tsondab Valley verpaßt haben.
Das holen wir beim Voodoo-Afrika-Treffen dieses Jahr nach.
Haben soeben gelesen, daß Ihr dabei seid.
Wir reisen schon Freitag an.
Man sieht sich:P

Liebe Grüsse von
Ute und Werner
Namibia - Botswana - Zimbabwe - Südafrika - 2004, 2006, 2007, 2008, 2009, 2011, 2014
766 Beiträge · seit 200725. Juli 2007 · #15
Es macht sooooo Spaß sich in eure Zeilen zu vertiefen

Danke:)
von Elli
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia: 1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia, 1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg lange Pause Tolle Urlaube folgenten: 2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia 2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu
208 Beiträge · seit 200725. Juli 2007 · #16
Hi Petra und Jürgen

Super euer Bericht, warte schon auf den nächsten,

eine Frage hätte ich von C14 über D1982 usw. zur Blutkppe und Archer's Rock da braucht man doch eine Genehmigung und die solls im Ministry of Environment & Tourism in Swakopmund geben.

Hattet ihr eine solche oder braucht man die nicht oder wird nicht kontrolliert oder .....oder ......

Möchte eigentlich die gleiche Route fahren, aber wenn man vom Sossusvlei kommt ist es schwierig zuerst in Swakopmund eine Genehmigung zu holen 😄

Gruss Flipper
15 x Namibia / 3 x Südafrika / 2 x Botswana / 2 x Zimbabwe
Themenstarter1'009 Beiträge · seit 200725. Juli 2007 · #17
Hallo Flipper,
das Permit für den Namib-Naukluft-Park haben wir uns in Sesriem geholt. Da wir ja vorher 2 Nächte auf Tsondab waren, haben wir der Dame das Datum genannt und sie hat es so ausgestellt. Du zahlst einmal den Eintritt und die Übernachtung pro Person.

liebe Grüße
Petra
Gott gab den Europäern die Uhr und den Afrikanern die Zeit unsere Website: SAMMY FAMILY
Themenstarter1'009 Beiträge · seit 200725. Juli 2007 · #18
Guten Morgen alle miteinander,
und hier geht es weiter mit unserer Reise:


Montag, den 18.6.2007
Um 7.45 h trafen wir uns mit Marius und Jutta um zur Himba Tour aufzubrechen. Erst ging es den Berg wieder runter und auf die C43 und irgendwann bog Marius nach rechts auf einen kaum sichtbaren Weg ab. So viele Ziegen und Rinder haben ich noch nie gesehen. Wir sind quer durch den Busch gefahren, kamen einer Wasserstelle vorbei, wo gerade Rinder getränkt wurden und landeten dann in einem kleinen Himbadorf. In kurzer Zeit waren einige Frauen und Kinder da, eine mahlte Maismehl, eine andere hängte diversen Schmuck an eine Hüttenwand und die Kinder nahmen uns an der Hand und ließen nicht mehr los. Wie Kinder nun mal sind, neugierig, waren sie interessiert an unserer Haut und auch an unseren Eheringen aber alles im Rahmen und mit viel Spaß und lachen. Die Frauen tanzten für uns, laut Marius tun sie das sehr gerne und suchen jede Gelegenheit dazu. Natürlich animierten sie mich mitzutanzen, sehr zur Freude von Jürgen, der sich hinter seiner Kamera versteckte. Dann fuhren wir weiter zu einem 2.ten Dorf. Hier waren wenige Frauen und Kinder und auch nicht alle in der Tracht. Das liegt unter anderem daran, dass sie zum Teil in die Schule gehen, erklärte uns Marius. Eines der Mädchen in Tracht ist gerade 14 Jahre alt und sucht einen Mann zum heiraten. Für diesen kostet sie 1 Ochsen und 2 Kälber. Wir fuhren weiter und an einer schönen Stelle an einem Revier machten wir Pause mit Tee, Kaffee und Eierbroten. Danach schauten wir uns Mineralsteine an, die von all den vielen Tieren zu interessanten Formen geleckt und gekaut wurden. Auf dem Rückweg zum Camp Aussicht fuhren wir noch auf einen Berg mit einem besonders schönen Ausblick.
Wir tranken noch Kaffee mit Marius, seinen Eltern und Jutta und zogen uns dann auf unsere Campsite zurück. Beim vorbereiten unseres Abendessen platzte Jürgen ein Squashie in der Glut, es gab einen lauten Knall und dann hing der Inhalt des Kürbis auf Jürgen selbst. Wir bekamen auch noch Besuch von einer Kuh, die laut muhend über unseren Platz lief.

Dienstag, den 19.6.2007
Heute mussten wir Abschied nehmen von Camp Aussicht. Auf der C43 fuhren wir in Richtung Opuwo, viele Rinder, Ziegen, Hereros und Himbas am Straßenrand. Und immer wieder Versuche von Himbakindern und –frauen uns anzuhalten. In Opuwo wurde unser Auto vollgetankt und auch unsere Vorräte füllten wir auf. An der Tankstelle trafen wir noch auf Marius, der war schon wieder auf dem Rückweg von seiner Einkaufstour. Wir fuhren weiter Richtung Norden, unser Ziel heute die Epupa Fälle. Die Strecke zog sich wie Kaugummi, es kam eine Revierdurchfahrt nach der anderen und Rinder und Ziegen und Rinder und Ziegen und und und ….
Um halb 3 waren wir endlich angekommen und suchten uns ein Camp aus. Wir entschieden uns für das erste, die Epupa Falls Campsite. Es wird von Einheimischen betrieben und bietet einen kleinen Shop, Tourguides und auch Wäschedienst. Das Camp liegt direkt an und oberhalb der Fälle und wir machten uns sofort auf eine kleine Wanderung zu den Fällen. Jürgen kletterte auch noch auf den Berghang unterhalb der Epupa Falls, danach ließen wir unsere Füße ein bischen im Kunene baumeln.
Nach einem opulenten Abendessen bestehend aus Nudelsalat beschlossen wir am nächstenTag weiter zu fahren.

Mittwoch, den 20.6.2007
Kurz nach 8 h ging es für uns weiter, bzw. erst ein Stück zurück bis zum Abzweig
D 3701 Richtung Swartbooisdrift. Die Strecke ist ganz gut zu fahren, eine Umleitung gibt es auf der Strecke. Die alte Revierdurchfahrt ist wohl weggespült worden also werden wir in einem Bogen durch eine andere Durchfahrt geleitet. Wir wurden von
3 Himbafrauen mit Kindern und Esel angehalten. Und was wurden wir gefragt ? Foto? Sweets? Dollars? Nichts von dem wollten wir oder hatten wir und fuhren weiter. Am Doorstrekker – Denkmal machten wir Halt, dort gibt es nicht nur alte Gräber sondern auch relativ Junge, z.B. eins von 2004. Und dann gings bergab zum Kunene und an ihm entlang. Die ersten km waren nicht gut zu fahren sehr ausgewaschen und holprig. Es ging weiter an der Kunene River Lodge vorbei bis Ruacana. Die Fälle waren allerdings entäuschend, das Wasser tröpfelte nur so vor sich hin. Nach einer Pause auf der ehemaligen Hippopool Campsite fuhren wir weiter ins Ovamboland hinein. In Ondangwa fanden wir eine kleine Campsite mitten im Städtchen, Ondangwa Restcamp. Hier blieben wir eine Nacht, obwohl es zum Teil nachts recht laut war.

Donnerstag, den 21.6.2007
Wir hatten laute Nachbarn direkt neben uns, auch die Bar war nicht weit und Musik und Gäste waren ebenfalls laut. Als Übernachtungsplatz ist das Ondangwa Restcamp nicht wirklich zu empfehlen. Wir fuhren dann auf der B1 weiter Richtung Osten bis zum King Nehale Gate, der Nordeingang zur Etosha. Gleich nach dem Gate, beim Andoni Wasserloch sahen wir 2 Löwen direkt am Wegrand im Baumschatten liegen. Auf dem Wag nach Namutoni sahen wir 5 Elefanten am Wasserloch von Groot Okevi. In Namutoni angekommen suchten wir uns eine Campsite und richteten uns erst mal ein. Am frühen Nachmittag sind wir dann noch mal los nach Klein Namutoni und zum Dik Dik Drive. Dort hatten wir Glück und sahen mehrere Dik Diks und am Wasserloch viele Giraffen. Am Tsumcor Wasserloch erfrischte sich gerade eine große Gruppe Elefanten, da waren ganz kleine Elis dabei, als auch Halbstarke, Mamas und Tanten. In Namutoni wollten wir am späteren Abend im Dunkeln noch ans Wasserloch. Der Weg dorthin war nicht ganz einfach wegen der Bauarbeiten, es werden überall Stege gebaut. Am Wasserloch selbst war auch nichts los, nur ein paar Schakale und Vögel.
Namutoni selbst ist eine einzige Baustelle, die kleinen Flats sind wohl so gut wie fertig und wirklich toll eingerichtet. Aber die Preise sind zum weglaufen.

Freitag, den 22.6.2007
Die Nacht war wieder deutlich kälter als die vergangenen, wir haben aber trotzdem gut geschlafen und fuhren nach dem Frühstück los. Am Wasserloch Kalkheuwel war das Glück auf unserer Seite, es lagen 5 Löwen dort herum, junge Männchen. Hier verbrachten wir erst mal eine lange Zeit, bis die 5 sich trollten. Dann fuhren wir weiter Richtung Halali. Auf dem Weg dorthin sahen wir noch einen Löwen, weit weg von uns, der lief über die große Ebene und die ganzen Antilopen, Zebras und Gnus waren sehr nervös und auf der Hut. Das war in der Nähe von Springbokfontein, wenn ich mich recht erinnere. In Halali machten wir Pause und tranken etwas aber vor allem schauten wir nach den Renovierungsarbeiten der Campsite, der Bungalows und Flats. Hier ist wohl schon so ziemlich alles fertig renoviert, auch Rezeption und Restaurant. An den Waschhäusern der Campsite waren sie noch am arbeiten. Die Bungalows konnte man nicht von innen sehen aber die Flats haben wir uns angeschaut. Und die sind wirklich schön geworden, hoffentlich bleibt es lange so.
Auf dem Rückweg sind wir über Goas gefahren, hier sahen wir viele Zebras, Impalas, Kudus, Springböcke und auch Kuhantilopen. Bei Gnogib sind wir den Rundweg gefahren, am Wasserloch selbst war gar nichts. Am Wegesrand überraschten wir 2 große Elefanten beim Nachmittagsmahl und dann sahen wir zum ersten mal Elands. Die sind wirklich beeindruckend groß aber sehr scheu, als sie unser Auto hörten sind sie im schnellen Galopp geflüchtet. Wir beschlossen noch mal nach Kalkheuwel zu fahren und auf dem Weg dorthin liefen 3 Elefanten vor uns her, besser gesagt vor dem Bus, der vor uns war. Und dann trollten sie sich nach links ins Gebüsch und als wir an diese Stelle kamen war von den Elefanten nichts mehr zu sehen. Am Wasserloch stand dann noch ein einzelner Elefantenbulle und löschte seinen Durst.
Zurück auf der Campsite Namutoni beschlossen wir abends ins Restaurant essen zu gehen. Das hätten wir mal besser bleiben lassen sollen. Es ist ja nicht so, daß sie sich überarbeitet hätten bei 3 besetzten Tischen. Nach dem Essen trafen wir auf den Manager von Namutoni und der lud uns für den nächsten Morgen zu einer Besichtigung der schon fertigen Flats ein. Wir sagten zu.

Samstag, den 23.6.2007
Wir trafen uns um 7.15 h mit Herrn Snyder zur Besichtigung. Die Flats sind wirklich toll und sehr exclusiv eingerichtet, sogar mit einer Freiluftdusche hinter dem eigentlichen Bad. Die sollen aber auch ab November pro Person 1200,--N$ kosten. Da soll dann Frühstück und Abendessen inclusive sein und das Ganze dann noch sehr, sehr exclusiv. Auf unsere Frage, ob denn die Camper weiterhin das Restaurant mitnutzen könnten, bekamen wir zur Antwort, das sei dann so exorbitant (auch die Preise), dass die Camper freiwillig nicht in dieses Restaurant wollten. Für diese gäbe es dann ein anderes, so mit Hamburger für 25,--N$. Da lässt der Tourist 2.ter Klasse grüßen. Aber ob die das auch so hinbekommen ?????
Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Speck und Eiern fuhren wir mit einem Abstecher nach Kalkheuwel und Klein Namutoni aus Etosha raus. Über die D3001 und D3016 ging es zur Baobab Game Ranch und zu Margaret und Helmuth. Die Wiedersehensfreude war groß und nach dem Kaffetrinken gings gleich zur ersten Farmrundfahrt. Und wir wurden auch gleich belohnt mit Giraffen, Kronenducker, Blessböcken, Kudus und sogar Elands.
Margaret war noch nicht da, die machte Nachtdienst im Krankenhaus in Grootfontein und wurde am Montag zurückerwartet.
Theresia und Friederika haben am abend für unser leibliches Wohl gesorgt mit Tomatensuppe, Impalagulasch mit Reis und Gemüse und als Nachtisch Puddingkuchen. Den Abend haben wir mit Helmuth am Feuer mit Gin Tonic und Amarula ausklingen lassen.

Sonntag, den 24.6.2007
Nach einem schönen, reichhaltigen Frühstück mit Helmuth haben wir beim Wurstmachen zugeschaut. Die Dickeren wurden zu Boerewors und die Dünneren zu Droerwors verarbeitet. Mit Lecksalz für die Wildtiere sind wir dann einige Wasserstellen abgefahren. Danch machten wir es uns in einem Ansitz am Wasserloch gemütlich und schauten was da so alles vorbeikommt. Wir wurden mit 2 Oryxantilopen und mind. 15 Warzenschweinen aller Größen und Geschlechter belohnt und natürlich viele, viele Perlhühner. Auf dem Rückweg zur Farm sahen wir noch eine Herde Blessböcke, eine Gruppe Giraffen und an einem anderen Wasserloch viele Geier und einen Gaukler im Flug. Im Wasser selbst stand ein Hammerkopfvogel. Außerdem ist mir ein tolles Bild von einem Bienenfresser gelungen. Am Nachmittag fuhren wir nochmal raus zu einem anderen Wasserloch und blieben dort bis zum Sonnenuntergang. Hier sahen wir außer 2 Kronenduckern und wieder Warzenschweinen auch 2 sehr schöne, stattliche Kudubullen.
Den Tag ließen wir mit einem lekkeren Abendessen und einem schönen Lagerfeuer ausklingen.
Gott gab den Europäern die Uhr und den Afrikanern die Zeit unsere Website: SAMMY FAMILY
208 Beiträge · seit 200725. Juli 2007 · #19
Hi Petra

vielen Dank für deine Info

Gruss Flipper
15 x Namibia / 3 x Südafrika / 2 x Botswana / 2 x Zimbabwe
Themenstarter1'009 Beiträge · seit 200726. Juli 2007 · #20
So und hier kommt der letzte Teil unserer Reise. Ich hoffe es hat Euch gefallen und wenn Ihr Fragen habt, Ihr wißt wo wir zu finden sind.


Montag, den 25.6.2007
Unser letzter Tag auf Baobab brach an. Wir verpackten alles, was wir die nächsten Tage nicht mehr brauchten, wie z.B. die Schlafsäcke. Unsere restlichen Lebensmittel haben wir in die Küche gestellt, dann haben wir die Campingsachen sortiert und haben versucht alles ein bischen zu entstauben. Endlich kam Margaret mit Frank aus Grootfontein zurück und es gab nochmal ein großes Hallo. Ansonsten haben wir den Tag ganz in Ruhe verbracht.
Mit Helmuth und Frank sind wir am Nachmittag zu unserer letzten Farmtour aufgebrochen. Auch die Tier schienen sich von uns zu verabschieden, denn wir sahen DikDiks, Giraffen, Blessböcke, Zebras, Kudus, Kronenducker, Warzenschweine, Impalas und Strauße.
Nach dem üblichen opulenten Abendessen wurde noch lange gequatscht und auch noch ein paar Amarulas und Gin Tonics getrunken.

Dienstag, den 26.6.2007
Heute hieß es Abschied nehmen. Also wurden die Autos gepackt, ja Autos, denn auch Margaret, Helmuth und Frank wollten die Farm verlassen. Sie wollten nach Swakopmund und Susanne besuchen. Allerdings musste Helmuth vorher noch nach Tsumeb, also fuhr er mit Frank los und wir warteten noch bis Margaret alles restliche gerichtet hatte und nahmen sie dann mit bis Grootfontein. Dort hieß es dann entgültig Abschied nehmen. Wir fuhren weiter Richtung Otjiwarongo und Margaret wurde von Helmuth abgeholt um nach Swakop zu fahren.
Die Aloe Grove Lodge erwartete uns, dort wollten wir noch 2 Nächte bleiben und unseren Urlaub ausklingen lassen. 18 km vor Otjiwarongo fuhren wir von der B1 links ab und waren nach weiteren 18 km Farmweg auf dem Hügel der Lodge angekommen. Es ist eine schöne kleine Lodge mit einem tollen Rundumblick. Wir wurden sofort bei Ankunft von den neuen Pächtern, den Belgiern Sabine und Luc, begrüßt und auch unser Häuschen wurde uns gezeigt. Nachdem wir uns eingerichtet hatten erkundeten wir erst mal die nähere Umgebung und tranken Kaffee.
Mit uns waren es 3 Gäste an diesem Abend, also saßen wir zu fünft gemeinsam am runden Tisch zum Abendessen. Es war eine nette Runde und so wurde es halb elf bis wir im Bett waren.

Mittwoch, den 27.6.2007
Um 9.00 h fuhren wir mit Luc los zur Raubtierfütterung. Es war ziemlich kalt an diesem Morgen und sehr windig aber die Sonne schien. Zuerst war der Leopard an der Reihe, ein wunderschönes Männchen aber extrem vorsichtig und scheu. Danach fuhren wir weiter zu den Löwen. Hier konnten wir einen stattlichen Mähnenlöwen, eine Löwin und ein Jungtier bewundern. Und zum Schluß waren die Geparden dran. Hier durften wir mit ins ca. 2 ha große Gehege. So nah war ich einem Wildtier noch nie gekommen, das war schon ganz schön beeindruckend.
Nach der Rundfahrt haben wir uns ein sonniges Plätzchen mit Blick auf ein Wasserloch gesucht und dort die nächsten Stunden mit lesen und beobachten zugebracht. Am Nachmittag trafen neue Gäste ein, 2 Schweizer Pärchen. Nach einem Sundowner an der Bar (es war kalt abends und nachts) und einem guten Abendessen gingen wir diesmal früh zu Bett.

Donnerstag, den 28.6.2007
Der letzte Tag ist angebrochen, morgen Abend geht es zurück nach Hause. Über Otjiwarongo und Okahandja fuhren wir nach Windhoek. Wir hatten vom Margaret die Info, wo wir Ulf´s Tierpraxis finden würden. Dort wollten wir kurz vorbeischauen und ihm und Michaela Hallo sagen. Ob sie sich wohl noch an unser erinnern ? Ja sie konnten und sie haben sich gefreut über unseren kurzen Besuch. Ihre Tochter Emily läuft schon und ist eine richtig Süße.
Dann sind wir bei Claudia im Casa Piccolo eingelaufen und bezogen unser Zimmer für die letzte Nacht. Nachdem wir das Auto leer geräumt hatten fuhren wir zu unserer vorletzten Shoppingtour ins Städtchen. Wir suchten noch nach einem Minipotjie, den wir bei Cymot auch fanden. Nach einer Pause in der Kaiserkrone ging es ans packen unserer Taschen, ich habe gerade so alles wieder untergebracht. Nach einem netten Schwatz mit einem schwäbischen Pärchen im Garten vom Casa Piccolo fuhren wir zu Joe´s Beerhouse zum Abendessen. Wie immer war es ziemlich voll aber für 2 Personen finden die Damen immer noch ein Plätzchen. Jürgen bestellte sich außer Windhoek Lager auch noch ein „Game Knuckle“ zum Abendessen. Leider hatten wir die Kamera in der Pension gelassen, dieses Gericht ist wirklich ein Foto wert. Die lag auf einem normal großen Teller eine Wildkeule, ca ½ m lang mit einer Salatgarnitur drum herum und einer extra bestellten Folienkartoffel. Jetzt wussten wir warum in der Karte steht „for strong men“. Bei dem Wort knuckle hat es bei uns einfach nicht geklingelt, das gleiche Wort steht auch beim Eisbein auf der Karte.

Freitag, den 29.6.2007
Den Vormittag nutzten wir noch für einen letzten Bummel in der Windhoeker Buchhandlung, im Crafts Centre und auf der Independence Avenue. Dann sind wir noch bis zum Heroes Acre rausgfahren baer da war geschlossen. Und dann war es auch schon Zeit bei Claudia unser Gepäck zu holen und das Auto bei Hubert Hester abzugeben. Die Übergabe ging reibungslos vonstatten und der Freund seiner Tochter fuhr uns zum Flughafen. Als der junge Mann schon wieder unterwegs war, bemerkte Jürgen, das er den Wagenschlüssel noch in der Hosentasche hatte. Nach einem kurzen Anruf bei HH kam er wieder zurück und holte den Schlüssel.
Wir wollten wieder ein Upgrade machen aber der Flieger wäre voll, sagte man uns. Also hatten wir uns schon seelisch und moralisch auf die Holzklasse vorbereitet. Als dann zum einsteigen aufgerufen wurde, wurden auch wir mit Namen aufgerufen und siehe da es klappte doch noch mit dem Upgrade. Allerdings nur 1.te Klasse, da mussten wir ein bisschen bei dem Mehrpreis schlucken aber wir entschieden uns trotzdem dafür.

Samstag, den 30.6.2007
So kamen wir ausgeruht aber mit Verspätung in Frankfurt an. Der Alltag hatte uns wieder.
Aber wir kommen wieder, denn der Virus Africanus ist unheilbar !!!
Gott gab den Europäern die Uhr und den Afrikanern die Zeit unsere Website: SAMMY FAMILY