Abu-Camp

21 Antworten · 7'164 Aufrufe · gestartet 03. Juni 2007 von Kanzler
Antworten
Themenstarter573 Beiträge · seit 200703. Juni 2007 · #1
Unser Sohn hat im Internet recherchiert, das Abu-Camp entdeckt und beschlossen: Da will ich hin! Das Angebot sieht schon sehr gut aus, muss ich durchaus zugeben. Aber die Preise haben es in sich. Kennt jemand das Camp? War schon mal jemand dort? Lohnt sich der finanzielle Aufwand? Wir überlegen, das in unsere Tour 2007/2008 einzubauen.
Vielen Dank für eure Antworten und einen schönen Sonntag, Kanzler
102 Beiträge · seit 200703. Juni 2007 · #2
Hallo,

also ich persönlich habe das Abu Camp nicht besucht. Allerdings hatte ich mal das "zweifelhafte Vergnügen" in Maun den Chef des Abu Camps zu erleben, da eine ehemalige Bekannte von uns dort gearbeitet hat.
Die Preise haben es in sich. Kosten pro Nacht 1.200 EUR und man muss mindestens 5 Nächte buchen. Dafür erwarten Euch exclusive Luxuszelte und das Reiten auf gezähmten Elefanten. Maximum 10 Gäste.

Sicherlich ein einmaliges Erlebnis, wenn man es sich erlauben kann.
Viele Grüße Nadine www.michapro.de Reisen und Fotografieren im Südlichen Afrika
1'287 Beiträge · seit 200603. Juni 2007 · #3
Sehr geehrter Kanzler,

dass ABU Camp ist natürlich ein einmaliges Erlebnis. Tiefer und luxuriöser drin in Afrika geht es nicht.
Der wahre Luxus ist allerdings, dass maximal 350 Gäste pro Jahr in diesen Genuß kommen können, da mit maximal 10 Personen auf 5 Elefanten geritten wird. Hervorragende Guides, die auch auf kleinen Wanderungen etwas zu erzählen haben.

Es werden fast ausschließlich 4 Tage - 3 Nächte Safaris zum Preis von 6.079 US$ pro Person im Doppelzimmer angeboten. ( Preis 2007 ) Einzelzimmerzuschlag 1.964 US$.Kinder zwischen 08 und 12 Jahren erhalten 33% Rabatt.
Nur zweimal im Jahr noch 5 Nächte- Tage Safaris.

Den amerikanischen Zirkus - Elefanten ABU gibt es sein 2002 nicht mehr, aber es wachsen ständig neue, Kleinere, nach.
Gemäß meinen Erfahrungen macht bei Kindern erst ab 12 Jahren ein Einbau dieses Camp Sinn.

In den letzten 6 Jahren hat sich auf dem afrikanischen Elefantenreitermarkt jetzt einiges getan. Es gibt mittlerweile ca. 20 Plätze, an denen man - kurz - auf Elefanten reiten kann oder zumindest "elephant interaction -an Rüssel fassen und so" hat.
Victoria Falls, Livingstone, Maun, Pretoria, Knysna auf Gardenroute, am Krüger Nationalpark, Magaliesberge, Durban, Blyderiver Canyon, Omaruru


Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek

Carsten Möhle
3'491 Beiträge · seit 200603. Juni 2007 · #4
Hallo Kanzler,
ich gönne jedem das Vergnügen, der es sich leisten kann. Aber selbst, wenn ich 20.000 € übrig hätte, würde ich es mir überlegen. Natürlich ist es ein einmaliges Erlebnis. Aber - wie Carsten schon schreibt - es gibt Ähnliches auch an anderer Stelle, wenngleich auch nicht ganz so luxuriös. Wir haben so etwas mal im Okavango-Delta vom Stanley´s Camp aus mitgemacht - für einen ganzen Tag. Das war einfach irre - allerdings ohne Reiten.Ich meine, das hat so ca. 800 Euro für 2 Personen gekostet - incl. Lunch in der Wildnis.
Gruß Joli
470 Beiträge · seit 200603. Juni 2007 · #5
Hallo Kanzler

Das Abu Camp und die Abu Private Villa sind ein Wilderness Safaris Camp.

http://www.wilderness-safaris.com/camps/camps.jsp?map_id=7768&method=menu

In Abu war ich noch nie, aber in einigen anderen Wilderness Camps. Die Qualität ist einsame Spitze. Einziger Nachteil: Du triffst in den Luxuscamps und Lodges immer wieder mal andere Gäste an, welche denken sie seien im Disneyland und sich auch entsprechend verhalten.

Aber wenn Du per Elephant ins Delta willst, ist Abu der einzige Weg.

Schöne Grüsse

Patrick
www.mywilderness.net
435 Beiträge · seit 200704. Juni 2007 · #6
Hallo Carsten,
wir wären auch an einem Elefanten-Ritt interessiert.
Das Abu-Camp ist uns definitiv zu teuer.
Kannst Du etwas mehr über die erwähnten anderen Locations, insbesondere in Livingstone und Maun erzählen. Kann man sowas bei Euch buchen?

MfG Thomas D.
Reisebericht Namibia/Botswana 2007
1'059 Beiträge · seit 200604. Juni 2007 · #7
4 Tage - 3 Nächte Safaris zum Preis von 6.079 US$ pro Person im Doppelzimmer

🤩

Hallo zusammen

Das muss man sich einfach mal vorstellen, wenn das überhaupt geht. Der absolute Knaller, der Brüller schlechthin... Und ein solcher Preis wird tatsächlich bezahlt? Was machen denn die Betreiber mit dem ganzen Geld? Die Angestellten dort müssen ja Spitzenverdiener sein in einem von Armut gebeutelten Land... 😗

Zum Vergleich: vor zwei Jahren bin ich mit USD 5'000.00 vier Monate durch das südlich Afrika gereist (exkl. Flug und Automiete).

Schön, wer sich sowas leisten kann.

Grüsse,
Samuel.
Reiseberichte: #safaribrothers on Tour Vol. IX- safaribrothers.ch Blog «In Gedenken - Kurzer Kgalagadi-Trip 2024» #safaribrothers on Tour Vol. VIII - safaribrothers.ch Blog «Du hast es so gewollt - 8 Wochen Campingsafari in Namibia und Botswana 2021/2022» #safaribrothers on Tour Vol. VII - «Kalahari» #safaribrothers on Tour Vol. VI - «Wo Problem?»
Themenstarter573 Beiträge · seit 200704. Juni 2007 · #8
Hallo joli,
kannst du dazu Einzelheiten schreiben. Was heißt "allerdings ohne Reiten"?
Viele Grüße, Kanzler
470 Beiträge · seit 200604. Juni 2007 · #9
...hmm, ist schon so, dieser Preis ist für viele Leute, die sich echt für die Natur interessieren schlicht unerschwinglich.

Andererseits: Dem Betreiber bleibt kein Vermögen über: Bei 350 Gästen pro Jahr ist der Erlös Rund US$ 2 Mio. Demgegenüber "muss" Wilderness ein verschwenderisch luxuriöses Niveau bei den Unterkünften und der Verpflegung präsentieren und die Elefanten vorbildlich pflegen. Vom Erlös werden die OCT Okavango Community Trust für die Landverwendung entschädigt und die Wilderness-eigenen Entwicklungsprojekte unterstützt.

Es geht nicht in erster Linie ums Kohle machen bei Wilderness. Soziales und ökologisches Engagement stehen im Zentrum aller Aktivitäten, denn nur so lassen sich die Wildnisgebiete, in denen Wilderness tätig ist langfristig erhalten. Einen anderen Weg gibt es nicht, da Naturschutz oder gar Artenschutz ohne Einbezug, Aufklärung und Entwicklung der lokalen Bevölkerung unmöglich ist.

Der bisher einzige Weg, die entsprechende Reduktion der Besucherzahlen und damit der Einflussnahme auf die Wildnisgebiete zu erreichen geht über den Preis. Dies ist die bisherige Politik Botswanas und wir müssen alle froh sein darüber, denn als Alternative steht dem die Stauung des Okavango südlich der Popa Rapids, die teilweise Trockenlegung des Deltas und die Verwendung des Wassers zur Bewässerung von Grasflächen für die Viehzüchter, sowie für den Ausbau von Maun zu einem Farmzentrum zur Diskussion.

Meine Meinung ist aber, dass die Camps noch so eine Art "Lotterie" wie bei Tickets an der Fussball WM arrangieren könnten, um eine gewisse Anzahl Discount-Rates pro Jahr zur Verfügung zu stellen. Fragt sich nur, wie man kontrollieren könnte, dass dann nicht doch der Texanische Ölmulti, der Deutsche Grossindustrielle, der Schweizer Banker, etc. die günstigen Plätze krallt...

Schöne Grüsse,

Patrick
www.mywilderness.net
470 Beiträge · seit 200604. Juni 2007 · #10
zweimal gesendet, wegen Time-out<br><br>Post geändert von: pme, am: 04/06/2007 10:34
www.mywilderness.net
Themenstarter573 Beiträge · seit 200704. Juni 2007 · #11
zu pme: "Meine Meinung ist aber, dass die Camps noch so eine Art "Lotterie" wie bei Tickets an der Fussball WM arrangieren könnten, um eine gewisse Anzahl Discount-Rates pro Jahr zur Verfügung zu stellen."

Ganz toller Vorschalag. LTU verlost noch die Flugtickets dazu. Und dann haben wir die gleiche Klientel im Delta, die jetzt in der Domrep nach Wiener Schnitzel und Pommes schreit, nur weil es nichts mehr kostet.

Gruß, Kanzler
3'491 Beiträge · seit 200604. Juni 2007 · #12
Hallo Kanzler,
wir wurden so gegen 10.00 vom Stanley´s Camp zu einem nahen Sammelplatz gebracht, wo Duck (Nachname habe ich vergessen - ist aber in Sachen Elefantentraining eine anerkannte Größe ) mit 3 mehr oder weniger ausgewachsenen, "angezähmten" Elefanten auf uns wartete. Er stellte uns die Tiere vor und erzählte von deren Herkunft und auch noch sonst manches Wissenswerte. Es folgten ein paar Zirkus-Kunststückchen (Haut aufsetzen u.ä.) - ein bisschen albern - und dann machten wir im Gänsemarsch - die Elefanten am Rüssel führend - einen Spaziergang durch den Busch. An dessen Ende war ein Lunch für uns ( und die Elefanten) vorbereitet; die Elefanten kamen auch an die Tafel und stellten sich zwischen die Gäste. Duck konnte seine Schützlinge danach noch zu einem "Trompetensolo" überreden und das wars dann. Das klingt alles vielleicht ein bisschen dürftig, aber wir waren von dieser Begegnung sehr angetan.
Gruß Joli
470 Beiträge · seit 200604. Juni 2007 · #13
😄 😄 ja genau die, dann geht da endlich mal die Post ab. Was ich sagen möchte ist, dass das heutige Modell eben viele Naturfans kategorisch ausschliesst.

Wenn ich meine Erfahrungen so beobachte, erster Trip ins Delta im Februar 2000, wurde damals als Budget Tourist bezeichnet, weil ich das billigste Angebot für US$ 230 pro Person pro Nacht nahm, inkl. Vollpension, Game-Walks, und Flug. Drei Nächte ein einem alten Armeezelt auf einem Feldbett... jede Nacht Gewitter, Bush-Walks durch die sumpfige Sommerlandschaft, nasses, kniehohes Gras, Jagdszenen zwischen mehreren Löwinnen und Zebra und Gnu Herden, das war echt toll.

Seither verschiedene Lodge und Camp Besuche kreuz und quer... eben auch Wilderness Camps. Dort konzentriert man sich auf das Naturerlebnis, aber z. B. im Savute Elephant Camp von Orient Express gibts jetzt ein zweiweg Sat-Link mit Internet Café. Einfach das Letzte, was ich im Busch will...

Gruss

Patrick
www.mywilderness.net
470 Beiträge · seit 200604. Juni 2007 · #14
<br><br>Post geändert von: pme, am: 04/06/2007 12:55
www.mywilderness.net
349 Beiträge · seit 200604. Juni 2007 · #15
joli schrieb:
Es folgten ein paar Zirkus-Kunststückchen (Haut aufsetzen u.ä.)
Wow, das hätte ich gern gesehen!!! 🤩 🤩
www.daniel-gutmann.de
197 Beiträge · seit 200604. Juni 2007 · #16
tja, da greif ich doch meinem joli mal unter die arme:-)

der "elefanten-mann" heisst nicht duck, sondern douglas alan groves.
und näheres könnt ihr unter

www.livingwithelephants.org

erfahren.

trotz des touristischen brimboriums hat sich der elephant-walk allein schon deswegen gelohnt, weil ich endlich meinen traum verwirklichen konnte, einmal im leben einen elefanten gefahrlos berühren zu dürfen. und das kann man bei der tour ausgiebig. ich werde dieses erlebnis niemals vergessen!!!

viele grüße von

ali<br><br>Post geändert von: alikana, am: 04/06/2007 14:40
http://www.TickerFactory.com/
Themenstarter573 Beiträge · seit 200705. Juni 2007 · #17
Mein lieber Joli,
das war ja ein genialer Tipp, das mit dem Stanleys Camp. Ich habe das inzwischen geprüft und festgestellt, dass das die viel bessere Alternative zum Abu-Camp ist - und das zu einem Bruchteil der Kosten. Ich habe sofort eine Agentur mit der Reservierung beauftragt.
Viele Grüße und tausend Dank an Joli,
Kanzler
Themenstarter573 Beiträge · seit 200705. Juni 2007 · #18
Vielen Dank natürlich auch allen anderen, die das Stanleys Camp so schön beschrieben haben, Kanzler
9 Beiträge · seit 200818. Feb. 2008 · #19
Hallo Kanzler,

habe gerade mit der Suchfunktion diesen Thread gefunden. Mir wurde auch das Stanley Camp angeboten für unseren Trip im November. Nun meine Frage: Warst Du schon dort und wenn ja, wie war es? Kannst Du es empfehlen?

Würde mich freuen, wenn Du von Deinen Erfahrungen berichten könntest (ich hoffe, ich habe das nicht irgendwo übersehen in der Suchfunktion).

Vielen Dank und Grüße,

Isi
Themenstarter573 Beiträge · seit 200718. Feb. 2008 · #20
Nein, ich war leider noch nicht dort. Wir konnten es in diesem Winter (Dezember/Januar) nicht einbauen. Zu unserem Wunschzeitpunkt war es nicht buchbar und als es buchbar war, konnten wir es nicht unterbringen. Aber wir werden es tun und leben frei nach dem Motto: Alles, was wir noch nicht erlebt haben, ist ein neuer Grund nach Afrika zu reisen.

Gruß, Kanzler