ein Bericht aus Simbabwe

7 Antworten · 2'698 Aufrufe · gestartet 02. Juli 2007 von holger
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Themenstarter982 Beiträge · seit 200602. Juli 2007 · #1
Hallo zusammen,

ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich hier in diese Kategorie gehört, aber ich denke, dass das wirklich lesenswert ist:

http://stern.de/politik/ausland/:Washington-Mabada-Dann-Heute/591961.html

Da läuft es mir kalt den Rücken runter.

Grüße,

Holger
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935 Beiträge · seit 200602. Juli 2007 · #3
Holger,
leider gehören genau solche Berichte auch hierher.
527 Beiträge · seit 200602. Juli 2007 · #4
Unter der Prämisse, dass diese Berichte wahr sind, ist es für mich ein Grund mehr, nicht nach Zim einzureisen, während der rassistische Dikator Mugabe die Macht innehat, um ihn nicht mittelbar mit Devisen zu unterstützen.

Da ging es den Schwarzen ja in der Vor-Mugabe-Zeit erheblich besser und von den Weißen brauchen wir gar nicht reden.

Hoffen wir, dass sich das Problem nach 84 Lebensjahren des Mugabe bald von selbst löst. Fragt sich nur, was danach kommt... 🤢
Gast02. Juli 2007 · #5
Moin zusammen,

dieser Bericht basiert auf einer Recherche des südafrikanischen Mail&Guardian, die dieser vor einigen Wochen/wenigen Monaten veröffentlicht hat. Er wurde zur gleichen Zeit auf den Sites der AZ und/oder des Namibian, so genau erinnere ich mich nicht mehr, ebenfalls zitiert.

Gruß, Michael
Gast02. Juli 2007 · #7
besuch oder boycott - ein recht zweischneidiges schwert:
ein besuch unterstützt das regime indirekt jedoch die leidende bevölkerung unmittelbar!
es gibt kein (koch)öl mehr und alle anderen lebensmittel des tägl. bedarfs sind mittlerweile mangelware, wenn nicht ohnehin gar nicht mehr verfügbar.
die weissen farmer konnten ihr leben retten und hatten die möglichkeit während der letzten 10-15 jahre auslandskonten zu füttern.
diese möglichkeit war für das gros der schwarzen bevölkerung unerreichbar.
jeder, der seine heimat verlassen muss - aus welchem grund auch immer - hat mein tiefstes mitgefühl. doch für die daheimgebliebenen - also die schwarzen - ist mein mitgefühl grenzenlos.
unter diesem gesichtspunkt ist eine entscheidung für/wider eine zim-reise unglaublich schwer, und ein allzu leichtfertiges NO trägt zur verschlimmerung der lage bei.

auf unserer letzten zambia-reise sprachen wir mit zim-bürgern, die in und um livingstone versuchen durch gelegenheitsarbeiten an devisen zu gelangen um mit diesen ihre sehr bescheidenen bedürfnisse zu decken. wir sprachen auch mit weissen ex-zim-bürgern, die mittlerweile in zambia eine neue farm aufbauen konnten - also nochmals von vorne anfangen konnten/mussten.

wer sich mit zim, der zeit kurz nach der unabhängigkeit sowie in den 90ern, weiter auseinander setzen möchte, dem empfehle ich die bücher von peter godwin. diese bücher sind autobiografisch aus der sicht eines weissen zim-bürgers geschrieben. dennoch erscheinen sie mir im kontext sehr objektiv zu sein.

der eigentliche skandal jedoch ist für mich die tatsache, dass mugabe im südlichen afrika nach wie vor den roten teppich ausgelegt bekommt - kürzlich geschehen in namibia sowie südafrika!
unter berücksichtigung der tatsache, dass mbeki und mugabe sich nach wie vor als "comrades" verstehen, ist es nicht verwunderlich, dass die schwarze bevölkerung eine unterstützung durch ihre nachbarstaaten vermisst und sich von ihren schwarzen brüdern allein gelassen fühlt!

grüessle
anette
Gast02. Juli 2007 · #8
Moin zusammen,

hier ein CBS-News-Bericht von 1994:

Bei YouTube ansehen ↗



Die Zeit vergeht, nur die Macht nicht! Zimbabwe ist in einem Ausmaß ruiniert, die dem der Republik Kongo wohl ziemlich nahe kommt. Egal, was nach Mugabe kommt, das Land wird sich -nach den bisherigen Erfahrungen mit Schwarzafrika- in Jahrzehnten nicht mehr erholen.

Gruß, Michael