GUGuido.ThemenstarterGast12. Juli 2007 · #1Hallo,
wir wollen vom 26.09. bis 09.09.2007 unsere erste Namibiareise angehen. Voraussichtlich mit 4x4 und Dachzelt, also Camping. Abzüglich Flugtagen bleiben uns netto 12 Tage/11 Übernachtungen. Folgende Route habe ich bisher ausgewürfelt:
Nacht 01: Windhoek
Nacht 02: Sossusvlei / Sesriem
Nacht 03: Walvis Bay
Nacht 04: Palmwag
Nacht 05: Cheetah Farm bei Otikondo
Nacht 06: Etosha
Nacht 07: Etosha
Nacht 08: Etosha
Nacht 09: Waterberg
Es bleiben 2 Tage/Nächte offen. Ich überlege nun zwischen folgenden Optionen:
- zwischen 01 und 02 weiter nach Süden und D707 mitnehmen
- zwischen 04 und 05 Abstecher ins Himbaland
- zwischen 08 und 09 (recht großen) Umweg über Khaudumpark
Bei letzterem weiß ich allerdings nicht, ob da zum Ende der Trockenzeit besonders viel zu sehen ist. Der Sand dürfte dann auf jeden Fall besonders tief sein und mich möglicherweise fahrerisch überfordern?
Grundsätzliches
Viele sagen vermutlich: Viel zu viel Programm für so wenige Tage. Aber länger geht aus beruflichen Gründen einfach nicht. Und viel fahren im Urlaub sind wir gewohnt.
Wenn ich das richtig mitbekommen habe, sind vom 22.09. bis 08.10. in Südafrika Ferien und es empfiehlt sich wohl die Vorbuchung von Campsites, was natürlich andererseits etwas die Flexibilität nimmt.
Meinungen, Vorschläge, Tipps?
Danke!
Guido<br><br>Post geändert von: login37, am: 12/07/2007 14:30
OKOkavango118 Beiträge · seit 200612. Juli 2007 · #2Walfisch Bay ist eigentlich weniger der typische Touristenort und hat für Touristen m.E. auch nicht besonders viel zu bieten. Je nach Vorliebe würde ich daher eher das 30km nördlich liegende Swakopmund empfehlen, was bei einer solchen Reise eh nicht fehlen sollte (es sei denn, Du hast es schon gesehen und kannst diesmal verzichten).
Viele Grüße
Axel1'130 Beiträge · seit 200612. Juli 2007 · #3Ich würde auch Swakop vorziehen und Palmwag verlängern, ggf bis Purros oder von dort zu den Wüstenelefanten. Kaudom würde ich weglassen, da du nur wenig zeit hast, kann dich dort eine Panne lässige 4-5 Tage kosten. Allein die Anfahrt über Tsumeb ist schon mal fast einer, oben rum noch länger auf Grund des Tiefsandes.
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
OKOkavango118 Beiträge · seit 200612. Juli 2007 · #4Nochwas:
Nach meinem persönlichen Geschmack würde ich Etosha um einen Tag kürzen und diesen dann in Swakopmund dranhängen.
joli3'491 Beiträge · seit 200612. Juli 2007 · #5Hallo Guido,
Du hast nach Meinungen gefragt - also bekommst Du auch eine. Selbst, wenn sie Dir nicht gefallen wird. 12 Tage für Namibia sind natürlich viel zu wenig, aber man kann etwas damit anfangen. Ich meine allerdings, dass Dein Plan dafür nicht geeignet ist und vermutlich so auch gar nicht gehen wird: Etosha kannst Du Dir mit Sicherheit "abschminken", weil Du so kurzfristig keine Buchung mehr bekommst. Zudem finden während Deines Aufenthaltes die 100-Jahrfeiern in Etosha statt und dazu kommen die SA-Ferien. Also vergiss am Besten diesen Reisepunkt, so schade wie es auch ist. Es ist ja auch schön, dass Ihr viel Fahrerei gewöhnt seid - aber - sieh es mir bitte nach - was wollt Ihr dann in Namibia ? - Autofahren oder etwas vom Land erleben ? - Eine Nacht Windhoek ist ok. Dann nach Sossusvlei auch ok. Nur eine Nacht dort ist nicht ok, zumal, wenn Ihr am nächsten Tag bis Walvishbay wollt. Ihr wollt doch zum Vlei?! Das kostet ca.1/2 Tag und danach seid Ihr vermutlich ziemlich kaputt. Also gönnt Euch den Rest des Tages vor Ort und genießt die Landschaft, die Ruhe und den Sonnenuntergang. Und das hervorragende Abend Buffett in der Sossusvlei Lodge. Am nächsten Tag weiter - aber nicht nach Walvisbay ( ein seelenloser Industrieort !), sondern nach Swakopmund. Dort bleibt Ihr 2 Nächte ( mindestens ) - besser 3, um Cape Cross, Mondlandschaft, Robbentour und auch den Ort zu erleben. Von Swakopmund aus fahrt Ihr Richtung Nordenosten - z.B. bis Twyfelfontein. Dort könnte zur Not auch eine Übernachtung reichen. Am nächsten Tag weiter bis Palmwag. Wenn Ihr etwas von den Himba sehen und erleben wollt ( am besten als organisierte Tour ), dann braucht Ihr mindestens 2 Nächte in Palmwag. Von Palmwag aus könntet Ihr zur Vingerklip-Lodge alternativ nach Okonjima ( bei Otjiwarongo ) alternativ zu Omaruru Game Lodge alternativ zur Erongo-Wilderness Lodge fahren, um Eure Namibia-Reise mit einem Höhepunkt abzurunden. Aber für all diese Ziele braucht Ihr mindestens 2 Nächte. Und dann zurück nach Windhoek. Wenn Ihr das so etwa macht, könnt Ihr erwarten, dass Ihr einen ersten Eindruck von Namibia habt - und vermutlich bald wiederkommen werdet, um diesen Eindruck zu vertiefen.Euer hier vorgestellte Plan dagegen verschafft Euch vertiefte Kenntnisse im Staubschlucken, Padfahren und Reifenwechseln. Und dafür wäre mir die Reise zu weit und zu teuer. Habt Ihr übrigens schon einen Flug ?
Gruß Joli
Sanne2'462 Beiträge · seit 200612. Juli 2007 · #6Hallo Guido,
die Unterkünfte in Etosha werden sicher ein Problem werden und die drumherum aufgrund der Feierlichkeiten wohl auch.
Alle Steckenabschnitte sind recht lang, aufgrund der Straßenverhältnisse werdet Ihr also viel im Auto sitzen. Es sind ja nicht nur die reinen km, sondern vor allem die langen Fahrzeiten. Und auf den Pads mit 80 km/h über Stunden zu fahren, fanden wir doch recht anstrengend.
Für keinen Aufenthalt hast Du einen Tag Pause eingeplant. Etwas anzuschauen, z.B. in Swakopmund (Robben, Meer, Stadt etc.), ist dann leider nicht drin.
Mir wäre es zu viel Gehetze - muss halt jeder selber wissen. Letztes Jahr hatten wir auch nur 14 Tage und haben uns daher bewußt beschränkt: Windhoek-Erongo-Kamanjab-Etosha-Okonjima-Windhoek. Wir haben das nicht bereut. Jetzt fahren wir dieses Jahr die Mitte ab - wir wußten immer, wir kommen wieder. Nach mehreren Südafrika-Urlauben war klar, dass Afrika einen schwer wieder losläßt.
Nur ein Tipp: buche nix - für Etosha wird es sicher eh nicht mehr reichen. Fahrt einfach los und ruft vor Ort dann die nächste Camp Site, die Ihr wollt, an und fragt nach freien Plätzen.
Es würde mich wundern, wenn Ihr das Tempo und die Strecke dann nachher wirklich durchzieht 🙂 Ist nicht böse gemeint, aber ich glaube, dass Afrika, seine Ruhe und Weite an niemandem spurlos vorbeigeht 🙂
Liebe Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
beaver13 Beiträge · seit 200712. Juli 2007 · #7Wenn ich richtig gerechnet habe, dann habt Ihr noch 2 Übernachtungen unverplant.
Meine Vorschläge dazu wären:
Nacht 01: Windhoek
zweite Nacht: Bagatelle Kalahari Game Ranch; das hat den Vorteil, daß Ihr auch noch die Kalahari seht und zum anderen ist die Lodge und ihre Unterkünfte einfach traumhaft, da lohnt es sich einmal vom Camping abzuweichen! Ist dort oder in der Umgebung aber bestimmt auch möglich. Außerdem teilt Ihr so die sehr lange Strecke zw. Windhoek und Sesriem etwas auf.
Nacht 02: Sossusvlei / Sesriem
Nacht 03: und nächste Nacht in Swakopmund, auf dem Weg dorthin kann Walfisbay besucht werden, das reicht meiner Meinung nach völlig aus.
Nacht 04: Palmwag
Nacht 05: Cheetah Farm bei Otikondo
Nacht 06: Etosha
Nacht 07: Etosha
Nacht 08: Etosha
Nacht 09: Waterberg
Zwar bin ich kein Verfechter des allzu langsamen Reisens und kann den Wunsch in kürzester Zeit möglichst viel sehen zu wollen gut nach vollziehen, Himbaland, weiterer Süden oder Khaudom wären mir dennoch etwas zu stressig, zumal Euch -für den Fall der Fälle in diesen sehr einsamen Gegenden- keine Reservetage zur Verfügung stehen.
Viel Spaß bei der weiteren Planung
Gruß beaver
GUGuido.ThemenstarterGast12. Juli 2007 · #8Hallo,
Danke für die teils sehr ausführlichen Antworten!
In Walvis Bay interessiert mich die Lagune. Da wollte ich ein bißchen Vögel fotografieren. Generell geht es beim Routenpunkt "Walvis Bay" aber nur um eine Übernachtung in der Gegend, da die Strecke Sesriem-Palmwag an einem Tag etwas viel wäre. Swakopmund mag hübsch sein, aber Städte interessieren mich bei der Reise generell weniger. Mir geht es vor allem um Landschaft und Tiere. Die erste Nacht in Windhoek ist auch nur ein Kompromiss wegen potentieller Koffernachlieferung und vermutlich stressiger Anreise.
@Joli
Kontroverse Meinungen sind völlig OK. Ja, Flüge haben wir schon. Für das Fahrzeug liegen mir 5 Angebote vor. Bezüglich Sossusvlei war die Planung: Frühmorgens in Windhoek los. Durchschnittsgeschwindigkeit von 60 km/h unterstellt sollten wir spätestens um 14 Uhr in Sesriem sein. Abends dann einmal zum Sonnenuntergang in Dünen/Vlei. Frühmorgens am nächsten Tag dann noch mal. Gegen 10 Uhr vom Vlei los. Dann sollten wir bei gegen 16 Uhr in Walvis Bay sein. 2 Stunden Lagune fotografieren, übernachten, weiter...
Khaudum ist dann auf jeden Fall schon mal gestrichen.
Namibia darf ruhig etwas stressig sein. Mir geht es nicht um Erholung. Ich möchte meinen Kopf mit Impressionen fluten und fotografieren. Andere haben sicher ganz andere Vorstellungen von Urlaub, aber die führen auch grundsätzlich ein ganz anderes Leben.
GUGuido.ThemenstarterGast17. Juli 2007 · #9joli schrieb:Ich meine allerdings, dass Dein Plan dafür nicht geeignet ist und vermutlich so auch gar nicht gehen wird: Etosha kannst Du Dir mit Sicherheit "abschminken", weil Du so kurzfristig keine Buchung mehr bekommst. Zudem finden während Deines Aufenthaltes die 100-Jahrfeiern in Etosha statt und dazu kommen die SA-Ferien. Also vergiss am Besten diesen Reisepunkt, so schade wie es auch ist.
Ich habe letzte Woche eine Mail an NWR geschickt. Die Etosha-Buchungen wurden alle - obwohl vergleichsweise kurzfristig angefragt - wie gewünscht bestätigt. Jeweils eine Nacht in jedem Camp.
Sesriem ist allerdings ausgebucht. Innerhalb des Parks liegt meines Wissens nur noch die Kuala Lodge? Es gibt ja 3 (Kuala desert Lodge, Kuala Little und Kuala Wilderness Camp) davon. Liegen die alle innerhalb des Parks bzw. haben eigenen Zugang zum Park? Hat da jemand eine Website mit Preisen? Die website von Wilderness Safari ist zwar hübsch, aber außer Hinweisen zum erwarteten Trinkgeld finde ich da keine Preisangaben.
Guido<br><br>Post geändert von: login37, am: 17/07/2007 14:33
Joerg3'175 Beiträge · seit 200617. Juli 2007 · #10Hi Guido!
Du hast ein l vergessen:www.namibian.org/travel/lodging/private/kulala.htm
Gruss
Joerg
Gruss
Joerg
Es gibt NIX, das es nedd gibt
joli3'491 Beiträge · seit 200617. Juli 2007 · #11Hallo Guido,
das freut mich für Dich, dass es mit Etosha noch geklappt hat. Mit den NWR-Buchungen ist es gelegentlich schon etwas verrückt. Wir haben es schon einige Male erlebt, dass es hieß, alles sei ausgebucht, und vor Ort war bestenfalls die Hälfte belegt. Und jetzt kommen noch das renovierungsbedingte Durcheinander und die 100-Jahr-Feier dazu. Es ist eben nur etwas nervig, u.U. bis auf wenige Tage vor Reisebeginn warten zu müssen, um Gewissheit zu haben, ob Etosha geht oder nicht. Meist hängt ja davon auch der weitere Reiseverlauf ab. Wir haben unsere Etosha-Wünsche im Januar angemeldet - und erst vor wenigen Tagen die Buchungsbestätigung bekommen; eine Nacht allerdings fehlt uns immer noch.Ich hoffe, dass wir auch so ein Glück haben wie Du.
Gruß Joli
Thedy151 Beiträge · seit 200717. Juli 2007 · #12Hi Guido,
im Prinzip bin ich der Ansicht von Joli.
Was ich aber bei Deiner Planung vermisse, ist der Einkauf der Verpflegung.
Wie schon mal an einem anderen Ort erwähnt findet Ihr nicht überall einen Laden oder gar ein Shopping Center. Und mindestens Mineralwasser solltet Ihr ja bei Euch haben und zwar genug.
Ich wünsche Euch viel Glück
Thedy
GUGuido.ThemenstarterGast17. Juli 2007 · #13Mit den NWR-Buchungen ist es gelegentlich schon etwas verrückt.
In der Tat. Nachdem es auf meine erste Mail tagelang keine Reaktion gab, hatte ich noch eine zweite Mail geschickt. Nun kam wenige Minuten nach der ersten Buchungsbestätigung eine zweite Buchungsbestätigung mit bezug auf meine 2. Mail und in der ist auch Sesriem bestätigt. Das scheint jedes Mal neu ausgewürfelt zu werden.
@joli:
Ich drücke die Daumen.
@thedy:
Einkaufen wollten wir primär am ersten Tag in Windhoek. Wir landen gegen 15 Uhr und wollten dann das Fahrzeug übernehmen und einkaufen.
Guido