Camping im Etosha-Park

16 Antworten · 4'905 Aufrufe · gestartet 08. Apr. 2005 von Gast
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ThemenstarterGast08. Apr. 2005 · #1
Hallo Leute,

die Frage ist zwar sicher schon das ein oder andere Mal aufgekommen, doch nicht speziell in Bezug auf Camper:

Wir sind Ende September im Etosha-Park und wollen dort zweimal übernachten. Nun stellt sich für uns die Frage, wo wir diese Übernachtungen buchen.

Namutoni würde uns aufgrund des Forts interessieren. Wichtig sind jedoch natürlich die Möglichkeiten zur Tierbeobachtung. Was also würdet Ihr empfehlen?
Wir fahren planmäßig vormittags bei Okaukoejoe in den Park, hätten also genug Zeit, um Halali zu erreichen.
In welchem Zustand sind die Sanitäranlagen für Camper und die Zeltplätze? Gleichen die TIerbeobachtungsmöglichkeiten oder sonstigen Vorteile eines Camps die baulichen Mängel aus?

Was also würdet Ihr uns raten?

Danke&Gruß!
ThemenstarterGast08. Apr. 2005 · #2
Hallo Thilo,
ich war Anfang des Jahres im Park. Die Plätze sind relativ groß, es gibt Strom,Licht usw.
Ich würde Toiletten usw. nehmen, die von den Lkw/Bus Touristen entfernt sind, im allgemeinen haben die Wc´s Duschen usw. den Standard unserer Autobahnraststätten.
Es ist eigentlich immer ein Platz zu finden, manchmal etwas weiter zu laufen.
Üblich sind die Schakale, die abends/nacht unterwegs sind und den Müll verteilen. Die kommen auch schon mal auf Fussreichweite heran.
Axel
ThemenstarterGast08. Apr. 2005 · #3
Hallo,

meiner Meinung nach ist Okaukuejo und Halali die beste Umgebung für
Wildebeobachtungen, abe bei 2 Tagen würde ich mich auf ein Camp beschränken. Einen Platz braucht Du bei diesem großen Gelände nicht vorzubuchen.
Die Sanitären Anlagen sind eigendlich immer in gutem Zustand !

Gruß
Anddor 😄
ThemenstarterGast08. Apr. 2005 · #4
Hi, danke für die Antworten.
Das überrascht mich allerdings alles etwas, weil ich bis jetzt aufgrund der Aussagen im Forum davon ausging, dass Reservierungen für Etosha unverzichtbar sind.
Aber das habe ich dann wohl falsch verstanden und die Aussagen haben sich dann wohl eher auf Bungalows usf. bezogen!?!

Wir sind mit einem 4x4 mit Dachzelt unterwegs. Meint Ihr, Reservierungen sind für alle drei Camps nicht erforderlich? Denn dann könnten wir uns die Entscheidung ja ehe aufsparen, was ich sehr gut fände!
ThemenstarterGast08. Apr. 2005 · #5
Hallo Thilo !

Wir waren bis vor 3 Wochen im Etosh Nationalpark und haben dort die oeffentlichen Campingplaetze von Namutoni und Okaukuejo kennen gelernt. Es ist natuerlich immer eine Sache des persoenlichen Anspruches, aber wir als durchaus erfahrene Camper fanden die Campingplaetze und die dazugehoerigen Anlagen, sprich sanitaeren Anlagen, Kiosk usw. in einem desolaten Zustand. Die Duschen und WC waren wirklich in einem abscheulich schrecklichen Zustand. Einmal werden sie zwar gereinigt, bzw. veruscht zu reinigen, aber absolut mangelhaft. Wie schon ein Vorschreiber hier im Forum geschrieben hat, sie sind vom Zustand mindestens oder in einem noch schlechteren Zustand wie unsere Autobahnraststätten. Wir wissen ja alles selber in welch schlechtem Zustand diese sind. Die Campingstellplaetze sind eigentlich nicht schlecht ausgeruestet, vorausgestzt es wuerde auch alles wirklich so funktionieren wie es eigentlich gedacht war. Licht und Steckdosen sind sehr haeufig kaputt und finktionieren daher nicht. Auch die Grillroste an den Grillstellen sind oft nicht intakt.
Vorbuchen wuerde ich wahrscheinlich schon, nicht daher weil es nicht genuegend Stellplaetze geben wuerde, aber mir wurde von einigen Leuten gesagt, das die Angestellten von der Rezeption ohne Vorbuchung manchmal etwas komisch tun wuerden. Ich kann dieses Aussage nicht aus eigenen Erfahrungen bestaetigen, da wir vorgebucht haben.
Fuer Tierbeobachtungen scheint mir das Wasserloch in Okaukuejo am besten zu sein. Wir haben dort, also im Maerz/April die meisten Tierbeobachtungen machen koennen. Viele Elefanten, Giraffen, natuerlich Zebras und Oryx`s, aber auch Nashoerner uva waren zu sehen. Am Wasserloch in Namutoni und Halali haben wir fast gar keine Tiere beobachten koennen, aber das haengt natuerlich auch von der entsprechenden Jahreszeit ab. Man kann Glueck haben oder auch nicht.
Ganz klar muss man sagen, dass die Preise fuer die Campingplaetze (120 N$ pro Person und Nacht) total ueberteurt sind, fuer das man letztendlich geboten bekommt. Fuer Campingplaetze angrenzend an Luxuslodges haben wir oft nur die Haelfte, also 60N$ gezahlt, aber dort waren die allegemeinen Anlagen in einem absolut einwandfreien Zustand. Saubere Duschen und WC`s und funktionierendes Grillequipment.
Ich hoffe Dir mit meinen Aussagen bei Deiner Entscheidungsfindung geholfen zu haben.

Gruss
ThemenstarterGast08. Apr. 2005 · #6
Ist denn, wenn man eine Übernachtung für Etosha bucht, die Parkeintrittsgebühr eigentlich schon enthalten oder muß man da noch zusätzlich für Kfz+Personen zahlen?

Den Zustand der Autobahnraststätten (nicht bloße Parkplätze!) in Deutschland finde ich eigentlich im Durchschnitt noch akkzeptabel...

Ist denn das Beobachten der TIere am Wasserloch wirklich so lohnenswert, dass man sich die Campingplätze dort antun sollte oder sieht man dasselbe auch im Verlaufe des Tages?
ThemenstarterGast08. Apr. 2005 · #7
Man muss extra zahlen, kann nicht mehr genau sagen wie teuer, aber im preis inbegriffen ist das Campen nicht ! 120 nur fuers campen pro Person.
alles was man an den Wasserloechern an Tieren sieht, siehst du natuerlich auch den Tag ueber in Massen. Wir hatten Glueck, das es sehr, sehr viele Jungtiere zu sehen gab und auch 6 Loewen sich nicht scheuten uns zu zeigen, aber es einfach schoen abends bei einer Flasche guten suedafrikanischen Rotwein die Tiere am Wasserloch zu beobachten !

Gruss
ThemenstarterGast09. Apr. 2005 · #8
Hallo Thilo,
eigentlich hast Du doch gar keine echte Alternative als in einem der 3 Camps zu übernachten - es sei denn, Du mietest Dich in den deutlich teureren Lodges in der Umgebung von Etosha ein und lässt Dich jeden Morgen nach Etosha hineinfahren ( das allerdings kostet dann nochmals extra ). Die beste Zeit für Tierbeobachtungen ist einfach direkt nach Sonnenaufgang bzw. kurz vor Sonnenuntergang; diese besonders guten Zeiten kannst Du aber nur dann nutzen, wenn Du die Camps in der Nähe hast - also nicht noch eine halbe Stunde bis zum Ausgangstor fahren musst. Die Wasserlöcher direkt an den Camps sind dann eigentlich nur noch das Bobon, denn dort bekommst Du das Leben der vor allem nachtaktiven Tiere zu sehen. Wer Interesse und Geduld mitbringt, für den werden die Tierbeobachtungen in Etosha unvergessliche Erlebnisse sein.
Gruß Joli
ThemenstarterGast09. Apr. 2005 · #9
Hallo Thilo,
ich habe in den letzten Jahren nie vorgebucht, auch nicht Weihnachten Neujahr usw.
Da ich mit 4x4 und Zelt unterwegs bin, ist das Risiko gering. Dazu kommt die Flexibilität beim Ankommen. Ich frage nach Bungalow, wenn vorhanden, schaue ich ihn an und buche oder gehe auf den Campingplatz. Da war bisher immer etwas frei. Die sanitären Einrichtungen sind abhängig von den Campern. In der Nähe eines Outlanders oder sonstiger Busreise gehe ich dann nicht, sondern suche einen weiter entfernten Waschraum auf, der ist meist deutlich sauberer. Die Elektrik ist oft nicht defekt, sondern schwer bedienbar. Strom brauche ich eh nur für den Kühlschrank, notfalls nutze ich einen Schraubenzieher und reparier das Ding.
Die Wasserlöcher haben den Vorteil, das du mit vielen anderen lauten Gästen versuchst Tiere zu sehen. Meistens kommen auch welche, oft auch täglich zu den gleichen Zeiten.
Die Übernachtung im Park hat den Vorteil, das die Wege zu den Wasserlöchern im Park besser planbar sind und du in der heißen Tageszeit im Camp resten kannst, um dann nachmittags wieder rauszufahren.
Axel
ThemenstarterGast11. Apr. 2005 · #10
Hallo Camper...da stellt sich mir eine ganz einfache Frage. Wir sind im September mit einem Condor unterwegs (kein Camper) Zur Zeit gibt es Stress mit der Buchung eines Bungalows, weil alle belegt. Ist es möglich, OHNE Camper mit dem Toyota Condor im Park auf einem Stellplatz zu übernachten (d.h. auch ohne Zelt, jedoch dann eben mit Schlafsack IM Auto? (wir sind da hart im Nehmen...)
wir hoffen allerdings noch auf eine positive Meldung bzgl. eines Bungalows, aber wer weiss 😉
Gruß&Danke, Meike
ThemenstarterGast11. Apr. 2005 · #11
Hallo Meike,
wir sind zur gleichen Zeit auch in Etosha - und stehen vor dem gleichen Problem. Aber wir sind da ganz gelassen - die Unterkünfte in Etosha ( wie anderswo auch ) werden von den großen Veranstaltern gleich mengenweise gebucht und erst nach Ablauf der Reservierungsfrist wieder für den allgemeinen Markt frei gegeben. Die Chancen, doch noch etwas zu bekommen, stehen also gar nicht so schlecht. Eine Übernachtung im Auto wäre, mal abgesehen von der Frage, ob das offiziell überhaupt gestattet ist, wirklich verdammt unbequem - auch im Condor. Dann lieber auf der Bank vor dem Wasserloch.
Gruß Joli
ThemenstarterGast11. Apr. 2005 · #12
Hallo Thilo,
wir waren in 2004 auch zu der Jahreszeit mit Dachzelt 3 Nächte im Etosha-Park. Gebucht haben wir erst ein paar Tage vorher in Swakopmund, was kein Problem war. Wir hatten eigentlich 2 Nächte Okaukuejo und eine Nacht Namutoni gebucht, haben uns dann vor Ort aber kurzfristig umentschieden und sind schon nach einer Nacht nach Namutoni gefahren. Die Änderung haben wir auch nicht angemeldet. In jedem Camp war genug Platz!
Okaukuejo hatte ein schönes Wasserloch. Der Campingplatz ist aber sehr staubig, uneben und wenig schöne Schattenplätze! Halali war von den sanitären Anlagen her am schlechtesten, der Pool war total voller Algen. Namutoni fanden wir am schönsten, da es hier viel Rasen auf den Plätzen gibt. Der Pool ist auch recht nett zum Hinlegen und ausruhen zwischen den vielen Tierfahrten!
Zum Wasserloch gehört halt auch immer viel Glück. Bei uns war Okaukuejo am besten. Ansonsten sieht man auch tagsüber zu jeder Zeit super viele Tiere, das ist schon toll!!
Ansonsten gibt es weitaus schönere Campingplätze in Namibia!
Viel Spass! Sabine
ThemenstarterGast12. Apr. 2005 · #13
Hallo Meike,
ich kann mich Joli in einer Sache anschließen. Eigentlich ist immer etwas frei vor Ort, aber manchmal erst ab 17.30. Übernachten am Wasserloch, da hat es vor einigen Jahren einen deutschen Studenten erwischt (Löwe). Außerdem sehr lange sehr frequentiert und unbequem. Schlafen am Boden kann ggf zu Besuchen von Schakalen führen, die an der Nase knabbern. Im Conor übernachten, für zwei Leute möglich, Es wird nicht überprüft, ob Campingzahler auch Campinausrüstung dabei haben.
Außerdem ist es möglich, wenn amn früh genug rein kommt und alles besetzt ist nachfragen zu lassen, ob in einem anderen Camp was frei ist.
Axel
ThemenstarterGast12. Apr. 2005 · #14
Hallo Thilo
Sabine2 hat die Frage sehr gut beantwortet. Ich kenne Eure ganze Planung nicht, möchte Euch aber eine weitere Nacht im Etosha beliebt machten. Ohne all' den anderen Schönheiten von Namibia zu Nahe zu trefen, darf man sicher behaupten, dass nebst den Tieren im Etosha einzig noch Sossusvlei das Prädikat "Weltklasse" verdienen. Dann würde ich in jedem Camp eine Nacht reservieren und dann Vorort allenfalls flexibel umbuchen. Gruss, Thomas
ThemenstarterGast12. Apr. 2005 · #15
@ Thilo

wollen jetzt im Mai mit dem Camper auch zum Etosha.
Haben nix vorgebucht und wollen eigentlich in jedem Camp einmal übernachten. Ich denk mal ein Stellplatz findet sich immer....
ThemenstarterGast12. Apr. 2005 · #16
Hallo Thilo,

wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass Umbuchen vor Ort kein Problem ist. Also, wenn Du lieber auf Nummer sicher gehen willst, würde ich auch vorbuchen und dann im Notfall die Buchung ändern.
Grundsätzlich waren wir nach den vielen negativen Beiträgen fast positiv überrascht, weil die Plätze zwar nicht wirklich super, aber sooo schlecht auch nicht waren. Ist immer eine Frage des Anspruchs. Und was die Preise angeht: Da Besucher keine wirkliche Alternative haben, regelt halt auch hier die Nachfrage den Preis. Es stimmt, es ist objektiv betrachtet zu teuer im Vergleich zu anderen Plätzen, aber Etosha ist - wenn man sich die Zeit nimmt, an dem ein oder anderen Wasserloch auch in Ruhe zu warten - einfach sensationell !!! Und wie Joli schon sagt: Abends am Wasserloch zu sitzen, den Tag an sich vorbeiziehen lassen und bei Glück noch mehr Tiere zu beobachten, ist ein absoluter Genuss.

Viel Spaß
Engelchen
ThemenstarterGast12. Apr. 2005 · #17
Hi,
ich gehe auch fest davon aus, dass wir noch einen Bungalow bekommen, aber falls nicht, kann man eben auf den Condor ausweichen. Wie gesagt, wir sind da hart im Nehmen, auch wenn's unbequem ist wir haben schon mal zu viert in einem alten Passat (Limousine) geschlafen... Draußen ist vielleicht nicht ganz so günstig, falls doch mal ein Tierchen vorbeikommt. Obwohl ich gegen Besuch nichts einzuwenden habe, solange er nur neugierig schnüffelt, aber anknabbern lassen möchte ich mich nicht.
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