ARArwenThemenstarter7 Beiträge · seit 200717. Mai 2007 · #1Hallo zusammen,
ich bin neu hier und habe in den letzten Tagen schon viel hier im Forum gelesen. Wir planen zwar erst für Mai 2008 eine Reise nach Namibia, ich denke aber, je früher ich anfange mich vorzubereiten, desto besser.
Da ich bei der Mietwagenrecherche (wir werden wohl 4x4 Traxx nehmen) unterschiedliche Tankgrößen bei verschiedenen Anbietern gesehen habe und darüber hinaus immer wieder von zusätzlichen Benzinkanistern gelesen habe, stellt sich mir die Frage: ist das Tankstellennetz in Namibia gut ausgebaut? Haben die Tankstellen auch immer Sprit? Wie sind die Öffnungszeiten?
Sorry, wenn Euch meine Fragen vielleicht naiv vorkommen, wie gesagt, fange ich gerade erst an, mich mit Namibia zu beschäftigen.
Vielen Dank für Antworten,
vlg
Arwen
CScsaa1808136 Beiträge · seit 200617. Mai 2007 · #2Hallo,
Die meisten 4x4 haben einen Doppeltank (ca. 140l) damit kommst Du sehr sehr weit.
Wenn Du nicht gerade einige Tage in das einsame Kaoloveld oder in den Kaudom NP fährst, wirst Du kaum Probleme mit Deiner Treibstoffversorgung haben. Trotzdem tanke ich in der Regel immer bei halbleer wieder voll. Man weiss ja nie, wo ein längerer Abstecker lockt :-)Bedenke aber, dass Kreditkarten bei Tankstellen eher die Ausnahme sind. Die Versorgung mit Cash ist daher nicht weniger wichtig.
lg
Urs
ARArwenThemenstarter7 Beiträge · seit 200717. Mai 2007 · #3Hi,
das klingt ja entspannend, vielen Dank.
lg
Arwen
AfricanDreams594 Beiträge · seit 200617. Mai 2007 · #4]Arwen schrieb:
Hallo zusammen,
Haben die Tankstellen auch immer Sprit? Wie sind die Öffnungszeiten?
Hallo Arwen,
erstmal Willkommen im Forum der Afrikasüchtel.
Wie Urs bereits schrieb, wirst Du, mit Ausnahme der extrem abgelegenen Gebiete, mit einem 4x4 mit Zusatztank immer die nächste Tanke erreichen.
Dennoch füllen auch wir bei fast jeder Gelegenheit den Tank wieder auf.
Es kann schon mal vorkommen, daß eine Tankstelle gerade keinen Sprit hat, jedenfalls nicht den, den Euer Fahrzeug benötigt, oder daß mal die Pumpe defekt ist. Das passiert nicht oft, aber ab und an. Dann ist es schon gut, wenn man noch genügend Reserven im Tank hat um auch noch den nächsten Ort mit einer Tankstelle zu erreichen.
Die Öffnungszeiten hab ich nicht mehr im Kopf, doch bis wir morgens in der Regel losfuhren, hatten die Tanken immer schon geöffnet:-). In Etosha hatten die Tanken vor 3 Jahren über die Mittagszeit geschlossen. Vielleicht kann jemand sagen, ob das aktuell auch noch so ist.
LG
AfricanDreams<br><br>Post geändert von: AfricanDreams, am: 17/05/2007 11:39
Achim G.294 Beiträge · seit 200717. Mai 2007 · #5Hallo Arwen,
alles Nenneswerte ist bereits geschrieben worden. Hinzufügen möchte ich, dass wir bei unseren bisherigen Reisen zur Sicherheit immer einen 20 l Kanister Sprit mir an Bord hatten. Wir haben ihn nie wirklich gebraucht.
Ich kann nicht mehr sagen, wieviel Liter in den 4x4 passten, jedoch waren es sicher keine 140 Liter (also ohne Doppeltank).
Ich glaube mich erinnern zu können, dass wir im vergangenen Jahr um die Mittagszeit in Namutoni getankt haben. Jedoch mussten wir zunächst den Tankwart suchen 🙂
Alles kein Problem!
Grüße
Achim
ULulli29608 Beiträge · seit 200617. Mai 2007 · #6hallo arwen,
waren im märz mit einem 4x4 trax unterwegs und hatten keine probleme was tanken angeht (am wagen waren 2 reservekanister die wir aber nicht benutzt haben).haben aber zur sicherheit wie andere auch den tank nicht zu leer gefahren und getankt wann immer die möglichkeit bestand.
viel spaß bei der weiteren planung,wir waren das erste mal in namibia und planen in 2 jahren wieder hin zu fahren-jaja der virus hat uns wohl erwischt
😎 ulli
joli3'491 Beiträge · seit 200617. Mai 2007 · #7Hallo Arwen,
vorab stelle ich mal die Gegenfrage, ob Ihr wirklich einen 4x4 braucht. Namibia ist straßenmäßig sehr gut erschlossen, so dass ca. 95 % aller touristischen Ziele problemlos mit jedem Polo erreichbar sind. Für einen Erstbesucher halte ich daher 4x4 für übertrieben, weil schlicht und einfach deutlich teurer als ein "Normalfahrzeug"; solltet Ihr allerdings mit Dachzelt unterwegs sein wollen, dann werdet Ihr vermutlich nicht um 4x4 herumkommen, weil die meisten Dachzelt-Autos 4x4-Antrieb haben. Das Antriebssystem hat auch Auswirkungen auf den Spritverbrauch - "Normalos" sind deutlich sparsamer. (Wir hatten beim letzten Mal einen VW-T5-Diesel - Durchschnittsverbrauch bei 8 Liter - ich wollts kaum glauben ). Das Tankstellennetz ist absolut ausreichend, wenn man es sich zur Gewohnheit macht, jede Nachtankmöglichkeit zu nutzen, wenn der Tank nur noch halbvoll ist. Auf den Sandpad verbauchen die Autos einfach mehr. Es ist ganz bestimmt nicht erforderlich, auf Normal-Touren einen Ersatzkanister mitzunehmen ( und Off-Road-Touren solltet Ihr als Erstbesucher ohnehin nicht unternehmen - zumindest nicht allein ). Ihr braucht den Platz viel nötiger für ein zweites Ersatzrad - das ist wirklich wichtig.
Gruß Joli
Reinhard728 Beiträge · seit 200617. Mai 2007 · #8Hallo Arwen,
wie immer gibt es auch hier verschiedene Meinungen: Joli hat recht, wenn er sagt, dass 95% aller touristischen Ziele mit einem Polo erreichbar sind und dieser weniger Sprit dafür benötigt. Ich habe längere Touren in Namibia mit einem Pkw und zuletzt mit einem Toyota Hilux (einem Pickup) mit 4x4 gemacht. Wir sind nirgendwo gewesen, wo man auf 4x4 angewiesen gewesen wäre, aber ich werde zukünftige Touren immer mit einem derartigen Gefährt machen. Der Hilux mit Dieselmotor hat 8,2 l/100km benötigt. Zwei Ersatzreifen, zwei 70 Litertanks fest eingebaut, große robuste Reifen und ein robustes Fahrwerk bieten einem, ganz unabhängig von 4x4, eine Menge mehr Sicherheit und damit Entspannung, die zumindest wir im Uraub suchen. Die immer geäußerte Forderung nach dem zweiten Ersatzreifen ist bei einem Pkw einfach nicht zu befriedigen. Ich bin mal gegen 17:30 Uhr mit einem Pkw mit einem Plattfuss auf einer Gravelroad liegengeblieben. Schnell war der Ersatzreifen drauf, aber dann kamen die Gedanken, was tun, wenn jetzt, eine Stunde vor dem Dunkelwerden, ein weiterer Reifen seinen Geist aufgibt? Wir haben uns angesichts des Straßenzustandes gewundert, das nur ein Reifen zerfetzt war. Ein Pkw-Reifen ist für diese Straßen einfach nicht gemacht.
Gruß
Reinhard
Eintracht545 Beiträge · seit 200617. Mai 2007 · #9Hallo Arwen,
eigentlich ist ja schon alles wichtige gesagt.
Wenn du einen Trax mietest solltest du vorher genau Abklähren ob der wirklich einen doppelten Tank hat.
Wir haben uns für unsere Tour im August ebenfalls für einen Trax (von Kea)entschieden und da ist die Angabe mit einem 80 Liter Tank plus zwei Ersatzkanister. Was allerdings für Namibia kein Problem darstellen sollte, wenn man rechtzeitig wieder tankt.
Da wir allerdings in Botswana nach Chobe und Moremi wollen werden wir dort sehr genau auf unseren Benzinverbrauch achten müßen.
Ansonsten würde ich auch auf jeden Fall zu einem 4x4 raten, wenn die Mehrkosten dich nicht ruinieren 😎 .
Einträchtliche Grüße
ARArwenThemenstarter7 Beiträge · seit 200718. Mai 2007 · #10Hi,
zunächst herzlichen Dank für die zahlreichen Tipps. Zur Frage warum wir ein 4x4 Trax-Fahrzeug ausgewählt haben:
wir sind normalerweise eingefleischte Wohnmobilfahrer und haben bei unseren letzten Fernreisen (Neuseeland) auch immer große Womos gemietet. Da lag natürlich der Gedanke an ein Womo in Namibia auch nahe, aber ALLE, die wir interviewt haben (und die schon mal da waren) haben uns absolut vom Womo abgeraten und ein 4x4 empfohlen. Da wir selbst in Neuseeland manchmal den Wunsch nach einem Allradfahrzeug hatten (wir fahren halt gerne Gravelroads 😉 ), und wir auch im Auto übernachten möchten, haben wir diesen Rat angenommen und möchten deshalb den 4x4 Trax.
Wir werden zu viert mit 2 Fahrzeugen unterwegs sein.
vlg
Arwen<br><br>Post geändert von: Arwen, am: 18/05/2007 08:52
Sanne2'462 Beiträge · seit 200618. Mai 2007 · #11Hallo,
würde gern alle Vorposter unterstützen, die sich für "Tanken bei jeder Möglichkeit" stark gemacht haben.
Wir hatten in Namibia kurz vor der Ausfahrt zu einer Lodge eine Tankstelle gemieden, da wir meinten, dass könnten wir am nächsten Tag erledigen. Hauptsache, erst mal in der Lodge ankommen und schönen Begrüßungswein trinken.
Leider lag die Lodge rund 30 km von dieser Ausfahrt entfernt. Je länger es dauerte, desto mehr überlegten wir umzudrehen, um zu tanken. Schließlich mußten wir den Weg zur Tanke ja wieder zurück.
Wir hatten halt ein "Normalo-Auto", das für unsere Zwecke und Ansprüche völlig ausreichend war, aber eben keine zusätzlichen Kanister hatte.
Der Lodgebesitzer hat sich kaputt gelacht, wir kamen nämlich nicht gerade sehr entspannt da an. Allerdings war der super ausgerüstet und hat uns mit Sprit ausgeholfen.
Uns wars schon ein wenig peinlich und für die restliche Zeit eine wirkliche Lehre. Die Entfernungen haben wir häufig unterschätzt. Aber wer glaubt schon, dass Eingang zum Lodgegelände und Lodge selber manchmal 40 km auseinander liegen. 🙂
Herzliche Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
BABaliHai382 Beiträge · seit 200618. Mai 2007 · #12Hallo Ihr!
Also hier meine Erfahrungen und Meinung dazu:
1.) Ohne 4x4 würde ich in Namibia nicht unterwegs sein wollen. Die Fahrt auf den Pisten ist ein bisserl wie auf Schnee und es gibt immer wieder Stellen wo der Sand tiefer ist. Weiters sind manche Zufahrten zu Farmen etc. nicht so ohne -punkto Bodenfreiheit hätte ich da mit einem normalen PKW so meine Bedenken. Wenn es mal regnet und bei Wasserdurchfahrten brauchen wir gar nimmer weiter zu reden... Ein weiterer Pluspunkt sind die robusten Reifen, der größere Tank (hatten 140l Diesel) und die Aussicht weil man höher sitzt!
2.) Punkto Tankstellen braucht man sich mit einem 4x4 Pick up keine Sorgen zu machen (unserer hatte 140l Tank). Waren immer so ca. bei halb voll als wieder Tankstellen kamen ---> daraus schließen wir, dass man mit einem VW Chico o.ä. der vl. einen 50l Tank hat schon mal in Probleme geraten kann!
3.) Ein Satelittentelefon sollte man in Namibia IMMER mit sich führen!
LG aus Österreich<br><br>Post geändert von: BaliHai, am: 18/05/2007 12:10