GEGernot EickerThemenstarterGast23. März 2007 · #1moin,
soeben habe ich aus Maun eine Mail erhalten. Darin steht, dass die Regierung plant, allen privaten Reisenden den Zutritt zu den Nat.Parks zu verweigern.
Es sei denn, man hat eine spezielle Erlaubnis:(
Gruss Gernot<br><br>Post geändert von: Gernot Eicker, am: 23/03/2007 16:56
WolffRuediger1'125 Beiträge · seit 200623. März 2007 · #2Hallo, Gernot,
wäre, wenn's richtig ist, eine reine Katastrophe. Kannst Du herausfinden, auf welche Quellen sich diese Nachricht stützt?
Dann müsste man darüber nachdenken, welche Lobbies man einschalten müsste oder könnte, um diese unsinnige Regelung zu kippen.
Immerhin läge es auf der Linie botsw. Politik, den Individualtourismus zugunsten zahlungskräftiger Gruppen zurückzudrängen. Und ich befürchte, Namibia zieht nach. In früheren Zeiten war Namibia ein Eldorado für Individualtouristen - heute hat es sich allzuviel von seinem östlichen Nachbarn abgeschaut. Mein Interesse schwindet. Das Mittelmeer ist auch schön.
Freundliche Grüße!
Wolff-Rüdiger
VOVolker2'612 Beiträge · seit 200723. März 2007 · #3Hallo Gernot,
wäre wirklich nicht schön. Wir haben im September/Oktober 2007 8 Übernachtungen im Chobe und Moremi gebucht. Bisher habe ich auch nur die Bestätigung per FAX von Ende Januar und die Belastung der Kreditkarte in Höhe der Anzahlung "in der Hand". Die Bestätigung per Post fehlt mir bisher aus Maun, mein Anruf vor einigen Wochen beim Tourist Board in Maun hat mir auch nur eine zusätzliche mündliche Bestätigung gebracht. Vor dem Hintergrund Deines Posts bin ich mir dann doch nicht mehr so sicher, dass alles in trockenen Tüchern ist. Zumal die sonstige Tour mittlerweile ganz auf die gebuchten Camps aufbaut.
Bin also dringend an zusätzlichen Infos interessiert.
Volker
GEGernot EickerThemenstarterGast24. März 2007 · #4moin,
wenn jemand Fragen zu dem Thema hat, der wende sich doch bitte an die e-mail von planetwl@botsnet.bw.
Von den beiden, die seit vielen Jahren in Botswana leben, habe ich heute die Nachricht erhalten.
Die Nachricht hat mich ganz schön geschockt, da ich seit vielen Jahren in Botswana privat unterwegs bin.
Noch weiss ich nicht, wie es weitergehen könnte.
Gruss Gernot
pme470 Beiträge · seit 200611. Apr. 2007 · #5Hello all, hier etwas mehr Hintergrund zu diesem Thema:
It has not happened yet and we do not think it will happen soon, if ever. The ground for the story comes from meetings between the safari industry and the Okavango Delta Management Plan. They wanted to establish how we can better utilize these areas, but not in a way that we spoil the exclusivity we have, and become another Tanzania. At these meetings some of the operators suggested to close Moremi and Chobe for private vehicles - but this is only what is best for them, and not necessarily for the environment. What will happen though is the privatizing of Chobe's public campsites because the Parks Board cannot maintain the facilities. It is happening in Chobe, but not in Moremi yet, this will follow in a couple of years. The privatizing is only available to companies owned by Botswana citizens, so the government wants to improve their people and not close business for them. But I have to say closing the reserves was on the table on the initial planning stage, but this was going to involve allot of private concessions being cut smaller whch would have become a major issue.
So relax: The management team is not even half way with their strategy draft and they have been working on it since Nov 2005.
Meine Quelle ist ein sehr vertrauenswürdiger Safari Operator in Maun.
Schöne Grüsse,
Patrick
WWwww.dt800.de221 Beiträge · seit 200612. Apr. 2007 · #6... allein mir fehlt der Glaube !
Nein, wenigstens 50 % sind Individualreisende. Darauf kann auch Botswana trotz Diamanten nicht verzichten. Keiner würde mehr zum Besuch ins Land fahren, die ganzen Unterkünfte gingen Pleite. Botswana wäre Durchgangsland. Proteste wären vorhersehbar, auch von den Autovermietern. Daher halte ich das für wenig realistisch.
Zudem ist das Thema in keinem afrikanischen Forum vorhanden. Da kann man eigentlich nur schulterzuckend abwarten.
... Und wenn, es gibt doch noch Ostafrika, und auch noch etwas Sambia. Die würden sich über den Besucheransturm freuen.
Gruss
Roland
www.dt800.de mit viel Info zu Sambia und Ostafrika !
pme470 Beiträge · seit 200612. Apr. 2007 · #7Hoi Roland,
denke auch, dass es kurz- bis mittelfristig auf die betroffenen Umgebungen wirtschaftlich einen nachteiligen Effekt hätte.
Meine Meinung ist aber, dass man die Anzahl Individualreisender gerade in Chobe und Moremi früher oder später auch begrenzen muss. Zudem muss der Zugang zu den Parks zwagsläufig verteuert werden und mit den generierten Mehreinnahmen müssen nachhaltige Einkommens- und Weiterbildungsmodelle für die einheimische Bevölkerung und zusätzliche Forschungs-, Artenschutz-und Anti-Wildereiprojekte finanziert werden.
Nur so wird sich der Druck, der von Commercial Farms, von Jagdtouristen und durch die Wilderei auf die Nationalparks ausgeübt wird langfristig reduzieren lassen.
Solange wir (rest of the world) das nicht schaffen, und solange ein toter Elefant/Leopard/Löwe/... mehr Geld bringt als ein lebendes Tier, solange sind alle Parks und somit alle darin lebenden Kreaturen gefährdet. Auch in Botswana gibt es sehr viele Menschen, die sich dafür bezahlen und einspannen lassen, Trophäenjägern und Wilderern den Weg zu ebnen. Auch in Botswana wird darüber diskutiert, einen Teil des Okavango-Wassers im Panhandle umzuleiten um westlich von Maun Farmland urbar zu machen. Viele Einheimische haben nichts vom Reichtum ihres Landes und sehen, dass "ihr" Land für reiche Ausländer, die einige Tage in Luxuslodges verbringen reserviert ist.
Leider habe ich aber auch (noch) keinen Plan zur Rettung der Wildnis 🙂
Bei uns ist es ja schon ein riesiges Problem, wenn da und dort ein einzelner Biber, Luchs oder gar Wolf auftaucht.
Any thoughts?
WWwww.dt800.de221 Beiträge · seit 200612. Apr. 2007 · #8... das sehe ich etwa auch so.
PME, leider muss ich Dir recht geben, ich rechne auch schon lange mit einer erheblichen Verteuerung. Ob das der Begrenzung der Touris oder nur der Wirtschaftlichkeit dienen wird, sei mal dahingestellt.
Tatsache ist aber, dass andere Länder weit höhere Preise haben und diese auch durchsetzen konnten. Da wird ein Überschwappen und Nachziehen nicht ausbleiben.
Gruss
Roland
www.dt800.de
MZmzunguGast12. Apr. 2007 · #9mit deinem statement rennst du bei mir offene türen ein 🙂
das problem ist - wie in allen afrikanischen safaridestinationen: das meiste geld geht erst gar nicht ins land bzw. auf inländische konten! rd. 70 % des von luxuxlodges generierten erlöses geht direkt auf ausländische konten bzw. kommt erst gar nicht nach botswana/namibia/tanzania/zambia etc.!
gleiches gilt in verstärktem masse auch für namibia! gerade die von dt. expatriats betriebenen hotels/camps/lodges lassen sich gerne die zahlungen auf dt. konten überweisen!
auch SA ist als zwischenbunker recht beliebt 😉