Fahrtzeiten

16 Antworten · 4'291 Aufrufe · gestartet 19. Juli 2007 von Guido.
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ThemenstarterGast19. Juli 2007 · #1
Hallo,

Mich würden zwecks Routenplanung Fahrtzeiten für folgende Strecken interessieren:

Sesriem > Walvis Bay (315 km)
Walvis Bay > Palmwag (435 km)
Palmwag > Opuwo (222 km)
Palmwag > Purros (213 km)
Opuwo > Epupa (170 km)
Waterberg > Windhuk (266 km)

Mir geht es um die reinen Fahrtzeiten ohne Erholungspausen und ohne Stops bei möglicherweise an der Strecke liegenden Sehenswürdigkeiten. Das ganze bei zügiger aber den Straßenbedingungen angepasster Fahrweise. Ich freue mich über jede Antwort, selbstverständlich auch, wenn ihr nur zu einer der 6 Strecken eine Angabe machen könnt. Es wäre schön mehrere Antworten zu bekommen, um einen Mittelwert bilden zu können, denn meisten variieren solche Angaben sehr stark.

Ich kann mir zwar die Entfernungen aus der Karte zusammenrechnen, aber das lässt nicht wirklich Rückschlüsse auf die Fahrtzeit zu. Bei der Gelegenheit fiel mir noch auf, dass sich die Entfernungsangaben von der Baedekerkarte zu der hier auf der Website verlinkten Karte teilweise um bis zu 20% unterscheiden.

Guido<br><br>Post geändert von: login37, am: 19/07/2007 15:02
169 Beiträge · seit 200701. Aug. 2007 · #2
Hallo Guido,

da wir gestern erst aus Namibia zurückgekommen sind, kann ich Dir unsere Fahrtzeiten noch recht genau mitteilen (bei vorsichtiger Fahrweise):

Sesriem > Walvis Bay (315 km) -> ca. 5 bis 5,5 Stunden, die Strecke ist ungeteert und z.T. nicht wirklich gut.

Waterberg > Windhuk (266 km): ca. 2,5 bis 3 Stunden.

Bei den anderen Strecken kann ich Dir leider nicht weiterhelfen.

Viele Grüße
Jürgen
ThemenstarterGast01. Aug. 2007 · #3
Super, Vielen Dank!

Guido
2'346 Beiträge · seit 200601. Aug. 2007 · #4
Hallo Guido,

Opuwo > Epupa (ca. 170 km): ca. 3,5 Std.

Viel Spaß
Armin
ThemenstarterGast01. Aug. 2007 · #5
Besten Dank auch an Dich, Armin.

Guido
1'036 Beiträge · seit 200601. Aug. 2007 · #6
Die angegeben Fahrzeiten sind realistisch und so machbar.

Rechne allgemein mit einem Schnitt von 60 kmh auf " Gravel" und bis zu 100 auf Teer dann liegst du gut in deiner Planung.

Fahren aber nur am Tag, in der Dunkelheit kann es sehr gefährlich sein, Tiere, Menschen, Hindernisse, Schlaglöcher usw auf der Fahrbahn die man nicht sieht bis es zu spät ist...

Grüsse Georg und einee gute Fahrt
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1'009 Beiträge · seit 200701. Aug. 2007 · #7
Hallo Guido,

diese Strecken sind alle in angemessener Zeit zu fahren, nur
mußt Du Dir überlegen, ob Du vielleicht unterwegs auch noch
etwas sehen willst.

Walvis - Palmwag ca 30 km Teer, sonst Gravel über Uis,
vielleicht ein Stop in Brandberg White Lady;
ansonsten doch ca.8 Stde.

Sesriem - Walvis ca 4,5 Stde.; plus Stop am Gaub-Pass,Kuisib ??

Palmwag - Opuwo ca 4 Stde ; plus Abstecher nach Sesfontein

Opuwo - Epupa ca. 3 Stde.; nichts aussergewöhnliches, viele
Reviere und Landschaft und bettelnde Himbas.

Viel Spass und nicht nur KM - fressen, es gibt überall viel zu sehen.

Liebe Grüße

Jürgen
Gott gab den Europäern die Uhr und den Afrikanern die Zeit unsere Website: SAMMY FAMILY
3'491 Beiträge · seit 200601. Aug. 2007 · #8
Hallo Guido,
der generellen Aussage von Georg kann ich wieder mal nur zustimmen. Mit 60 km/h auf Gravelroad liegst Du eigentlich immer auf der sicheren Seite. Lediglich in der Regenzeit kann es Dir passieren, dass die Pad durch Wasser verspült ist, d.h. u.U. für mehrere Stunden nicht passierbar ist. Solltest Du zur Regenzeit fahren wollen, dann solltest Du Dich vor der Weiterfahrt immer nach dem Straßenzustand zum nächsten Ziel erkundigen. Neben Ruhepausen und Fotostops muss man eigentlich ständig mit einem Reifenwechsel rechnen; wenn man weiß, wie man ans Reserverad herankommt ( unbedingt vom Vermieter zeigen lassen !!), ist das eine Sache von höchstens 30 min. Und solltest Du mal einen Platten haben, dann bei der nächsten Gelegenheit unbedingt den Altreifen flicken lassen - das macht eigentlich jede Garage oder Tankstelle im Handumdrehen. Noch besser natürlich, immer ein zweites Reserverad mitnehmen ! Reifenschäden sind in Namibia etwas ganz Normales !
Gruß Joli
ThemenstarterGast01. Aug. 2007 · #9
Georg, Sammy und Joli: Euch auch noch mal vielen Dank.

Zweites Reserverad werden wir haben. Ich hatte bisher auch grob mit ca. 90 km/h auf Teer und 60-70km/h auf Schotter kalkuliert. Ich war nur davon ausgegangen, dass das für einige Straßen noch viel zuviel ist. Sesfontain - Purros ist auf meiner Baedeker-Karte auch als gelbe Schotterstraße eingezeichnet (es gibt noch eine niedrigere Straßenkategorie). Nach den Bildern zu urteilen, die ich bisher gesehen habe, wäre ein Durchschnitt von 60 km/h da aber halsbrecherisch? Und so war ich insbesondere auch unsicher bezüglich Opuwo-Epupa..

Eventuell wäre also auch Palmwag - Epupa an einem Tag zu schaffen (ca. 380 km). Das wäre sicher recht stressig und die meisten würden davon abraten, aber an reiner Fahrtzeit ergeben sich 7,5-8 Stunden und zu unserer Reisezeit vergehen zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang 12 Stunden. Da wäre also noch ein bißchen Luft für Unvorhergesehenes, Tanken und Fotopausen.

Guido
2'346 Beiträge · seit 200601. Aug. 2007 · #10
Hallo Guido,

Palmwag - Epupa würde ich nicht am Stück machen. Die vier Stunden, die Jürgen für die Teilstrecke Palmwag - Opuwo genannt hat, halte ich für ambitioniert (bist du mit den vier Stunden hingekommen, Jürgen?). Besser fände ich es, wenn du zumindest am Vortag bis Sesfontein fahren und dort übernachten würdest. Auch eine Zwischenübernachtung (besser zwei) in Camp Aussicht ist sehr zu empfehlen.

Die Strecke Opuwo - Epupa ist inzwischen weitgehend gut ausgebaut. Einzige ernstzunehmende "Schikane" ist die hier schon oft zitierte, relativ lange Tiefsandpassage durch ein Rivier bei Okongwati.

Viel Spaß
Armin
1'009 Beiträge · seit 200701. Aug. 2007 · #11
Hallo Guido,

für die Strecke Palmwag - Opuwo benötigt man doch eher 5 bis 6 Stunden, da hat Armin recht.
Nur diese so oft erwähnte Tiefsandpassage bei Okongwati ist uns jetzt im Juni nicht aufgefallen, eigentlich war die ganze Strecke Schotter.
Und die Übernachtung in Camp Aussicht solltest Du Dir nicht entgehen lassen, die Aussicht ist ein Traum und diese Ruhe ..... besser 2 Nächte !!!!

liebe Grüße
Petra
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ThemenstarterGast01. Aug. 2007 · #12
Hallo,

Camp Aussicht war für den Rückweg fest eingeplant.

Palmwag bis Opuwo sind ca. 220 km. Wenn man da wirklich 6 Stunden an reiner Fahrtzeit braucht, muss die Strecke miserabel sein, weil das einen Durchschnitt von nur 37 km/h ergäbe. Wenn das eine durchschnittliche Schotterpiste ist, dann müsste das doch in 4 Stunden machbar sein (ergäbe ca. 55 km/h Durchschnitt). Wohlgemerkt es geht um reine Fahrtzeiten ohne obligatorische Fotostops u.ä.

Vielleicht generell noch mal zur Info: Wir haben nur 12 Tage in Namibia. Viele werden das, was wir in der Zeit absolvieren wollen, stressig bis idiotisch finden. Ich beneide auch jeden hier, der 3, 4 oder 5 Wochen gemütlich durch das südliche Afrika touren kann. Aber die Rahmenbedingungen sind:
1. Aus beruflichen Gründen 12 Tage oder gar nicht.
2. Meine Freundin möchte nun langsam mal dringend Kinder. Die nächsten Jahre komme ich dann wohl auch eher nicht mehr nach Namibia.
3. Urlaub darf ruhig etwas stressig sein. Ich möchte da meinen Kopf "durchlüften", mit Impressionen fluten und viel fotografieren. Ich will da nicht irgendwo abhängigen.

Deswegen eben entweder Namibia unter o.g. Bedingungen und mit 2 "harten" Tagen oder vermutlich auf längere Zeit gar kein Namibia.

Guido
1'009 Beiträge · seit 200702. Aug. 2007 · #13
Hallo Guido,
es ist schwer Dir da das richtige zu sagen, da bei unseren Strecken immer irgendwelche Pausen, Fotostopps etc. dabei sind. Wir hatten z. B. auf der Strecke von Palmwag nach Opuwo einen längeren Aufenthalt in Sesfontein. Und die Strecke ist schon gut befahrbar.
Die reinen Fahrtzeiten waren für uns eben nebensächlich. Und ich schätze hier geht es den meisten so.
Ich wünsch Dir weiterhin viel Spaß beim planen.

liebe Grüße
Petra
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2'346 Beiträge · seit 200602. Aug. 2007 · #14
Hallo Guido,

ich will ja auch nicht behaupten, dass es unmöglich ist, die Strecke Palmwag - Epupa "in einem Rutsch" zu fahren. Die Piste ist auch überwiegend ganz in Ordnung. Trotzdem habe ich immer den Eindruck gehabt, dass sie ein "Zeitfresser" ist. Dazu tragen sicher einige Teilstrecken bei, die sich eben nicht gerade zügig fahren lassen (Joubert-Pass als eine der steilsten Straßen Namibias, achterbahnartige Passagen in ziemlich schlechtem Zustand). Habe wirklich manchmal das Gefühl gehabt, dass die Strecke "kein Ende nimmt", wie man so schön sagt.

Vor zwei Jahren hatten wir uns das Gleiche vorgenommen, wie ihr. Zwischen Palmwag und Sesfontein floss der Hoanib auf voller Breite. Hat uns vier Stunden zurückgeworfen. Nach anschließender eigentlich unverantwortlicher Raserei kamen wir kurz vor Einbruch der Dunkelheit in Opuwo an, wo wir ungeplant übernachteten. Aufgrund unserer auch relativ knappen Zeitplanung haben wir dann auf Epupa verzichtet und sind wieder zurückgekehrt. Das war aber sicher ein Einzelfall, der euch im Zweifen nicht betrifft.

Viel Spaß
Armin
726 Beiträge · seit 200602. Aug. 2007 · #15
So wie ich das mitbekommen habe ist die Strecke Sefontain nach Epupa aber an einem Tag machbar!?

Gruß,
Carsten
http://www.derfreed.de
406 Beiträge · seit 200602. Aug. 2007 · #16
hallo guido !!!!
von palmwag bis sesfontein eineinhalb bis zwei stunden.
von sesfontein bis puros drei bis vier stunden.
sesfontein - puros geht nur mit 4x4.

@carsten
die strecke sesfontein - epupa ist an einen tag leicht zu schaffen.
ausser du machst lange stops.
mit vorsichtiger, zügiger fahrweise ist meiner meinung auch
palmwag - epupa zu schaffen. längere aufenthalte sind da sicher nicht drinn.

@guido
einen guten rat will ich dir geben. nimm die verkehrszeichen wirklich ernst.
bei einer tafel mit 30kmh fahre auch 30 oder langsamer.
das gleiche gilt auch bei den revieren. da kann es die federn ganz schön durchdrücken.
gruß
karl

Post geändert von: karl, am: 02/08/2007 10:34<br><br>Post geändert von: karl, am: 02/08/2007 10:39
3'491 Beiträge · seit 200602. Aug. 2007 · #17
Hallo Guido,
jeder macht seine Namibiareise so, wie er es für richtig hält. Das muss man einfach mal akzeptieren. Gestatte mir aber bitte dennoch eine Anmerkung zu den von Dir gesetzten Rahmenbedingungen:
Nur 12 Tage Zeit zu haben für Namibia, ist zwar schade, aber dennoch lässt sich damit etwas anfangen. Aber wenn Du Dir selbst zugestehst, dass der Urlaub ruhig etwas stressig sein darf, dass Du Deinen Kopf durchlüften und mit neuen Impressionen fluten und auch noch viel fotografieren willst, dann wird es schwierig, das alles mit dem Erlebnis Namibia in Einklang zu bringen.Ich meine, Du solltest als Allererstes versuchen, in Deinem Kopf Platz für neue Eindrücke zu schaffen. Dazu gehören Ruhe und Gelassenheit, auch das Erlebnis, Sille hören zu lernen oder Reizminimierung als Gewinn zu empfinden. Vermutlich sind das alles für Dich aus Deinem beruflichen Alltag heraus völlig fremde und wesensferne Ansichten - aber genau das macht den Reiz und die Wirkung von Namibia aus. Man kann zwar in 11 std. in Namibia sein - aber Du brauchst bestimmt 7 Tage, um dort "anzukommen".Tut Euch den Gefallen und nehmt Euch diese Zeit. Oder nimm Dir wenigstens die Zeit, darüber nachzudenken.
Gruß Joli