4X4

40 Antworten · 22,9k Aufrufe · gestartet 24. Mai 2007 von Kanzler
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1'130 Beiträge · seit 200624. Mai 2007 · #21
Upps, wieder ein FAQ Thema,
als bekennender 4x4 (8Zyl) und Pkw (12Zyl) Fahrer. Grundsätzlich ist 4x4 fahren immer unterschiedlich zum Pkw fahren, egal in welchem Land und Untergrund. Anfänger glauben oft auf Grund der Bauweise wie bei einer Rally fahren zu können (müssen?), das haben wir bei Startern in stärkeren Autos aber auch.
Die Vorteile und Nachteile eines 4x4 versus 2x4 Pkw, 2x4 Condor, T4/5 usw. sind zum Teil schon genannt.
Zum Thema Schnee
ich vergleiche die Reaktion des Wagens beim fahren, lenken und rutschen mit der Situation auf Schnee, die anschließende Reaktion (z. B. beim zu starken Einlenken) ist wie der Aufprall auf einen Bordstein
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
2'721 Beiträge · seit 200624. Mai 2007 · #22
Hallo
Ich finde Eure Diskussion über die Notwendigkeit von 4x4 sehr interessant und auch nützlich.
Man braucht auf den normalen Touristen-Routen vielleicht keinen 4x4, da habt Ihr m.M. nach sicher recht.
Ich denke aber, wichtig ist doch das Sicherheitsgefühl und das ist bei Jedem anders. Auch auf europäischen Strassen werden 4x4 gefahren, trotzdem es nicht notwendig ist. Wenn ich mich in einem 4x4 sicherer fühle nehme ich einen; egal ob dringend erforderlich oder nicht.
Ich würde allein wegen der Reifen, der Kraft, den erhöhten Sitzen und wegen dem Platzangebot keinen anderen Wagen nehmen. Die Reifen eines normalen Autos sind doch den Anforderungen oft nicht gewachsen (abenteuerliche Zufahrten zu Lodges z.B. Aloe Grove, Etosha Aoba, Naua Naua usw.) und dann bleibt der Tourist mit einem Platten liegen.
Wenn ich einen 4x4 nehme, habe ich natürlich keinen Freibrief für Experimente. Auch hier ist natürlich Vorsicht und Umsicht geboten.
Gisela
382 Beiträge · seit 200624. Mai 2007 · #23
Bazi schrieb:
Hallo
Ich finde Eure Diskussion über die Notwendigkeit von 4x4 sehr interessant und auch nützlich.
Man braucht auf den normalen Touristen-Routen vielleicht keinen 4x4, da habt Ihr m.M. nach sicher recht.
Ich denke aber, wichtig ist doch das Sicherheitsgefühl und das ist bei Jedem anders. Auch auf europäischen Strassen werden 4x4 gefahren, trotzdem es nicht notwendig ist. Wenn ich mich in einem 4x4 sicherer fühle nehme ich einen; egal ob dringend erforderlich oder nicht.
Ich würde allein wegen der Reifen, der Kraft, den erhöhten Sitzen und wegen dem Platzangebot keinen anderen Wagen nehmen. Die Reifen eines normalen Autos sind doch den Anforderungen oft nicht gewachsen (abenteuerliche Zufahrten zu Lodges z.B. Aloe Grove, Etosha Aoba, Naua Naua usw.) und dann bleibt der Tourist mit einem Platten liegen.
Wenn ich einen 4x4 nehme, habe ich natürlich keinen Freibrief für Experimente. Auch hier ist natürlich Vorsicht und Umsicht geboten.
Gisela
Bingo - Du sprichst die wahren Worte gelassen aus 😎
http://meine.flugstatistik.de/BaliHai
1'130 Beiträge · seit 200624. Mai 2007 · #24
Noch als Zusatz,
4x4 müssen nicht geräumiger, bequemer, stärker und sicherer sein, sondern eher im Gegenteil bei vergleichbaren PKW. Hier werden aber Corolla, Golf usw gegen 4x4 genannt, da gewinnt der 4x4. Nimmt man 4x4 gegen T4/T5, gewinnt der VW in allen Bereichen, die Geländegängigkeit reicht für sandige Passagen, denn hier ist der Fahrer das Kriterium, nicht das Auto.
Sobald man Touren durch die Riviere, am Kunene entlang, Kaoke usw vorhat, ist der 4x4 die bessere Wahl.
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
658 Beiträge · seit 200724. Mai 2007 · #25
BaliHai schrieb:
Horse_whisperer schrieb:
Das sind keine Meinungen, das sind lebensgefährliche Ratschläge!
Und den Schnee kenn ich sehr gut, war 15 Jahre lang mit dem LKW in ganz Europa unterwegs, und das nicht nur im Sommer !
Und was das mit den Mietwagenpreise zu tun hat? Na, wenn viele Autos gerollt werden, steigen die Preise, ist doch klar !!
Oder warum denkst Du, sind die Mietwagenpreise für Europäer doppelt so hoch als für Namibianer ??
Und nein urs, Schnee und Sand sind NICHT vergleichbar !!

Gruß Ralf !
aha, und die Preise steigen dann bei normalen Mietautos nicht!?

Finde es schon merkwürdig es als "lebensgefährlichen Ratschlag" hin zu stellen wenn man meint Schnee und Sand hätten gewisse Ähnlichkeiten!?

Jeder normal denkend Mensch wird sich so und so erst einmal an das Fahren auf Sand herantasten und ausprobieren wie das Fahrzeug in gewissen Situationen reagiert - ich denke auch, dass 4x4 und Sand fahren keine Wissenschaft ist....

Ich hätte es in Namibia schade gefunden weil wir ein paar Stellen hatten wo man mit einem PKW defintiv NICHT mehr fahren hätte können - geschweige denn wären wir nie zum genialen Campingplatz auf der Farm Niedersachsen gekommen und hätte uns im Sussovlei nicht vergnügen können 🙂
Schnee und Sand sind definitiv nicht vergleichbar !!
Wasser und Sand dann schon eher !!
Und die Preise werden dann auf alle Wagen umgeschlagen, ist doch auch klar !!
Aber macht Eure Erfahrungen selber, ich mußte dies auch tun !!
Aber auf einen 4x4 würde ich nicht mehr verzichten wollen.
Man muß sich eben nur den Gegebenheiten anpassen!!

Gruß
Grüßle Ralf
1'130 Beiträge · seit 200624. Mai 2007 · #26

Bei YouTube ansehen ↗

Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
1'182 Beiträge · seit 200624. Mai 2007 · #27
Hallo Ralf,

zunächst wollte ich nicht antworten, um nicht schon wieder eine Diskussion über Nettikette zu provozieren. Aber Deine Art der Reaktion wurmt mich schon sehr, deshalb muss mir doch noch die folgende Bemerkung dazu erlaubt sein.

Ich habe im vorigen Jahr ein Offroad-Training, das vom OFF ROAD Verlag im Hoope Park Wulsbüttel angeboten wird, absolviert - und auch da wird Sand mit Schnee verglichen, zumindest in gewissen Situationen - z. B. beim Rausschaukeln, gleichmäßige Touren mit stehendem Gas. Und Vorsicht ist ohnehin in beiden Fällen geboten.

Im übrigen fahre ich nun auch privat einen 4x4, mit dem ich inzwischen schon anspruchsvolleres Gelände bewältigt habe.

Gruß,
Bernd
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982 Beiträge · seit 200624. Mai 2007 · #28
Zum Thema "4x4" und "Namibia" gibts einiges auf YouTube:

4x4 muss man fahren können: http://www.youtube.com/watch?v=w-poBskRkxc

diesen Wagen will ich nach dieser Benutzung nicht mehr mieten:
http://www.youtube.com/watch?v=dmIgkjam9dM

ich will wieder da runter:
http://www.youtube.com/watch?v=jBGKq8nvfZo

Grüße,

Holger
Follow me on Twitter. Kontaktiere mich per Facebook Reiseberichte, Bilder und Panoramen aus Afrika: http://travel-pictures.net
2'779 Beiträge · seit 200724. Mai 2007 · #29
Namibia zeichnet sich für seine sehr guten Strassen aus. Die normalen Reiserouten (ohne Kaokoveld) sowie ein paar sandige Pads im Südosten sind durchaus machbar mit einem normalen Fahrzeug. Der springende Punkt ist meines Erachtens der, ob man von Lodge zu Lodge hüpft oder lieber campen will. Fährt man nicht bis ins Kaokoveld und bleibt man auf den gut ausgebauten Pads, ist ein mittelgrosses komfortables Normalauto absolut ausreichend für Lodgeferien.

Je grösser die Ansprüche betreffend camping comfort sind, (Tisch, Stühle, Dachzelt, Freezer Fridge), und je grösser der Drang zur Selbstversorgung und "off the beaten track"desto eher drängt sich ein stabil gebautes Fahrzeug auf, welches entsprechend ausgerüstet werden kann. Die Verleihfirmen offerieren erfolgreich die relativ günstigen Einzelkabiner/Doppelkabiner mit geschlossener Ladefläche sowohl mit Benzinmotoren als auch mit kraftvollen Turbodiesel Motoren. Nicht alle sogenannten single und double cabs haben Allradantrieb. Es gibt welche die nur 2x4 sind jedoch über eine Diferenzialsperre verfügen. Zusammen mit der grösseren Bodenfreiheit ist das "Diff Lock" meines Erachtens genügend um die erwähnten etwas schwierig anzufahrenden Lodges zu erreichen. Allrad ist nicht unbedingt notwenig wenn man weiss wann das Diff Lock eingesetzt werden muss.

Bei den 4x4 Fahrzeugen gibt es welche mit permanentem Allradantrieb (sämtliche Land Rover Modelle) sowie diejenigen wo der Allradantrieb zugeschaltet werden muss vom Fahrer. Die sogannte Low Range muss immer von Hand zugeschaltet werden. Das heisst man hat dann ne Art zusätzliche 5 Gänge für einen Rang von 0 -40km/h was ein sehr sehr langsames aber kraftvolles Fahren auf schwierigem Untergrund erlaubt.

Die luxuriösesten Komfort Offroad Fahrzeuge welche in Afrika im Verleih erhältilich sind zb. Range Rover, Land Rover Discovery, Toyota Landcruiser, Mitsubishi Pajero. Sie offerieren höchsten Fahrkomfort und haben vergleichbare Attribute fürs 4x4 (Steigfähigkeit, Böschungswinkel vorn u. hinten, Seitenneigung, Wattiefe) Die Land Rover Defenders sind ganz und gar nicht mit Komfort zu vergleichen, denn sie haben harte gerade Sitze, minimale Ausstattung, wenig Beinfreiheit falls A/C eingebaut. Schlechte Isolierung der Fenster und Hintertüre, es kommt Staub rein.

Jeder Reisende sollte erwägen und wissen welche Strassen er befahren wird und will und kann und entsprechend ein Auto wählen. Persönlich finde ich es angebracht nicht zu generaliseren, jeder Urlaub, jede Route, alle Komfortansprüche sind von Mensch zu Mensch verschieden. Information über die Reiseroute, über die Autos und Kenntnisse diese auch richtig zu benützen sind sicher die Grundlage.
Gruss Leona
2'779 Beiträge · seit 200724. Mai 2007 · #30
Namibia zeichnet sich für seine sehr guten Strassen aus. Die normalen Reiserouten (ohne Kaokoveld) sowie ein paar sandige Pads im Südosten sind durchaus machbar mit einem normalen Fahrzeug. Der springende Punkt ist meines Erachtens der, ob man von Lodge zu Lodge hüpft oder lieber campen will. Fährt man nicht bis ins Kaokoveld und bleibt man auf den gut ausgebauten Pads, ist ein mittelgrosses komfortables Normalauto absolut ausreichend für Lodgeferien.

Je grösser die Ansprüche betreffend camping comfort sind, (Tisch, Stühle, Dachzelt, Freezer Fridge), und je grösser der Drang zur Selbstversorgung und "off the beaten track"desto eher drängt sich ein stabil gebautes Fahrzeug auf, welches entsprechend ausgerüstet werden kann. Die Verleihfirmen offerieren erfolgreich die relativ günstigen Einzelkabiner/Doppelkabiner mit geschlossener Ladefläche sowohl mit Benzinmotoren als auch mit kraftvollen Turbodiesel Motoren. Nicht alle sogenannten single und double cabs haben Allradantrieb. Es gibt welche die nur 2x4 sind jedoch über eine Diferenzialsperre verfügen. Zusammen mit der grösseren Bodenfreiheit ist das "Diff Lock" meines Erachtens genügend um die erwähnten etwas schwierig anzufahrenden Lodges zu erreichen. Allrad ist nicht unbedingt notwenig wenn man weiss wann das Diff Lock eingesetzt werden muss.

Bei den 4x4 Fahrzeugen gibt es welche mit permanentem Allradantrieb (sämtliche Land Rover Modelle) sowie diejenigen wo der Allradantrieb zugeschaltet werden muss vom Fahrer. Die sogannte Low Range muss immer von Hand zugeschaltet werden. Das heisst man hat dann ne Art zusätzliche 5 Gänge für einen Rang von 0 -40km/h was ein sehr sehr langsames aber kraftvolles Fahren auf schwierigem Untergrund erlaubt.

Die luxuriösesten Komfort Offroad Fahrzeuge welche in Afrika im Verleih erhältilich sind zb. Range Rover, Land Rover Discovery, Toyota Landcruiser, Mitsubishi Pajero. Sie offerieren höchsten Fahrkomfort und haben vergleichbare Attribute fürs 4x4 (Steigfähigkeit, Böschungswinkel vorn u. hinten, Seitenneigung, Wattiefe) Die Land Rover Defenders sind ganz und gar nicht mit Komfort zu vergleichen, denn sie haben harte gerade Sitze, minimale Ausstattung, wenig Beinfreiheit falls A/C eingebaut. Schlechte Isolierung der Fenster und Hintertüre, es kommt Staub rein.

Jeder Reisende sollte erwägen und wissen welche Strassen er befahren wird und will und kann und entsprechend ein Auto wählen. Persönlich finde ich es angebracht nicht zu generaliseren, jeder Urlaub, jede Route, alle Komfortansprüche sind von Mensch zu Mensch verschieden. Information über die Reiseroute, über die Autos und Kenntnisse diese auch richtig zu benützen sind sicher die Grundlage.
Gruss Leona
658 Beiträge · seit 200724. Mai 2007 · #31
Bernd schrieb:
Hallo Ralf,

zunächst wollte ich nicht antworten, um nicht schon wieder eine Diskussion über Nettikette zu provozieren. Aber Deine Art der Reaktion wurmt mich schon sehr, deshalb muss mir doch noch die folgende Bemerkung dazu erlaubt sein.

Ich habe im vorigen Jahr ein Offroad-Training, das vom OFF ROAD Verlag im Hoope Park Wulsbüttel angeboten wird, absolviert - und auch da wird Sand mit Schnee verglichen, zumindest in gewissen Situationen - z. B. beim Rausschaukeln, gleichmäßige Touren mit stehendem Gas. Und Vorsicht ist ohnehin in beiden Fällen geboten.

Im übrigen fahre ich nun auch privat einen 4x4, mit dem ich inzwischen schon anspruchsvolleres Gelände bewältigt habe.

Gruß,
Bernd
Hallo Bernd,
wollte Deine Fahrkenntnisse in keinster Weise kritisieren.
Und auch dem Offroad Training möchte ich nichts absprechen.
Nur, die Aussage, Sand und Schnee sind vergleichbar, ist absolut unrichtig!
Das sollte hier in NAM berücksichtigt werden, um nicht in gefährliche Situationen zu kommen !!

Gruß
Grüßle Ralf
3'766 Beiträge · seit 200624. Mai 2007 · #32
Hallo, Sand/Schnee

wer will kann das Gleichsetzen ich tue's nicht!

Im Schnee, vorausetzung sind normale Strassen in Europa, hat es keine plözlich auftretenden Schlaglöcher. Auf Sand kann die Beschaffenheit manchmal für wenige Meter ändern von Hart auf weich tiefsandig und herausragende Steine.

Wenn ich im Schnee ins schleudern gerate warte ich bis das Kasrusell fertig ist, im Sand werde ich mich mit grosser Wahrscheinlichkeit überschlagen wenn ich schnell genug bin wobei es nicht 80 km/h braucht.

Plötzlicher Wildwechsel mit grösseren Tieren ist im Winter eher unwahrscheinlich in Namibia jederzeit möglich. Die Strassenränder in Namibia sind meistens derart schlecht das es sehr oft zu einer Fahrt mit Schaden kommt sollte man die Piste mehr oder weniger unfreiwillig verlassen.

Und ganz wichtig scheint mir das wir auf Schnee mit einem uns vertrauten Fahrzeug unterwegs sind und wir uns im Winter nicht für ein paar Wochen einen 4x4 leihen den wir nicht kennen.

Ein 4x4 erzeugt ein falsches Gefühl von Sicherheit, ich denke die Stärke eines 4x4 ist bei niedriegem Tempi und schwerem Gelände.

Bei normalen Geschwindigkeiten und Pads/Strassen ist er in Sachen Sicherheit einem normalen PKW unterlegen.

Das sind meine persönlichen Ueberlegungen wenn ich in einen 4x4 steige und das tue ich fast täglich und nicht nur auf der Autobahn 🙂

Immer gute Fahrt wünschend Kurt
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
594 Beiträge · seit 200624. Mai 2007 · #33
Hallo,

da ist ja eine ganze Menge nützliches zusammen gekommen, das ganz prima zu den Links für die FAQ 4x4 paßt. Danke Euch!:)

Generell hätt ich jedoch noch eine Bitte an Euch: Gebt doch bitte bei der Schilderungen Eurer Erfahrungen mit oder ohne 4x4, falls Ihr es nicht eh schon getan habt, die ungefähre Route und den Reisemonat mit an. Das erleichtert einem Erstbesucher abzuwägen, wo und wann er denn nun wirklich einen 4x4 brauchen würde/großen Vorteil hätte.

@BaliHai: der Campingplatz auf Niedersachsen, war der nur in der Regenzeit ohne 4x4 nicht erreichbar, oder gilt das auch für die Trockenzeit?

@Ralf: wäre super, wenn Du die Unterschiede/Ähnlichkeiten von Fahren im Schnee vs. Sand kurz schildern könntest.

LG
AfricanDeams


uiii...VA, kannst Du Gedanken lesen, und auch noch schneller schreiben, als ich fragen kann?;)

Post geändert von: AfricanDreams, am: 24/05/2007 15:35<br><br>Post geändert von: AfricanDreams, am: 24/05/2007 15:53
Reisebericht April 2008
1'455 Beiträge · seit 200624. Mai 2007 · #34
Ein Problem auf den gravel roads ist auch, das sich der "feine" Gruscht irgendwo als langezogener Haufen ablagert. Und wenn man da reinfährt, erschrickt und das Lenkrad verreißt ist der Abflug vorprogrammiert.
Außerdem sind die Pisten im Querschnitt nicht eben, sondern konvex gewölbt. Das sorgt bei Linksverkehr in Rechtskurven zusätzlich für mögliche Probleme.

Abfliegen kann man mit PKWs wie auch Geländewagen. Man sollte sich wirklich langsam rantasten, der Schwerpunkt bei einem Geländewagen liegt viel höher und die Federung reagiert ganz anders.

LG Jens
382 Beiträge · seit 200624. Mai 2007 · #35
@african dreams

Also der campingplatz auf Niedersachsen ist definitiv nur mit 4x4 zu erreichen! Es war bei uns sehr trocken aber die Auffahrt ist sehr steil und es sind große Steine! Aber die Auffahrt lohnt sich - waren dort oben ganz allein und es war echt genial 🙂 Der Farmbesitzer kam dann abends zu uns rauf und erzählte uns die Gschichtz von dem Buch "wenn es Krieg gibt gehen wir in die Wüste" 🙂

Punkto Fahrverhalten hab ich eigentlich die Erfahrung gemacht, dass der Wagen mit eingeschaltetem 4x4 mehr Spurtreue hat und weniger gefährdet ist aus zu brechen! B)<br><br>Post geändert von: BaliHai, am: 24/05/2007 16:10
http://meine.flugstatistik.de/BaliHai
1'130 Beiträge · seit 200624. Mai 2007 · #36
Das Fahrverhalten/Spurtreue ist bei laufendem 4x4 grundsätzlich besser, bis die Physik zuschlägt. Es wird aber bei den meisten 4x4 durch die Bereifung (hoch, breit, Stollen) negativ verändert.
Grundsätzlich ist zu beachten, dass die meisten Miet 4x4 in NAM 2x4 mit manuellem Freilauf sind, d.h. die technische Qualität des Vorderachsgetriebes kann (ist) den Dauer 4x4 unterlegen. Diese Autos sind dafür ausgelegt, 2x4 zu fahren und nur bei Bedarf 4x4 zuzuschalten. bei den letzten Baugruppen ab 2006 soll dieser Bereich auch nochmal schlechter/anfälliger verarbeitet worden sein.
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
148 Beiträge · seit 200624. Mai 2007 · #37
Hallo,
wir haben im Juni/Juli 2002 unsere 1. Namibia-Rundreise mit einem PKW (Foxy also dieser etwas größere Polo?) gemacht. Wir haben eine klassische Rundreise gemacht, damals waren finanzielle Gründe ausschlaggebend und meine Frau wollte auf Lodges übernachten um sich dort mit Leuten auszutauschen. Abgesehen von einer Fahrt durch das trockene Flußbett des Ugabs in der Nähe des Brandbergs hatten wir keine Probleme und würde einen PKW für eine klassische Rundreise mit ruhigen Gewissen empfehlen. Und auch als wir uns im Ugab festgefahren hatten kamen von überall her Einheimische und haben uns geholfen. Auch dies war eine sehr interessante Erfahrung!
Unsere 2. Reise Juli 2005 diesmal Namibia und Botswana mit einigen 4x4-Touren haben wir natürlich mit einem 4x4 gemacht, von daher kenne ich beide Perspektiven und auch jetzt würde ich nicht unbedingt einen 4x4 für eine klassische Namibia-Rundreise empfehlen, Stichwortartig ein paar Argumente aus meiner Sicht:

- 2x4 ist billiger

-2x4 ist keine wesentliche Umgewöhnung zu dem heimischen Auto

- eine 2x4 kann man zur not auch noch anschieben oder wenn er in Sand u.a. festgefahren ist mit mehreren Leuten schieben, bei einem 4x4 mit einem Lebendgewicht von >1,5 Tonne braucht man dan schon andere Kräfte (Highlift-Jack der auch nicht ohne ist, Bergegurte usw.)

- 4x4 gibt ein trügerisches Gefühl der Sicherheit zum zu schnell fahren, da der Schwerpunkt wesentlich höher ist (-> Dachzelt), ist die Gefahr des überschlagenes wesentlich höher (Physik lässt sich nicht austricksen)

- 4x4 gibt eine bessere Übersicht da man höher sitzt, dies ist für Tierbeobachtungen positiv, hängt aber auch von der Jahreszeit ab. Wenn in Etosha im Juni/Juli das Grass kurz ist braucht man nicht unbedingt so hoch Sitzen.

-wird nach 4x4-Fahren vergessen die Freilaufnabe wieder auf unlock zu stellen, gibt es im günstigstem Fall nur mehr größeren Reifenabrieb... Noch schlimmer ist es die Differenzialsperre zu vergessen, da soll es wohl schon einige heftige Schäden gegeben haben, unser Vermieter hatte sie im Motorraum abgeklemmt.


Zum Vergleich Schnee/Sand, den finde ich auch nicht so ganz falsch, jedenfalls wenn ich an Schneehöhen >15 cm und richtigen Pappschnee denke. Wenn da eine Spur reingefahren ist, dann ist der Vergleich mit tiefen Sand (oder Gravel Road) mit einer tiefen Spur für mich richtig.
! MAN FÄHRT AUF BEIDEN LANGSAM!<br><br>Post geändert von: toro, am: 24/05/2007 17:24
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Gast24. Mai 2007 · #38
Kennt jemand die Ermo Game Lodge mit seinem auf einem Hügel liegenden Campingplatz? Traumhafter Platz.
Den bin ich mal mit einem 2x4 Condor hochgefahren, obwohl mir abgeraten wurde. Der Condor hat das mit einiger Anstrengung auch geschafft, ebenso im tiefsten Sand der Koiimasis-Ranch. Den Condor finde ich vollkommen ausreichend. Einen 4x4 nehme ich nur für das Kaokoveld und Botswana.
2'779 Beiträge · seit 200724. Mai 2007 · #39
zum Unterschied Schnee - Sand möchte ich folgendes beitragen, lasse mich gerne belehren falls dies falsch sein sollte.

Schnee und Sand sind grundverschiedene Unterlagen.

Im Schnee sowie im Schlamm braucht man viel Profil oder sogar Ketten, sogenannte Mud tyres. Wenig Auflagefläche, viel Traction. Doch mit mud tyres ist man im Sand schlecht bedient, denn dort heisst es vorallem Druck ablassen um mehr Auflagefläche zu schaffen, um das Gewicht zu verteilen und nicht einzusinken, also grad das Gegenteil. Im Sand ist es auch nicht dasselbe ob das Fahrzeug 1000 oder 2000kg schwer ist. Ein voll ausgerüsteter und beladener Defender kann bis zu 3000kg schwer sein. Leichtigkeit ist im Sand ein grosser Vorteil.

Die meisten 4x4 Leih-Fahrzeuge sind mit A/T Reifen ausgerüstet, das heisst All Terrain. Denn obwohl es natürlich toll wäre mit muds über Schlamm und Stein zu fahren, wäre das heulende laute uhuhuhu Geräusch von den Rädern auf dem Teer eher unangenhem und auf den glatten Strassen hätte man zudem zuwenig Bodenhaftigkeit und Stabilität und im Sand wäre man nicht gut bedient, denn diese Reifen mit sehr viel Profil dürfen nicht allzu unterdruckig gefahren werden, weil sonst die Seitenwände des Pneus kaputtgehen.

Natürlich ist es zudem ein grosser Unterschied ob man im Tiefsand oder auf festem Sand, sowie matschigen Schnee oder Glatteis fährt.

In Namibia sehe ich vorallem eine grosse Gefahr mit den ganz flachen und festen pads welche wie weisser Teer scheinen, zusammengesetzt aus feinem Sand und Salz, und welche den unerfahrenen Fahrer dazu verleiten zu schnell zu fahren. Bei Reifen mit viel Profil und wenig Bodenhaftigkeit und einem Dachträger welcher den Schwerpunkt nach oben verlegt ist ein Überschlagen schnell passiert.
Gruss Leona
3'766 Beiträge · seit 200625. Mai 2007 · #40
La Leona schrieb:
zum Unterschied Schnee - Sand möchte ich folgendes beitragen, lasse mich gerne belehren falls dies falsch sein sollte.

Schnee und Sand sind grundverschiedene Unterlagen.

Im Schnee sowie im Schlamm braucht man viel Profil oder sogar Ketten, sogenannte Mud tyres. Wenig Auflagefläche, viel Traction. Doch mit mud tyres ist man im Sand schlecht bedient, denn dort heisst es vorallem Druck ablassen um mehr Auflagefläche zu schaffen, um das Gewicht zu verteilen und nicht einzusinken, also grad das Gegenteil. Im Sand ist es auch nicht dasselbe ob das Fahrzeug 1000 oder 2000kg schwer ist. Ein voll ausgerüsteter und beladener Defender kann bis zu 3000kg schwer sein. Leichtigkeit ist im Sand ein grosser Vorteil.

Die meisten 4x4 Leih-Fahrzeuge sind mit A/T Reifen ausgerüstet, das heisst All Terrain. Denn obwohl es natürlich toll wäre mit muds über Schlamm und Stein zu fahren, wäre das heulende laute uhuhuhu Geräusch von den Rädern auf dem Teer eher unangenhem und auf den glatten Strassen hätte man zudem zuwenig Bodenhaftigkeit und Stabilität und im Sand wäre man nicht gut bedient, denn diese Reifen mit sehr viel Profil dürfen nicht allzu unterdruckig gefahren werden, weil sonst die Seitenwände des Pneus kaputtgehen.

Natürlich ist es zudem ein grosser Unterschied ob man im Tiefsand oder auf festem Sand, sowie matschigen Schnee oder Glatteis fährt.

In Namibia sehe ich vorallem eine grosse Gefahr mit den ganz flachen und festen pads welche wie weisser Teer scheinen, zusammengesetzt aus feinem Sand und Salz, und welche den unerfahrenen Fahrer dazu verleiten zu schnell zu fahren. Bei Reifen mit viel Profil und wenig Bodenhaftigkeit und einem Dachträger welcher den Schwerpunkt nach oben verlegt ist ein Überschlagen schnell passiert.
Da muss ich dir jetzt aber gewaltig wiedersprechen 😈

Nein war ein Spässle, eine sehr gute Darstellung der Fakten, besser kann man das mit den Reifen und dem Druck fast nicht erklären 😉

Gehe ich richtig in der Ahnnahme

Sand minus 0.5 - 1.0 Bar
Tiefsand minus 1.0 - 1.5 Bar
Schlamm plus 0.5 -1.0 Bar

Wobei Schlauchreifen enpfindlicher sind auf Druckverlust wegen der Ventile da ist mehr Vorsicht geboten beim Druck ablassen.

Bin Gespannt wie weit ich daneben liege 😗

Ach ja , wenn man den Reifendruck absenkt sollte man ihn auch wieder erhöhen können mit einem "funktionierenden" Kompressor.

Auch empfiehlt es sich bei niedriegem Druck diesen in kurzen Abständen zumindest optisch zu kontrollieren habe mal gelesen so alle 3-5 Stunden.

Niedrieger Druck auf Asphalt lässt den Reifen heiss werden also nur relativ langsam und keine grossen Distanzen fahren, Gruss VA
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