TOTomcatThemenstarterGast15. Apr. 2005 · #1Kürzlich hatten wir zwei Bekannte bei uns in Cape Town zu Besuch. Die hatten in Namibia die übliche Standartrundreise gemacht und den ultimativen "Schock" erlitten.....Haha
Beim Buschwandern in der nähe der Palmwag Lodge sind sie auf ein Löwenrudel gestossen. Ist in der Regel nicht so dramatisch wenn man weiss wie reagieren. Das haben sie glücklicherweise (mit Pulsfrequenz 220...) auch gemacht.
Also Vorsicht. Löwen gibt es nicht nur in den Parks. Das Rudel im Damaraland bewegt sich in der Gegen Palmwag bis zu Honaib hoch. Die meiste Zeit sind die Katzen in der Honaib Gegend und kommen oft Nachts in ein Camp um sich an der Glut des Feuers aufzuwärmen....
That's wildlife
BIBirgitThemenstarterGast15. Apr. 2005 · #2Hi Tomcat,
was soll man denn nun machen ???
Gruß
Birgit
(die dieses Wissen denn hoffentlich nie anwenden muss 😉
TOTomcatThemenstarterGast15. Apr. 2005 · #3Hallo Birgit
Ruhig bleiben. Langsam seitlich weglaufen ...nicht rennen (Beutetierverhalten) und den Katzen nie den Rücken zeigen..
In der Regel schlafen Löwen tagsüber irgendwo im Schatte sind sehr träge und sind wenig an ihrer Umgebung interessiert...aber ein Tier hält immer Wache..
Klingt relativ logisch, aber wenn man das erste Mal in dieser Situation ist fällt einem das Herz in die Hosen....
Generell gilt in der Wildniss >> Ausnahmen bestätigen die Regel... Also immer Vorsicht!!!
BIBirgitThemenstarterGast15. Apr. 2005 · #4Na - dann versuche ich mal mit einem Puls von 220 cool zu bleiben 8)
Tomcat, vielen Dank für deine Antwort!
Gruß
Birgit
GAGastThemenstarterGast30. Apr. 2005 · #5Ähnliche Begegnungen kann man auch mit Pavianen (besonders die alten Männchen haben ein beeindruckendes Gebiß und sollten wirklich Ernst genommen werden) und Elefanten haben.
Letztes Jahr sind wir in der Nähe von Namutoni einem Einzelgänger-Bullen begegnet. Wir waren noch ein ganzes Stück entfernt . Offensichtlich hatte er was gegen Touris oder einfach einen miesen Tag, stellte nach kurzem Zögern seine Ohren auf und wollte uns näher kennenlernen. Erst das schnelle Einlegen des Rückwärtsganges und ein Zurücksetzen um gute 100m überzeugten ihn, daß wir auf seine Bekannschaft keinen Wert legten. Namibia ist eben kein Zoo!
Aber keine Panik, man muß nur besonnen und überlegt reagieren ( trotzdem ist auch hier Puls 200 angesagt)
In Palmwag hat man uns erzählt, daß da auch mal ein Einzelgänger-Bulle destruktiv unterwegs war und erheblichen Schaden angerichtet hat.
Mitleid hatte ich mal mit einer Oryx. Ein großer Touristenbus fuhr eine ganze Zeit neben dem flüchtenden Tier her (konnte wegen einem Zaun nicht querfeldein- wir fuhren wegen des Staubes in entsprechendem Abstand). Bei seiner Flucht und in Panik rannte das Tier in vollem Lauf dann in einen quer verlaufenden Zaun und überschlug sich derart, das man zusammenzuckte. Benommen stand es dann auf und trabte hinkend weg - der Bus fuhr weiter. Wir verloren das Tier nach einer Weile auch aus den Augen und hofften. daß es keine Brüche erltten hatte.
Wer hat tierische Erlebnisse??
Schönen 1. Mai
Thomas
PAPascalinahThemenstarterGast30. Apr. 2005 · #6Wer hat tierische Erlebnisse??
Hallo,
im Etoscha wurden wir von einer Herde Elefanten eingekreist. Wir waren auf dem Weg zu einem Wasserloch, als vor uns Elefanten den Weg kreuzten. Brav blieb wir in gehörigem Abstand stehen, als plötzlich eine andere Gruppe (oder der Rest der vorherigen, wer weiß..) von hinten hinter einem Busch vorkam und uns den Rückweg absperrte. Zum Glück waren die Grauen friedlich gestimmt. Sie kamen zwar dicht an unser Auto ran, wedelten mit den Ohren und hoben die Rüssel, aber keiner nahm uns auf die Stoßzähne. Unser Puls sich beschleunigte allerdings auf 230! Puuh, so schnell kann es gehen! Kurz zuvor trafen wir auf Reisende mit einer total verbogenen Leiter - das Werk eines Elefanten. Da haben wir uns noch gefragt, wie blöd muss man sein um an diese Tiere so dicht ranzufahren. Die Antwort kam wenige Tage später....
LG
Pascalinah
GAGastThemenstarterGast02. Mai 2005 · #7Hallo Tomcat,
es sind inzwischen mehr als 30 Löwen wieder im Damaraland. Aufgeteilt natürlich in mehreren Gruppen. Am Hoarusib hält sich immer wieder ein Rudel auf von ca. 8 Löwen, am Munuthum habe ich des öfteren Spuren gesehen, und weit im Westenn nahe Küste haben wir 5 Stück gesehen. Also Löwen sind dort überall, verhalten sich aber ganz anders, als ihre Kollegen z.B. in der Etosha. Man hört sie nicht brüllen, sie sind leise und verschwinden sofort, wenn sie Menschen wittern. Also, an sich keine Gefahr, wenn man nicht direkt hineinläuft.
Gruß
Holger
TOTomcatThemenstarterGast02. Mai 2005 · #8Hallo Holger
Ahh soviele Katzen sind es schon?? Du hast Recht, die Löwen verhalten sich ganz anderst. Normalerweise kann man davon ausgehen, dass wenn man Gebrüll während der Dämmerung hört, man in der Nacht Besuch im Camp bekommt.
Habe auch lange nicht gewusst dass es in der Gegen Löwen gibt. Wir haben mal ganz oben am Honaib unser Camp aufgeschlagen und nicht schlecht gestaunt als sich in der Nacht ein Rudel Katzen an der Glut des Lagerfeuers gewärmt hat.....thats wildlife
Gruss aus Cape Town Tom
GAGastThemenstarterGast03. Mai 2005 · #9Hallo Tomcat,
ich bin mal auf einer Wildwassertour vom Hartmannstal zur Kunenemündung gefahren. Bzw. wir versuchten es. Nachts hörten wir dann mitten im Skeletonpark rechts und links des Flusses Löwen brüllen. Mitten in der Sandwüste. Es war unglaublich.Bist Du das ganze Jahr in Kapstadt? Ich habe dort in der Nähe ein kleines Haus. Vielleicht trifft man sich dort einmal. Bin im Herbst wieder da.
Gruß
Holger
TOTomcatThemenstarterGast04. Mai 2005 · #10Hallo Holger
Ja wir wohnen in CPT oder genauer in Bantry Bay. Bin leider relativ wening Zuhause weil sehr viel im Ausland unterwegs...
Freut mich das du auch eine Bleibe hast am Cape. Ist eine gute Investition in die Zukunft...
Gruss aus Perth Tom
GAGastThemenstarterGast06. Mai 2005 · #11Hallo Tomcat,
wir haben unser Haus in Rocky Bay, direkt vor dem Steenbrassriver bei Gordons Bay. Vielleicht klappt es ja einmal. Liegt ja nicht soweit auseinander.
Gruß
Holger